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Anything Could Happen

von Elyas
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Cecilia "Cece" Meyers Jessica "Jess" Day Nicholas "Nick" Miller Schmidt Winston Bishop
09.08.2013
17.08.2013
5
10.517
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09.08.2013 1.345
 
„Nick! Nick Miller, aufwachen!“, rief eine bekannte Stimme in mein Ohr.
„Schmidt! Was machst du hier?“, fragte ich verschlafen und drückte mir die Hand ins Gesicht, um nicht vom Sonnenlicht geblendet zu werden.
„Es ist zwölf Uhr morgen, Nick! Und du pennst hier auf dem Sofa!“, rief Schmidt und fuchtelte mit den Armen rum. „Ich wollte mich ja nicht auf deinen Kopf setzen und ihn zerdrücken, dass Samen herauskommen.“
„Arschloch-Glas!“, rief ich und nahm meine Hand weg.
Stöhnend stopfte Schmidt einige Dollar in das Glas und ließ sich dann aufs Sofa fallen, wo mittlerweile schon wieder Platz war, da ich mich aufgerichtet hatte.
Und dann kehrte die Erinnerung an den letzten Abend wieder. Jess… Wir hatten miteinander geschlafen, mehrmals geknutscht und wir hatten vor noch ein Date zu haben. Oh Mein Gott, hoffentlich war das kein Traum.
„Was machst du eigentlich auf der Couch?“, wollte Schmidt wissen.
„Ich wollte gestern nur ein Bier trinken, ein bisschen chillen… Und dann bin ich eingepennt, weil ich schon müde war.“ Ich gähnte einmal lang.
„Ach Nick, ich hatte gestern Sex mit Elizabeth! Naja, und es scheint so, als würde ich ihren fetten Körper, ab sofort öfters trainieren.“ Schmidt klatschte einmal in die Hände und machte ein: „Boom, ya!“
„Arschloch-Glas!“, rief ich ein weiteres Mal. Und ganz brav leerte Schmidt seine Hosentasche und packte sein Geld in das kleine Glas.
„Das macht mich noch arm, Nick!“, meinte Schmidt frustriert.
„Dann hör damit auf!“
„Ist Jess eigentlich noch bei Teddy, dem Feuerwehrmann gelandet? Sie kam ja erst später.“, fragte Schmidt nun.
Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte. Ich konnte nicht gut lügen! Deshalb sagte ich einfach gar nichts. Ich zuckte bloß mit den Schultern und schaltete den Fernseher an, um mich ein wenig ablenken zu können.
„Guten Morgen!“, gähnte Jess, die gerade in den Raum gehüpft kam.
„Morgen.“, sagte Schmidt und hob die Hand, um Jess zu grüßen.
„Hi, Jessica.“, begrüßte ich sie etwas nervös. In diesem Moment schossen mir viele Fragen durch den Kopf. Wie sah ich aus? Hatte ich Augenringe? Wollte Jess mich immer noch? Sah sie wirklich so gut aus, auch wenn sie gerade erst aus dem Bett gestiegen kam? Wie ging das?
„Schmidt, Nick.“, sie zwinkerte uns beiden zu und ich tanzte innerlich Freudentänze, dass sie mir gerade zugezwinkert hatte, was eigentlich totaler Unsinn war.
„Wo ist Winston?“, wollte Jess wissen und schaute dabei Schmidt an.
„Ich denke, dass er immer noch bei Daisy ist.“, erklärte er und grinste. „Und wir wissen alle, was sie gerade machen! Boom! Bang! Boom!“
„Okay, für die letzte Bemerkung“, begann Jess. „Arschloch-Glas!“, beendeten wir gemeinsam den Satz.
Schmidt stöhnte. „Oh Mann!“
Jess setzte sich zu uns aufs Sofa. Sie rückte ein Stück an mich heran und es begann wieder in meinem Körper zu kribbeln.
„Und hast du gut geschlafen, Jessica?“, fragte ich höflicherweise. Aber es interessierte mich natürlich auch.
„Total gut. Hab auch was Schönes geträumt.“, meinte sie und warf dabei einen unauffälligen Blick auf mich, was mich natürlich verdammt freute.
„Cool, Jess, Cool. Freut mich, äh freut uns natürlich, wenn du gut geschlafen hast!“ Oh. Mein. Gott. Hatte ich das gerade tatsächlich gesagt? Das war ja der totale Müll! Mist.
„Und was machen wir heute?“, fragte Schmidt in die Runde.
„Keine Ahnung. Steht denn was an?“, antwortete Jess.
„Hm, in der Bar nicht.“, meinte ich. Ich wollte allerdings den Tag nutzen, um ein paar Planungen für dieses Traum-Date zu machen.
„Vielleicht gibt’s irgendwo in der Stadt einen angesagten Club?“
„Ja, sicher, aber bei dem letzten wurden wir rausgeworfen, wisst ihr noch?“, sagte ich.
„Aber ich nicht!“, sang Jess und klatschte in die Hände. „Und außerdem gibt’s noch andere Clubs, Jungs.“
„Hm… In der Nähe hat neulich eine Country-Bar aufgemacht.“, erzählte Schmidt.
„Ihr wollt andere Bars unterstützen?“, fragte ich gespielt beleidigt. „Was ist mit meiner Bar?“
„Kennen wir in- und auswendig!“, konterte Schmidt.
„Oder wir machen einen Ruhigen.“, schlug ich wieder vor.
„Nee, ist doch voll langweilig.“ Schmidt ging zum Kühlschrank und holte sich eine Tüte Gummibärchen. Er brachte mir auch gleich ein Bier mit.
„Danke, Schmidt.“, sagte ich und öffnete die gekühlte Flasche. Genüsslich trank ich einen Schluck.
„Wir könnten doch bowlen gehen!“, schlug Jessica begeistert vor.
„Wieso nicht?“
„Bowling ist das so lahm, Leute. Und man trägt hässliche Schuhe!“, beschwerte sich Schmidt.
„Hässliche Schuhe hin- oder her! Es macht Spaß und ist ein perfekter Zeitvertreib!“, meinte Jess.
„Ja, ein perfekter Zeitvertreib für Omas, also bitte, Jess, so alt sind wir nun auch nicht!“
„Schlag du doch was vor!“, sagten ich und Jess genervt.
Schmidt stöhnte. Er begann zu überlegen, aber mir wäre gar nichts wahrscheinlich am liebsten. Dann könnte ich alles planen, Schmidt verzog sich vielleicht zu seiner Elizabeth und Jess und ich könnten noch ein bisschen knutschen!
„Meinetwegen bleiben wir Zuhause, trinken ein Bier, spielen vielleicht noch eine Runde True American spielen. Oder vielleicht doch nicht? Nicht nach den Geschehnissen des letzten Spiels, hm? Ach, ihr seid sicherlich schon drüber weg, oder?“ Schmidt sah uns.
„Natürlich… Klar, was denn… äh.. sonst, hm? Jess? Jess, wer ist Jess? Hm?“, stammelte ich etwas verlegen.
Ich spürte schon, wie sich der Schweiß, der Lügen anbahnte. Verdammte Scheiße!
„Wenn ihr mich kurz entschuldigen würdet!“, sagte ich und rannte schnell in mein Zimmer, bevor Schmidt noch etwas von den Lügengeschichten mitbekam.
Ich setzte mich auf mein Bett und dachte nach.
Dann holte ich ein Blatt Papier hervor und setzte mich an meinen Schreibtisch.
19:00 Uhr: Schick machen. Diesmal am besten selbst, nicht das Winston und Schmidt Verdacht schöpfen
19:15 Uhr: Jess holen.
19:30 Uhr: Ankunft im Resteraunt. Begleite Jess zum Tisch, Stuhl zurückrücken, wie ein Gentleman.
19:35 Uhr: Das Gericht bestellen
Ab 19:35 Uhr: Jess unterhalten und ihr den perfekten Abend bescheren
21:00 Uhr: Die Sterne betrachten mit Jess
22:00 Uhr: Zurück nach Hause
22:15 Uhr: Mit Jess knutschen
22:30 Uhr: Mit Jess schlafen
Ab 22:30 Uhr: Jess meine Liebe gestehen
Das war der perfekte Plan, fand ich.
Zufrieden packte ich das Blatt in eine meiner Schreibtischschubladen.
Plötzlich klopfte es an meiner Tür.
Ich erschrak mich erst einmal, ehe ich ein: „Herein!“ hervor brachte.
Die Tür ging auf und eine wunderschöne Jess kam rein. Sie hatte wie damals, als sie unbedingt den Parkplatz haben wollte, einen meiner  Kapuzenpullis an, diesmal den roten.
Entweder sie wollte etwas haben, oder sie versuchte mich zu verführen.
Ich lächelte sie an.
„Woher hast du denn den?“, fragte ich sie.
Jess grinste und sagte: „Tja, das werde ich dir sicher nicht verraten!“
Ich grinste sie ebenfalls an und stand auf. Ich ging auf sie zu und begann sie wild zu küssen.
Es war ein schöner Kuss. Genüsslich. Leidenschaftlich.
Als ich mich von ihr löste, sah ich sie mit großen Augen an. Sie begeisterte mich immer wieder aufs Neue.
„Wow.“, flüsterte ich und starrte dieses Mädchen an.
Doch dann klingelte mein Handy.
„Sorry!“, sagte ich an Jess gerichtet. „Macht es dir etwas aus, wenn ich rangehe?“
„Eigentlich schon, aber… Mach ruhig!“
Ich nickte ihr dankbar zu und nahm ab.
„Ja? Hallo?“
„Hey Nick! Hier ist Caroline.“, meldete es sich am anderen Ende der Leitung.
Caroline… Caroline! Warum rief sie mich an?
„Caroline?!“, fragte ich überrascht.
Unsicher sah ich zu Jess. Sie sah mich verdutzt an.
„Ja, mein Freund hat mich verlassen. Können wir uns treffen?“
„Das ist schlecht, Caroline. Nein.“, antwortete ich. Was bildete sich diese Frau eigentlich ein?
„Wieso nicht?“, wollte sie wissen.
„Caroline, ich lasse mich nicht nochmal auf dich ein. Außerdem bin ich kurz vorm Knutschen mit einer fantastischen Frau.“ Ich zwinkerte Jess zu, die begann zu kichern.
„Aber, Nick! Bitte.“, flehte sie.
„Wir sind fertig. Und ich glaube nicht, dass wir eines Tages gemeinsame Wege gehen werden.“ Damit beendete ich das Telefonat und legte auf.
„Was wollte sie denn?“, fragte Jess.
„Mich treffen. Ihr Freund hat Schluss gemacht!“, erklärte ich.
Ich seufzte einmal. Damals hätte ich sofort ja gesagt. Aber heute… Heute wollte ich nicht Caroline. Ich wollte Jess.


Ist nur so was, wie ein Übergangskapitel.
Und das mit Caroline musste sein. ;)
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