Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Duell der Schwarzmagier

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Übernatürlich / P12 / Gen
08.08.2013
28.01.2014
10
15.613
2
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
08.08.2013 1.003
 
Vorwort

Dies ist eine nicht kommerzielle Fanfiction. Alle auftretenden Charaktere und alle Handlungsorte sind entweder aus Joanne K. Rowlings „Harry Potter“, aus Lars Albrechts „Die Dämonenritter“ oder von mir selbst frei erfunden. Sollte die Geschichte zwischenzeitlich an Markus Heitzs „Kinder des Judas“ erinnern, ist das auch beabsichtigt. Auf die Idee, zwei mächtige Schwarzmagier gegeneinander antreten zu lassen, bin ich durch die Death Battle Videos gekommen.
Diese Geschichte soll nach Harry Potter und der Orden des Phönix spielen, und ist so gedacht, dass sie widerspruchslos in die Harry Potter Chronologie hinein passt. Ich hoffe, das ist mir gelungen.
Ich wünsche viel Spaß.


Kapitel 1

„Meister. Hat Euer Plan funktioniert? Habt Ihr, was Ihr wolltet.“
Der dunkle Lord sah seinen Gefolgsmann wutentbrannt an. Wie konnte er nur so eine dumme Frage stellen? Sah der dunkle Lord etwa aus, als hätte er das bekommen, wonach er gesucht hat?
„Avada Kedavra!“ Der grüne Blitz aus dem Zauberstab mit dem Phönixfederkern traf Lord Voldemorts Gefolgsmann und schleuderte ihn in die Ecke, wo er leblos liegen blieb.
„Lasst mich allein!“, befahl er daraufhin den anderen, ehe er den Todesfluch auch noch auf sie anwenden konnte. Seine Todesser waren Versager, einer wie der andere. Sie schafften es nicht mal, einer Gruppe von sechs Kindern, größtenteils bestehend aus Schlammblütern, Halbblütern und Blutsverrätern, eine Glaskugel abzunehmen, wozu waren sie also gut?
Leider konnte Lord Voldemort, solange es Albus Dumbledore gab, noch nicht auf seine Handlanger verzichten, denn die Begegnung im Ministerium hatte eines gezeigt: Lord Voldemort würde immer den Kürzeren ziehen, wie oft er seinem ärgsten Feind auch noch begegnen sollte.
Der Körper des Todessers, der eben den Todesfluch abbekommen hatte, rührte sich und erhob sich. „Das heißt dann wohl, dass er Euren Plan vereitelt hat?“, sagte er und zeigte bei jedem S-Laut seine spitzen Eckzähne.
Romulus, so hieß dieser Todesser, war ein jahrhundertealter Vampir, der von Anfang an in Lord Voldemorts Diensten gestanden hat. Er musste von dem Todesfluch schon mindestens hundert Mal getroffen worden sein, doch da ihn dieser Fluch nicht umzubringen vermochte, wurde er deswegen nicht einmal wütend. Ganz ab davon, dass er sich von seinem Dienst für den dunklen Lord selbst etwas versprach:
Bevor Romulus von einem Vampir angefallen und verwandelt worden ist, war er selbst ein mächtiger Schwarzmagier. Zwar war er weder so mächtig, noch so ehrgeizig wie Lord Voldemort, denn zu seiner Zeit hatte es ihm gereicht, ein kleines deutsches Dorf zu tyrannisieren, während Lord Voldemort alles will, doch damals, als ein Besen noch nicht schneller war, als ein rennender Mann, und das Apparieren noch nicht erfunden war, ist die Welt noch größer gewesen.
Leider hatte der Biss eines Vampirs bei Zauberern eine noch verheerendere Wirkung als bei Muggeln, denn Zauberer verloren dabei auch ihre Fähigkeiten. Aus diesem Grund strebte der dunkle Lord auch nach dem ewigen Leben und nicht nach Unsterblichkeit, wie er sie durch einen kleinen Biss schon längst hätte erlangen können.
