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Leben heißt...

GeschichteHumor, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Amerika Deutschland England Frankreich Italien Kanada
13.08.2013
30.06.2014
50
162.126
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13.08.2013 3.039
 
Alfred war heute nur mit Widerwillen aufgestanden. Er war gerade damit beschäftigt im Wohnzimmer sein eigenes Grab zu schaufeln als er aus irgendeinem Grund das Bedürfnis hatte nach hoben in sein Zimmer zu gehen. Er ließ die Umzugskartons stehen und begab sich die Treppe hinauf in sein Zimmer. Da lag etwas auf seinem Bett.
War das ein Brief? An ihn?
Alfred setzte sich auf die Bettkannte und las sich den Brief durch. Darin hatte eine gewisse Rose ihn gebeten schnellstmöglich nach Arthur zu sehen.
Wer war Rose und wie kam ihr Brief denn zu ihm ins Zimmer?
War das eins von diesen Fabelwesen, die Arthur sah…?
Alfred schüttelte den Kopf. Das konnte nicht sein. Oder doch?
„ALFRED!“
„Was ist denn?“, fragte er. Er musste sich jetzt wegschleichen.
„Du sollst helfen!“
„Ich hab eine SMS bekommen, dass in einer Stunde die Schule anfängt, ich muss jetzt los!“
„Dann zieh dich um!“
„Bin dabei.“
Alfred zog sich seine Uniform an und schnappte sich unten seinen Parka und schlüpfte in die Schuhe.
Er hatte nicht vor in die Schule zu gehen, aber seine Tasche musste er mitnehmen, sonst fiel es auf.
Alfred kaute auf seiner Unterlippe herum und versteckte dann die Tasche im Gebüsch neben der Treppe.
Der unnötige Ballast wurde versteckt.
Alfred lief in die nächste U-Bahn und fuhr zu Arthurs Wohnung. Dort machte ihm aber niemand auf. Arthur ging auch nicht an sein Handy. Er hatte es eigentlich immer dabei und auch nie aus.
Er wählte Allistors Nummer und er ging auch nicht ran. Okay, er konnte in einer ärztlichen Besprechung sein oder einen Patienten da haben.
Aber Arthur war nicht da…
Wo hatte man denn noch keinen oder schlechten Empfang?
Klar, in einem Tunnel… aber würde Arthur an einem Dienstagmorgen in der U-Bahn sitzen und einkaufen?
Möglich…. Aber irgendwas musste doch an dem Brief dran sein.
Plötzlich hatte er das Gefühl zu wissen wo hin er gehen musste.
Er zwang sich nicht zu rennen aber ohne den Ort zu kennen wo er hinlief kannte er die Richtung. Als würde er gezogen werden.

Rose und die anderen Elfen hatte alle ihre Macht darin gesteckt Alfred zu der Uniklinik zu lotsen. Allistor konnte Arthur noch davon überzeugen, dass er wenigstens sein Schlafproblem untersuchen wollte. Arthur sollte nebenbei den Puls und den Blutdruckgemessen bekommen sollen, während er zauberte.
Arthur hatte sich bisher geweigert aber Allistor wollte ihn noch nicht gehen lassen. Warum musste es nur soweit kommen? Warum hatte man ihr nur aufgetragen, seine Erinnerungen zu entfernen? Warum hatte sie sie ihm wieder gegeben? War es ihre Schuld, dass er nun schlafwandelte?
Und dann gab es da ja noch ein Problem, aber da hatte sie gerade keine Zeit sich Gedanken zu machen. Wenn nämlich rauskam, dass es echte Magie gab, dann würde man auch die Elfen suchen. Und wo Elfen waren, gab es auch andere Fabelwesen.
Die gesamte Infrastruktur von London, so mühsam aufgebaut und bewahrt würde zusammenbrechen.
Wenn rauskam, dass Magie real war, gab es Probleme. Schwerwiegende Probleme für alle Fabelwesen. Aber so wie Rose
Arthur einschätzte, dürfte er nicht das Problem sein. Er war zu dickköpfig für sowas.
