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Wo die Liebe hinfällt....

von RadioCity
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Alex Johannson Saskia Berg Thure Sander
01.09.2013
08.06.2016
11
15.045
1
Alle Kapitel
31 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.09.2013 1.311
 
So heute kommt ein neues Kapitel und es wird spannend, aber ich verrate nicht zu viel!;) Ich habe mich entschlossen, dass noch ein bisschen Action in diese Geschichte kommt, also eird sie wohl auch ein wenig länger als Anfangs gedacht. Vielen Dank an Sara liebt Lisa W für das liebe Review. Ihr Anderen da draussen dürft gerne auch ein Review da lassen, denn ich möchte auch euer Feedback, denn nur so kann man lernen und Fehler verbessern!



"Nein!", kam es einstimmig von der gesamten Crew, die sich auch verwirrt umdrehten. Wo war nur der Kapitän? Nachdenklich drehte sich auch Saskia um und schaute sich um, aber der Kapitän war nirgends zusehen.
"Okay, Norge Sie versuchen Sander noch einmal über den Bordfunk zuerreichen. Der kann doch nicht weg sein, ich habe mich doch gerade noch mit ihm unterhalten!", grummelte Saskia überlegend und schaute noch einmal mit dem Fernglass nach draussen zu den Schiffsbrüchigen.
"Kapitän Sander, sofort auf die Brücke, Kapitän Sander sofort auf die Brücke, bitte!", schallte Kais Stimme durch das gesamte Schiff, sodass sogar die Maschinisten es im Maschinenraum hören würden, deshalb war es Saskia auch unbegreiflich, dass Sander nicht darauf reagierte.
"Hoffentlich meldet der sich nun!", grummelte Saskia, schaute auf das Radar und notierte die Koordinaten, an welchen sie die Personen borgen würden.
"So Alex Kontrollboot klar machen, du und Feddersen werdet die Leute bergen und wir suchen erstmal den Kapitän. Solange er nicht aufgetaucht ist, werde ich das Komando übernehmen. Unterbauer Sie werden zu seiner Kajüte gehen und sehen, was da los ist. Nehmen Sie aber bitte ihre Dienstwaffe mit und Sie bleiben mit der Brücke, mit mir in Funkkontakt, denn mir gefällt das ganze hier nicht. Sander würde nicht einfach verschwinden ohne was zusagen, dass passt einfach nicht zu Ihm. Alle verstanden?", kamen Saskias präzisen Anweisungen und sah in die Runde. Ihre Kollegen nickten einstimmig und machten sich allesamt an die Arbeit. Alex und Marten liefen zum fertigen Kontrollboot, Unterbauer machte sich auf die Suche nach Sander und Kai versuchte es immer und immer wieder über den Bordfunk Sander zuerreichen, der sich aber nicht meldete. Saskia hatte ein ganz mulmiges Gefühl. Irgendwas lief hier gewaltig aus dem Ruder und sie konnte es nicht verhindern, dass machte ihr enorm Angst. Vor allen beängstigte sie es, dass Sander nicht auffindbar war und sich auch in keinster Weise zu melden schien. Was ging hier vor sich, was wurde hier gespielt?


Fröhlich pfeiffend lief Unterbauer durch die Gänge zur Kapitänskajüte. Er hielt die Sorge von Frau Berg für völlig überzogen. Sander würde wahrscheinlich heil und glücklich in seiner Kajüte liegen und vielleicht schlafen, was er auch gern tun würde. Er sah die Sorge von Frau Berg als unbegründet, aber sich ihr einfach zu widersetzen ging auch nicht, denn nun war sie ersteinmal die Chefin und hatte das Sagen, es würde nicht so gut kommen, wenn er sich nun widersetzen würde. So ging er halt den kleinen Weg zur Kajüte um nach Sander zuschauen.
"Kapitän Sander? Kapitän Sander darf ich herreinkommen? Hier ist Unterbauer!", meinte Unterbauer, als er an der Kajüte klopfte und auf ein herreinlassen wartete, aber niemand antwortete, niemand. Alles blieb still.
"Schläft der jetzt wirklich während der Patrouille? Das geht ja mal gar nicht!", grummelte Unterbauer ungläubig und entschloss sich, einfach einzutreten, denn das kam ihm jetzt auch sehr spanisch vor. Kurz entschlossen öffnete er die Tür, blieb aber erschrocken auf der Schwelle stehen. In der kleinen Kammer herrschte ein heilloses Chaos. Das Tischen war umgeworfen, der Wasserkocher lag auf dem Boden, der Schrank stand offen und die Wechseluniformen von Kapitän Sander lagen auf dem Boden zerstreut herum.
"Oh man, was ist denn hier passiert?", murmelte Unterbauer ungläubig und kratzte sich verwundert hinter dem Ohr, denn sowas hatte auch er noch nicht gesehen, denn das gesamte Zimmer war verwüstet, nichts stand mehr auf seinem angestammten Platz. Vorsichtig, bedacht darauf, dass er nichts kaputt machte, trat er durch das Zimmer zum Bett um nachzuschauen, ob Sander da war. Doch was er da sah, beunruhigte ihn noch mehr. Auf dem schneeweißen Bettlaken waren mehrere Blutspuren, ein schwarzes Smartphone, welches auf jeden Fall Sander gehörte und eine silberne Taucheruhr, aber von Thure keine Spur.
"Verdammt, was ist denn hier passiert? Nach einem kleinen Mittagsschlaf sieht das aber nicht mehr aus!", grummelte Unterbauer erschrocken, schnappte sich ein Taschentuch und nahm so die Uhr auf. War es Sanders Uhr? Er betrachtete sie von allen Seiten um einen Anhaltspunkt zubekommen, aber fand nichts. Keine Gravur, keinen Namen.
"Vielleicht kennt einer der Crew sie ja!", sprach Unterbauer besorgt mit sich selbst. Er verstand die Welt nicht mehr und auch er glaubte, dass hier etwas nicht mit dem Rechten abging, denn der Kapitän würde nicht einfach so verschwinden, er würde sein Schiff nie freiwillig verlassen. Aber wo war er nur? Nachdenklich lief er mit der Uhr und dem Handy zurück zur Brücke, denn Saskia musste davon ja auch mal unterrichtet werden, von dem Debakel.