Wenn es Lord Voldemort aber tatsächlich gelingen sollte, ewiges Leben zu erreichen, könnte das, was auch immer ihm dies verliehen hat, womöglich auch Romulus´ magische Fähigkeiten zurückbringen.
Sicherlich, dabei handelte es sich um eine ziemlich vage Vermutung, denn bisher hatte es noch niemals ein Vampir geschafft, seine Zauberkräfte zurück zu erlangen, aber bisher hat es auch noch nie einen so mächtigen Schwarzmagier wie Lord Voldemort gegeben. Außer…
Egal, wenn das, was mächtig genug war, ewiges Leben zu verleihen, ohne Zauberkräfte auszulöschen, dem bereits Unsterblichen diese Kräfte nicht zurück bringen konnte, gab es gar nichts, was dies vermochte.
Lord Voldemort schnaubte noch einmal wütend und schließlich antwortete er: „Er hat meinen Plan vereitelt.“
„Ihr solltet ihn dringend umbringen lassen.“, schlug Romulus vor.
„UND WER AUßER MIR SOLLTE MÄCHTIG GENUG SEIN, ALBUS DUMBLEDORE UMZUBRINGEN?“, brüllte der dunkle Lord seinen untoten Berater an.
„Es gibt mehr als einen Weg, um einen Mann zu töten. Ihr, Meister, seid zu sehr darauf fixiert, dass Euer Feind frontal mit einem Schwert angegriffen wird. Wird er aber von hinten mit einem Dolch durchbohrt, ist er genauso tot.“
„Hör auf, in Rätseln zu reden!“
„Das war kein Rätsel, sondern eine Metapher.“, widersprach Romulus.
„Dann hör halt auf, in Metaphern zu reden, und sprich offen aus, was du mir sagen willst!“
„Albus Dumbledore muss nicht unbedingt in einem Zaubererduell getötet werden, sondern er kann auch durch Gift sterben, oder jemand könnte ihn die Treppe runter schubsen. Und das könnte doch zum Beispiel einer seiner Schüler übernehmen. Wie ich höre ist Euch der junge Malfoy eben so treu ergeben, wie sein Vater.“
„Nur dass sein Vater ein vollkommener Versager ist, und wie ich höre, ist das erblich bedingt.“
Hatte Lord Voldemort gerade einen Witz gemacht, oder glaubte er wirklich, dass Versagen sich vererbte?
„Wir könnten seine Erfolgsaussichten in dieser Sache allerdings auch erhöhen, sodass er gar nicht scheitern kann.“
Voldemorts Mimik war schwer zu ergründen, doch dieser Blick schien Hellhörigkeit zu signalisieren. „Wie?“
„Wie soll Dumbledore Malfoy mit dem Dolch bemerken, wenn ihn gleichzeitig jemand mit einem Schwert angreift?“
Der dunkle Lord schnaubte erneut genervt, doch dann schien er die Metapher zu verstehen. „Solche Vorschläge sind genau der Grund, warum ich es mir von dir gefallen lasse, wenn du mir gegenüber nicht zum Punkt kommst.“
„Jetzt müssen wir nur noch jemanden finden, der tatsächlich einem Albus Dumbledore so weit gewachsen ist, dass er erstens nicht gleich scheitert, und zweitens Dumbledore sich wirklich auf ihn konzentrieren muss, denn jeder würde die Lunte riechen, wenn er von einem… Sagen wir, Stan Shunpike, zum Duell herausgefordert wird.“
„Leider gibt es niemanden, der diese Voraussetzung erfüllt, Blutsauger.“
„Da habt Ihr Recht, mein Lord, so jemanden gibt es wirklich nicht mehr.“
„Für gewöhnlich gehe ich immer davon aus, dass du mit allem was du sagst, auf irgendetwas hinaus willst. In diesem Fall fällt es mir aber schwer, zu glauben, dass du nicht einfach nur gesprochen hast, ehe du deinen Plan zu Ende gedacht hast.“
„Ich will genauso auf etwas Bestimmtes hinaus, wie sonst auch immer.“, erklärte Romulus, „Nur muss ich diesmal ein wenig weiter ausholen. Lasst mich Euch zur Abwechslung mal aus meinem Leben erzählen.“
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast