Kaito kid - dunkle Wege, weiße Schatten

von Creenella
GeschichteDrama, Romanze / P12
Akako Koizumi Aoko Nakamori Kaito Kuroba
09.08.2013
14.09.2013
7
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Kaito Kid fanfic - dunkle Wege, weiße Schatten

Kapitel 1: Perplex

In dem silbernen Tuch aus Mondlicht, welches ganz Tokio schemenhaft leuchten ließ, stand ein junger Mann, dessen altmodische weiße Kleidung sich stark vor der sonst so sicheren Dunkelheit abhob. Der Zylinder und das Cape, sowie das Monokel welches der Magier trug, machten dessen Erscheinung perfekt.

Ein lauter Knall ertönte, als das junge Mädchen wutentbrannt auf dem Dach des Beikamuseums die Tür aufschlug, nur um endlich diesen elenden Möchtegern-Dieb für seine Taten büßen zu lassen, welcher sich mit ungerührtem Pokerface umdrehte. Sie hielt die Dienstwaffe ihres Vaters in der Hand, der schon seit 20 Jahren auf der Jagd nach dem Meisterdieb 1412 (KID) war. °Doch nun ist es endlich aus mit dir, du Bastard!°, dachte sie sich selbstsicher und zielte auf ihn. " Aber, aber, junge Dame, eine Waffe zu bedienen, das ist wirklich nicht leicht, besonders wenn man so unerfahren ist wie Ihr es seid." Sie konnte es nicht fassen! Wollte er wirklich andeuten sie sei zu SCHWACH?! "Hier, ich zeige Euch jetzt mal, wie man vernünftig mit so etwas umgeht," spottete Kid und bevor sie auch nur begriffen hatte, was er vorhatte ertönte auch schon ein Zischen und eine Spielkarte steckte in ihrer Waffe, die nun an der Tür zum Treppenhaus pinnte. Er lies ein amüsiertes "ts-ts-ts" hören und fügte dann noch hinzu "Also nun wirklich. Eine solche Schönheit wie Ihr sollte keine Waffe halten, geschweige den benutzen."

Sie kochte innerlich vor Wut °Dieser arrogante, nichtsnutzige, dämliche, gemeine MISTKERL!!!!°  Kid musste sich ein Lachen verkneifen und gab sich Mühe das Pokerface zu halten, als er sah wie sich in Aoko dieses gewisse Maß an Wut aufstaute. Er hörte Schritte von vielen Polizisten an trampeln und Kommissar Nakamori konnte er auch schon Befehle brüllen hören. "Nun denn meine Schöne, ich fürchte ich muss unser nettes kleines Gespräch verschieben. Ich habe da noch was zu erledigen. Tja, man sieht sich!" und schon tat er einen Schritt nach hinten und fiel vom Dach, bis sich sein Hängegleiter entfaltete.
Aoko konnte das nicht zulassen, sie wollte gerade das Dach durch das Treppenhaus verlassen, als sie auf der vom morgendlichen Regen noch nassen Dachplattform ausrutschte und rücklings schreiend in die Tiefe stürzte.
Kid hatte es natürlich mitbekommen und reagierte sofort, indem er das Heck des Gleiters stark nach rechts zog und somit eine scharfe Rechtsdrehung vollführte, um umzudrehen und sich hinterher zu stürzen. Aoko hatte schon längst das Bewusstsein verloren als er sie auffing.

Sie wurde langsam wach, konnte aber nur verschwommen sehen, aber sie spürte eine Art Fahrtwind.... Außerdem war sie mit etwas zugedeckt und als sich ihre Sinne klärten und sie die Augen endgültig scharfstellen konnte, konnte sie nur 30 cm von ihr entfernt Kid's Gesicht ausmachen, welcher sie in seinen Armen trug. Sie spürte schon wie die altbekannte Hitze in ihre Wangen stieg. Die Hitze und somit auch die Rötung in ihre Wangen wurde viel intensiver, als ihr klar wurde, wie nah sie ihrem verhassten Retter plötzlich war. °Oh man Aoko, was soll dieser Mist?? Warum wirst du so rot??? Das ist doch sonst nicht so deine Art!° dachte sie verärgert, doch als ihr ihr bester Freund aus Kindertagen und insgeheimer Schwarm Kaito in den Sinn kam, musste sie sich in Gedanken verbessern..., das war ihre Art....., aber für gewöhnlich nur bei Kaito, wieso dann auch bei Kid?! Sie schüttelte hektisch den Kopf um diesen blöden Gedanken loszuwerden. "Guten Abend Dornröschen, seid ihr endlich aus eurem Schlummer erwacht?" Aoko zuckte zusammen vor Schreck als seine glasklare, sanfte Stimme durch die kühle Nachtluft schnitt, die eben noch so still gewesen war. Sie schaute ihm ungewollt direkt ins Gesicht. Da ihr Kopf links war, übersah sie erst das Monokel auf der anderen Seite und sein Gesicht sah plötzlich fast so aus, wie das von ihrem Kaito! °...Was..?° ihre Augen starrten sich fest und sie wurde Kreidebleich. Nein....., das konnte einfach nicht sein.....neinneinneinneinNEIN! sie kniff die Augen zusammen um diese paranoiden Gedanken für einen Moment aus ihrem Kopf zu verbannen.

Doch eine Frage blieb:  Warum? Warum hat er, Kaito Kid, MEISTERDIEB (!) , die Tochter des Kommissars gerettet der ihn hinter Gitter bringen will?? Sie wurde einfach nicht schlau daraus. Ihr fiel ein, dass sie immer noch nicht wusste, womit sie überhaupt zugedeckt worden war. Und als sie nachsah sah sie, dass sie nicht mit diesem etwas zugedeckt war, nein sie hatte es AN! Es war sein Jackett! Vollkommen perplex starrte sie ihm ins Gesicht. Nein. Sie wurde wirklich nicht schlau aus ihm.

(wenige Minuten später)

Als sie einen Ruck spürte und das Geräusch des sich zusammenfaltenden Gleiters hörte, setzte er sie ab. Sie drehte sich zu ihm um und ehe sie Realisierte was er da von ihr wollte war es eh zu spät. Sie spürte wie sich seine warmen Lippen sanft auf die ihre legten und sie nun völlig verwirrt einfach stehen blieb, bis ein Kribbeln in ihrem Bauch sowie ihr Puls erheblich anstiegen und sie beinahe instinktartig ihre Arme hinter seinem Nacken verschränkte und ihn somit näher heranzog. Etwas weniger als eine Sekunde brach sein Pokerface kurzzeitig zusammen vor Überraschung, doch er fing sich schnell wieder. Währenddessen hatte Aoko keine Ahnung, warum sie das tat, sie wollte das doch gar nicht tun! Sie hatte sich doch geschworen, ihn auf ewig zu hassen! Doch sie hatte kaum noch Kontrolle über ihren Körper und irgendwann lösten sich beide, fast so als wäre es geplant, gleichzeitig und langsam voneinander. Er beugte sich zu ihr vor, so nah, dass sie seinen warmen Atem an ihrem Ohr spüren konnte und ihr Puls stieg schon wieder und er hauchte fast nur noch :  "Auf Wiedersehen, Junge Dame," ehe er in einer Rauchwolke verschwand und Aoko immer noch verdutzt da stand und sich erst mal wieder fangen musste, nach allem was soeben geschehen war.
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