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Leben heißt...

GeschichteHumor, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Amerika Deutschland England Frankreich Italien Kanada
13.08.2013
30.06.2014
50
162.126
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13.08.2013 3.252
 
Arthur blieb stehen und sah Alfred an. „Was meinst du damit?“
Alfred schaute weg und biss sich auf die Lippe.  „Schon gut vergiss es.“
Der Brite ließ seine Hand los und packte ihn an der Jacke. „Spuck schon aus? Was ist es?“
„Nein, nein, nein! Hat sich erledigt.“
Arthur hob eine Augenbraue. „Ich soll jemandem mit Magie helfen?“
Alfred blieb stumm und sah auf den Boden.
„Ja oder nein?“
„Ja. A-Aber du musst nicht! Ich frage nur, ob es das wert wäre.“
„Kommt darauf an, in wie weit ich helfen soll.“
„Ich…also… Ich kenne da jemanden…“
„Weiter?“
„Es ist ein Mädchen. Sie ist wirklich sehr nett.“
„Und? Rück endlich mit der Sprache raus! Ihr Amerikaner seid so anstrengend.“
„Sie ist taub.“
„Und ich soll das jetzt ändern?“
„Kannst du das?“

Arthur sog die Luft tief ein. „Es ist auf jeden Fall nicht einfach. Du weißt was da schiefgehen kann?“
„Ja, ja, ja! Ich weiß doch! Aber sie tut mir so leid.“
„Ich verstehe was du meinst.“
„Kannst du ihr helfen?“, fragte Alfred und nahm mit beiden Händen Arthurs freie Hand.
„Ich werde es versuchen, okay? Bis wann?“
„Morgen.“
„Morgen!?“, fragte Arthur entsetzt.
„Du bist der aller beste Freund überhaupt!“, rief Alfred und packte überschwänglich wie er war Arthur am Kopf und küsste ihn auf den Mund.
Arthur wurde rot und küsste Alfred zurück. Seine Zunge war sogar noch wärmer als seine Lippen. Die Kälte hier draußen hatte daran nichts geändert.
Arthur löste Alfred Hände von seiner und vergrub seine Finger in weichen blonden Haaren.
Alfred legte seine Arme um Arthurs Hals und zog ihn an sich ran.
„Daddy? Was machst du da?“, fragte Eve.
Arthur hätte Alfred fast auf die Zunge gebissen.
„Das ist doof aus“, meinte Eve und runzelte die Stirn.
Der Brite musste lachen, wobei das der Amerikaner gar nicht lustig fand.
„Es ist aus, als würdest du Alfred aufpusten.“
Arthur lachte Tränen während Alfred das Gesicht verzog.
„Kleine Kinder sind so grausam“, murmelte der Amerikaner und Arthur klopfte ihm auf die Schulter.
Der Engländer richtet sich auf: „Sie sind nur ehrlich. Ärger dich nicht.“
Arthur küsste Alfred auf die Wange.
Trotz der Kälte hatte Alfred das Gefühl, er würde glühen.
„S-Sag mal, laufen wir noch lange?“, fragte Alfred und wich Arthurs Blicken aus.
„Ja. Zu Fuß ist es noch ein ganzes Stück. Ich würde sagen wir fahren  mit dem Bus.“
„Fährt von hier aus denn ein Bus?“, fragte Alfred.
Arthur räusperte sich und zeige neben sich auf ein Schild.
„Oh! Wir stehen schon an der Bushaltestelle!“, rief Alfred überrascht.
Eve zog an Alfreds Hosenbein.
„Tragen…“, murmelte sie und ließ Arthurs Hand los.
Alfred sah zu Arthur der das Mädchen hochnahm und Alfred überreichte.
„Ich will sie nicht fallen lassen.“
„Du schaffst das. Du bist ein starker Mann.“
Alfred wusste nicht genau, ob das jetzt beleidigend oder ernst gemeint war.
„Sie kommt ganz nach dir, Arthur.“

