Sitzungen beim Schulpsychologen

GeschichteRomanze / P12 Slash
Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
20.08.2013
08.04.2014
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Hallo zusammen =)
schön das ihr euch zu meiner Geschichte verirrt habt. Vermutlich wird es ein Dreiteiler werden und ich werde leider nur unregelmäßig neue Kapitel hochladen können. Für jegliche Anregungen und Kritik bin ich immer sehr dankbar. Und jetzt ganz viel Spaß beim Lesen!!


Yuuri und Wolfram gehören mir leider beide nicht, samt Dämonenkönigreich, nur Maria ist meine eigene Kreation ;)

Kapitel 1: Gespräche

Es war einmal vor langer, langer Zeit in einem weit entfernten Königreich….
Ähm nein Stopp!! Sorry Leute falscher Ort, falsche Zeit.

OK und hier auf ein Neues:

„AAHHHH!!!!“, schrie irgendjemand laut und schmerzerfüllt. Yuuri schlug erschrocken die Augen auf die er diesmal während der Reise geschlossen gehalten hatte. Er sah mitten in die wütenden Augen eines großen Jungen der sich seine übelzugerichtet aussehende Nase hielt. Blut lief ihm von der Nase aus übers Gesicht und tropfte vom Kinn runter ins Wasser. Ein schneller Blick zeigte dem immer noch orientierungslosen Yuuri, dass er sich im Schulschwimmbecken befand und offensichtlich für die zermatsche Nase vor ihm verantwortlich war. Urks, dachte er sich, das sieht übel aus.
„Du verdammter Idiot!!! Das hast du absichtlich gemacht!!!! Wieso hast du mich einfach so geschlagen? Ich hab dir doch gar nichts getan! Was stimmt denn bitte nicht mit dir?! Meine Nase ist bestimmt gebrochen!“ Der Typ schrie ihn mit tränenden Augen an und schien gar nicht mehr aufhören zu wollen. Yuuri machte ein zerknirschtes Gesicht, das hatte er wirklich nicht gewollt, seine Landung war einfach nur extrem unglücklich gewesen. Nur scheinbar sahen das alle anderen um ihn herum anders. Während der Verletzte von zwei Mädchen zum Schularzt gebracht wurde, schrien nun auch der aufsichtshabende Lehrer und die umstehenden Schüler ihn an. Mist, so was passiert aber auch immer nur mir!, ärgerte sich Yuuri über die Situation.

Kurze Zeit später stand er mit dem Lehrer im Büro des Schulleiters. Yuuri grübelte vor sich hin und konnte immer noch nicht so ganz nachvollziehen wie er in diese Lage geraten war, während der Lehrer sich über sein außerordentlich aggressives Verhalten beschwerte. Ich seh doch noch nicht mal aggressiv aus??? Aber letztendlich bekam der schockierte Yuuri nicht nur Nachsitzen sondern auch noch mehrere Gesprächsstunden mit dem Schulpsychologen. Ich wusste noch nicht mal das wir überhaupt so einen hier haben^^
„Du darfst damit gleich heute anfangen, wenn das Ganze noch frisch in deinem Gedächtnis ist und du ohne Probleme ausführlich darüber nachdenken kannst, warum aggressive Verhalten keine Lösung ist“, der Schulleiter lächelte ihn doch tatsächlich auch noch bei diesen Worten an, ganz der Pädagoge, der sich sicher war, nur das Beste für seine Schutzbefohlenen zu tun.

Tja und so stand er dann 3 Stunden später nach dem Schulunterricht und dem Nachsitzen vor der Tür des Schulpsychologen. Na das kann ja heiter werden, dachte Yuuri sich, worüber soll ich denn bitte mit dem reden? Das ich hin und wieder als König in einer anderen Welt gebraucht werde und meine Landung einfach nur etwas ungünstig war? Doch es nutzte alles nichts, da musste er jetzt durch. Tief aufseufzend stieß er die Tür zu dem Raum auf.

