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Lone Ranger – Zwei Gesichter

GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
03.09.2013
10.01.2014
9
10.097
 
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
03.09.2013 930
 
Hallihallo :)
Hie ist ein neues Kapitel von mir, es kam sogar früher als erwartet ;)
Ich weiß nicht wie lange ich für das nächste brauchen werde, aber es wird auf jeden Fall eines geben und ich wünsche euch jetzt erst Mal viel Spaß beim Lesen von diesem hier.
Lg Skyscraper 98 :)
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Und ich fühle mich wie neu geboren


Die Männer um mich herum zückten ihre Waffen und fingen direkt an zu schießen.
Die Soldaten taten es ihnen gleich und rutschen mit ihren Pferden die Abhänge hinunter. Viele starben nur bei dem Versuch und ich war mir nicht sicher ob ich Unsicher war ob ich noch gerettet werden würde oder ob ich einfach nur geschockt war von der Dummheit unserer Leute.
John blieb oben stehen, er schien schon die ganze Zeit zu wissen, dass das Runterstürmen völliger Unsinn war.
Dann sah ich wie er mit seiner freien Hand eine Bewegung nach rechts machte. Scheinbar wollte er mir andeuten, dass es der Zeitpunkt für mich war zu verschwinden. Unsere Soldaten starben einer nach dem anderen und John konnte sie nicht davon abbringen, ihre Wut auf die Butch und seine Bande war zu groß. Ich sollte gehen bevor keine mehr übrig waren.
Unauffällig schlich ich mit meinem kleinen Pony nach ganz hinten an die Wand, wo kein Gauner mehr war. Sie waren so mit der Verteidigung ihres eigenen Lebens beschäftigt, dass sie nicht bemerkten wie ich mich von meinem Platz aus der Gruppe gelöst hatte.
Mit flotten aber leisen Schritten des Ponys ritt ich weg von der Gruppe und als ich schon einen beträchtlichen Abstand zwischen uns geschaffen hatte fing ich an zu galoppieren.
„Komm schon jetzt zeig was du kannst“, sagte ich mit ruhiger, aber gepresster Stimme.
Dann hörte ich wie die Schüsse abbrachen. Entweder hatten die Soldaten sich zurückgezogen oder sie sind alle von uns gegangen.
Doch da ich mittlerweile weit genug weg von der Gruppe war und sie mich nicht mehr einholen würden, war es eine kluge Entscheidung sich zurückzuziehen.
Mit einem breiten Lächeln im Gesicht drehte ich mich um und blickte die lange Schlucht zurück. Meine Entführer konnte ich schon längst nicht mehr sehen, was hauptsächlich an der Staubwolke lag, die das kleine Pony hinter seinen Hinterhufen hinterließ.
„Wuhu!“, rief ich freudig aus.
Dann erkannte ich etwas hinter mir, einen Umriss von einem Mann.
„John?“, fragte ich schmunzelnd.
Doch dann kam er näher und ich konnte seine hässliche Fratze erkennen.
„Das hättest du wohl gerne gehabt!“, lachte er.
Erschrocken zog ich die Luft ein. Scheinbar war Butch mein Verschwinden doch aufgefallen.
„Du willst uns doch nicht schon verlassen“, meinte er spielend.
Ich drehte mich nach vorne und versuchte das kleine Pony anzutreiben, doch mit seinen kurzen Beinen war es noch lange nicht so schnell wie der große Wallach des Schurken. Ich dachte die ganze Zeit es wäre Zufall, dass er mir immer das süße kleine Pony zum Reiten gab, doch es war pure Cleverness.
Ich konnte das Ende der Schlucht sehen, die Wüste lag direkt vor uns.
Als die Wände dann um uns herum verschwanden, blies der wechselnde Wüstenwind sofort in mein Gesicht und ich verengte meine Augen.
Der Hut wehte mir vom Kopf und meine Haare wurden zu meinem Verhängnis.
Ich drehte mich erneut um und sah das Butch wieder ein Stück aufholen konnte und ich wusste, würde jetzt nicht bald ein Wunder geschehen konnte er mich abbremsen und wer weiß wie es dann weitergehen würde.
Doch, dass dann wirklich das erhoffte Wunder eintreffen würde hatte ich nicht gedacht.
Ich vernahm ein Geheul von links und schaute dort hin. Ich konnte durch den aufgewirbelten Sand nicht viel erkennen, doch den Umriss des Indianers durchaus.
Tonte kam auf einem Pferd an meine Seite geritten und nicht nur das, er hatte ein weiteres Pferd dabei. Mit einem hinkenden Bein, jedoch noch immer stattlich und definitiv schneller als dieser zu klein geratene Tier, auf welchem ich saß.
„Geh weg Ranger!“, hörte ich dann von hinten und riss meinen Kopf zurück.
John war uns gefolgt und lieferte sich ein Kopf an Kopf Rennen mit Butch. Schießen konnte keiner von beiden, sie waren komplett darauf konzentriert jeweils der Schnellere zu sein.
Auch wenn ich einfach hätte weiterreiten und darauf hoffen können, dass John siegen würde, entschloss ich mich dazu mir selber zu helfen.
Amigo lief mittlerweile neben dem kleinen Pony. Ich hob meine Füße aus den Steigbügeln und hockte mich auf den Sattel. Der Wind war sehr stark und nur ein kurzer Aussetzer meiner Konzentration wäre fatal.
Aus der Hocke erhob ich mich langsam in den Stand und hörte wie John hinter mir rief: „Was tun Sie da, bleiben sie sitzen!“
Doch ich wollte keine Gefangen mehr sein und ich wollte auch mein Können nicht weiter verstecken müssen.
Mit einem Satz sprang ich von dem kleinen Pferd auf Amigo, der zwar keinen Sattel trug, auf dem ich aber dennoch sich landete.
Ich griff seine Mähne und trieb ihn mit meinen Fersen an.
„Los, los!“
Tonto ritt an meine Seite mit einem ebenfalls großen, dunklen Pferd und wir konnten trotz Amigos Verletzung den Abstand zwischen den Verfolgern nun halten.
„Tonto, hast du Pfeil und Bogen?“, fragte ich energisch.
Er nickte verdutzt und überreichte mir das Handwerkszeug.
Ich drehte meinen Oberkörper um und spannte den Pfeil in dem Bogen. Ich kniff mein eines Auge zusammen, um mein Ziel fixieren zu können und ließ dann den Pfeil los, der mit einem lauten Zischen abschoss und mein Ziel lautlos traf.
Das Pferd von Butch knickte mit dem einen Bein seitlich weg und fiel mitsamt seinem Reiter zu Boden.
Rache ist süß, Butch Cavendish, und das war meine.
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