Arthur sah ihn verwirrt an. „Was?“, fragte er und hatte die Augen erstaunt weit geöffnet.
„Huh? Oh. Schon gut.“
Eve gähnte.
„Mummy“, murmelte sie und kuschelte sich an Alfred.
Arthur hielt sich beide Hände vor dem Mund um nicht laut zu lachen.
„Sie träumt von ihrer Mutter“, knurrte Alfred.
„Also von dir.“
„ICH BIN KEINE FRAU DU ARSCH!“, schrie Alfred.
Arthur lachte und lächelte Alfred an.
Durch den Kuss waren Alfreds Lippen gerötet und erinnerten an reife, glänzende Kirschen. Arthur wurde irgendwie ganz warm ums Herz. Als hätte man ihm glühende Kohlen ins Gesicht gehalten, lief sein Gesicht rot an und wandte den Kopf ab.
„Alles in Ordnung?“, fragte Alfred.
„Du bist einfach so süß!“, rief Arthur und fiel dem Amerikaner enthusiastisch um den Hals. „Ich liebe dich!“
Alfred freute sich natürlich auch wenn er sich fragte, woher diese honigsüße Freude kam.
„Ich liebe dich auch“, antwortete Alfred und tätschelte Arthur den Rücken, wie bei einem Hund.
„Ich will den Rest meines Lebens mit dir kuscheln!“, rief Arthur und nahm seinen Freund in eine feste Umarmung.
„Du bist so süß“, murmelte Alfred.
Arthur zuckte erst zusammen, als neben ihnen ein Bus hielt, der sie in den südlichen Teil von der Londoner Innenstadt brachte.
Im Bus schlug sich der Brite die Hände ins Gesicht. „Verdammt“, fluchte er.
„Was ist los?“, fragte der Jüngere der beiden Fahrgäste erschrocken.
„Ich muss noch zur Bank.“
„Zur Bank?“, fragte Alfred.
„Ja. Ich muss nachschauen, ob sie mir mein Geld schon überwiesen haben.“
„Dein Lohn?“
„Nein. Ich muss gucken ob man mir das Gehalt von deinem Dad eingezahlt hat.“
„Das war Sarkasmus, richtig?“, fragte Alfred.
Arthur seufzte.
„Aber du kannst doch zur Bank. Wir sind doch in London. Da gibt es an jeder Ecke eine Bank. Dann gehst du da eben mal für 5 Minuten rein. Ist doch kein Drama.“
„Wirklich nicht?“
„Arthur. Es sind 5 Minuten.“
„Okay. Du hast ja recht.“

Sie stiegen aus und liefen eine Weile an der Themse entlang.
„Führt sie jedes Jahr um diese Jahreszeit Hochwasser?“, fragte Alfred und schaute über das Geländer.
„Nur wenn Schnee liegt. Außerdem fängt gerade die Flut an. Das Meerwasser drückt sich ins Landesinnere.“
„Wenn das noch mehr ansteigt laufen Keller voll.“
„Kann gut passieren“, murmelte Arthur. Der Brite steckte sich die Hände in die Hosentaschen. „Mist.“
„Was ist denn jetzt?“, fragte Alfred.
„Ich hab mein Handy zuhause vergessen.“
„Das brauchst du doch jetzt eh nicht.“
Alfred drückte sich seitlich an seinen Freund.
„Ist es weit bis zur Bank?“, fragte Alfred.
„Nein. Also, im Verhältnis für London nicht.“
„Das heißt?“
„So in 4-5 Minuten vielleicht.“
„Oder da vorne.“
„Hm?“, fragte Arthur und suchte nach der Bank.
„Oh. Seit wann ist denn da eine Filiale?“
„Keine Ahnung. Bist du bei der Bank?“
„Ja, das geht.“
„Ich warte draußen. Ich will nicht mit rein.“
„Okay. Wie du willst“, erwiderte Arthur und trat in das Gebäude.
„Wenn du mich suchst, ich bin da drüben und kauf mir einen Hamburger.“
„Bestell dir lieber einen Salat. Das ist gesünder“, lachte Arthur.