Hoffentlich würde er seien Dickschädel nicht aufgeben.

Arthur saß in einem Versuchszimmer mit Kinderspielzeug. In jeder Ecke hing eine Kamera.
„Los.“
„Nö.“
„Arthur.“
„Nein. Ich mache nichts.“
Allistor schaute ihn an.
„Bitte.“
„Nein. Du kannst mich hier noch für 3 Stunden festhalten und ich werde nichts machen.“
„Arthur. Wir können das einfach machen, aber auch-“, begann Allistor. Arthur unterbrach ihn aber sofort.
„Allis‘, wir sind hier nicht bei der Polizei und nicht bei der Mafia.“
Arthur stand auf und lief an die Tür. „Ich gehe dann mal. Du bist nämlich nicht dazu berechtigt mich hier festzuhalten.“
Allistor atmete tief durch.
„Arthur bitte! Das ist von höchster wissenschaftlicher Bedeutung!“
Arthur lachte. „Ach Allistor, glaubst du etwa immer noch an Wunder?“
Der junge Brite verließ das Krankenhaus.
Allistor überlegte gerade, ob er wegen Entführung drangekriegt werden konnte.

Arthur hatte Eve von Louise abgeholt und war auf dem Weg in die Innenstadt. Aber vorher würden sie noch einen Abstecher beim King machen.
Eve fand die U-Bahn nach wie vor unglaublich spannend. Sie saß auf einem Einzelsitz und schaute sich die dunkle Wand an. „Daddy, da!“
„Hm?“
Als Arthur genauer hinsah, sah er noch Feenstaub glitzern.
„Eve, siehst du das immer?“
„Was denn?“
„Das Glitzern.“
„Ja. Das is total hüpsch.“
„Was siehst du denn noch?“, fragte Arthur und nahm Eve hoch. Er setzte sich und nahm sie auf seinen Schoß.
„Na, die mit denen du immer sprichst.“
„Die glitzernden Frauen mit den Flügeln?“
„Ja.“
Arthur schluckte. „Aber das darf niemand wissen, ja? Sag das keinem, okay?“
Sie nickte.
Arthur drückte sich das Mädchen an die Brust und wollte nur noch aussteigen.

Alfred hingegen stand wieder vor einem neuen Plan. Wo lotste man ihn denn nur hin?
Nach einer Hetzjagd, angetrieben von Dingen die er nicht sehen konnte, landete er in Soho vor dem alten Haus, in dem sie vor ein paar Tagen gefeiert hatten.
Warum sollte er denn hier sein?

Arthur hatte mittlerweile darauf gewartet, dass Vlad endlich Zeit für ihn hatte.
„Also, Arthur was gibt es?“
„Ich brauche deine Hilfe?“
„Okay. Um was geht’s?“
„Mein… größtes Geheimnis.“
„Klingt spannend. Was ist es?“
„Magie.“
Vlad schaute ihn einen Moment an und begann dann laut zu lachen.
„Magie? Sorry Arthur, aber ich hab das jetzt nicht erwartet. Und jetzt, rück damit raus. Was ist es?“
„Vladimir… wirklich. Ich kann zaubern!“
„Das ich nicht lache.“
„Du erinnerst dich an das Buch, dass ich dir vor ein paar Jahren abgekauft habe?“
„Den alten Schinken mit den Zaubersprüchen?“
„Ja. Die sind real! Wirklich! Ich kann es dir beweisen.“
„Dann bin ich ja mal gespannt.“
Vladimir setzte sich auf einen Stuhl, lehnte sich zurück und schlug die Beine übereinander.
„Los, verblüff mich. Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.“
Arthur wollte gerade anfangen, als Eve ihn unterbrach.“
„Warum darfst du un‘ ich nich‘?“
„Eve. Das ist ein Notfall. Außerdem bin ich erwachsen. Ich kann das richtig anwenden. Du hast keine Erfahrung damit.“
„Gemein!“
„Eve…“, begann Arthur.
Vlad räusperte sich.
