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Wo die Liebe hinfällt....

von RadioCity
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Alex Johannson Saskia Berg Thure Sander
01.09.2013
08.06.2016
11
15.045
1
Alle Kapitel
31 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.09.2013 1.331
 
So heute geht es weiter. Vielen Dank an Sara liebt Lisa W für das tolle Review!:* Leider wieder nur eins, was mich sehr traurig macht. Mögt ihr dieses Geschichte nicht mehr? Wenn ja, schreibt es mir. Vielleicht gibt es dieses Mal ein paar mehr. Viel Spaß beim Lesen!;)



Unruhig tigerte Saskia über die Brücke. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Kapitän weg, Russen als Schiffsbrüchige und sie mittendrin. Eigentlich wollte sie heute nur eine ruhige Patrouille fahren, Kapitän Sander anhimmeln und ihre Arbeit machen, aber jetzt? Es kam einfach immer alles anders als gedacht. Nachdenklich blieb sie vor dem Radar stehen und schaute auf das tobende Meer. Ungeduldig tippte sie mit ihrem Fingernagel auf die glatte Oberfläche des Radars. Warum dauerte das denn solange, wo blieb Unterbauer nur? 
"Frau Berg? Frau Berg, sind Sie auf der Brücke?", rief Unterbauer aufgeregt, denn er wollte Saskia von seinen Entdeckungen erzählen.
"Wenn man vom Teufel spricht!", schmunzelte Saskia, richtete sich auf und hoffte, dass wenigstens Unterbauer gute Nachrichten für sie hatte.
"Ja Herr Unterbauer, ich bin auf der Brücke, wo sollte ich denn sonst sein? Haben Sie Kapitän Sander gefunden?", fragte Saskia euphorisch, da sie hoffte, dass er einfach nur schlief oder auf dem Klo saß.
"Frau Berg, ich glaube, ich habe keine sehr guten Nachrichten für Sie.", versuchte Unterbauer Saskia vorsichtig darauf vorzubereiten, was er vorgefunden hatte. Saskia sackte innerlich zusammen, denn das, was Unterbauer sagte, hörte sich überhaupt nicht gut an. 
"Gibt es nur schlechte oder auch gute Nachrichten?", fragte Saskia erschöpft.
"Ich fürchte in diesem Fall nur Schlechte!", murmelte Unterbauer mitfühlend, denn Saskia sah nicht gut aus. Er fühlte sich schuldig, dass er ihr keine besseren Nachrichten überbringen konnte. Saskia stöhnte gefrustet auf, warum nur, warum nur? Frustriert schlug sie mit der flachen Hand auf die glatte Arbeitsoberfläche.
"Scheiße man, wieso heute?", schrie sie auf und schaute nach draussen. Unterbauer stand hinter ihr und wusste nicht, wie er reagieren sollte, denn so emotional hatte er die WO noch nie erlebt. Jedoch war sie auch noch nicht solange auf der Albatross, wodurch er sie noch nicht so gut einschätzen konnte. Währenddessen dämmerte es Saskia, dass sie gerade einen emotionalen Ausbruch hatte, ihre Emotionen frei gezeigt hatte, dass hätten ihre Kollegen aber nicht sehen sollen, sie musste sich beherrschen, Stärke zeigen, eine Stütze für die Kollegen sein. Natürlich ging ihr das Ganze sehr nahe, aber zeigen? Niemals. Also sammelte sie sich wieder, strafte ihre Schultern und drehte sich zu Unterbauer um.
"Okay, okay. Was haben Sie gefunden, Unterbauer?", fragte Saskia kontrolliert, von ihren Emotionen war keine Spur mehr. Unterbauer sah sie erstaunt an, die Emotionen waren weg. Wie schaffte ein Mensch es so schnell? Wahrscheinlich jahrelanges Training oder Begabung. Ach was dachte er da, er schüttelte sich kurz und fuhr fort.
"Naja seine Kajüte ist total verwüstet, deutet alles auf einen Kampf hin. Blutspuren auf dem Bettlaken, sein Handy und wahrscheinlich seine Uhr habe ich auch gefunden, aber von Sander selbst fehlt jede Spur. Nichts, gar nichts!", grummelte Unterbauer die schlechten Nachrichten. Saskia stöhnte auf, wieso war er jetzt weg? Das konnte doch nicht sein.
"Verdammt, gar keine Spur? Das kann dich nicht wahr sein, der muss hier irgendwo sein. Er kann ja nicht einfach von einem Boot mitten auf der Ostsee verschwinden!", erwiderte Saskia nachdenklich.
"Nein keine Spur, wenn ich es doch sage!", grummelte Unterbauer ratlos.
"Na gut, wir warten noch auf Alex und Marten. Dann suchen wir in Trupps das gesamte Boot ab. Kai soll in Sanders Kajüte gehen und Spuren sichern, denn ich glaube Sander ist nicht freiwillig gegangen. Hier ist irgendetwas faul und das gefällt mir nicht. Sagen Sie Kai Bescheid?", erwiderte Saskia fordernd, denn sie musste hier nun das Ruder in die Hand nehmen.
"Jap mach ich!", grummelte Unterbauer ergeben. Ihm gefiel das Ganze auch ganz und gar nicht. Schnell verschwand er um Kai zu informieren. Saskia stützte erschöft den Kopf in ihren Händen ab. Was sollte sie tun? Der Mann, den sie so sehr begehrte war spurlos verschwunden und sie musste ihn finden, aber konnte sie objektiv bleiben? Sie musste es, auch zum Wohle ihrer Kollegen.