Der Brite betrat die Bank und steuerte die Schlange am Automaten an.
Er tastete sich alle Taschen noch mal nach seinem Handy ab, aber es schien noch zuhause zu liegen. Er streckte sich, denn seine Müdigkeit war noch nicht ganz verflogen.
Plötzlich packte ihn jemand an der Kapuze und zog ihn nach hinten.
„ÜBERFALL!“, schrie eine heisere Stimme. Arthur wusste gar nicht wie ihm geschah als er weiter in den offenen Raum gedrängt wurde.
„ALLE AUF DEN BODEN! RUNTER! HINLEGEN! SCHNELLER! WIRD’S BALD!?“
Arthur versuchte sich umzudrehen aber er bekam von einem Unterarm den Hals abgedrückt.
Aus dem Augenwinkel sah er einen ausgestreckten Arm der eine Waffe hielt. Der Kerl schoss einmal in die Decke. Eine Frau kreischte und hielt sich die Hände über den Kopf.
„Los Blondi, beweg' deinen Arsch!“, schrie der Mann und machte eine drohende Geste. „JETZT MACH VERDAMMT!“, schrie er wütende und sprang von Panik von einem Fuß auf den Anderen.

Sie stand auf und lief zaghaft durch den Raum und stieg über die Menschen am Boden vorsichtig hinweg. „LOS! SCHNELLER!“
Sie zuckte zusammen und Arthur wurde gerade panisch. Er war nur froh, dass Alfred und Eve gerade nicht anwesend waren. Hoffentlich würde Alfred auch nicht kommen.
„Mach die Tür auf!“, befahl er. Arthur wurde ganz schwindelig von dem Luftmangel, wollte aber nicht riskieren, dass er eine Kugel in den Kopf bekam.
„Ich kann die Tür nicht öffnen“, stammelte sie.
„Klar kannst du! Erzähl keinen Scheiß! Oder soll ich ihn erst durchlöchern?“
„Ich kann dir Tür wirklich nicht öffnen. Ich bin nicht befugt den Raum zu betreten.“
Plötzlich trat aus dem Raum eine Frau und hob die Hände hoch.
Der Bankräuber hielt Arthur weiter fest und stieß die Frau mit seiner Waffe zur Seite und ließ sie die Tür wieder verschließen.
Arthurs Beine wurden weich wie Pudding und der Punk glaubte zu ersticken.
„Bitte. Ich krieg keine Luft…“
„Halt’s Maul, Freak.“
„Bitte. Ich hab eine Tochter.“
„SEI STILL!“, rief der heisere Kerl und drückte fester zu.

Alfred wunderte sich, dass schon der zweite Streifenwagen vor der Tür der Bank hielt. Und Arthur war immer noch nicht zurück. Hoffentlich hatte der Brite keine Schlägerei angezettelt.
„Alfred? Wo is Daddy?“
„Er braucht noch einen Augenblick.“
„Ich hab Durst.“
Alfred bestellte ihr ein Wasser.

Der Räuber hielt Arthur weiter im Schwitzkasten, der langsam wirklich dringend Luft brauchte.
„Ich…ich ersticke“, keuchte Arthur.
Der Räuber ließ ihn los und richtete die Waffe auf ihn.
„DU! PACK DAS GELD EIN!“
„Geld?“, fragte Arthur benommen und hustete.
„Pack es endlich ein! Beweg dich!“
„Welches Geld?“, fragte Arthur, der nach Luft rang. Ein Schuss fiel. Dem Briten wurde ganz anders und ein noch nie dagewesener Schmerz durchzuckte sein Knie, fuhr ihm durch die Wirbelsäule und ließ im Gehirn sämtliche Synapsen durchbrennen.

Arthur hielt sich schreiend-kreischend sein Bein und konnte nur noch zusehen wie eine tiefrote Flüssigkeit hinausquoll. Arthur schrie unter Tränen und drückte auf die Wunde.
Der Dieb packte das Geld selbst ein und flüchtete.
Aus welchem Grund auch immer stand Arthur auf und rannte ihm nach. Aus dem Rennen wurde Humpeln und Hinken ignorierte aber den Schmerz, als er sich vorstellte, Alfred könnte mit Eve vor dem Gebäude stehen.

Alfred sah, wie Arthur aus der Bank rannte, direkt nach einem vermummten Kerl. Er wusste nicht, was da gerade passierte. Er sah nur, wie sein Freund sich auf den anderen warf und weitere Schüsse fielen.

