Männer in Mainhatten

GeschichteRomanze / P18
26.08.2013
19.04.2019
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Hallihallo ihr Lieben!


Machen wir es kurz und knackig- Danke für all die lieben Reviews: HimeAyumi, fanuilos, DevilinsideAlice, Arawell, Hilaja und xxcharly93xx!


Und ein riesiges Danke an RainyRose und blumenstrausss, die auch dieses Kapitel gebetat haben!




Jetzt aber viel Spaß bei Kapitel 2!


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„Los jetzt, Inge! Was soll denn das? Wenn Egon nicht rangeht, hat er eben Pech! Ich habe keine Lust einen schlechten Platz zu bekommen, nur weil dieser Mann nicht an sein Telefon geht“, schimpft Lore unten, als ich aus dem Bad humpele und mich am Treppengeländer entlang langsam nach unten hieve.
Mein Bein schmerzt immer noch wie verrückt, sobald ich versuche meinen Fußballen mitzubenutzen und so krabbele ich unter aktiver Zuhilfenahme meiner Hände die lange Holztreppe nach unten, Lore fixierend, die unruhig an ihrem rot gefärbten Schopf herumnestelt, während Inge das Telefon zurück auf die Ladestation steckt.
„Ihr zwei habt euch aber schick gemacht“, bringe ich raus, nachdem ich endlich auf der letzten Stufe angekommen bin. „Geht ihr schon wieder auf ein Konzert?“
„Ja“, sagt Lore mit einem genervten Blick in Richtung Inge. „Aber nur, wenn Madame endlich mal in die Hufe kommt.“
„Egon-“
„Ich pfeife auf Egomanen-Egon. Heute Abend heißt es Elvis!“, unterbricht sie Inge und klimpert mit den Autoschlüsseln. „Seit Wochen freue ich mich darauf! Und nun kommen wir beinahe zu spät, nur weil du deinem Typen hinterhertelefonierst. Also los jetzt!“
Ich verkneife mir ein Grinsen. Die beiden sind manchmal noch genauso verrückt wie vor vierzig Jahren, als sie nur Petticoats, Elvis und ihren ersten Käfer im Sinn hatten. Und vielleicht in Anlehnung an ihre verrückten Jahre hat Lore von Inge zwei Karten für die Show eines Elvis-Imitators geschenkt bekommen.
„Elvis, Elvis. Man könnte meinen, wir würden ihn heute Abend mit nach Hause nehmen, so wie du dich aufführst“, entgegnet Inge mit einem tiefen Seufzen. „Aber ich wette mit dir, der Kerl war noch nicht mal auf der Welt, als Elvis‘ Hüften ihren letzten Zucker gemacht haben.“
„Ach, du!“, winkt Lore ab. „Wenn du das heute Abend laut sagst, machen deine Hüften den letzten Zucker. Und jetzt komm endlich, sonst nehme ich Lila mit. Die kann sich ja gerade nicht wehren.“
„Inge, geh“, entkommt es mir entsetzt. „Männer in Glitzer und Ausschnitt bis zum Bauchnabel ertrage ich nicht.“
Lores stark geschminkte Augen verengen sich. „Du hast ja keine Ahnung, Lila.“„Stimmt. Und nun entschuldigt mich, ich brauche Gummibärchen gegen die Schmerzen“, verabschiede ich mich von den beiden.
„Mach´s gut. Wenn Egon anruft, dann sag ihm, dass ich-“
„Dass du auf Konzert bist“, sage ich, noch bevor Inge ausreden kann. „Viel Spaß.“
„Danke“, flötet Lore und schiebt Inge aus der Tür, ehe sie Tschüss sagen kann.
Und so bin ich plötzlich allein mit Nepos in dem großen Haus, etwas das nur sehr selten vorkommt. Tilda ist schon im Empire arbeiten und Anne ist noch nicht wieder von der Arbeit zu Hause, was bedeutet, dass ich das Haus für ganze zwei Stunden für mich allein habe.