"So Marten jetzt schau mal hin, wie eine Frau das regelt", schmunzelte Alex, drehte sich zu den Russen um. Sie hatte einen Verdacht, den sie bestätigen wollte.
"So wir hören jetzt mal alle auf mit dem Spiel. Sie können Deutsch und das können Sie auch gerne im Beisein der deutschen Küstenwach benutzen. Also Sie kooperieren, wie lauten Ihre Namen", erwiderte Alex fordernd auf Deutsch. Marten sah sie fassungslos an, wieso sprach sie mit denen Deutsch? Die konnten doch höchstens Russisch und Englisch. Hatte sie das nicht mitbekommen?
"Helfen Sie uns, wenn wir Ihn unsere Namen sagen?", fragte einer der Russen zu Martens großen Erstaunen auf fast perfekten Deutsch.
"Ja wir helfen Ihnen", bestätigte Alex ihre Aussage.
"Gut, ich bin Viktor, das sind Anatol, Dimitri, Anton, Wladimir und Vitaly", erwiderte der Mann, der das Wort ergriffen hatte und stellte Alex die anderen Männer vor.
"Gut das reicht erstmal. Wir bringen Sie nun auf die Albatross II, wo Sie von unserem Sanitäter durchgecheckt werden und wir bringen Sie alle unversehrt nach Neustadt zurück!", erklärte Alex das Vorhaben und half Marten die letzten Männer ins Kontrollboot zuhieven.
"Nein, wir brauchen keinen Arzt. Den Fahrdienst nehmen wir dankend an, aber den Sanitäter brauchen wir wirklich nicht. Verlassen Sie sich auf uns, wir brauchen nur einen starken Kaffee. Trotzdem danke für Ihre Bemühungen", wehrte Viktor die ärztliche Untersuchung ab.
"Nun gut, es ist ja Ihre eigene Entscheidung", grummelte Alex verständnislos. Sie würde sich ja durchchecken lassen, aber es war ja deren Entscheidung. Komisch war es aber schon. Marten stand fassungslos neben Alex. Er konnte es nicht fassen, dass die Herren mit ihr Deutsch geredet haben und ihn im wahrsten Sinne des Wortes verarscht hatten.
"Ist was? Hilf mir mal lieber!", knurrte Alex, da Marten nur neben ihr sprachlos starrte.
"Ja, aber wie hast du es geschafft, dass die Deutsch sprechen? Woher wusstest du das?", fragte Marten neugierig, half Alex nun aber die Russen ins Boot zuholen.
"Ach Marten, dass nennt man gesunden Menschenverstand. Das muss du noch lernen", erwiderte Alex augenzwinkernd, während sie den Letzten zu sich ins Kontrollboot holten.
"Okay, dann zurück zur Albatross", rief Marten und startete den Motor des Kontrollboot.
"Na dann, auf geht's wieder ins Warme", murmelte Alex wohlig, denn draussen war es schon wieder sehr kalt geworden. Was sie nicht mitbekam, war das die Russen sich lautlos hinter Alex und Marten Rücken in Zeichensprache verständigten. Es schien etwas sehr eichtiges zuhandel, von dem die Küstenwächtler nichts mitbekommen sollten.



Währenddessen wachte Thure wie gerädert und mit höllischen Kopfschmerzen auf. Er wusste nicht wie ihm geschah, denn er befand sich in einem sehr engen und dunklen Raum.
"Oh, wie bin ich denn hier gelandet?", stöhnte er leise auf. Vorsichtig fasste er sich an den Hinterkopf, sog dann aber scharf die Luft ein. Etwas nasses, klebriges lief an seinem Hinterkopf hinuter und brannte höllisch. Er tippte auf Platzwunde, aber sicher war sich nicht. Langsam tastete er sein Gefängnis ab. Es war sehr eng, denn er passte nur mit Not hinein, die Wände waren mit Holz vertäfelt und die Tür war verschlossen, natürlich. Wieso war er hier? Gerade lag er doch noch auf seinem Bett und hatte an Saskia gedacht.
"Ach Saskia!", stöhnte er auf, er musste auf die Brücke, denn er und Frau Berg wurden ja gerufen. Daran konnte er sich noch errinnern, aber gab es einen harten Schlag auf den Kopf und vor seinen Augen wurde es schwarz, nun war er hier, aber wieso? Traurig setzte er sich vorsichtig auf.
"Hallo? HILFE, HILFE", schrie er wütend und klopfte gegen die Decke.
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