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„Pysy luonani ikuisesti.“

von UncleSam
GeschichteDrama, Horror / P18
Finnland Russland Schweden
12.08.2013
20.08.2013
2
2.880
 
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1 Review
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noch keine Reviews
 
 
12.08.2013 933
 
Tervetuloa!
Diese FF ist schon lange in Planung gewesen und ich hoffe sie gefällt euch.
Ich möchte auch nicht lange den Prolog vorenthalten und groß drum rum schreiben. Wenn sie euch gefällt, hinterlässt doch einen Review, wenn sie euch nicht gefällt, hinterlasst trotzdem einen Review und sagt mir was ich verbessern kann XD
Ich hoffe nicht alle SuFin-Fans zu vergraulen, da es ja meist bevorzugt wird. Obwohl... SuFin wird auch noch hier auftauchen, keine Sorge.
Ich entschudlige mich schon einmal wenn die ersten Kapitel etwas langweilig werden können, doch nach dem spätestens 4. Kapitel beginnt die richtige Story.
Have fun and enjoy reading!
over and out
Sammy-sama
neben Information = Die Überschrift ist finnisch und bedeutet übersetzt: Bleib für immer bei mir.
Man kann es ruhig verbessern, da mein finnisch nicht das beste ist ^^
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Mit einem tiefen Seufzen lässt sich der riesige Russe in seinen Sessel fallen und tippt in einem zweiachtel Tackt auf seinem Oberschenkel.
Dem Ascheblonden war langweilig. Das Wort Langeweile grenzte noch nicht einmal an seinem jetzigen Zustand. Er hatte bereits all den sich in Bergen stapelnden Papierkram hinter sich gelassen, nachdem ein Windstoß all seine Arbeiten durch den Raum befördern hatte. Nun sitzt er in seinem Zimmer, vor seinem Kamin und starrt abwesend aus dem sich vor der Kälte widersetzenden Fenster. Draußen türmt sich der Schnee nur so und sein alter Wunsch in ein warmes Land zu reisen kommt erneut hoch.
Einen Moment schließen sich die violetten Augen und seine Ohren lauschen den Geräuschen, die um ihm zum Vorschein traten. Wenn da Geräusche wären. Das einzige was die Ohren des Hochgewachsenen vernehmen sind, dass leise knistern des Holzes in seinem Kamin. Abermals verlässt ein schweres Seufzen seine Lippen und er öffnet seine Augen wieder. Er müsste diese Einsamkeit um sich herum eigentlich gewohnt sein. Jeder verlässt ihn, lässt ihn allein in der zerrenden Kälte. Allein in diesem großen, einsamen Haus.
Unweigerlich schweifen seine Gedanken zu ihm. Diese violetten Augen die ihn stehts neutral betrachtet haben, dieses Lächeln was ihm nur für kurze Zeit und auf langes Einreden gezeigt wurde. Er hatte sich gewehrt. Ihn ließ er nur schwer gehen. Mit ihm ging auch ein Teil seines Herzens. Manche Nächte lag Ivan in seinem Bett, mit geöffneten Augen, die seine Decke fixierten. In diesem Moment stellt er sich vor wie es wäre, wenn er jetzt neben ihm liegen würde, er seine Wärme spüren könnte und sich an ihn drückte, ob er wollte oder nicht. Langsam erhebt der Russe sich von seinem altmodischen Sessel und sein Blick wandert durch den Raum.
Er war eher dunkel gestalten und das einzigst fröhlich wirkende waren die Sonnenblumen die symmetrisch im Raum verteilt sind. An den Wänden ragen riesige Bücherregale hoch und man könnte nur schwer glauben, dass der Russe all die Bücher, die die Regale füllten, gelesen hatte. Die rechte Zimmerhälfte ist größtenteils nur mit altmodischen Fenstern geschmückt, die unfreiwillig freien Blick auf die Schneelandschaft bieten. An einer Wand ist sein Kamin, vor dem ein einziger Sessel steht, der an diesem Platz ziemlich einsam wirkt. An der linken Wand ist ein riesiges Doppelbett aufgebaut, dass von schweren Laken verdeckt wird, die an Stangen über dem Bett befestigt sind.
Langsam führen ihn seine Schritte zu einem der Bücherregale und seine rechte Hand fährt über die verschieden großen Bücher. Sein Blick schweift abwechselt nach links und rechts, als ob sie nach etwas suchen würden. Plötzlich erstarrt der Russe in seiner Bewegung und zieht ein großes, schweres Buch heraus, mit der Aufschrift „1809 – 1917.“ Es war ein Fotoalbum. Mit samt dem Fotoalbum setzt er sich zurück in seinen Sessel und schlägt die erste Seite auf. Ab der ersten Seite schleicht sich ein breites Lächeln auf die Lippen des Russen, als er sich und ihn erblickt. Er hatte einen Arm um die Schulter des Kleineren gelegt und sie beide blickten in die Kamera. Der Russe hatte ein glückliches Lächeln auf den Lippen. Wobei die Mundwinkel des Finnen nach unten gezogen waren und seine Augen etwas unglückliches ausstrahlten. Doch lässt Ivan sich davon nicht beirren und scheint als hätte er es noch nie bemerkt. Schnell blättert er durch das Buch und schaut sich jedes einzelne Foto genau an. „Es könnte bald ein neues entstehen…“, hört man in murmeln und er redete ganz sicher mit sich selbst.
Ruckartig steht der Russe auf und starrt ins brennende Feuer. Mehrere Funken steigen auf, als würden sie nur so nach ihm rufen. Sorgfältig nimmt er das Foto der ersten Seite aus dem Album und er legt das Buch beiseite. Immer noch lächelnd hockt er sich vor die offene Flamme und betrachtet sie genau. Das Feuer schlägt um sich und die Flammen werden aus einem unerklärlichen Grund größer.
Das Lächeln Ivans verschwindet augenblicklich, als er das Foto wütend ins Feuer schmeißt. „Сгорает!*“, verlassen diese Worte seinen Mund und das Foto beginnt zu brennen, als hätte es auf seinen Befehl gehört. Langsam frisst das Feuer den letzten Rest des Fotos auf und lässt es schlussendlich ganz verschwinden.
Der Ascheblonde stellt sich wieder aufrecht hin und steuert auf seinen Kleiderschrank zu. Mit leicht hektischen Bewegungen öffnet er die Türe, die zu seiner Kleidung führt und seine Hände verschwinden zwischen den sorgfältig aufgehangenen Kleidungsstücken, bis sie Gesuchtes finden. Ein leichtes Lächeln ziert seine Lippen, als er das besagte Kleidungsstück dem Schrank entzieht und er es in seinen Händen betrachtet.
Seine alte Uniform war noch völlig in Takt. Abwesend streicht er über die immer noch an der Jacke hängenden Orden und Verdienstzeichen und sagt „Wir sollten ihm einen Besuch abstatten.“
Darauf hin verlässt ein beunruhigendes Kichern seine Lippen und die Schranktür wird geschlossen.

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*Verbrenne!
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