Miss You

GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
Hermine Granger Viktor Krum
08.08.2013
08.08.2013
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Hei!

Hier mal ein kleiner OneShot über Viktor und Hermine, es bezieht sich auf das Projekt Liedinspiration: http://forum.fanfiktion.de/t/21605/2


Inspiriert ist die Geschichte von dem Lied *Miss You* von Fosters the People: http://www.youtube.com/watch?v=EQ03L0yyVaE

Viel Spaß beim lesen.

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Miss You


Es war Viktors letzter Tag in Hogwarts. Morgen würden sie wieder abreisen. Viel war in diesem Jahr in Hogwarts passiert. Er hatte die Aufgaben des Trimagischen Turniers bewältigen müssen, Cedric Diggory ist gestorben, getötet von keinem geringerem als Lord Voldemort und dann war da noch der Ball, der Ball mit Hermine Granger.

Es war zwar ungewöhnlich für ihn, sich so zu verhalten, aber der Gedanke an Hermine brachte ihn zum lächeln.
Er wusste nicht, was es war, was ihn so zu ihr zog, aber es war faszinierend, das Mädchen war einfach faszinierend. Sie war schlau, hübsch, mutig und irgendwie wirkte sie auch so unschuldig.

Eigentlich hatte sie es ihm schon angetan als er sie das erste Mal gesehen hatte, doch als sie dann auch noch im Zelt aufgetaucht ist um Harry Potter viel Glück zu wünschen hatte sie ihn noch mehr verzaubert.
Hermines Lächeln, ihre offene Art, man könnte meinen, sie wäre das pure Gegenteil von ihm. Er war immer distanziert, setzte seine Ziele vor die Interessen der anderen, war hart und unnahbar. Genau der Typ von Mensch, dem man alles zutrauen würde.

Dann war da noch der Ball, er hatte Hermine gefragt und sie hatte ja gesagt. Sie sah einfach wunderschön aus. Das Kleid passte perfekt zu ihr und die Frisur war mindestens genauso perfekt, Hermine war perfekt.
Den ganzen Abend über hatten sie getanzt. Es war ein Traum.
Doch dann wollte sie kurz zu ihren Freunden und es schien als wäre der Abend zu einem Albtraum geworden. Ronald Weasley, so dachte Viktor war der Name des rothaarigen Jungen hatte scheinbar etwas dagegen einzuwenden, dass Viktor und Hermine gemeinsam Spaß hatten.
Hermine wirkte todunglücklich.
Er hatte versucht sie aufzuheitern, aber irgendwie wollte es ihm nicht gelingen. Dieser Weasley hatte den ganzen Abend zerstört.

Jetzt war er auf der Suche nach Hermine. Er wollte noch einmal mit ihr Zeit verbringen bevor sie gingen.
Er fand sie am schwarzen See. Er lächelte als er auf sie zu ging und setzte sich neben sie.
Hermine lächelte ihm zu. Diese kleine Geste ließ sein Herz springen, das war so untypisch für ihn, aber Hermine schien ihn sehr zu verändern...

Eine ganze Weile saßen beide so da und schwiegen.
Schließlich ergriff Viktor das Wort: „Ich werde dich vermissen.“
Hermine lächelte unsicher. Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter. Viktor musste wieder lächeln. Das Gefühl, dass sie in ihm auslöste war einfach unbeschreiblich.
Doch sein Gesichtsausdruck veränderte sich schlagartig. Ihm wurde bewusst, dass er nur noch diesen einen Tag mit ihr hatte, nur noch diesen einen Tag.

Nach einiger Zeit durchbrach Hermine die Stille: „Wir können uns ja irgendwann mal wieder treffen...“
Viktor lächelte, sie wieder zu treffen, ja, das wäre schön... Er war sich ziemlich sicher, dass sie nur Freundschaft zwischen ihnen fühlte, vielleicht war sie auch zu jung für mehr...
Aber vielleicht, vielleicht tief in ihr drin, vielleicht war da auch irgendwas, was mehr für ihn fühlte, mehr als nur Freundschaft. Er hoffte es, er hoffte es sehr.
„Ja, irgendwie bekommen wir das hin mit dem Treffen. Wir schreiben uns doch, oder?“ Hermine nickte: „Natürlich schreiben wir uns...“

Viktor ließ seinen Blick über den schwarzen See gleiten während er über das Vergangene nachdachte.

