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That's Why I Love You

von Praline
SongficSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Blaine Anderson Kurt Hummel
02.09.2013
02.09.2013
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Hi! ;D


Das ist mein Beitrag zum Projekt „Zufällige Songfic“ (http://forum.fanfiktion.de/t/8376/1)
Es ist meine erste Glee FF und natürlich zu meinem Lieblingspairing Klaine :)

Ich bin (wie wahrscheinlich alle Klaine Fans) wahnsinnig deprimiert wegen Staffel 4 und hoffe sehnlichst, dass Kurt Blaines Antrag annimmt (bzw. dass Blaine sich traut zu fragen). Diese FF jedenfalls spielt nach der „Glease“ Folge (4x06)… wie ich das Ende der Folge lieber gesehen hätte.


Song: „I Love You“ von Avril Lavigne: http://www.youtube.com/watch?v=Q0-omvd2u1s

Disclaimer: Die Figuren gehören leider allesamt nicht mir und ich verdiene hiermit kein Geld.

Viel Spaß!


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Kurt fand Rachel und Finn im Flur stehend vor. Rachel sah schrecklich aus. Weinte sie? Er verlangsamte seinen Schritt, er wollte die beiden nicht stören oder in Verlegenheit bringen, aber er war zu neugierig um umzudrehen.

„…kein Kontakt mehr.“, sagte Finn gerade und Kurt erschrak. Die beiden mussten sich wirklich gestritten haben.
„Wenn es das ist, was du wirklich willst?“
Rachel gab sich Mühe, sich selbstsicher und distanziert anzuhören, doch der Versuch scheiterte kläglich. Kurt konnte raushören, wie sehr ihr diese Worte wehtaten. Die beiden trennten sich und er reagiere schnell und tat, als hätte er nichts mitbekommen, als er auf Rachel zuging und sie fragte, was passiert sei.

„Ich will einfach nur nach Hause!“, seufzte sie verzweifelt. Kurt hob eine Augenbraue und meinte leise und nicht besonders überzeugt:
„Ich dachte, dass wäre unser zuhause.“.
„Es fühlt sich bloß nicht mehr danach an.“, erwiderte Rachel traurig, fast resigniert. Die beiden wandten sich zum Gehen, als eine Stimme sie zurückhielt.

„Kurt! Ich muss mit dir reden.“
Blaine rief nicht laut aber natürlich hörte Kurt ihn. Kurt würde ihn selbst hören, wenn er bloß flüsterte, weil diese Stimme für immer in seinem Kopf gefestigt war. Blaine schloss auf zu den beiden und Kurt blieb stehen. Rachel entschuldigte sich und verschwand in den Chorraum. Kurt war sich nicht sicher, ob er wollte, dass sie ihn mit Blaine allein ließ, aber er reagierte nicht schnell genug und jetzt stand er da, mit seiner ersten großen Liebe im leeren Flur seiner alten Schule. Er fühlte Tränen in seine Augen treten, als er Blaine ansah, aber er hielt sie zurück und gab sich Mühe, seinen Kopf aufrecht zu halten.

„Wir werden vor ihnen keine Schwäche zeigen“*, das war es, was Rachel und er sich ausgemacht hatten und er würde sich daran halten, so schwer es auch sein möge. Doch hier zu stehen ließ ihn schwach werden und das durfte er sich nicht erlauben, also meinte er

„Es interessiert mich nicht.“, und wandte sich zum Gehen, immer noch um Fassung bemüht. Natürlich gab Blaine nicht auf.
„Aber…“, begann er und eilte Kurt hinterher. “Ich hab dir nie davon erzählt, was passiert ist. Der Typ, mit dem ich mich getroffen habe, ich muss dir alles erzählen!“
Da drehte Kurt sich um und sah seinen Ex an.
„Was wirst du mir sagen? Dass es nichts Ernstes war? Dass ihr nur rumgemacht habt? Dass er dir nichts bedeutet?”.

Da unterbracht Blaine und meinte verzweifelt: “Er bedeutet mir nichts!”.
„Nichts von alldem ist für mich wichtig. Bei Beziehungen geht es um Vertrauen und ich vertraue dir nicht mehr. Es war dumm von mir, zurückzukommen. Rachel hat recht, das ist nicht mehr mein zuhause.“ Es kostet Kurt alle Überwindung, diese Worte auszusprechen, sie dem schönen Jungen vorzuwerfen, der vor ihm steht, doch er hat es sich geschworen. Nicht noch eine Chance. Er muss Mauern aufbauen, niemand darf ihn nochmal so verletzen, wie Blaine es tat, als er ihn betrogen hat.