Irgendjemand hat die letzten Saftbären gegessen und die einzigen anderen Süßigkeiten, die noch in der Vorratskammer lagern, sind eine mindestens vier Wochen alte Packung Prinzenrolle und eine Packung mit Weinbrandeiern, die noch von Ostern übrig ist. Beide sind nicht gerade meine erste Wahl, weshalb ich zum Kühlschrank hinke und erst einmal professionell ins Innere starre, bevor ich ihn wieder schließe, ohne etwas herauszunehmen. Kurz schwanke ich zwischen der Entscheidung, mir eine Schmerztablette zu nehmen oder einen Pizzadienst zu rufen, verwerfe aber beides wieder, bevor ich mir einen Tee aufsetze und mein Telefon hervorziehe.
Zwei Anrufe von Umut, einer von Tilda und einer von einem Kerl aus der Uni, der mit mir letztes Semester im gleichen Heinrich Heine Kurs war. Ein Sonderschulpädagoge. Keine besonders interessante Ausbeute.
Da Umut und ich offiziell getrennt sind und Leute, die ich mit Uni, Heinrich Heine Referat abkürze, nicht gerade ganz oben auf meiner Anrufliste stehen, klingele ich Tilda an, während ich mir eine Tasse aus dem Schrank fische.
Mal wieder muss ich feststellen, für was zwei Beine alles gut sind, denn das Gleichgewicht mit Telefon am Ohr und Tasse in der Hand zu halten, ist gar nicht so einfach, wenn man nur eines zur Verfügung hat.
„Hey Lila“, begrüßt mich Tilda übermütig. „Halt dich fest oder setz dich hin. Ich habe Neuigkeiten, die dich umhauen werden!“
„Wieso, was gibt es denn?“, hake ich nach und versuche mich gleichzeitig zu entscheiden, was für eine Teemischung ich haben möchte.
„Ich habe Herrn Nowaks Tochter getroffen. Das Haus nebenan wird verkauft und zwar an den Typen, den wir gestern gesehen haben. Sergej irgendwas. Ist das nicht cool?“
„Ja.“
„Ich wusste, dass dir das gefällt! Oh und ich soll dir gute Besserung von Rouven sagen, du weißt schon, deinem Lieblingstheker.“
„Was ist ein Theker?“, hake ich perplex nach, während ich einen Beutel Darjeeling in die Tasse plumpsen lasse.
„Ein Barkeeper“, erklärt sie mit einem Seufzen. „Von Theke, du weißt schon.“
„Nein, wusste ich nicht“, gebe ich zu. „Rouven ist der große, dessen Eltern gerne Südländer gewesen wären, richtig?“
„Ich weiß gar nicht, was du willst. Sie kommen vom Bodensee. Viel südlicher geht nicht mehr, bevor es über die Grenze geht. Meinen Segen haben sie“, kann ich Tilda raunen hören. „Ich bin gerade im Vorratsraum und eigentlich habe ich gar keine Zeit, mich lange zu unterhalten, aber wohoo… heißer Nachbar!“, freut sie sich leise.
„Ja“, flüstere ich zurück und weiß eigentlich gar nicht so genau wieso, denn eigentlich verstecke ich mich ja vor niemandem.
„Jedenfalls sagt Rouven, er gibt dir einen aus, wenn du wieder fit bist. Und dann … bist du bereit für den neuesten Klatsch und Tratsch?“
„Immer doch“, stimme ich ihr zu, während der Wasserkocher immer lauter vor sich hin sprudelt.
„Die Matratze heiratet“, wispert sie leise. „Du weißt schon, Mats.“
„Der heiratet?“, entkommt es mir. „Wen denn um alles in der Welt?“
„Ich weiß nicht, kennen wir alle noch nicht. Muss aber eine ganz harte sein, wenn sie den nimmt. Ich meine, wo der schon überall rumgelegen hat.“
„Na ja, wer’s braucht. Warst du es eigentlich, die meine Bärchen gegessen hat?“
„Ich habe sie nicht gegessen. Ich habe sie Mirjam mitgebracht. Die arme wurde gestern von ihrem Freund verlassen.“
„Ich auch“, schnaube ich. „Und ich habe Fuß.“
„Das zählt nicht.“
Mein Schnauben geht im Klicken des Wasserkochers unter, das mir verkündet, dass sein Inhalt heiß ist.
„Wolltest du nicht ohnehin in Größe 34 passen? Soviel ich weiß, fehlen dir da noch fünf Kilo laut deiner Waage.“
„Du weißt ebenso gut wie ich, dass es keine Diät auf der Welt gibt, die ich durchhalte. Zumindest nicht solange sie nicht als Basis Schokolade hat.“
„Ich verspreche, nächstes Semester wage ich mich an Chemie, dann sehe ich mal, was ich tun kann.“
„Das wollte ich hören.“
„Gut. Ende und aus.“
„Ende und aus“, verabschiede ich mich.

