Hilfe aus Ghost Command

von - Leela -
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
Eddie Futura GB Jake Tracy
25.08.2013
27.09.2013
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Anm. d. Aut.: Dies ist ein Sonderprojekt aus aktuellem Anlaß heraus, da ich gerade völlig verzweifelt und mit meinen Kräften am Ende bin. Das erste Kapitel erzählt die authentische Geschichte, in der ich gerade stecke, und ich möchte an dieser Stelle meinen tiefsten Dank an alle aus Ghost Command aussprechen, dafür daß ihr so bedingungslos für mich da seid. Ihr seid gigantisch, Jungs! ♥
      Diese Geschichte ist ein direktes Self-Insert und basiert auf Drabble Nr. 80 »Aus gegebenem Anlaß« aus Drabblemania.

Anm. d. Aut. Nr.2: Mittlerweile haben sich alle Probleme gelöst, und es geht mir wieder gut - nicht zuletzt durch die wunderbare Betreuung im Ghostkommando. Wie es mir in der Zeit im Ghostkommando ergangen ist, werdet ihr aber natürlich trotzdem nach und nach hier erfahren. ^^ Diese Geschichte ist praktisch so etwas wie eine Therapie-Story für mich gewesen, und war das, was mir wirklich in der Zeit geholfen hat. Es ist schön zu wissen, wo man zu Hause ist! ♥


