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Altair der geborene Novize

von Haudrauf
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Altaïr Ibn-La'Ahad Malik Al Sayf
22.08.2013
25.07.2020
52
173.782
21
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Dieses Kapitel
12 Reviews
 
 
22.08.2013 972
 
So das ist jetzt die überarbeitete Version, der überarbeiteten Version =D
Einen großen dank schulde ich meiner Laichnam, die sich die mühe gemacht hat diese ganzen Zeilen genaustens unter die Lupe zu nehmen.
So und nun viel Spaß mit dem ersten Kapitel ^^






Malik schaute von seinem Buch auf, als er etwas leise miauen hörte. Das Geräusch kam von der Dachluke, aus der die Assassinen kamen um ihre Aufträge anzukündigen. Malik versuchte angestrengt das kleine Schreien zu ignorieren, was das dumme Vieh nur noch lauter werden ließ.
Seufzend stand er auf und öffnete die Luke. Was er sah war ein kleines Kätzchen, das ihn mit großen goldenen Augen anschaute. Das Fell war leicht verschmutzt und die Nase war feucht. 
Er musste lachen, als die Katze miaute und ihm Schnurrend entgegen kam. Er stieg auf das Dach - was nicht ganz einfach war, mit nur einem Arm - und streichelte das schreiende Ding. Das Kätzchen erwiderte die unbekannte, sanfte Hand mit einem rhythmischen Schnurren.
"Na wo kommst du her Kleiner?", fragte Malik die Katze.
Wie, als wolle es antworten, miaute die Katze wieder. 
"Tut mir echt Leid Kleine, aber ich hab nichts zu essen, was ich dir geben könnte, aber eins muss ich zugeben, mit deinem weißen Fell erinnerst du mich an einen Assassinen." 
Das Kätzchen hörte Malik natürlich nicht zu, es miaute einfach fröhlich weiter. Was ihn nicht störte, denn viele Leute in Jerusalem redeten nicht mit Malik. Er war daran gewöhnt und er nahm es ihnen ja nicht einmal übel, denn immerhin konnten sie nichts dafür, dass er ein Krüppel war. 
Als er vom Dach aus sah, wie die Sonne langsam unterging, dachte er nicht lange nach und nahm das Kätzchen einfach mit in sein Heim. Dieses war anscheinend sehr glücklich über die Entscheidung von Malik, denn es fing an noch lauter zu schnurren.
"Ja, ja, du bist mir dankbar, dass ich dich mit rein genommen hab. Aber sei froh, dass ich noch eine Hand hab und du so klein bist, dass du da auch drauf passt." 
Immer noch schnurrend wurde das kleine Bündel auf den Boden im Büro abgesetzt. Das Kätzchen schaute sich neugierig um und tapste gleich drauf los, um an den vielen Bücherregalen zu schnuppern.
Malik bemerkte in der Zwischenzeit, dass es langsam dunkel im Zimmer wurde und machte ein paar Kerzen an, was die goldenen Augen des Kätzchens reflektieren ließ. Stur setzte er sich wieder an seinen Schreibtisch und las sein Buch weiter, um nicht an zwei andere Augenpaare zu denken, die fast genauso aufblitzen konnten. Als Malik langsam müde wurde, stellte er sein Buch ins Bücherregal und suchte seinen "Gast", der im Garten in den Kissen lag und schlief. Er streichelte die kleine Katze nochmal und legte sich dann in sein Bett, um ebenfalls zu schlafen. 


Zwei Woche später...
"Du sollst mir doch nicht immer hinterherlaufen!", rief Malik aufgebracht zu der kleinen Katze, die fröhlich hinter ihm her trottete. In diesen 14 Tagen, in denen das Kätzchen jetzt bei ihm war, hatte er sich immer noch keinen Name für das kleine Wesen ausgedacht. Ganz im Gegensatz zu den Assassinen, die, wenn sie kamen, um sich bei ihm auszuruhen, mit dem Kätzchen spielten und ihn allerhand Namen gaben. Aber nur einer hatte sich in seinem Kopf festgebrannt. Ein Name, den er strickt verweigerte, obwohl er wirklich gut passen würde. 
Vor ein paar Tagen erst, als Hassan, ein junger Assassine, ins Büro kam um sich auszuruhen und zu waschen, hatte das Fellknäuel ihn angefaucht, weil er auf dessen Schwanz getreten war. Er hatte gelacht und den missbilligenden Blick der Katze ignoriert. Als Malik sie dann rausscheuchen wollte, hatte Hassan gesagt, dass die Katze mit diesem genervten Blick sehr an den Großmeister erinnerte.
An den Neuen Großmeister.
Und da hatte er vorgeschlagen, dieses süße und niedliche Kätzchen doch tatsächlich Altair zu nennen. Okay, der Gedanke war Malik auch schon gekommen, als er die Augen von der Katze gesehen hatte aber... ALTAIR, nein!!! dass konnte er seiner Katze nicht antun.
Mürrisch ging er den Markt entlang, wohl bewusst, dass sie ihm immer noch hinterherlief. Manche Leute wunderten sich schon bei dem ganz gewöhnlichen Anblick von Malik auf der Straße und er beachtete sie einfach nicht, aber mit so einen Anhängsel war es schon echt Blamabel herumzulaufen. Als seine Einkäufe erledigt waren, ging er zurück ins Büro und verstaute alles. Seine Katze beobachtete ihn mit schief gelegtem Kopf und Malik musste unfreiwillig an Kadar denken. Dieser hatte manchmal auch diesen Blick drauf gehabt. Malik hatte es früher immer den „Geistlosen Blick“ genannt, denn immer wenn Malik mal über etwas Gebildetes, oder über eins seiner Bücher geredet hatte - die er im Übrigen gestohlen hatte - war Kadar in diesem seltsamen Blick versunken, in dem er nichts mehr mitbekam. Manchmal war Malik dann schon der Gedanke gekommen, das Kadar überhaupt nicht sein Bruder war, so dämlich wie er sich meistens angestellt hatte, wenn Malik ihm etwas erklären wollte, dass nichts mit Kämpfen zu tun hatte.
Kadar.
Wenn er hier wäre, hätte Malik bestimmt einen Namen für das Fellbündel bekommen. Im Namen geben war er immer ein Freigeist gewesen, aber sie hatten gepasst. 
Tja, leider war sein Bruder tot und das würde sich auch nicht mehr ändern. Traurig setzte er sich an seinen Schreibtisch und arbeitete an seinen Karten weiter. Das lenkte ihn ab und machte bessere Laune. Er sollte endlich darüber hinweg sein. Kadar war jetzt schon seit gut einen Jahr tot. Nicht mal bei seiner Mutter hatte er so lange gebraucht, um darüber hinweg zu kommen. Und bei Allah, so viel war passiert. Al Mualim wurde von Altair umgebracht. Altair wurde Großmeister. Der Edensplitter war endlich in Sicherheit und wie er neulich von ein paar Assassinen gehört hatte, tat sich Altair gut daran den Apfel zu verstehen. Er sollte endlich darüber hinweg kommen...
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