Das Fernsehprogramm ist todlangweilig, ebenso wie meine Hausarbeit über Klöster im Spessart, die ich für mein Nebenfach Geschichte schreiben muss, weshalb ich mich ein wenig auf Facebook herumtreibe, nur um zu sehen, dass Umut mich auch hier mit Nachrichten zugemüllt hat. Ich ignoriere sie, da ich gerade kein Interesse an seinem Liebeslebendrama habe, nun da ich offiziell nicht mehr darin involviert bin. Soll sich seine Mutter, die mich nicht leiden kann, doch darum kümmern. Ich schmolle. Pech für ihn.

Stattdessen schreibe ich dem Sonderschulpädagogen, der mich nach dem Abgabeschluss unserer Arbeit gefragt hat, der bereits vor zwei Wochen war und lasse mich dann ein wenig von meinem restlichen Freundeskreis, sowohl wegen meines Fußes  als auch wegen Umuts, trösten, sodass die Gummibärchen bald überflüssig sind.
Ali, Sportstudent im achten Semester und ein entfernter Bekannter Umuts, ist der festen Überzeugung, dass mein Fuß nur gezerrt ist, während er mir seinen Schutz vor meinem Ex anbietet, nur für den Fall, dass Umut mit unserer Trennung nicht zurechtkommt. Sehr süß, irgendwie. Umuts Ruf als ganz harter Macker scheint ihm vorauszueilen. Wenn ich ausgeschmollt habe, sollte ich ihm für seine schauspielerische Leistung gratulieren. Kann nicht gerade einfach sein für einen Kerl, der sogar vor Spinnen Angst hat, so eine Reaktion in seiner Umwelt auszulösen.
Alis Gewäsch über die Muskeln in meiner Wade, irgendeinen komischen Test in einer Sportart, von der ich noch nie etwas gehört habe und dem typischen, was treibt ihr heute Abend noch, muss ich unterbrechen, als es an der Tür klingelt.
„Komme! Kann aber dauern!“, rufe ich laut, während Nepos wie ein Irrer zu kläffen anfängt und sich gar nicht mehr einkriegt. Ein sicheres Zeichen dafür, dass es jemand ist, den ich kenne, da der Pudel der größte Angsthase in ungefähr hundert Kilometern Umkreis ist.
„Ja doch, du Höllenhund“, stöhne ich genervt, als ich endlich bei der Tür ankomme und er mittlerweile ins Fiepen übergegangen ist. „Wen haben wir denn da?“
Nepos fiept noch etwas lauter, bevor ich die Tür aufreiße und ein genervtes Stöhnen von mir gebe.
„Ich glaube, ich sollte Ali wohl doch anrufen“, bemerke ich, als ich direkt in Umuts Gesicht blicke, der mir mit Unschuldsmiene entgegengrinst und mir eine herrlich duftende Tüte vom Laden mit dem goldenen M unter die Nase hält.
„Apfeltasche?“
„Umut.“
„Hey Süße.“ Er lässt die Tüte sinken und sieht mich aus seinen viel zu großen, braunen Augen an, gegen die Nepos einpacken kann.
„Du weißt schon, dass du mit mir Schluss gemacht hast, oder?“
Er verdreht die Augen, während ich ihm gegen die Brust pieke.
„Du hast Schluss gemacht. Wie sieht das denn aus, wenn du hier einfach auftauchst, als sei nichts gewesen? Außerdem bin ich stinkwütend auf dich! An meinem Ordnungssinn ist absolut nichts auszusetzen! Er setzt eben nur in unregelmäßigen Abständen ein.“
Umut, der als Türsteher häufiger mit wildgewordenen Furien zu tun hat, legt nur den Kopf schief. Er ist nicht übermäßig groß, nur knapp eins fünfundsiebzig, aber breitschultrig und sehnig bemuskelt, weshalb er recht eindrucksvoll aussieht, selbst wenn er niedlich wirken will. Außerdem trägt er bereits seine schwarze Arbeitskleidung.
