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Wo die Liebe hinfällt....

von RadioCity
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Alex Johannson Saskia Berg Thure Sander
01.09.2013
08.06.2016
11
15.045
1
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31 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.09.2013 1.338
 
Sorry, dass es so lange mit dem neuen Kapitel gedauert hat, aber ich war bis vor kurzem in der Klausuren-Phase, wo die Lehrer ständig irgendwelche Klausuren direkt vor den Ferien schreiben wollen. Jetzt habe ich aber Ferien und werde öfter schreiben. Jetzt halte ich euch auch nicht länger auf, viel Spaß beim Lesen!!!

"Saskia? Hey Saskia, was ist denn los? Was machst du hier so allein?", kam es erschrocken an von Alex, die auf dem Weg zur Kombüse Saskia ganz alleine im Gang sitzen gesehen hatte. Verwirrt schaute Saskia sich um und sah Alex, ihre beste Freundin, die sich vorsichtig zu ihr hinunterbeugte und beruhigend ihren Rücken streichelte, denn die Tränen liefen immer noch ungehindert an ihren Wangen hinunter und tropften auf den Boden, auf dem sie zusammengekauert saß.
"Alex, ich habs verbockt, einfach verbockt. Ich kann ihm nicht mehr unter die Augen treten!", schluchzte Saskia und stützte verzweifelt ihren Kopf auf ihren Hände ab. Sie wusste einfach nicht mehr weiter. "Schhht Saskia. Erzähl doch erstmal, was geschehen ist. Vielleicht ist doch noch nicht alles verloren!", flüsterte Alex leise, setzte sich neben Saskia und nahm sie in den Arm. Alex konnte sich schon denke, um welches Thema es gehen würde, aber sie wollte Gewissheit.
"Ach Alex, ich glaub kaum, dass man da noch was retten kann, ich habe es einfach verbockt, aber wenn du so scharf auf meine persönliche Niederlage bist, bitte. Also ich war bei ihm in der Kajüte. Er wollte unbedingt wissen, warum ich so unsortiert im Moment bin. Ich habe gesagt,dass ich ihm das nicht sagen kann, mich aber bessern will. Da hat er mich unabsichtlich berührt, mich hat das so aus der Fassung gebracht, dass ich noch irgendwas gestammelt habe und darauf einfach weggelaufen bin. Er hat mir noch hinterhergeschrien und ist wohl noch ein Stück mitgelaufen, aber ich war zu schnell. So nun weißt du alles und schöne Niederlage oder?", erwiderte Saskia bitter. Sie hatte sich so viel von diesem Gespräch erhofft.
"Hey das klingt doch toll. Von wegen Niederlage, ich glaub der steht auf dich, Saskia. Jetzt lass dich mal nicht so hängen und kämpf um ihn!", rief Alex euphorisch, denn für sie klang das ganz und gar nicht schlecht.
"Sag mal spinnst du? Ich blamiere mich bis auf die Knochen, erzähle es dir auch noch und du erzählst mir, dass er auf mich steht? Du spinnst ja wohl!", schnaubte Saskia kopfschüttelnd.
"Jetzt sei doch nicht immer so pessimistisch. Na klar steht der Typ auf dich, denn sonst hätte er dir wohl kaum hinterhergeschrien geschweige denn wäre er dir wohl nicht hinterhergelaufen, wenn du ihm gänzlich egal wärst oder?", setzte Alex an.
"Man Alex, du und dein verdammter Optimismus. Ich liebe das ja an dir, aber in manchen Situationen ist es echt hinderlich, denn ich glaub in meiner Situation hilft kein Optimismus mehr!", grummelte Saskia. Sie wischte sich energisch die Tränen aus dem Augenwinkel, damit sah man auch, dass Saskia ihre emotionale, weiche Seite zurück in ihr Inneres kehrte und die harte, disziplinierte Seite langsam wieder zum Vorschein kam, was Alex nicht so gerne sah, denn sie mochte Saskias weiche Seite mehr, aber sie schien in ihrer Kindheit einen leichten psychischen Knacks ab bekommen zuhaben, denn ihre Eltern waren viel zu früh gestorben und auch die Beziehung zu ihrem Ex Viktor Weishaupt war nicht sehr harmonisch verliefen. Saskia hatte sehr viel Schmerz und Pech in ihrem Leben erlebt, aber wieso sollte sie nicht jetzt auch mal ein wenig Glück in ihrem Leben haben, denn wenn es jemand verdient hätte, dann ja wohl Saskia. Vor allem sie und Sander würden so gut zusammenpassen, aber im Moment verbaute sich Saskia ihre Chance selbst ein wenig, denn Alex hatte die Blicke von Thure gesehen, sie war eine Frau und konnte diese Blicke eindeutig deuten: er stand auf sie.
"Ach meine kleine Pessimistin. Du siehst die Welt einfach zu schwarz, Saskia. Ein wenig Optimismus würde dir auch nicht schaden!", schmunzelte Alex und lehnte ihren Kopf auf Saskias Schulter.
"Ach Alex du jast gut reden, wenigstens munterst du mich immer auf!", murmelte Saskia zufrieden und lehnte auch ihren Kopf gegen den von Alex. So verharrten sie einige Minuten und hingen jeweils ihren eigenen Gedanken nach. Was würde nur als nächstes passieren?

