Aus dem Konzept gebracht…

von - Leela -
KurzgeschichteAllgemein / P6
Eddie GB Jake Tracy
26.08.2013
26.08.2013
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Liebe Grüße aus dem Urlaub: Diese Geschichte entstand heute auf der Fahrt nach Holtgast (an der Nordsee), wo wir die nächsten eineinhalb Wochen verbringen werden. Viel Spaß! ^^


Aus dem Konzept gebracht…


Es war noch nicht lange her, daß ein neuer Auftrag im Ghostkommando eingegangen war. Gerade war das Team auf dem Weg, und Eddy war mehr als beunruhigt. „J-jake, das hört sich aber gar nicht gut an!“
      „Wir haben schon ganz andere Situationen gemeistert“, erwiderte Jake und versuchte, seine Unruhe zu verbergen.
      „Ja, aber eine konzentrierte, geballte Ladung Geistererscheinungen, die wir nicht einschätzen können… Auch wenn es nur ganz gewöhnliche Geister sind, wissen wir nicht, was auf uns zukommt! Wenn es wenigstens Prime Evil wäre! Dann wüßten wir, worauf wir uns einstellen müssen!“
      „Auch nicht immer“, erwiderte Jake angespannt. „Laßt uns erst mal die Situation angucken. – GB, geh’ hier runter und fahr durch das Waldstück auf das Feld dahinter. Ich möchte vermeiden, daß wir jetzt schon bemerkt werden!“
      „Das ist eine gute Idee!“ bekannte GB und setzte die Aufforderung sofort in die Tat um.
      Es ging ein Stück holprige Waldwege entlang, bevor sie auf die Ebene kamen, wo die Felder begannen. Schneller als ihnen lieb war präsentierte sich das ganze Unheil, und der Anrufer hatte nicht untertrieben, als er sagte, eine wahre Invasion von gigantischen Geistern wäre über das Stück Land eingefallen.
      GB kam schlitternd zum Stehen. Alle vier, die drei Ghostbuster inklusive GB, sahen geschockt zu der geballten Front aus Geistern hoch.
      „Schnell! Wir müssen handeln!“ rief Jake, während er bereits den Dematerialisator zur Hand nahm.
      Eddy griff sich mit verbissener Entschlossenheit den Ghostgummer.
      Gleichzeitig holte Tracy aus dem Ghostpack seinen Teddy und hielt sich mit zusammengebissenen Zähnen an ihm fest.
      „Dein Teddy hilft uns jetzt nicht!“ stieß Jake ärgerlich hervor.
      „Jake, sie trennen sich!“ rief Eddy in dem Moment alarmiert.
      Tatsächlich strömten die Geister in verschiedene Richtungen auseinander.
      „Aufteilen!“ wies Jake schnell an. „Eddy, du gehst nach rechts! Ich kümmere mich um die vorne. Und Tracy, steck’ deinen Teddy wieder ein! Wir brauchen deine Unterstützung auf der linken Seite!“
      Eddy und Jake warteten gar nicht weiter ab, sondern sprangen aus dem Ghostbuggy und liefen in verschiedene Richtungen den Geistern nach, während Tracy noch seinen Teddy festhielt.
      Jetzt stieg der Gorilla aus und lief mit seinem Kuschelbären zur dritten Seite davon. Nahe des Waldstückes sah er sich hektisch um, dann seinen Teddy keuchend an. „Hilfst du mir?“

GB stand etwas auf verlorenem Posten, während um ihn herum zu allen Seiten außerhalb seines Sichtfeldes Kämpfe gegen die Geister stattfanden.
      Hinter sich registrierte er das energetische Leuchten einer Geistergranate. Das kam aus Eddys Richtung. Vor den Jungs gab er es ja ungerne zu, aber der oftmals etwas unkoordinierte junge Mann hatte richtig was drauf! Vor ihm hatte GB ebenso Respekt wie vor Jake, dem man dessen Anführerqualitäten und Organisationstalent wahrlich nicht absprechen konnte.
      Nur was Tracy anging, wußte GB gerade nicht, was er davon halten sollte. Eigentlich war Tracy der Fels in der Brandung, der ruhende Pol, der durch seine Kraft und Kreativität die größte Stütze des Teams war. Auch das mußte GB unumwunden zugeben, auch wenn er sich gerne über Tracys Gewicht beklagte. Daß der Gorilla aber verängstigt mit seinem Teddy das Weite suchte, das hatte er noch nie erlebt.
      Er wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen, als Jake angelaufen kam. „Eddy, Tracy, braucht ihr noch Hilfe?“ rief er atemlos.
      „Also, wenn du jemandem helfen solltest, dann besser Tracy“, ließ sich GB vernehmen. „Wenn ich es richtig gesehen habe, dann haben sich viele von den Geistern auf der Seite dort drüben konzentriert, und Tracy ist mit seinem Teddy in den Wald gelaufen…“
      „Was??“ entfuhr es Jake entsetzt.
      „Ja. Frag’ mich nicht, was da los ist, aber ich mache mir echt Sorgen! Eddy kommt alleine klar, aber wenn die Geister gemerkt haben, daß Tracy für sie keine Gefahr ist, werden sie sich dort zusammenrotten, und wer weiß, was dann passiert!“
      GB hatte gerade seinen Bericht beendet, als Eddy keuchend bei ihm ankam. „Alles gut bei mir! Alle Geister auf dieser Seite sind eliminiert!“
      „Bei mir auch, aber Tracy braucht anscheinend Hilfe!“ Jake führte die Umstände nicht näher aus, sondern gab Eddy einen Wink, und die beiden Ghostbuster liefen los zur anderen Waldseite.
      GB atmete leicht durch. Jetzt war er beruhigt.

