Wo die Liebe hinfällt....

von RadioCity
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Alex Johannson Saskia Berg Thure Sander
01.09.2013
08.06.2016
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Hey Leute, mal etwas mit Liebe und wahrscheinlich ohne Mord (ist nicht ganz ausgeschlossen!) von mir. Wie gesagt es geht um Saskia und Thure, aber auch die anderen Crewmitglieder werden mit einbezogen. Ich weiß noch nicht genau, wie lang diese Geschichte schlussendlich wird. Lest einfach selbst....



"Frau Berg? FRAU BERG? Sagen Sie mal, sind Sie schwerhörig geworden?", schallte es durch den ganzen Raum, durch die gesamte Einsatzzentrale. Erschrocken blickte Saskia auf, wurde aus ihren Tagträumereien gerissen und sie blickte in das Gesicht ihres Vorgesetzten Thure Sander, dem Kapitän der Albatros II und ja auch der Mann, in den sie heimlich schon seit einiger Zeit verliebt war. Peinlich berührt schaute sie um sich, denn plötzlich waren alle Blicke auf sie gerichtet.
"Würden Sie uns die Güte erweisen den letzten 10 Minuten der Besprechung  noch zufolgen?" fragte Thure weiter. Er konnte sich nicht erklären, warum seine erste Wachhabende schon wieder so abwesend war. Kopfschüttelnd betrachtete er sie von der Seite. Er hatte sie schon öfter erwischt, wie sie mit ihren Gedanken ganz woanders war. Sie war noch nicht lange in diesem Team und hatte sich wohl noch nicht so gut eingelebt, wie man hörte. Sie sollte sehr verbissen und sehr zielstrebig sein, was ja nicht schlecht sein sollte, aber manchmal übertrieb sie wohl es ein wenig mit ihrem Übereifer.
"Ja....Ja Kapitän Sander!", stotterte Saskia und lief rot an. Wieso musste er sie immer dann erwischen, wenn sie mal wieder mit ihren Gedanken bei ihm war. Er war ein toller Mann, groß, stark, humorvoll und verständnisvoll, er hatte halt alles was nach ihrer Meinung ein Mann haben sollte. Angestrengt versuchte sie schließlich den letzten Minuten der Teambesprechung zufolgen, jedoch merkte sie, wie ihr Blick und vor allem ihre Gedanken wieder abschweiften. Ihr Blick blieb an seinem Rücken hängen, den sie verträumt betrachtete. Thure sprach gerade über irgendwelche Auslaufzeiten, die sie im Moment nicht im Geringsten interessierten. Verträumt dachte sie wieder an Thure und hing ihren Gedanken nach, wenn dieser Mann in ihrer Nähe war, schaltete sich ihr Verstand von selbst ab, was ihr wiederrum zum Verhängnis wurde.
"Frau Berg? Verdammt Frau Berg, können Sie mir folgen?", hörte sie auch schon wieder Thures wütende Stimme, denn er mochte es gar nicht, wenn man ihm nicht zuhört.
"Was? Ja ich kann Ihnen folgen?", stotterte Saskia, die sich nun auch wieder in der Einsatzzentrale befand und nicht in Thures Armen. Jedoch fiel ihr sofort wieder ein, dass sie überhaupt nicht zugehört hatte und er sie wahrscheinlich wieder auf dem linken Fuss erwischen würde. Für ihre Aussage hätte sie sich ohrfeigen können, warum hatte sie es nur gesagt?
"Gut dann können Sie mir sicher sagen, in wie viel Minuten wir auf Patrouille gehen oder?", fragte Thure sie lauernd, denn er wollte testen, ob seine WO wieder nicht aufgepasst hatte. Forsch sah er sie an, wartete auf ihre Antwort. In Saskia Kopf rumorte es inzwischen, denn sie dachte angestrengt nach. Der Auslaufzeitpunkt stand auf ihren Dienstplan und den hatte sie zum Glück am Morgen noch einmal intensiv studiert. Mit einem raschen Blick auf ihren Computerbildschirm versicherte sie sich noch einmal und gab dann sicher ihre Antwort.
"In genau 35 Minuten und 15 Sekunden laufen wir aus!", gab Saskia die gewünschte Antwort und sah Thure herausfordernd an. Thure sah sie erstaunt an und zwischen seinen Augenbrauen bildete sich eine steile Falte, sein Gesicht war ein großes Fragezeichen. Mit dieser Antwort hatte er gar nicht gerechnet, denn es war bis auf die Sekunde richtig.
"Na da haben Sie ja wohl mal aufgepasst", grummelte Thure nachdenklich und betrachte Saskia von oben bis unten. Hübsch und intelligent war sie ja, aber tough auch noch. Er mochte sie, vielleicht auch ein bisschen mehr als die anderen Kolleginnen. Unwirsch schüttelte er den Kopf, was sollte den dieser Gedanke schon wieder, Frau Berg war ein Kollegin und nicht mehr oder? Aber er nahm sich vor mit ihr auf der Patrouille mal ein ernstes Wörtchen zureden, denn dass sie so oft abwesend war, mit ihren Gedanken woanders war, ging so ja auch nicht mehr weiter
Saskia befand sich unterdessen wieder in ihren Tagträumereien, die Falte zwischen seinen Augenbrauen liebte sie so sehr. Leise seufzte sie und hing ihren Gedanken nach. Merkte er überhaupt, dass sie in ihn verliebt war? Wieso musste es ihr immer passieren, dass sie sich in die falschen veliebte, in die, die nichts von ihr wollten? Wieso musste Liebe so kompliziert sein?


