Was nach Higuchi passierte

von Elysa
GeschichteFantasy / P16
Aphrodite Gabrielle Hades Xena
05.08.2013
14.08.2013
4
4697
 
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Was nach Higuchi passierte:

Gabrielle war am Ende mit ihren Kräften. Xena war weg und zwar für immer. Sie konnte es immer noch nicht glauben aber es war so. Wie versprochen hatte sie Xenas Asche nach Amphipolis gebracht. Sie hatte die kleine,schwarze Urne in das Familiengrab gebracht und sie,in eine Nische, zwischen die beiden Särge gestellt. Sie hatte frische Blumen für Lyceus und Cyrene, Bruder und Mutter von Xena mitgebracht. Sie fehlte ihr,ihr lachen, mit ihr zu reden, ja selbst ihre Streiche über die sie sich sonst so aufgeregt hatte fehlten ihr. Sie fühlte sich so alleine wie schon lange nicht mehr. Tränen liefen über ihr Gesicht. Xena hatte ihr erklärt,warum sie tot bleiben musste und sie hatte es akzeptiert, akzeptieren müssen. Etwas anderes wäre für Xena nicht in frage gekommen. Es war das richtige gewesen,das sagte sie sich immer wieder. Warum litt sie dann so? Sie hatte keinen Appetit mehr, konnte nicht schlafen und wenn dann hatte sie Alpträume in denen sie Xenas geschundenen ,kopflosen Körper sah. Sie wusste nicht wie sie aus diesem Kreis ausbrechen sollte. Xena hätte es nicht gewollt das sie sich so gehen ließ. Das wusste sie . Aber wie rauskommen?

Unterdessen lief Xena ruhelos umher. Sie war in den immergrünen,mit Obstbäumen und bunten Blumen bewachsenen Elysischen Feldern gelandet. Doch heute hatte sie keinen Blick dafür. Sie machte sich aus irgendeinem Grund sorgen,wieso und warum das so war wusste sie selbst noch nicht so genau. Das wovor sie sich gefürchtet hatte, in den Tartaros zu kommen war zu ihrer Verwunderung nicht eingetreten. Xena hatte Markus wiedergesehen ,ihre Mutter, hatte stundenlang mit ihrem Sohn Solan geredet, eigentlich hätte sie glücklich sein müssen aber sie war es nicht. Alle die sie liebte waren hier,alle ausser Gabrielle. Ja sie fehlte ihr,ein leichtes Lächeln spielte um ihre Lippen als sie an die gemeinsame Zeit dachte. Aber sie konnte ihre Entscheidung nicht rückgängig machen. Sie wusste ,sie hatte das richtige getan. "Hey Xena!" Die angesprochene zuckte unmerklich zusammen, so sehr war sie in Gedanken versunken gewesen. Mlila musste über Xenas überraschtes Gesicht lachen, wurde aber sogleich wieder ernst als sie die Traurigkeit in den schönen blauen Augen sah. "Was ist los mit dir?" "Nichts." grummelte Xena. Sie wusste, sie konnte mit Mlila über alles reden. Aber sie wusste nicht wo sie anfangen sollte. "Gabrielle?" brachte es Mlila auf den Punkt. "Kannst du Gedanken lesen?" brummte Xena. Mlila grinste: "Ja und Nein. Ich konnte deine Gedanken hören wenn du mit mir gesprochen hast. Du weißt doch das die Toten die Gedanken der Lebenden hören können." Xena nickte. "Hast du was von Gabrielle gehört,seit dem du hier bist?" Xena nickte wieder: "Ja ich fehle ihr. Das sie mich liebt und der Vorwurf ich hätte sie einfach so allein gelassen." sagte sie bitter. "Es tut mir leid was ich ihr angetan habe aber die 40 tausend Seelen waren wichtig." sagte sie mit fester stimme." "Ich weiß." erwiderte Mlila. Was sollte sie dazu sagen. Xena hatte ihr erzählt was in Higuchi passiert war. Plötzlich versteifte sich Xena :"Verdammt,nein das tust du nicht!"rief sie verzweifelt. Eine Träne lief über ihre Wange. Erschrocken über den Ausruf ihrer Freundin schaute Mlila sie an: "Was hast du?" fragte sie. So hatte sie Xena noch nie erlebt. "Gabrielle, sie hatte gerade den Gedanken das sie nicht mehr leben will." "Was ?! Oh nein." rief Mlila. Xena hatte nicht geahnt wie schlecht es Gabrielle ging. "Wie kann ich ihr helfen? Verdammt, ich muss zurück, sie braucht mich." Xena bereute es gerade, sich für die Seelen geopfert zu haben,auch wenn sie das nicht sagte. Mlila packte sie an den Schultern und schüttelte sie leicht,"Du kannst nicht zurück,Xena." "Sag mir nicht,was ich kann und was nicht." knurrte Xena,Entschlossenheit in ihrem Blick. Es gibt immer einen Weg, dachte sie. Blitzschnell überlegte sie:"Ich muss zu Hades." Mlila ließ sie los. "Viel Glück." murmelte sie. Aber Xena hörte sie schon nicht mehr.