Arthur zuckte zusammen und er verlor seine Konzentration. In Sekundenschnelle nahm das Unheil seinen Lauf.
Er ließ den König an die Decke steigen, mitsamt dem Stuhl.
Arthur versuchte die Oberhand zu gewinnen und dabei schnellte der Stuhl nach vorn. Plötzlich sank der Stuhl, erst langsam, dann schneller.
Arthur riss die Arme hoch, als wollte er ihn auffangen und der Stuhl blieb in der Luft stehen, als wäre er auf harten Boden getroffen.
Vladimir als auch Arthur pochte das Herz bis zum Hals.
„Reicht das?“, fragte Arthur und ließ den Stuhl sanft zu Boden sinken.
„Ich befürchte“, murmelte der King und hielt sich den Handrücken auf den Mund. „Mir ist ganz schlecht.“
„Ich bitte vielmals um Verzeihung. Es war keine Absicht.“
„Ja, ja schon gut. Und was gedenkst du soll ich tun?“
„Mein Bruder will unbedingt mich auf meine Fähigkeiten untersuchen. Ich musste aber versprechen das Ganze geheim zu halten.“
„Du hast Angst, dass das rauskommt? Zurecht. Ich lasse keinen meiner Punks als Zirkusclown arbeiten.“
„Aber bitte! Tu ihm oder Louise nicht weh! Sie können nichts dafür. Mach ihnen einfach klar, dass sie dann Konsequenzen haben, ja?“
„Klar. Schaffe ich. Dafür hab ich ja auch das weltgrößte Geheimnis erfahren.“
„Ja. Aber bitte, sag es wirklich keinem,  ja? Das könnte die ganze magische Welt zum Wanken bringen.“
„Klar. Geheimisse sind bei mir gut aufgehoben. Und ganz besonders, solche wichtigen.“
Eve schaute ihren Daddy trotzig an.
„Ach jetzt komm Eve. Wenn du etwas älter bist, bringe ich es dir bei. Aber dafür muss man lesen und schreiben können, weißt du?“
„Ich will lernen!“
„Alles mit seiner Zeit, Eve.“
Eve schaute immer noch wütend musst aber gähnen. Es war anscheinend schon Mittag. Langsam wurde sie wieder müde.“
„Bitte pass auf das Geheimnis gut auf.“
„Keine Sorge. Ich finde schon einen Weg.“
„Danke.“
„Ich kann dir aber nur helfen, wenn du dich selbst nicht verrätst. Machst du das einmal in der Öffentlichkeit, dann kann dir keiner mehr helfen, klar?“
„Kristallklar.“

Alfred stand noch überirdisch. Man ließ ihn nicht rein.
Bis irgendwann Arthur möglicherweise aus dieser Tür kam, konnte es noch dauern.
Der Amerikaner ließ sich nieder. Halb 11 zeigte ihm die Uhr auf seinem Handy an. Halb 11. 10:30.
Die meiste Zeit des Vormittags hatte er schon hinter sich gebracht.
Er zog die Beine an und schlang die Arme darum.
„Es ist arschkalt hier in London“, murmelte er. „Wenn Arthur doch nur besser mit Hitze umgehen könnte.“
Alfred hätte Arthur sofort mitgenommen. Aber mit einem Kleinkind und selbst ohne Volljährigkeit, konnte das schwierig werden.
Allistor würde ihnen sicher nicht helfen. Alfred überlegte, ob es noch andere Alternativen gäbe. Klar, konnte er sich auch für das A-Level hier in London anmelden. Aber das würde seinen Dad einiges kosten und er zahlte ja dann schon für Matthew den Aufenthalt in Frankreich.
Er schaute wieder auf sein Handy. 10:32.
Irgendwas gab ihm aber so viel Geduld noch zu warten.
Minute für Minute verging.
Alfred dämmerte schon langsam weg, als endlich die Tür in einem rostigen quietschen zu hören war. Der Teenager hob seinen schwergewordenen Kopf und sah Arthur.