Viktor hielt sich mit Fleur Delacour, Cedric Diggory und Harry Potter in einem Zelt auf. Alle vier waren sie nervös, jeder auf seine Weise. Harry begab sich an den Rand des Zeltes, er schien sich mit irgendjemandem zu unterhalten. Worum es da wohl ging? Um die Aufgabe?
Auf einmal sprang ein Mädchen in das Zelt hinein und wünschte Harry viel Glück während sie ihn umarmte.
Sie hatte wuschelige Haare, aber irgendwie stand ihr das auch. Rita Kimmkorn, die nervige Journalistin tauchte hinter ihnen auf und machte natürlich sofort ein Foto.
Wütend schickte er sie aus dem Zelt. Sie verbreitete nur schlechte Dinge über jeden, sie sollte das nicht auch noch über dieses Mädchen tun.

Das war das erste Mal, dass er sie richtig wahrgenommen hatte.

Es war nicht lange nach der ersten Aufgabe als Viktor das Mädchen aufsuchte. Er wollte sie fragen, ob sie nicht Lust hätte mit ihm zum Ball zu gehen. Er hoffte inständig das sie ja sagen würde.
Er sah sie bei ihrem rothaarigen Freund. Dort schnappte er auch ihren Namen auf, Hermine, ein schöner und passender Name...
Er wartete, bis der Rothaarige einen anderen Weg als Hermine ging. Ihre Wege trennten sich auf dem Weg zur Bibliothek. Er lächelte und ging zu Hermine, er fragte sie, ob sie mit ihm zum Ball gehen würde und sie sagte „Ja“, Viktor konnte sein Glück kaum fassen.

Nach diesem Zusammentreffen hatte Viktor eher selten die Gelegenheit Hermine alleine zu erwischen. Sie war meistens in Begleitung von Potter oder der Rothaarige, wessen Name Viktor mittlerweile festgestellt hatte, Weasley.
Das nächste Mal wo sie wirklich Zeit füreinander hatten war dann der Ball.

Viktor hatte auf Hermine gewartet, für den Eröffnungstanz. Sie war die letzte die kam, aber sie war wunderschön, atemberaubend schön. Der Eröffnungstanz selbst war ein Traum, seine Bewegungen ergänzten sich perfekt mit ihren Bewegungen.
Sie tanzten fast den ganzen Abend lang, es war einfach traumhaft. So lange hatte er bis jetzt bei keinem Ball getanzt.
Als sie eine Pause machten ging Hermine zu ihren beiden Freunden. Doch Weasley schien nicht gerade begeistert zu sein. Jedenfalls schaffte er es, sowohl Hermine als auch ihm den Abend zu verderben. Hermine war total fertig. Er hatte versucht sie aufzumuntern, aber sie wollte ihm nicht einmal verraten, was das Problem war. Entsprechend gut waren natürlich auch seine Künste im Trösten und Aufmuntern.

Nach dem Ball hatten sie sich wieder kaum getroffen. Ein ganzes Schuljahr war er nun hier und er hatte es kaum geschafft, Zeit mit Hermine zu verbringen.
Immer war Weasley an ihrer Seite, als würde er ja verhindern wollen, dass jemand anderes Zeit mit ihm verbrachte.
Aber wenigstens an seinem letzten Tag war es ihm noch einmal gegönnt Zeit mit Hermine zu verbringen.
Doch auch diese Zeit, in der sie einfach nur nebeneinander saßen, ihr Kopf auf seiner Schulter ruhte, sie die Ruhe genossen und den schwarzen See beobachteten verging viel zu schnell. Es wurde dunkel und die beiden mussten zum Schloss zurück. Morgen würden sie sich noch einmal sehen, aber nur kurz, kurz bevor sie gingen.
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