Arthur sammelte seine gesamte Magie und wandelte sie in Energie um. Bevor die Polizei eingreifen konnte, hatte Alfred 10 Pfund auf den Tresen geschmissen und Eve gepackt und lief zu dem Geschehen. Zeitgleich fuhr ein schwarzer Kombi vor, aus dem der Lord von Soho sprang. „Keiner rührt den Punk an!“, schrie der Herr des Stadtteil Sohos und mischte sich so ein.
Alfred kam keuchend näher als Arthur sich schon mit dem Rücken gegen das Geländer drückte, das ihn davor bewahrte in die Themse zu stürzen.
Er hatte seinen Geiselnehmer fest im Griff bis er einen metallenen Lauf am Unterkiefer spürte.

Keiner bewegte sich. Polizisten hatten Waffen auf ihn gerichtet, waren bereit zum Schuss. Arthur hatte einen Lauf am Hals. Er hatte sich so nach hinten gelehnt dass er den blauen Himmel sehen konnte.
Seine Schulter, sein Knie und seine linke Hand taten weh, aber irgendwie erschien ihm das nicht so wichtig. Er dachte an Eve und Alfred und wie schön der Tag doch war.
„Was für schönes Wetter“, murmelte Arthur und vergaß sofort das Gesehen um ihn herum ohne den Griff zu lockern.
„Was?“, fauchte der Räuber. „Du hast sie wohl nicht mehr alle? Ich erschieße dich gleich und du säuselst hier herum.“
„Der Himmel ist klar, das ist so schön.“
Der Räuber sah nun auch nach oben.
Arthur musste sich nun noch weiter nach hinten lehnen.
„Nichts destotrotz muss ich dich erschießen.“
Vlad schnappe sich das erst Beste was er kriegen konnte und stürmte auf den Unbekannten, wovon ihm die Beamten abhalten wollten, doch ein Mann in Rage war nicht zu bändigen.
„Weg da!“, schrie ein Beamter der hinter einer Autotür stand.
Vlad schlug dem Mann mit einer Stange ins Gesicht und dabei löste sich der Abzug.

Arthurs Herz blieb für eine Sekunde stehen, spürte aber nichts.
Die Munition war all.
Der Brite wollte sich vor Erleichterung anlehnen, verlor aber das Gleichgewicht und rutschte über das Geländer. Vlad versuchte ihn noch festzuhalten, erwischte aber nur noch den Räuber und sah seinen Schützling in die Fluten stürzen. Das Wasser war am Rand nicht tief, aber nicht sehr unwahrscheinlich, dass er sich den Hals gebrochen hätte. Alfred stürmte den fassungslos und den Tränen nahe zum König. Die Beamten zogen den Verbrecher hoch doch Alfred trug Eve auf dem Arm und schaute auf das Wasser.
„Arthur taucht nicht auf“, stammelte Vladimir.
„Arthur kann nicht schwimmen.“
Alfred hatte Eve an Vlad gegeben und wollte Arthur nachspringen, als dieser ihn zurückhielt.
„Das Wasser reißt dich weg. Es ist kalt, es wäre auch dein Tod, wenn du nachspringst.“
„ICH KANN UND WILL DAS NICHT HINNEHMEN!“, schrie Alfred außer sich. Er wandte sich an die Wasseroberfläche: „ARTHUUUR!“

Im Wasser war es still. Hier tat nichts weh. Es war dunkel und kalt. Arthur sah über sich grün-blaue Flecken.
„Nymphen“, sagte er und dabei entwich ihm Luft.
Plötzlich hörte er ein Weinen, ein Schluchzen. Es klang wie Alfred. Und ein Kreischen wie von Eve. Er riss die Augen auf und packte eine Nymphe. Es war Sajada.

Der Verbrecher war entkommen hatte sich das Kind als Geisel genommen und versuchte so zu fliehen. Er hatte gedroht ihr den Arm zu brechen. Für Alfred ging das alles zu schnell und plötzlich stand die Zeit still.
Nicht als empfinden, nein, Alfred sah sich um und alle Menschen waren erstarrt. Es wurde dunkel. Alfred blickte nach oben. Fahnen standen still. Flugzeuge bewegten sich nicht. Und hinter ihm, bäumte sich etwas auf, das in ihm Panik und Angst auslöste.
Er drehte sich um und sah wie sich ein Turm aus Wasser aus der Themse hob. In ihm glühte etwas Heißes in einem abartigen Grün. Der dampfende Turm stieg höher und höher bis er an einen gefährlichen Tsunami erinnerte.
Alfred schätzte die Wasserwand auf über 20 Meter.
Der Turm formte sich zu einem Menschen.
„Arthur“, stammelte Alfred und wischte sich die Tränen weg.
Die Welle in Form von  Arthur deutete auf Eve.
Alfred verstand und holte das Kind an sich. Sie war ebenfalls erstarrt und weinte.
Der Amerikaner platzierte den Verbrecher in die Mitte der Polizisten und die Welle brach zusammen. Das grüne Leuchten verschwand und die Zeit lief weiter.
Binnen weniger Sekunden liefen die Straßen voll Wasser.