Das Geheimnis wahrer Freundschaft

Jake spürte alles in sich verkrampfen, als er Leela zusammengebrochen auf dem Boden ihres Büros vorfand. Sein Gefühl hatte ihn also nicht getäuscht, als er den Eindruck gehabt hatte, daß irgend etwas bei ihr nicht stimmte! Das Gefühl unbestimmter Ehrfurcht, das die parallele Welt in ihm hervorrief, löste sich augenblicklich in Nichts auf, und ließ in seinem Zentrum nur noch Platz für Beklommenheit und Sorge. Ohne weiter nachzudenken oder zu zögern ließ er sich aufgewühlt zu ihr auf den Boden sinken. „Leela, was ist passiert?“
      Sie war gar nicht in der Lage zu antworten, abgesehen von dem bitteren Schluchzen, das ihm eiserne Bänder um’s Herz legte.
      Kompromißlos zog er sie zu sich in die Arme. „Hey, alles wird gut. Du bist nicht allein. Egal, was kommt, das stehen wir gemeinsam durch.“
      Sie klammerte sich an ihn, als wäre er ihr letzter Halt, und automatisch drückte er sie fester an sich. Am liebsten hätte er mitgeweint. Mit leichter Beruhigung stellte er fest, daß sie langsam ruhiger wurde, auch wenn es noch eine ganze Weile dauerte, bis sie sich ein wenig fing. In der Zeit war er einfach ohne jede Worte für sie da, hielt sie schützend in den Armen und streichelte beruhigend über ihren Rücken, während er mit mäßigem Erfolg versuchte, das bittere Gefühl in seinem Inneren auszublenden.
      Nach einiger Zeit, als er den Eindruck hatte, daß sie sich soweit gefangen hatte, daß sie erzählen konnte, fragte er noch einmal vorsichtig: „Was ist denn passiert?“
      „Wenn ich das wüßte“, gab sie leise, mit gebrochener Stimme zurück. „Seit zwei Tagen kann man nicht mehr auf meine Website zugreifen.“
      „Die, die du für uns gemacht hast?“ erkundigte sich Jake.
      Sie brachte ein Nicken zustande. „Ich weiß nicht, woran es liegt! Ich kann es mir nicht erklären! Ich kann nicht mal den Fehler beheben. Und das, wo ich jetzt eigentlich Urlaub habe, und eigentlich mal richtig was schaffen wollte.“ Sie setzte ab, um durchzuatmen, bevor sie mit apathischer Stimme fortfuhr: „Ich hatte eigentlich so viel Energie und hatte so viel vor! Statt dessen habe ich jetzt nur Zeit damit verbracht zu recherchieren, mit dem Support zu telefonieren, Dinge auszuprobieren… Ich habe nichts von dem geschafft, was ich eigentlich machen wollte, und die Skala für Erholung und Energie liegt unter Null. Statt dessen habe ich nur Streß, Magenschmerzen und Kopfschmerzen, und ich kann nichts gegen den Fehler tun! Ich kann nicht einmal die Ursache greifen, geschweige denn weiß ich, ob sich der Fehler überhaupt beheben läßt. Dieser Urlaub ist schon gelaufen, bevor er überhaupt angefangen hat. Und dabei habe ich mich so darauf gefreut…“
      Sie fing erneut zu schluchzen an, und er schloß sie tröstend noch ein bißchen fester in die Arme.
      „Am liebsten würde ich den Urlaub canceln!“ setzte sie kraftlos nach.
      „Hey, ganz ruhig…“ setzte er sanft an.
      „Es nützt mir ja nichts!“ fuhr sie verzweifelt auf. „Was bringt es mir denn? All die positive Energie, die mir der Urlaub bringen soll ist jetzt schon eliminiert! Dann kann ich den Urlaub lieber nehmen, wenn er mir wirklich etwas bringt! Ich bin ja nicht mal arbeitsfähig! Eigentlich müßte ich mich krankschreiben lassen!“
      Jake atmete tief durch. Er kannte Leela nun lange genug; er wußte, was gerade passiert war, das war, als hätte man ihr ihr Kind entrissen. „Leela, warum hast du nichts gesagt?“ hauchte er. „Du kannst doch jederzeit zu uns kommen! Gerade, wenn es dir nicht gut geht!“
      „Ich wollte euch nicht mit meinen Problemen belasten…“ brachte sie leise hervor.
      „Das ist doch Blödsinn“, widersprach er. „Wozu sind Freunde denn da? Wenn du nicht zu uns kommen kannst, zu wem dann?“
      Sie antwortete nicht verbal. Doch die Art, wie sie sich in seine Arme schmiegte und sich an ihm festklammerte, zeigte ihm deutlich, wie sehr sie die Zuflucht bei ihm gerade brauchte, und wie dankbar sie dafür war, daß er gerade bei ihr war.
      Er schloß ohnmächtig die Augen. „Oh mein Gott, hätte ich bloß früher reagiert“, sagte er leise, mehr zu sich. „Hätte ich bloß sofort auf mein Gefühl gehört…“
      „Das ist doch gar nicht deine Aufgabe“, erwiderte sie fast tonlos.
      „Wenn ein Freund in Not ist, dann ist es meine Aufgabe. Weil ich es nicht ertragen kann. Und schon gar nicht bei dir, das weißt du.“
      Ja, das wußte sie. Auch wenn sie zuerst einen anderen Eindruck gehabt hatte; mittlerweile wußte sie, was er wirklich für sie empfand, und daß da weit mehr als bloße Sympathie im Spiel war. Damit stand sie Eddy und Tracy, Futura und Tasha in nichts nach.
      „Du kommst erst mal mit zu uns, in’s Ghostkommando!“ erklärte er, ohne Widerspruch zuzulassen. „Du mußt erst mal ganz raus aus dem Gefüge hier. Und dann sehen wir weiter. Du kannst bei uns bleiben, solange du willst. Du weißt, wir sind immer für dich da.“
      „Ich habe aber nur zwei Wochen Urlaub“, hauchte sie. „In der Zeit komme ich nicht wieder auf die Beine, wenn es bis dahin nicht wieder läuft.“
      Er sah sie sanft an und lächelte. „Hey, du bist die Autorin! Weißt du nicht, daß Zeit keine Rolle spielt, wenn du in unsere Dimension wechselst…?“
      Sie sah ihn fasziniert an. Daß ausgerechnet einer ihrer Charaktere sie darauf aufmerksam machen mußte, war fast schon peinlich.
      Er sparte sich weitere Argumentationen, stand auf und reichte ihr die Hand. „Komm’. GB wartet!“
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