Überraschender Weise war der Raum sehr freundlich eingerichtet. Eine Wand war in einem warmen Sonnengelb gestrichen, Bilder mit schönen Landschaften oder lustigen Sprüchen hingen an den Wänden, zwei große Bücherregal in denen sich die Literatur nur so stapelte befanden sich rechts neben der Tür. Auf der gegenüberliegenden Seite war eine große Fensterfront, von der man auf den Pausenhof blicken und den Wind in den Bäumen beobachten konnte. In der Mitte des Raums befand sich ein großer hölzerner Schreibtisch, an dem eine noch recht junge Frau saß und gerade dabei war sich zu erheben, als Yuuri zur Tür hereinkam. Sie lächelte ihn offen an, kam auf ihn zu und streckte ihm die Hand entgegen. „Hallo ich bin Frau Maria Oakley, du musst Yuuri sein. Wenn du willst kannst du mich auch einfach nur Maria nennen“, der australische Akzent war unverkennbar. Auch ihr Name und ihr Aussehen sprachen für eine ausländische Herkunft. Sie hatte lange gewellte, dunkelblonde Haare, eine nicht zu identifizierende helle Augenfarbe und eine recht pralle kurvige Gestalt mit einem aufreizenden Ausschnitt. Für einen Moment kam Yuuri Wolframs Mutter ins Gedächtnis. Doch die Ausstrahlung und das nette Lächeln von Maria hatten etwas ganz anderes an sich, als das der überdrehten und aufdringlichen Ex-Königin.
Yuuri schüttelte ihr die Hand. „Hallo! Ja ich bin Yuuri Shibuya. Und ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht was ich hier soll.“ Hoffentlich klang das jetzt nicht zu unfreundlich, dachte Yuuri gleich besorgt, sie sieht doch so nett aus und kann ja gar nichts für das ganze Schlamassel. Er schickte ein entschuldigendes Lächeln hinterher.
„Ach mach dir nichts draus. Das wissen die meisten nicht.“ Maria grinste ihn an. Das sollte wohl ein Scherz sein, nur war der Witz dabei irgendwie verloren gegangen. Oh je, sag bloß die hat so einen grauenvollen Humor wie Conrad! Und dazu wirkt sie so, als würde sie viel öfters Witze reißen als er. Ich weiß nicht, wie ich das aushalten soll!!? Yuuri schüttelte es innerlich. Reiß dich jetzt mal zusammen!, befahl er sich streng. Natürlich wirst du das aushalten und pass bloß auf, das du keinen Müll erzählst.
„Setz dich doch.“ Maria deutete auf den Sessel auf der anderen Seite des Schreibtischs und ließ sich selbst wieder in ihren Stuhl sinken. Yuuri bemerkte überrascht, wie bequem der Sessel war und lehnte sich entspannt zurück. Vielleicht wird das hier ja gar nicht so schlimm wie befürchte, dachte Yuuri optimistisch und war jetzt doch tatsächlich ein kleines bisschen neugierig, wie das hier ablaufen würde. Wolfram würde sicher wieder einen Anfall kriegen, wenn er wüsste, dass ich mit einer hübschen Frau alleine in einem kleinen Raum bin und das von nun an wohl häufiger. Yuuri grinste bei dem Gedanken und nahm sich vor, nichts von den Gesprächsstunden mit der Psychologin drüben in seinem Königreich zu erzählen.
„Was ist denn so lustig?“, fragte Maria ihn neugierig. Yuuri wurde rot. „Ähm nichts.“
„Ach alles was hier besprochen wird bleibt unter uns. Du kannst mir ruhig alles erzählen. Ich werde nicht lachen und ernst nehmen was du denkst und fühlst. Und dir vielleicht hin und wieder ein paar Fragen stellen. Das ist auch schon alles. Mach dir keine Sorgen. Und wenn du etwas wirklich nicht erzählen möchtest, ist das auch OK. Hier verurteilt dich keiner.“ Sie schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln.
Bestärkt erklärte Yuuri: „Ich hab eigentlich nur überlegt was ein Freund von mir denken würde, wenn er das hier wüsste.“
„Wie heißt denn dein Freund?“
„Wolfram. Er ist eigentlich ein ziemlich guter Freund, nur hat er manchmal komische Ansichten.“
„Und das stört dich?“
„Mh, naja manchmal. Er ist halt ziemlich anhänglich. Und dauernd das gleiche zu hören ist etwas anstrengend.“
„Erzähl mir doch mehr über deinen Freund.“
„Mh, naja er ist der schönste Kerl, den ich kenne. Er ist arrogant und aufdringlich, unglaublich rechthaberisch und extrem Besitz ergreifend.“
Neugierig hakte Maria nach „Besitz ergreifend? Entschuldige, aber inwiefern meinst du das jetzt genau? Das klingt für mich so also wärt ihr in einer Beziehung?“
„Waaaasss?!!! Nein, nein, nein! Das verstehen Sie jetzt komplett falsch!!!“, Yuuri macht ein entsetztes Gesicht. „Das hat nichts damit zu tun. Es ist nur so, oh man das ist jetzt echt schwierig zu erklären…“
„Ach kein Stress. Lass dir ruhig Zeit“, Maria nahm einen Schluck aus ihrer Kaffeetasse.
„Öh, also ja, mh, ähm…. Also noch mal von vorne: Er kommt aus einem anderen Kulturkreis und naja es gab da irgendwie ein Missverständnis, als wir uns kennengelernt haben. Seit dem weicht er mir nicht mehr von der Seite und möchte mich beschützen. Und naja es könnte sein, das er denkt, dass wir irgendwie so was wie eine Beziehung haben, aber das stimmt nicht!“ Yuuri betonte den letzten Teil. „Er ist wie gesagt nur ein guter Freund.“
„Sind das die Ansichten von denen du vorher gesprochen hast? Die dich stören?“
„Ja, eigentlich schon. Und immer zu nennt er mich einen Schwächling und wird sauer, wenn ich meine Aufmerksamkeit zu lange auf irgendjemand anderen richte. Ich verstehe einfach nicht, wieso er immer so sein muss! Er kann so nett sein und hilft mir aus den schwierigsten Situationen. Er bleibt immer an meiner Seite um auf mich aufzupassen. Und es ist echt toll zu wissen, einen Freund zu haben, der für dich da ist. Außerdem kann man auch echt Spaß mit ihm haben… Obwohl er ja leider kein Baseball mit mir spielt… Ach ich verstehs einfach nicht.“