Blaine hat Tränen in den Augen, aber noch will er nicht aufgeben. Er hält kurt am Arm fest, als dieser sich abwendet. „Kurt, was ich getan habe, kann ich nicht mehr gutmachen, nie wieder. Das weiß ich. Und ich weiß, dass ich mich hunderte Male entschuldigt habe, aber dass es das nicht rückgängig macht, auch wenn ich dir noch tausendmal sage, wie leid es mir wirklich tut.“ Blaine holt tief Luft und presst die Augen zusammen. Er wird jetzt nicht weinen, das ist wahrscheinlich seine letzte Chance, die Liebe seines Lebens zurückzugewinnen, er muss durchhalten.

„Aber ich liebe dich. So sehr, du kannst es dir gar nicht vorstellen. Jedes Mal wenn ich mir einen Liebesfilm anschaue, einen Lovesong singe oder glückliche Pärchen sehe, denke ich an dich. Eigentlich denke ich immer an dich. Jede Sekunde, du bist immer in meinem Kopf, denn du bist die Liebe meines Lebens, Kurt. Und das ist keine dumme Highschool – Schwärmerei, die wieder aufhört. Selbst wenn du jetzt gehst werde ich niemals einen anderen so lieben können, wie ich dich liebe. Niemals. Du bist doch mein Teenage Dream, richtig?“.

Kurt nickte leicht, er versuchte immer noch, majestätisch zu bleiben, aber Blaine konnte sehen, dass seine Fassade bröckelte und er schöpfte neuen Mut. Vielleicht, aber nur ganz vielleicht, hatte er doch noch eine echte Chance. Er musste alle Karten ausspielen.

„Wenn ich dir noch irgendetwas bedeute, dann bitte ich dich, dir diesen Song anzuhören, denn er beschreibt, was ich fühle.“ Schnell zog Blaine sein Handy aus der Tasche und drückte auf Play. Er hatte sich die Acoustic Version runtergeladen. Die Musik begann zu spielen und Kurt blieb da, auch als Blaine seinen Arm losließ und ein Stück zurück trat. Blaine sammelte sich und begann zu singen.

I like your smile

Er lächelte Kurt zu und freute sich, als dessen Mundwinkel sich ein wenig nach oben zogen.

I like your vibe
I like your style


Bei diesen Worten kam er wieder näher an seinen Freund ran und strich über seine Kleidung. Wie immer war sie perfekt designt und abgestimmt und sah beeindruckend aus. Blaine wusste immer noch nicht, wie Kurt es jeden Tag aufs Neue schaffte, so umwerfend auszusehen und solch eine Majestätik auszustrahlen.

But that’s not why I love you

Er schaute dem überraschten Kurt in die Augen. Wieso überraschten ihn die Lyrics? Er kannte diesen Song bestimmt. Aber vielleicht ist es noch mal etwas anderes, wenn man so sehr auf die Bedeutung achtet und nicht einfach nur die Melodie singt.

And I, I like the way you’re such a star
But that’s not why I love you


Kurt musste verhalten kichern, es hörte sich an wie eine Mischung aus schluchzen und lachen. Doch er schlug sich sofort wieder die Hand vor den Mund. Blaine aber hatte es erkannt. Er war aufgetaut. Endlich. Und der Kleinere erlaubte sich nun, voll in den Song hineinzukippen, der Druck war genommen.

Hey, do you feel?
Do you feel me?
Do you feel what I feel too?


Er tanzte ein wenig auf ihn zu und hielt Kurt seine Hand hin. Dieser zögerte und musterte das Angebot. Kurt focht einen inneren Kampf mit sich selbst aus. Kopf gegen Herz, Herz gegen Kopf. Instinkt gegen Verstand. Bedürfnis gegen Disziplin.

Do you need?
Do you need me?
Do you need me-e-e?


Blaines Grinsen wurde breiter und er schnippte mit den Fingern, während er mit dem linken Bein wippte. Seine Hand war immer noch ausgestreckt, seine braunen Hundeaugen strahlten Kurt an und blickten direkt in seine eigenen. Kurt konnte sich nicht mehr zurückhalten und er wollte es auch nicht mehr, also gab er auf und legte seine Hand in Blaines, der sofort gewinnend zugriff.

You’re so beautiful

Blaine strich über den Rücken des Größeren, über die Haare. Natürlich achtete er darauf, der Frisur nichts anzutun, schließlich konnte er es sich nicht leisten, Kurt wütend zu machen. Die Wahrheit der Lyrics überwältigte ihn. Dieser Junge war einfach zu schön um wahr zu sein.

But that’s not why I love you

Blaine bemerkte mit größter Freude die leichte Enttäuschung in Kurts Gesicht, als er sich wieder entfernte.

I’m not sure you know
That the reason I love you is you


Verliebt verschlang Blaine den anderen mit den Augen. Alles an ihm war so perfekt. Er musste ihn einfach wiederhaben, wie sollte er überleben ohne ihn?

Being you
Just you


Er meinte es genau so wie er es sagte. Kurt spürte das. Er sah es in der Intensität von Blaines Blick, hörte es in seiner vollen, wunderschönen Stimme. Wie er mit Nachdruck und Leidenschaft sang und doch nicht aufdringlich. Einfach nur ehrlich. Er schmolz endgültig. Es war zu spät, Kurt ließ alle Masken fallen und lächelte Blaine offen an, ging auf ihn zu. Blaine lebte förmlich neu auf, als er realisierte, dass er es geschafft hatte.

Yeah, the reason I love you
Is all that we’ve been through


Blaine schlang seine Arme um Hüfte und drückte ihn an sich. Legte den Kopf auf seine Schulter. Hielt ihn fest. Nur für den Moment. Er wollte ihn nie mehr loslassen, atmete sein süßes Parfüm ein, fühlte seinen schmalen Körper gegen seinen eigenen gepresst. Zögernd legte kurt seine Arme um den Hals des Kleineren. Gerade diese Zeilen bedeuteten so viel für die beiden. Alles, was sie durchgemacht haben, sie haben einander immer unterstützt und vor allem hat nichts es geschafft, sie zu trennen, bis zu Blaines schrecklichem Fehler. Er würde nicht zulassen, dass seine Dummheit sie auseinanderbringt.

And that’s why I love you

Blaine hauchte diese letzten Worte des Refrains in Kurts Ohr und küsste ihn am Hals. Hauchzart, er berührte ihn kaum, doch der Größere erschauderte unter der Bewegung und fühlte, wie sich eine Gänsehaut bildete. Wie konnte er je glauben, es wäre vorbei, wenn die kleinste Berührung das bei ihm auslösen konnte? Vorsichtig löste Kurt sich aus der Umarmung und musste lächeln, bei Blaines enttäuschtem Blick.

I like the way you misbehave
When we get wasted


Noch bevor Blaine ansetzen konnte, hatte Kurt begonnen, den Song weiter zu singen. Seine Stimme klang so anders als Blaines. Verletzlich und nicht so intensiv. Hoch und weiblich, dafür aber gefühlvoller. Um ehrlich zu sein hatte es ihm ja doch gefallen, wie oft Blaine sich entschuldigt hatte, die Blumen, die Zettel, all die Bemühungen.

But that’s not why I love you

Blaines Gesicht erstrahlte. Er liebte ihn noch. Kurt hatte es gerade gesagt, wenn auch über die Lyrics eines dummen Lovesongs, er hatte gesagt, er liebe ihn noch. Mehr brauchte Blaine nicht zu wissen um restlos glücklich zu sein und alle Anspannung abzuwerfen, Kurts Gegenwart zu genießen.

And how you keep your cool
When I’m complicated


Da erlaubte Blaine sich sogar ein Lachen, welches sofort mit einem strafenden Blick von Kurt bedacht wurde. Aber es war so kompliziert und auch wenn es für Blaine nicht so gewirkt hat, war er froh, dass der andere es so sah.

But that’s not why I love you

Und wieder. Er liebte ihn.

Hey, do you feel?
Do you feel me?
Do you feel what I feel too?

Do you need?
Do you need me?
Do you need me-e-e?


Blaine setzte ein, ihre Stimmen vermischten sich, sie warfen all ihre aufgestauten Emotionen in den Song und einige wenige Tränen rannen Kurts Wangen hinunter. Sie hörten sich nicht so gut an wie sonst, da sie sich keine Mühe gaben, konzertreif zu klingen, sondern nur einander ansangen, aber es hörte sich so intensiv an, wie noch nie.