„Alfred? Was machst du denn hier?“
„Arthur. Ich hab einen Brief bekommen. Geht es dir gut?“
„Ja. Alles okay.“
„Aber…“
„Allistor ist nur durchgedreht.“
„Was? Warum?“
„Ich kann zaubern. Und er hat sich in den Kopf gesetzt, mit Magie Menschen zu heilen.“
„Geht das nicht?“
„Magie an Lebewesen zu benutzen kann sehr gefährlich werden. Ich benutze sie ja auch eher ungern.“
„Aber es wäre machbar?“
„Wenn ich mit Magie einen Hirntumor entferne kann man… was weiß ich… die Leber geschädigt werden.“
„Also es hat schlimme Auswirkungen oder was?“
„Ja. Und nicht nur für die Patienten. Viele Magier wurden nicht sehr alt.“
„Echt nicht? Die sehen doch aber immer aus, als wären sie 130.“
„Das sind die wenigsten. Viele sterben schon früh. Meist an Schlaganfällen. Mal davon abgesehen, dass sich das Gehirn bei zu großer magische Anstrengung einen Zersetzungsvorgang einleiten kann.“
„Was?!“, fragte Alfred. „Hör auf Magie zu benutzen, klar? Ich will dich nicht verlieren!“
„Alfred. Ich kann damit umgehen. Ich lass dich doch nicht allein.“
„Und wenn nicht? Wenn was passiert?“
„Da wird nichts passieren. Ich übernehme ich schon nicht.“
„D…Du bist doch derjenige, den ich liebe! Und die Leute die ich liebe will ich nicht verlieren!“
„Aber du wirst mich nicht verlieren!“
„Was willst du machen? Mich 4 Mal im Jahr besuchen oder was?“
„Das wäre eine Maßnahme.“
„Und wo nimmst du das Geld her?“
„Ich arbeite doch. Und wenn du brav CDs kaufst wird das schon.“
„Du weißt, dass sich heute keiner mehr CDs kauft? Die meisten Lieder werden doch nur online runter geladen.“
Arthur sah ihn an. Gut, er wusste, dass es kaum noch Schallplatten zu kaufen gab und die Hörkassette auch nicht mehr jeder hatte, aber das jetzt selbst CDs unbeliebter wurden, war ihm neu. Da musste er mal mit Eliza sprechen.
„Ach Alfred. Ich finde einen Weg.“
„Das hoffe ich für dich. Wenn du nicht bei mir bist vermisse ich dich doch ganz doll.“
Alfred breitete die Arme aus und umarmte Arthur.
„Du bist ganz warm“, meinte Alfred schließlich.
„Mir ist auch ganz warm.“
„Du warst die ganze Zeit da drin. Ich will jetzt nicht sagen, dass es hier draußen kalt ist, aber ich friere.“
„Ist das ein Mammut?“, fragte Arthur.
Alfred drehte sich um und löste sich aus Arthurs Umarmung. „Wo?“
Arthur begann zu lachen.  „Und dafür liebe ich dich.“
Alfred schaute Arthur an. „Das war ein Witz eben, oder? Hier ist kein Mammut.“
„Alfred…“
„Und so jemanden soll ich heiraten?“
„Wer hat gesagt, dass wir heiraten müssen?“
„Ich will aber heiraten!“
„Alfred, du bist 16!“, lachte Arthur.
„Aber du würdest mich heiraten, oder?“
„Warum denn nicht?“
„Kirchlich.“
„Wenn das geht.“
„Warum sollte es nicht gehen.“
„Bist du katholisch oder evangelisch?“
„Äh…Protestantisch, denke ich doch….“
„Oh. Ich bin anglikanisch.“
„Angelwas?“
„Ich bin sowohl katholisch als auch evangelisch.“
„Ah. Und warum?“
„Konnte mich nicht entscheiden.“
„Und das geht?“
„Klar. Oh. Warte.“
Arthur streckte Alfred eine Hand hin. „Lass uns zu mir gehen.“
„Kannst du dir vorstellen aus London wegzuziehen?“, fragte Alfred und ergriff die Hand von seinem Freund. Sie war unfassbar warm.