Alfred hatte Eve an sich gezogen und wurde wenige Meter weit weg gespült. Er lag auf dem Boden und hatte das Mädchen an sich gedrückt.
Über ihm hustete jemand und er sah, wie Arthur über ihm kniete.
„DU LEBST!“, rief er.
Vlad schaute irritiert über das Wasser und die Beamten und Schaulustigen waren weggeschwemmt worden.
Der Blick des Königs fiel auf Arthur und er brauchte nicht lange, bis ihm klar wurde, dass man Arthur vermutlich nicht so schnell loswerden würde.

„Wie hast du das gemacht?“, fragte Alfred.
„I-Ich weiß es nicht“, hustet Arthur. „Es tut mir nur Leid, dass es unseren letzten Tag ruiniert hat. Du bist ganz nass und es ist kalt und …“
„Das ist mir sowas von egal! Ich dachte du wärst tot!“
„Alfred. Ich würde dich doch nie alleine lassen. Das weißt du doch.“
„Woah. Wo sind denn deine Piercings hin? Und dein Tattoo ist auch weg.“
Arthur schaute überrascht und fasste sich vorsichtig ins Gesicht.
„Das liegt sicher am Heilwasser. Aber dafür sind meine Schusswunden verheilt“, flüsterte Arthur.
„Du hast Schusswunden?“
„Ja. Der Kerl hatte mir ins Knie geschossen.“
„Was machst du nur für Dummheiten?“, fragte Alfred und gab ihm einen Kuss.
„Daddy? Warum warst du so lang weg?“, fragte Eve und hielt sich an seinem Arm fest.
„Erwachsene sind viel beschäftigt, meine Kleine“, murmelte Arthur und zog seine Tochter an sich ran.

„Warte. Sagtest du eben Heilwasser?“, fragte Alfred.
„Ja. Es heilt alle körperlichen Verletzungen. Da geht auch Tattoofarbe ab. Aber was sind schon Tattoos im Vergleich zu euch beiden“, lächelte Arthur und fiel Alfred um den Hals. „Danke, dass du auf Eve aufgepasst hast.“
„Nebenwirkungen?“, fragte Alfred.
„Keine. Es wirkt immer.“
„Lass es uns Felicia geben!“
„Dem tauben Mädchen an deiner Schule?“, fragte Arthur.
„Möglich wäre es. Immerhin müsste man es ihr in die Ohren tröpfeln. Und man weiß nicht, ob sie es dann nicht vielleicht sogar als störend oder belastend empfindet. Ist sie denn schon immer taub gewesen?“
„Ich denke schon.“
„Hm. Am besten soll sie es selbst entscheiden. Dann kann man niemanden beschuldigen.“
„Hast du davon noch, von dem Wasser?“
„Nein. Aber ich kann jederzeit was holen.“
„Arthur!“, rief Vlad.
Der Brite drehte sich hastig um. „Ja?“
„Du warst doch eben noch da unten!“
„Vlad. Du kennst mich. Es gibt mehr als nur das was man erklären kann.“
Der König nickte still.
„Ich glaube es wäre gut, wenn du das alles runter fährst. Ich nehme an, du hast halb London überflutet.“
Arthur schaute sich um. Wasser stand auf der ganzen Straße und drängte sich in die Abwasserkanäle.
„Oh“, murmelte Arthur und schaute sich um. Passanten und Müll lagen weggeschwemmt auf dem Boden und der Schnee wurde weniger. „War ich das wirklich? Daran kann ich mich ja gar nicht erinnern.“
„Das war so – ich weiß gar nicht was genau ich kann nicht sagen cool, denn irgendwie hat es mir Angst gemacht. Ich kann aber auch nicht sagen das es großartig war, weil ich nicht wusste was jetzt passierte.“
Arthur wischte sich mit seinem Handballen die Tränen weg und zog Alfred an sich ran.
„Geht es dir wirklich gut?“, fragte Alfred.
„Mir geht es ausgezeichnet. Mach dir um mich keine Sorgen.“
„Und was machen wir jetzt? Ich meine, wir sind nass. Wir können uns den Tod holen wenn wir bei der Kälte draußen bleiben.“
„Es ist von hier aus nicht sehr weit von dir.“
„Wir können nicht zu mir. Eve ist dabei.“
„Na und? Irgendwann müssen es deine Eltern doch zwangsläufig erfahren.“

