One way ticket

GeschichteDrama, Tragödie / P12
Ryan Evans Sharpay Evans
21.08.2013
21.08.2013
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Übersetzung folgender Fanfiktion:
http://www.fanfiction.net/s/4068024/1/One-Way-Ticket
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One Way Ticket


So lay me down
In that open field out on the edge of town
And know my soul
Is where my Momma always prayed that it would go
And if you're reading this, I'm already home
"If You're Reading This" - Tim McGraw





,,122 Tage.

So lange war Ryan im Irak.

Am 23. März landete er dort. Am anderen Ende der Welt, verängstigt und allein. Für unsere Freiheit kämpfend.

Am 22. Juli verlor er für uns, während eines Bombenangriffs, sein Leben und somit auch seine Freiheit.

Er war wirklich die mutigste Person, die ich je getroffen habe. Und ich sage das nicht nur, weil er mein Bruder war. Mein Bruder ist.
Zwei Tage vor unserem 19. Geburtstag trat er der Army bei. Er hatte keinerlei Bedenken, keinerlei Nervosität. Er marschierte in dieses Büro, als ob er es schon sein Leben über geplant hätte. Daddy sagte immer es läge ihm im Blut. Da er selbst ein Marine war, war es klar, dass Ryan in seine Fußstapfen treten würde. Ich habe Daddy immer sagt, es sei ein Macho-Ding und das es bescheuert wäre, aber meine Meinung  zählte natürlich nicht.

Gott, Ryan. Was hast du dir bloß dabei gedacht?! Ich kann nicht glauben, dass du mich hier alleine gelassen hast.

Tut mir leid. Ich war noch nie wirklich gut darin, vor Menschen zu sprechen. Zumindest nicht ohne ihn an meiner Seite. Er brachte immer das Beste von mir zum Vorschein. Er hatte diesen Effekt auf Menschen. Dreht euch nur mal zu der Person neben euch. Ich wette sie könnte euch eine Menge Geschichten über ihn erzählen. Das ist wer er war. Das ist der Ryan, an den wir uns erinnern sollten. Der Ryan, der hier auf all den Bildern mit mir ist. Nicht der, dessen Asche in dieser blauen Urne ist. Das ist nicht der wahre Ryan.

Ryan war das Leben auf jeder Party, der Sonnenschein an jedem Tag und das Sternenlicht in der Nacht. Gott, wie ich ihn vermisse. Ich kann einfach nicht glauben, dass er fort ist.
Ich bitte nochmals um Verzeihung.

Als sie kamen, um es Mom, Daddy und mir zu erzählen, brachten sie Ryans Hundemarken und seine persönlichen Sachen mit. Es war nicht viel. Ein Foto mit uns dreien, ein Stofftier, das ein Kind ihm gegeben hat und ein Journal. In diesem Journal waren einige Briefe, einer an mich adressiert. Ich möchte ihn heute für euch alle vorlesen.


Meine Liebe,

wenn du diesen Brief erhältst, weißt du es bereits. Aber mach dir keine Sorgen um mich, es war schnell und ich habe nichts gespürt.

Weine bitte nicht. Ich kann dich jetzt sehen und du weißt, dass ich es hasse, dich weinen zusehen. Feiere mein Leben. Ich habe in 20 Jahren mehr erlebt, als manche Leute in 80 Jahren. Ich hatte die großartigsten Freunde, die Liebe der beeindruckendsten  Frau, und ich habe Leben geschaffen.

Sag Mom und Dad, dass ich sie liebe und, dass es mir gut geht. Es ist wunderschön hier. Es ist mehr, als ich mir jemals vorgestellt habe. Ich kann euch von hier aus sehen. Ich sehe Mom und Dad und ich werde unser kleines Mädchen sehen, wenn sie auf der Welt ist. Ich wünschte, ich könnte da sein, um sie zu sehen, aber vergiss nicht, ihr von mir zu erzählen und sag ihr, dass ihr Daddy sie liebt. Sei auch bitte keine übervorsichtige Mutter. Ich weiß, dass es hart für dich sein wird, aber ich glaube an dich. Chad wird auch einen Brief von mir erhalten, in dem ich ihm gebeten habe, dich an meiner Stelle zu unterstützen.

Ich werde dich immer beobachten. Aber lass dich davon nicht abhalten, dein Leben weiter zu führen. Du bist die erstaunlichste Frau auf dieser Welt – teile das. Ich bin glücklich hier und ich möchte, dass du dort glücklich bist. Ich werde dich wiedersehen, aber mach nichts Dummes. Ich kann warten.

Ich bin so stolz auf dich und alles was du tust. Ich weiß, dass es schwer werden wird. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, dich zu verlieren, aber du bist stark. Du warst schon immer die Stärkere.

Also, wisch dir die Tränen aus den Augen und setz' ein tapferes Gesicht auf. Tu' es für Mom und Dad. Tu' es für die Wildcats. Tu' es für unser Baby. Tu' es für mich.

Du willst doch nicht dein Make-Up ruinieren, oder?

Dies ist kein Abschied, es ist ein "seh' dich später".

- Ryan

PS – Ich liebe dich. Mehr als jemals zuvor.
PPS - Erzähl unserem kleinen Mädchen nicht, dass ich "Go Drama Club!" nicht aussprechen konnte. Ich möchte, dass sie stolz auf ihren Daddy ist. Und da ist dein wunderschönes Lächeln.


Also, lasst uns heute feiern. Ryan gab sein Leben für uns alle, aber er starb, während er das tat, was er liebte. Er sagte immer, Gott habe einen Plan für uns alle. Ich glaube, Gott brauchte ihn einfach früher, als wir alle dachten. Er würde es hassen, uns so zu sehen, weinend in der Kirche sitzend. Um ihn trauernd.

Also nehmt die Taschentücher, die ihr haltet. Nehmt sie und zerreißt sie in kleine Stücke. Werft sie in die Luft und lasst uns das Leben von Ryan Evans feiern.‘‘

Sharpay trat an das eingerahmte Armee Foto von Ryan heran und berührte sachte seine Wange, bevor sie das zerrissene Taschentuch in die Luft warf. Sie richtete sich Ryans Hundemarken, welche um ihren Hals hingen, während sie zu ihrem Platz zwischen ihren Eltern, in der vordersten Reihe zurückkehrte.

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19 Tage.

Genauso viele Tage war Ryan fort, bevor seine Tochter geboren wurde.

Am 10. August Sharpay ein wundervolles kleines Mädchen auf die Welt. 6 Pfund, 10 Unzen. Ein wenig blondes Haar befand sich auf ihrem Kopf und große blaue Augen öffneten sich, um die neue Welt in sich aufzunehmen.

Sharpay wusste es. Sie wusste, dass Ryan hier war und ihre Hand hielt. Ihr sagte, wie wunderschön ihre Tochter doch aussah und wie sie genau nach ihrer Mutter kam.

,,Aber du liegst falsch, Ryan. Sie sieht nicht so aus wie ich. Sie sieht genau wie ihr Daddy aus. Unser kleiner Engel Ryan Evans. Sie wird genauso sein wie du.‘‘

Ihre Tochter haltend wusste sie, dies war ihre Heimat.
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