„Lilalein“, seufzt er schließlich. „Jetzt sei nicht so zickig. Ich wollte nur nach dir sehen, nach deiner Selbstverstümmelung in deinem Kleiderschrank.“
„Es war vor dem Kleiderschrank. Ich wollte aufräumen“, unterbreche ich ihn, bevor mir wieder irgendwelche Dinge angedichtet werden.
„Schön, dann warst du also nicht in Narnia“, meint er unbeeindruckt. „Kann ich jetzt rein kommen?“
„Nein, das kannst du nicht, weil ich immer noch sauer bin! Wieso kann mich deine Mutter nicht leiden, verdammt? Ich bin-“
„Sie ist meine Mutter, wenn sie dich leiden könnte, müsste ich mir Sorgen machen“, wehrt er sich gegen meinen Einwurf. „Kann ich kurz rein kommen? Ich muss ohnehin gleich zur Arbeit.“
„Nein“, beharre ich auf meinen Prinzipien. „Unterhalte dich doch mit Torsten und Jorit über deine Männerprobleme. Ich bin mir sicher, die brennen darauf, davon zu hören.“
Umut drückt mir die Tüte mit Essen in die Hand. „Hier, für deinen knochigen Hintern. Vielleicht bekommst du damit etwas bessere Laune.“
„Unwahrscheinlich“, entgegne ich ihm, während er Nepos hochhebt und ihn hinter den Ohren krault.
„Ich sag ja nur, liegt bestimmt nur an der Unterzuckerung, dass sie zickig ist. Stimmt’s Winzling?“, meint er in Nepos Richtung. „Männer sind viel unkomplizierter. Wir verstehen uns“, ignoriert er meine Aussage einfach und lässt seine Finger über den Hundekopf wandern.
„Du bist so ein Softie“, meine ich um Selbstbeherrschung kämpfend, während der Hund über sein Kinn leckt.
„Erzähl es niemandem“, droht er mir und ich kann meine Mundwinkel zucken spüren, bevor er mir Nepos reicht. „Ich geh dann mal wieder.“
„Hm. Ruf mich morgen an“, lasse ich mich von seinen unanständig großen Augen breitschlagen.
„Werde ich, Süße“, verabschiedet er sich und drückt mir zwei Küsse auf die Wange, bevor er beschwingt die Treppen nach unten schlendert und in seinen tiefer gelegten BMW steigt, der mit dem Schriftzug der Eintracht bedruckt ist und auf dessen Kofferraumabdeckung ein Fanschal liegt.
„Tschüss“, bringe ich raus, als er bereits anfährt und dabei beinahe den Mercedes übersieht, der heranrollt.
Ich kann Umut wütend mit den Händen fuchteln sehen, während der Mercedes ein Hupen von sich gibt.
„Männer und Autos“, seufze ich, während Umut den Mercedes durchlässt, der  in die Einfahrt nebenan steuert und mir klar wird, dass es sich dabei um den heißen Nachbarn handeln muss. Sergej. Sergej Irgendwer, der das Nachbarhaus kauft. Ich winke Umut zum Abschied mit der Papiertüte, während ich dabei zusehe, wie mein neuer Nachbar aus seinem Auto steigt.
Piekfeiner, grauer Anzug, der die Banker in London ganz neidisch werden lassen könnte, seine breiten Schultern perfekt betont und mich die trainierte Gestalt darunter erahnen lässt. Sein schwarzbraunes, volles Haar ist gut geschnitten und sein Gesicht ist noch genauso anziehend wie gestern. Mit schmalen Lippen und einer geraden Nase, einem etwas zu breiten Kinn und scharf geschnittenen Wangenknochen unter einem leichten Bartschatten.
Ich schätze ihn auf Anfang dreißig, während er seinen Sakko schließt und sein Blick über seine gepflegte Einfahrt zu mir herüberwandert. „Ihr Freund kann nicht Auto fahren“, stellt er schließlich kalt fest und ich brauche einen Moment, um diese herrlich tiefe Stimme zu verarbeiten.