„Ich würde mal sagen, von euch geht keiner“, meinte ein Polizist. „Ich müsst noch eine Zeugenaussage machen.“
„Alfred hat nichts gesehen“, antwortete Arthur.
Alfred stimmte zu. Wenn Arthur das schon behauptete spielte er lieber mit.
„Ich bin der Einzige der damit etwas zu tun hatte. Ich werde es Ihnen einmal sagen, was passiert ist. Aber das muss reichen. Ich will nicht bei 5 Prozessen dabei sein. Hätte der keine Schusswaffe gehabt, dann hätte ich ihn verprügelt, wie noch nie zuvor jemand zusammengeschlagen wurde.
„Der Mann hat bereits zugegeben Ihnen ins Knie geschossen zu haben.“
„Streifschuss. Halb so wild. Viel Theater für die Ablenkung.“
Der Polizist schaute skeptisch.
„Aber morgen Vormittag kann ich nichts aussagen. Ich werde aber gerne morgen Abend kommen. Ich bringe Tee mit. Dann erzähle ich Ihnen alles was sie wissen wollen.“
„Sie müssen jetzt mitkommen“, verlangte der Beamte.
„Ich muss gar nichts außer sterben“, antwortete Arthur barsch, packte Alfred und Eve und lief weg.

Vlad  hatte ihm Zeichen gemacht, dass sie in den schwarzen Kombi einsteigen sollten, was sie dann auch taten.
Alfred, Arthur und das Kind saßen hinten. Der Fahrer des Wagens war nicht Vlad. Er hatte einen Chauffeur. Dieser drehte die Heizung auf und nach wenigen Minuten war es warm. „Unter den Sitzen ist Erzatzkleidung.“
Arthur fand einen schwarzen Pullover und eine trockene, lange Jeans.
Alfred fand ebenfalls ein schwarzes Poloshirt und eine Hose aus demselben Soff.
Bei Eve befand sich ein grauer Baumwollpullover, den sie auch angezogen bekam. Er passte ihr überhaupt nicht, war aber trocken.
„Vlad? Hast du noch eine Decke für die Prinzessin?“
„Nein. Aber ich hab was anderes.“
Er gab eine Jacke nach hinten.
„Wo fahren wir hin?“, fragte Alfred.
„Zu Arthur“, antwortete der König und sah aus den getönten Fenstern.

Später zog sich Arthur seine eigenen Sachen an und Alfred streifte sich auch einen Pullover von seinem Freund über. Eve wurde ins Bett gepackt.
Der Spendable Hirte war nicht mitgekommen, war aber immer zustelle wenn jemand seinen Schäfchen in Nöten war.
Arthur sah auf sein Handy.
Francis hatte ihm geschrieben. Was wollte er von ihm und warum hatte er seine Nummer.
„Alles gut bei dir?“, fragte Alfred und schlürfte an seinem Kakao als er sich auf das Sofa lümmelte.
„Ja. Bei mir ist alles prima.“
Francis hatte Arthur soeben mitgeteilt, dass die Sekundarstufe eine kleine Abschlussfeier am Tag des Abfluges am Flughafen vorbereitet hatte. Natürlich war es jetzt Arthurs Aufgabe nichts davon zu petzen.
„Hat der Kerl dir vorhin weggetan?“
„Was sind schon Schmerzen, wenn man mit dir zusammen ist“, lachte Arthur und dachte an sein Knie.
„Danke. HEY!“
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