Währeddessen tigerte Thure verwirrt durch seine Kajüte. Saskia hatte ein wahres Gefühlschaos bei ihm ausgelöst und er wusste nicht, was er tun sollte, denn eigentlich war er nicht so der Gefühlsmensch, der allen sein Innerstes offenbarte. Bei solchen Sachen war er eher introvertiert, er redete nicht so gern über Gefühle. Aufgeregt ging er durch seine Kajüte und dachte angestrengt nach, was er nun tun sollte. Sollte er ihr seine Liebe gestehen und jofden, dass sie genauso empfand? Oder sollte er seine Gefühle für sich behalten? Fragen über Fragen, die er jetzt nicht beantworten konnte, aber im Laufe der Zeit musste. Erschöpft setzte er sich schließlich auf sein Bett und raufte sich die Haare. In solch eine Situation war er noch nie gekommen, denn bei seinen Ex-Freundinnen hatte er nicht solch starke Gefühle verspürt. Es waren zwar immer Gefühle mit im Spiel, aber nicht solche, welche er im Moment für Saskia empfand. Was hatre dies nur zu bedeuten? Seufzend stand er wieder auf, er brauchte eine Beschäftigung, denn die ganzen Gedanken an Saskia machten ihn fertig, denn sie offenbarten ihn, wie schwer er in Saskia verliebt war und wie schwer es werden würde Saskia zuerobern, da er ja nicht wusste, was sie für ihn empfand. Alles war im Moment ein wenig verwirrend. Nachdenklich goss er sich eine Tasse Schwarzen Tee ein, die eigentlich für Saskia gedacht war, aber er brauchte den jetzt, zur Beruhigung.


"Kapitän Sander, Frau Berg, Frau Johanson bitte auf die Brücke kommen. Wir haben ein paar Schiffsbrüchige gesehen!", schallte es über den Bordfunk durch das ganze Schiff. Saskia und Alex hoben verwundert den Kopf und sahen sich an.
"Schiffsbrüchige? Um diese Jahreszeit? Die holen sich doch den Tod bei diesen Wassertemperaturen!",  grummelte Alex verwundert.
"Ist doch auch egal, wir müssen auf jeden Fall auf die Brücke. Wenigstens wird die Patrouille jetzt noch ein wenig spannend!", murmelte Saskia, erhob sich und klopfte sich den Staub von den Klamotten. Auch Alex erhob sich und zusammen gingen sie zur Brücke, wo sie schon erwartet wurden.
"Frau Berg, gut, dass Sie da sind. Auf ein Uhr haben wir ein kleines Schlauchboot mit vier Insassen. Sie winken uns schon seit 10 Minuten zu, die wollen, dass wir die retten!", erstattete Kai sofort Bericht, reichte Saskia ein Fernglass, damit sie sehen konnte.
"Herr Norge, natürlich wollen die gerettet werden. Bei einer Aussentemperatur von -3 Grad Celcius würden Sie sicher auch nicht so gern auf der Ostsee in einem Schlauchboot hocken oder?", murmelte Saskia sarkastisch und konzentrierte sich auch das kleine Schlauchboot mit seinen Insassen. Tatsächlich winkten diese zu ihnen rüber und wollten gerettet werden.
"Also mir kommen die Leute suspekt vor, ich würd die nicht retten!",  grummelte Marten nachdenklich
"Herr Feddersen, ich glaub ich muss Sie nicht daran errinnern, dass es unser Job ist in Not geratene Personen zuretten oder? Für uns stellt sich nicht die Frage, ob wir sie retten oder nicht, denn wir müssen es. Oder wollen Sie Gruber es erklären, warum wir den Leuten nicht helfen wollten?", erwiderte Saskia harsch und sah Marten herausfordernd an. Sie fand es schon unerhört, dass er überhaupt darüber nachdachte, die Personen nicht zuretten.
"Ist ja schon gut!", seufzte Marten ergeben, aber ein gutes Gefühl hatte er immer noch nicht. Irgendwie beschlich ihm das Gefühl, dass es nicht gut enden würde, wenn sie die Personen bergen würden, aber Frau Berg duldete einfach keinen Widerspruch.
"Weiß einer, wo Kapitän Sander sich befindet?", fragte Saskia in die gesamte Runde, denn der Kapitän war noch immer nicht auf der Brücke aufgetaucht und Saskia machte sich langsam Sorgen, nicht das ihm etwas zugestoßen war.
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