"Saskia? SASKIA? HALLO SASKIA?", drang es plötzlich an ihr Ohr, verwirrt blinzelte sie und sah eine schnippsende Hand, die sich vor ihren Gesicht hin und her bewegte. Überrascht schaute sie an der Hand vorbei und sah ihre beste und einzigste Freundin, Bootsfrau Alex Johansson.
"Biste jetzt fertig mit deiner Schwärmerei? Kannste mich hören?", fragte Alex schmunzelnd und sah Saskia an, die knallrot wurde und ihren Blick senkte. Alex hatte sie erwischt, wie sie wieder mit ihren Gedanken abgedriftete war, aber was sollte sie tun, ihrer besten Freundin entging einfach nichts.
"Mmh, wo sind den die anderen?", grummelte Saskia undeutlich, denn die gesamte Crew war irgendwie weg, nicht mehr in der Einsatzzentrale, denn es war unnatürlich leise, es herrschte kein geschäftiges Treiben, denn auch Thure war weg, aber vor allem wollte sie von sich ablenken.
"Das hast du nicht mitbekommen? Na du bist mir ja eine. Wir laufen in 15 Minuten aus, die anderen sind schon vorgegangen. Sander dachte schon wieder, dass du mit deinen Gedanken ganz woanders bist und wollte dich anschnauzen, ich habe ihm dann aber erzählt, dass du noch einen Bericht zuende tippen musst, er hat dich dann in Ruhe gelassen und ist abgezogen, und wir müssen auch so langsam los, wenn wir keine Standpauke haben wollen!", erklärte Alex ihr alles und musste schmunzeln, Saskia war wohl ziemlich heftig in den Kapitän verschossen, irgendwie komisch, aber auch süß.
"Na dann lass uns mal los!", grummelte Saskia wenig erfreut und wollte aufstehen, wurde aber von Alex zurück in ihren Stuhl gedrückt.
"Na na, so schnell kommste mir nicht davon. Also was läuft da zwischen dir und Sander?", fragte Alex interessiert und in ihren Augen blitzte die Neugier.
"Alex, doch nicht hier, ich bitte doch. Komm mit, ich muss mich eh noch umziehen!", zischte Saskia wütend, stand auf und zerrte Alex hinter sich her in die Umkleide. Vorsichtig schloss sie die Tür, ging zu ihrem Spind und zog sich schnell um. Alex setzte sich unterdessen auf eine der Holzbänke.
"Also was läuft da zwischen dir und dem Kapitän?", begann Alex von neuem.
"Ach Alex, nichts läuft da, wir sind nur Kollegen!", erwiderte Saskia ausweichend.
"Saskia, du kannst mir nichts vormachen. Ich seh doch deine verliebten Blicke. Du kannst deinen Blick gar nicht mehr von ihm reißen!", meinte Alex amüsiert.
"So schlimm?", murmelte Saskia ertappt.
"Schlimmer, Saskia schlimmer. Du lässt dich auch noch ertappen von ihm, wenn du woanders bist. Du bist richtig verschossen in unseren Kapitän oder!", murmelte Alex schmunzelnd.
"Oh nein, wie peinlich. Ja irgendwie schon, ach ich weiß nicht!", grummelte Saskia, raufte sich ihre kurzen Haare und setzte sich neben Alex auf die Bank.
"Ach komm, du bist über beide Ohren in ihn verknallt, dass sieht sogar ein Blinder mit Krückstock!", stichelte Alex.
"Ja bin ich, ich bin verliebt, aber er scheint sich überhaupt nicht für mich zu interessieren. Irgendwie bin ich immer in die Falschen verliebt. Wieso? Warum kann ich denn nie glücklich sein?", jammerte Saskia und lehnte sich an Alex.
"Hey wo ist meine starke WO geblieben? Kämpf um ihn, ich glaube er mag dich mehr, als du glaubst!", stupste Alex sie aufmunternd an. Denn auch ihr waren die Blicke von Thure nicht entgangen und ihm gefiel die neue WO anscheinend auch sehr gut.
"Meinste? Ich weiß ja nicht, entweder motzt er mich an oder er ignoriert mich komplett!", grummelte Saskia enttäuscht.
"Na ja das ist nur Tarnung!"
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