„Hm. Vielleicht aufs Land.“
„In ein Dorf?“
„Warum nicht? Ist doch schön da. Und sicherer als die Stadt.“
„Wir könnten doch zusammen nach New York“
„New York? Die lachen mich doch aus. Britisch-Englisch ist doch anders als Amerikanisch-Englisch.“
„Aber wir verstehen uns doch auch.“
„Ja, aber ich kann mir ja nicht mal Pommes bei euch bestellten.“
„Kartoffelchips sind doch auch toll.“
Arthur sah ihn an, als wollte er ihn erwürgen.
„Aber okay. Wenn die wissen, dass du Brite bist, verstehen die es vielleicht.“
„Das glaubst du doch wohl selbst nicht.“
„Wir bauen uns ein Haus und hissen die Englische Flagge.“
„Ein Haus?“, fragte Arthur.
„Ja.“
„Nicht lieber eine Wohnung?“
„Aber dann haben wir keinen Garten. Und dann kannst du dir so viele Veilchen einpflanzen wie du willst.“
„Wenn dann Gerbera.“
„Was sind denn Gerbera?“
„Große, knallbunte Gänseblümchen.“
„Aha. Ich hab am Anfang gedacht du wärst ein Satanist, dabei bist du voll lieb und goldig.“
„Ich bin nicht goldig.“
„Doch! Du bist echt super nett, Arthur!“
„D-Danke. Das hört man selten. Und warum schwänzt du den Unterricht, Alfred?“
„Äh… ich hab mir Sorgen um dich gemacht.“
„Du brauchst dir doch keine Sorgen zu machen. Ich bin es gewohnt in Schwierigkeiten zu geraten. Und pass auf, du wirst sonst noch wie ich.“
„Arthur. Ich will aber nicht, dass du in Schwierigkeiten kommst.“
„Und du sollst kein Haus bauen.“
„Warum denn nicht? Ich könnte dir schwimmen beibringen.“
„Nein. Wie hast du mich überhaupt gefunden?“
„Ich habe einen Brief von Rose gefunden. Wer auch immer das ist.“
„Rose ist meine Elfe.“
„E-Elfe?“
„Ja.“
„Du machst Witze, stimmt‘s?“
„Nein.“
„K-Kannst du mir etwas zaubern?“
„Was denn genau?“
„Weiß auch nicht. Irgendwas, was mich an dich erinnert vielleicht. Wenn ich dann weg muss, weißt du?“
„Ein Schlüsselanhänger vielleicht?“
„Wenn du das kannst, wäre das prima.“
„Dafür brauche ich aber ein paar Sachen.“
„Also so mit einem richtigen Zaubertrank, oder wie?“
„So in etwa. Es gibt zwei Arten von Magie.“
„Aha“, bemerkte Alfred, eher weniger begeistert. Alles was ihn interessierte, war das es spektakulär aussah. Es war immer noch nicht ganz einfach Arthur das mit der Magie abzukaufen. Sicher gab es da noch einen Trick dahinter.
„Und was brauchst du?“
„Lass mich das nur machen.“
„Sicher? Wenn du Mehl und Zucker brauchst, dann kann ich dir helfen?“
„Alfred. Ich will keinen Kuchen backen.“
„Nicht? Ich würde mich auch um einen Kuchen freuen.“
„Du weißt doch, ich hab’s nicht so mit Backen.“
„Wir können zusammen backen.“
„Alfred. Wann denn noch? Du bist nur noch ein paar Tage da.“
„Arthur!“, schmollte Alfred und schob die Unterlippe hervor. „Du bist fies. Warum erinnerst du mich immer dran?“
„Weil es nun mal so ist.“
„Aber...“
„Hey. Alfred. Du und Eve seid doch beide mein neue Familie.“
„Deine neue Familie?“
„Willst du das nicht?“
„D-Doch! Das ist großartig.“
„Ich glaube du solltest dir einen Kinderwagen kaufen. Sie wird nicht leichter.“
„Nein, nein. Schon okay. Für die letzten paar Monate ist das nicht nötig.“
„Sicher? Ich hab teilweise mit 4 noch im Buggy gesessen.“
„Deswegen hast du auch noch deinen Babyspeck.“
„Nur weil du Punk ihn dir weggehungert hast.“
„Immerhin bin ich sportlicher.“
„Aber ich hab bald meinen Abschluss“
„Ich hab meinen Grundschulabschluss, du kannst mir gar nichts.“
„Ja, ja. Du Badboy, du“, lachte Alfred.