Maria musterte ihn und zog nachdenklich ihre Stirn in Falten. Schließlich erwiderte sie: „Das beschäftigt dich oder? Er bedeutet dir viel und du kannst sein Verhalten nicht immer nachvollziehen. Aber ich hab das Gefühl, dass da noch mehr ist. Alles hast du mir nicht erzählt, oder? Ich mein, wie gesagt, das ist OK, aber vielleicht kann ich dir besser helfen wenn ich die ganze Wahrheit wüsste. Was genau war das denn für ein Missverständnis, dass ihr bei eurem ersten Zusammentreffen hattet?“
Erneut wurde Yuuri rot und begann zunächst etwas vor sich hinzustammeln, aber dann riss er sich zusammen und erklärte: „Naja um genau zu sein, mochte er mich am Anfang nicht so besonders. Und schließlich hat er dann meine Mutter beleidigt und naja, da hab ich die Beherrschung verloren und ihm eine gewischt. Nur das Problem dabei war, dass das in seinem Kulturkreis bedeutet einen Heiratsantrag zu machen…“, verlegen sah Yuuri runter.
Etwas überrascht sah Maria ihn an. „Und was geschah weiter?“

„Mh naja obwohl er das zunächst nicht so toll fand, hat er sich daran gewöhnt und spricht mittlerweile ganz normal von mir als seinem Verlobten!!!“
„Und wie stehst du dazu?“
„Na wie wohl?!!“, verständnislos sah Yuuri sie an „Ich möchte das natürlich nicht. Er nimmt das alles so ernst und spricht teilweise sogar schon von unserer Hochzeit. Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll.“
„Wenn du das wirklich nicht willst, solltest du die Verlobung lösen. Und mit ihm darüber reden.“
Irgendwie machte diese sachliche Äußerung Yuuri wütend. Er richtete sich in seinem Sessel auf „So einfach ist das nicht!“, entgegnete er mit fester Stimme. „Wenn das alles so easy wäre, dann hätte ich es doch schon längst getan.“ Er sackte wieder etwas in sich zusammen. „Wolfram würde mich umbringen, sollte ich die Verlobung lösen. Das würde er als Verletzung seiner Ehre auffassen. Nein, das kann ich nicht tun.“
„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Das provozierende Flackern in Marias Augen nahm Yuuri gar nicht wahr. Außer sich sprang er auf.

„Ich will die Verlobung nicht lösen!“

tbc
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