You’re so beautiful
But that’s not why I love you


Kurt musterte Blaine und stellte fest wie schön sein Freund war. So viel schöner als Adam. Die Schmolllippen, die Hundeaugen, die gelockte Haarsträhne, da er nicht mehr genug Gel in den Haaren hatte. So wunderschön.

I’m not sure you know
That the reason I love you is you
Being you
Just you


Es war ein Liebesgeständnis. Von beiden Jungen und es war so ernst gemeint.

Yeah the reason I love you
Is all that we’ve been through
And that’s why I love you

Even though you do to make it through
I am always here for you


Blaine sah es vor sich als wäre es gestern gewesen. Der verwirrte, leicht verlorene Kurt, wie er die Stufen der Dalton Academy runterging und ihn um Hilfe bat. Wie positiv überrascht er aussah, als Blaine ihn anlächelte und ihm seine Hand hinhielt.

You’re so beautiful
But that’s not why I love you


Kurt sah Blaine vor sich, wie er ihn so freundlich begrüßte, obwohl er ihn noch nie davor gesehen hatte. Wie er ihn in den Warblers Proberaum zog und begann zu singen. Der Moment in dem er sich in den Warbler verliebt hatte. In dem er sich sicher war, dass dieser Junge sein persönlicher Teenage Dream ist.

I’m not sure you know
That the reason I love you is you


Blaine erinnerte sich an das Gefühl, welches seinen Körper durchströmte, als Kurt „Blackbird“ sang und er realisierte, dass er hoffnungslos verliebt war.

Being you
Just you
Yeah the reason I love you
Is all that we’ve been through
And that’s why I love you


Sie sahen sich in die Augen und in ihren beiden Köpfen spielte sich dieselbe Szene ab: Ihr erster Kuss.

That’s why I love you

Der Kleinere legte erneut die Arme um seinen Freund und sang diese Worte alleine.

That’s why I love you

Diesmal setzte Blaine aus und Kurt flüsterte den Ausklang in sein Ohr. Der letzte hohe Ton klang nach in den leeren Fluren, die Musik wurde leiser und war schließlich aus.

Es war so still, das Einzige, was zu hören war, war das stockweise Atmen der beiden Jungen. Sie hatten sich angestrengt und waren außer Puste. Beide waren selig. Kurt dachte gar nicht mehr daran, dass er genau das vermeiden wollte. Die Liebe zu Blaine nahm sein gesamtes Denken ein. Und Blaine? Der war so unbeschreiblich glücklich, dass er seinen Freund endlich wieder hatte, dass er überhaupt nichts dachte.

Sie sahen sich an, ihre Gesichter berührten sich fast.
„Ich liebe dich!“, stellte Blaine ein weiteres Mal fest. „Ich liebe dich auch“, seufzte Kurt, bevor er seine Lippen auf Blaines legte.

Sie küssten sich hauchzart und sanft, es war so ungewohnt so neu und es fühlte sich an, wie beim ersten Mal. Doch schon nach einigen Sekunden wurden ihre Küsse intensiver, leidenschaftlicher. Sie pressten sich aneinander. Blaine leckte leicht über Kurts Lippen, welcher sofort seinen Mund für Blaines Zunge öffnete. Sie spielten miteinander, frech und neugierig. Kurt stöhnte leise. Er hatte Blaine so sehr vermisst.

Provoziert von Kurts Stöhnen ließ Blaine seine Hände wandern, er strich über Kurts Rücken, fühlte seine Schulterblätter und glitt tiefer zu seiner Hüfte, bis er sie letztendlich an Kurts festen Hintern legte. Er spürte den Größeren in den Kuss hinein lächeln. Vorsichtig ließ er von Kurts Lippen ab, nur um schnelle Küsse auf seinem Hals und Schlüsselbein zu verteilen. Kurt legte den Kopf in den Nacken und ließ ihn machen. Er schloss die Augen. Es gab keinen Ort auf der Welt an dem er jetzt lieber wäre als hier in Blaines Armen in Lima, Ohio. Und es fühlte sich so sehr nach zuhause an. Viel mehr als New York es jemals tun würde.

Auf einmal hörte er leise Schritte und als er die Augen öffnete, sah er gerade noch, wie Rachel um die Ecke bog. Auch wenn sie ihr Glück nicht hier finden konnte, er konnte es.






*AN: “We’re not gonna let them see us sweat.”, sagt Rachel im Original zu Kurt, mir ist keine bessere Übersetzung eingefallen.
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