„Immerhin nicht so ein Milchbubi wie du.“
„Aber du stehst drauf.“
Arthur knuffte ihn für diese Erwiderung in die Seite.
„Und ich steh‘ irgendwie auf deine ruppige Art.“
Arthur schaute ihn stumm an.
„Willst du mich hier irgendwie provozieren?“
„Nein, nein! Ich mein das ernst. Ich find' es irgendwie cool. Du lässt dir nichts gefallen.“
„Ich bin bald 18. Dann lass ich mir gar nichts mehr sagen.“
„Musst du ja auch nicht. Aber du solltest dich schon an gewisse Regeln halten.“
„Ja, klar. Ich nehme auch Tipps an. Besonders von Elizabeta. Sie weiß da wirklich mehr als ich. Aber mein Produzent nimmt mich nicht für voll.“
„Ne. Du bist meistens auch nüchtern.“
„Alfred.“
„Was? Du trinkst keine harten Sachen und rauchst nicht mehr.“
„Warum sollte ich auch rauchen? Ich hab das nur gemacht, weil ich Hunger hatte! Und Lebensmittel können hier so teuer sein!“
„Aber jetzt verdienst du ja genug.“
„Ja. Wenn alles blöd ist, aber mein Verdienst ist gut.“
Arthur und Alfred kamen gerade auf eine belebtere Straße.
„I-ist dir das nicht peinlich Arthur?“
„Was?“
„Na mit mir Händchen zu halten?“
„Nö. Überhaupt nicht. Für dich?“
„Naja. Ich denke mir immer, ich will dich nicht blamieren. Immerhin kannst du halb London. Und ich will nicht, dass sich alle über dich lustig machen.“
„Über mich macht sich keiner lustig.“
„Doch ich.“
„Solltest du jetzt nicht in der Schule sein?“
„Warum? Bringt doch jetzt eh nichts mehr.“
„Alfred. Du wirst noch so wie ich. Wenn ich dich mal besuche, will ich nicht sehen, dass du selbst Kinder hast.“
„Aber du darfst das oder was?“
„Ich will Eve jetzt nicht mehr hergeben aber ein paar Jahre später wären besser gewesen.“
„Sie ist auch wirklich goldig. Auch wenn sie manchmal ziemlich frech sein kann.“
„Eve kommt ja auch nach mir.“
„Wie war Sophie so drauf. Kann sein, dass ich das schon mal gefragt habe, aber es interessiert mich wirklich.“
„Sie war, total lieb. Und höflich. Hilfsbereit.“
„Du vermisst sie, oder?“
„ Wie könnte ich nicht? Das wäre doch nicht menschlich.“
„Und du wirst mich doch auch vermissen, oder?“, fragte Alfred
„Natürlich. Wir müssen jeden telefonieren, ja?“
„Wenn du Zeit dazu hast?“
„Klar. Für dich doch immer“, antwortete Arthur und gab Alfred einen Kuss.
„Ich auch!“, rief Eve und drückte Arthur einen auf die Wange.
Der Punk gab seiner Tochter auch einen Kuss zurück.
„Alfred~“, gluckste sie und streckte die Arme nach ihm aus.
„Soll ich dir auch ein Küsschen geben, hm?“
„Ja!“
Alfred nahm sie Arthur ab und drückte ihr einen auf die Stirn.
„Wenn du doch auch so süß wärst“, schwärmte Alfred und bekam von dem grinsenden Briten einen Arm um die Schultern gelegt.
„Ich mach uns später einen Kakao.“
„Das ist eine super Idee, Arthur.“
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