Auf dem Weg zum dritten Schauplatz des Geschehens fragte Eddy: „Wo liegt denn das Problem? Sind es zu viele Geister?“
      „Das primäre Problem liegt darin, daß Tracy seinen Teddy anscheinend nicht aus der Hand legen kann! Ich hoffe, er hat sich mittlerweile gefangen!“
      Eddy kam nicht umhin, Jake beim Laufen einen entsetzten Blick zuzuwerfen. „Was? Das darf ja wohl nicht wahr sein!“
      „Nach dem, was GB beobachtet hat schon“, gab Jake verbissen zurück.
      Sie näherten sich nun der Lichtung, auf der die Geister sich augenscheinlich gesammelt hatten. Aus ihrer Entfernung konnten sie Kampfgeräusche wahrnehmen.
      „Sieht so aus, als wenn Tracy sich gefangen hat“, meinte Eddy.
      „Na, Gott sei Dank! Laß uns ihm trotzdem helfen. GB meint, die Geister haben sich hier konzentriert! Und das nächste Mal soll Tracy gefälligst seinen Teddy aus dem Spiel lassen! Er hat mich zu Tode erschreckt!“
      Sie pirschten sich nun näher an den Platz heran und konnten durch die Bäume hindurch die ersten vereinzelten Geister ausmachen. Ganz kurz hatten sie bereits auch Tracy sehen können.
      Sie beeilten sich die letzten Meter durch die Büsche und Bäume, um ihm zu Hilfe zu eilen, als sie jedoch auf den Platz kamen, stockten sie synchron völlig entgeistert in der Bewegung, unfähig, noch einen Schritt zu tun. Mit sprachlos offenstehenden Mündern beobachteten sie die Szene, die sich ihnen bot: Tracy und ein mindestens ebenso großer Bär kesselten die Geister ein, und in einem Glanzstück aus Teamwork bekämpften sie diese gemeinsam systematisch.
      Der Bär arbeitete mit dem Spectre Snare, und Eddy mußte zugeben, daß er selber nicht präziser hätte sein können. Er fing die Geister ein und setzte das Geisterentfernungsspray ein; manchmal zog er den Geistern auch einfach so die Substand weg.
      Tracy benutzte den Bubbleblaster, um die Geister kampfunfähig zu machen, und bisweilen trieben sie sich die Geister gegenseitig zu, wenn diese meinten, flüchten zu können.
      Zum Schluß gingen sie gemeinschaftlich daran, mit Geisterentfernungsspray die in den Blasen gefangenen Geister in die Geisterdimension zu schicken.
      Eddy und Jake wechselten im Hintergrund einen verblüfften Blick. Ob Tracy sie überhaupt registriert hatte…?
      Mittlerweile waren die Geister alle vernichtet, und Tracy verneigte sich vor dem Bären.
      Der Bär erwiderte die Geste; im nächsten Moment begann die Luft zu flimmern, und der Bär war verschwunden. Oder… Tracy bückte sich, sammelte das Equipment wieder ein und hob den Teddy vom Boden auf.
      Jake fand seine Sprache einen Augenblick vor Eddy wieder, auch wenn sie noch etwas dünn klang. „Hast du gerade gesehen, was ich auch gesehen habe…?“
      „Ich bin mir nicht sicher, was ich gesehen habe. Das ist doch absurd!“ gab Eddy überfordert zurück.
      Tracy wandte sich um und kam lächelnd zu seinen beiden Kollegen herüber, mit dem Teddy im Arm.
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