Währenddessen setzten Alex und Marten mit dem Kontrollboot zu der kleinen Rettungsinsel über. Marten hatte noch immer ein mulmiges Gefühl dabei, ihm gefiel die Situation überhaupt nicht.
"Na immer noch Bedenken?", neckte Alex ihn augenzwinkernd.
"Ja man, der Kapitän ist schon weg. Das ist ein Omen Alex!", grummelte Marten nachdenklich, ihm gefiel das alles nicht, er hoffte, dass sie den Kapitän schnall finden würden.
"Marten, du und dein Aberglauben. Manchmal übertreibst du einfach!", grummelte Alex augendrollend und zog sich ihre Mütze tiefer ins Gesicht. Schaukelnd preschten sie über die Ostsee zu den Schiffsbrüchigen.
"Alex das ist kein Aberglauben, das ist gesunder Menschenverstand. Davon könntest du dir mal eine Scheibe abschneiden!", giftete Marten zurück. Er mochte es nicht, wenn man sich über ihn lustig machte. In solchen Situationen verließ er sich gerne auf sein Bauchgefühl, welches ihn noch nie getrügt hatte. Schweigend standen beide am Bug, ließen sich den kalten Sprühregen ins Gesicht peitschen.
"Help...Help!", hallte es mit einem starken russischen Akzent zu den Küstenwächtlern, während sie Backbord heranfuhren.
"Scheinen Russen zu sein!", grummelte Marten.
"Vorurteile?", fragte Alex forsch und sah ihn an.
"Naja, hab mit Russen keine guten Erfahrungen gemacht!", murmelte Marten leise.
"German coast guard? Help!", kam es wieder von einem der Männer, der sie bittend ansah.
"Yes, we are the german coast guard and we will help you!", erwiderte Marten mit fehlerfreien Englisch, aber mit einem lauernden Unterton.
"Help...Help....please!", stammelte er wieder und brachte Marten fast um den Verstand.
"Yes we will help you!", grummelte Marten genervt und half Alex die Ersten schon einmal in das Boot zuziehen. Nacheinander wurden 5 russische Männer zwischen 20 und 30 Jahren geborgen. Alex funkte sofort Saskia an.
"Kontrollboot an Albatross II bitte kommen!"
"Albatross II hört. Was gibts Alex, alle sicher geborgen?", meldete sich Saskia zurück.
"Jap, 5 russische Männer zwischen 20 und 30 Jahren. Alle unverletzt, aber stark unterkühlt, Kai soll sich bereithalten", gab Alex ihre Informationen weiter an die Brücke.
"Okay, verstanden. Kennt ihr Namen oder so?", fragte Saskia nachdenklich.
"Noch nicht, aber Marten müht sich gerade damitt ab. Die Leute sprechen nur Russisch und gebrochenes Englisch!", murmelte Alex sicher.
"Gut, kommt erstmal wieder zurück, Kai wartet schon im Saniraum, over and out!", erwiderte Saskia noch schnell und unterbrach dann den Kontakt.
"Marten? Komm mal her", rief Alex ihn zu sich.
"Was denn?", grummelte er unzufrieden, kam aber.
"Hast du die Namen herausgefunden?", fragte Alex nachsichtig.
"Nee, jetzt reden die Typen mich ständig auf Russisch an, glaubst du ich verstehe das?", erwiderte Marten geladen. Verarschen ließ er sich ungern.
"Nimms nicht zu schwer!"
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