„Er ist nicht mein Freund. Ich meine, er ist nicht mehr mein fester Freund“, schiebe ich nach und ärgere mich wegen dieser selten dämlichen Antwort über mich selbst, während der rote Audi von Herr Nowaks Tochter ebenfalls um die Ecke biegt.
„Ich bin Lila. Es freut mich“, stelle ich mich vor, bevor ich seine Aufmerksamkeit wieder verliere. Aber unter seinem kritischen Blick wünsche ich mir, ich hätte mir nicht meinen roten H&M Schal um die Wade gewickelt und kein altes Adler-Trikot an, das mir einer meiner Exfreunde geschenkt hat und auch nicht meine bequemste Leggins. Alles in allem dürfte ich wie eine verunglückte Comic-Figur aus den Achtzigern aussehen, die es nicht einmal geschafft hat, ihre Haare zu kämmen und sie deshalb in einen Dutt gequetscht hat, der beinahe ihren Haargummi sprengt. Wenigstens das Blau des Trikots dürfte mir als Blondine schmeicheln. Zumindest etwas.
Er zuckt nur mit den Schultern. „Sergej“, murmelt er, während Nicole Nowak aus ihrem flotten Flitzer springt, offensichtlich besorgt, ich könnte ihren Käufer durch meine bloße Gegenwart vergraulen.
„Herr Winter! Da sind Sie ja schon! Wie schön, wie schön!“
Sie ist mal wieder bis in die Haarspitzen gestylt. Ein Bob, bei dem nicht ein Haar falsch liegt, perfekt geschminkt mit einem Hauch zu viel Lippenstift und einem Kostüm, das wahrscheinlich mehr kostet als der gesamte Inhalt meines Kleiderschrankes.
Die beiden schütteln sich die Hände.
„Kommen Sie rein, ich habe die Unterlagen dabei“, ignoriert mich Herr Nowaks Tochter einfach und wackelt mit ihrer Aktentasche.
„Wiedersehen“, verabschiede ich mich laut von ihnen, bevor ich zurück ins Haus humpele.
„Wie schön, wie schön, Herr Nepos. Ich wette, die Kuh versucht nachher noch den heißen Winter auf dem Küchentisch zu verführen, den sie ihm gerade verkauft“, äffe ich Nicoles Gehabe nach, als ich die Tür hinter mir schließe, was Nepos dazu bringt, fröhlich mit dem Schwanz zu wackeln. „Aber wie es aussieht, haben wir wenigstens etwas zu essen und regen uns gar nicht darüber auf.“
Ich lasse Nepos runter, linse in die Tüte und versuche währenddessen meinen Ärger über meinen zweiten versauten ersten Eindruck im Zaum zu halten.
„Umut hat wirklich ein ganz schlechtes Gewissen. So ein Glück. Drei Apfeltaschen und die großen Nuggets. Ich hoffe, du hast Hunger mitgebracht, Nepos“, meine ich zu meinem Lieblingspudel, der begierig die Tüte fixiert. „Wenn wir schnell genug sind, müssen wir nicht einmal mit Anne teilen.“
„Wer muss nicht mit mir teilen?“
„Vorbei die traute Zweisamkeit, Nep“, seufze ich, während Anne die Haustür aufstemmt.
„Uns wurden Gaben der Besänftigung von Umut vorbeigebracht. Willst du auch Nuggets? Apfeltaschen teile ich nicht“, antworte ich und raschele mit der Tüte.
„Gerne“, freut sie sich. „Umut hat dich schon vermisst?“
„Ich bin eben unwiderstehlich“, grinse ich und Anne mustert mein Outfit mit einer hochgezogenen Augenbraue.
„Ach? Haben dir das die Geister aus den Achtzigern geflüstert?“

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Schaltet auch beim nächsten Kapitel wieder ein, das da heißen wird: Die Verfolgung eines Egomanen.


Man liest sich hoffentlich.


Bis dahin, viel Spaß bei allem was ihr treibt!




Liebe Grüße




eure Shatiel
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