Gabrielle stand an einer Klippe und schaute in die Tiefe. Erschrocken über ihre eigenen Gedanken trat sie einige Schritte zurück. Sie hatte mal wieder ein gedankliches Gespräch mit Xena geführt und da hatte er sich eingeschlichen,der Gedanke sich einfach in die Tiefe zu stürzen. Oh nein, das konnte nicht so weiter gehen,Xena hätte ihr jetzt eine Standpauke gehalten ,vom feinsten. Nein auch wenn es reizvoll war,immerhin konnte sie bei Xena sein aber sie hätte das nie zugelassen oder gewollt.
Gabrielle ging zurück nach Amphipolis, um auf dem Markt noch einige Besorgungen zu machen. Sie wollte sich wenigstens eine Kleinigkeit zu essen kaufen auch wenn sie keinen Hunger hatte. Sie wusste das sie etwas essen musste. Sie hatte keine Ahnung wohin sie dann gehen sollte. Xena und sie hatten darüber gesprochen nach Ägypten zu gehen „Vielleicht können sie da ein Mädchen mit einem Chakram gebrauchen.“ hatte Xena gesagt. Fast meinte sie ihre stimme zu hören. Gabrielle fühlte sich noch zu schwach für diesen Weg.
Nachdem sie alles erledigt hatte machte sie sich in irgendeine Richtung auf. Sie war froh das sie mit niemandem reden musste. Sie ging und ging und landete bei Sonnenuntergang an einem See. Hier war sie mit Xena oft gewesen,um zu baden und Fische zu fangen. Die Erinnerung überwältigte sie und sie fing wieder an zu weinen. Mit Tränen in den Augen schlug sie ihr Lager,unter den Bäumen auf, sie entfachte ein Feuer und kochte sich einen Tee. „Hast du für mich auch einen?“ Eine glockenhelle Stimme erklang hinter ihr,erschrocken fuhr Gabrielle herum. „Aphrodite !“ rief sie. Schon lag sie in den Armen der Göttin.
Einige Götter gab es noch,seit der Götterdämmerung. Xena hatte drei goldene Äpfel aus dem Garten von Odin besorgt und sie Hades,dem Gott der Unterwelt und Aphrodite,der Göttin der Liebe gegeben und da sie erkannte das es ohne Hass keine Liebe gibt hatte sie Ares dem Kriegsgott auch einen gegeben. So hatte sie die Liebe in die Welt zurückgebracht.
„Na das ist ja ein stürmischer Empfang.“ sagte Aphrodite und schaute Gabrielle an. Als sie die rotgeweinten Augen bemerkte fragte sie was passiert sei und wo Xena ist. Mit stockender Stimme erzählte Gabrielle was in Higuchi passiert war.

Xena schlüpfte durch den Spalt der die Elysischen Felder vom Tartaros trennte, es gab noch einen anderen Weg aber der war länger und sie wollte sich beeilen. Von dieser Seite kam man durch nur nicht mehr zurück. Wer hier war konnte sehen wie gut man es in den Elysischen Feldern hatte und sein eigenes Schicksal im Tartaros bedauern. Sie lief schnell an den umherlaufenden Leuten vorbei, die meisten waren Kriegsleute und Strassenräuber. Die Kriegsherren kamen meist in die Hölle.
Eine schnarrende Stimme ließ sie herumfahren: „Na wenn das nicht Xena ist.“ drang es verächtlich an ihr Ohr. Gelächter folgte. Ein schmieriger Typ mit dreckiger, abgeschranzter Lederrüstung grinste sie an. Xena verdrehte genervt die Augen. Sie hatte es eilig und keine Lust sich auf einen Kampf einzulassen. Ohne ein Wort zu sagen drehte sie sich um und wollte ihren Weg fortsetzen aber der Typ wagte es doch tatsächlich sich ihr in den Weg zu stellen. Mit vor Spott triefender Stimme sagte er:„Muß die wehrte Prinzessin doch im Tatarus schmoren?!“ erneutes Gelächter, Xena spürte wie Wut in ihr hochkam aber sie beherrschte sich. Mit einem Lächeln auf den Lippen,das ihre Verachtung für solche Leute wieder spiegelte und ein klein wenig Anschwung sprang sie in einem gekonnten Salto über ihn hinweg,landete sicher und setzte ihren Weg fort. Diesmal hatte sie die Lacher auf ihrer Seite. Das dumme Gesicht hätte sie gern gesehen aber Gabrielle war wichtiger. Sie hatte seit dem nichts mehr von ihr gehört und machte sich sorgen.
Endlich war sie an dem großen Tor zu Hades seinem Domizil angekommen. Hier empfing er diejenigen die neu kamen um darüber zu entscheiden welche strafen sie für ihre Sünden zu erwarten hatten oder ob sie in die Elysischen Felder durften.
Sie hatte Glück,gerade führten die Wachen eine Gruppe von Menschen durch das Tor. Sie sah sich kurz um und mischte sich dann einfach darunter.
Sie wusste das die Gruppe vor der Anhörung in einem Raum untergebracht werden würde. Kurz bevor sie dort ankamen setzte sie sich unbemerkt ab und verbarg sich in einer Nische. Als alles ruhig war setzte sie ihren Weg fort. Xena kannte den Weg,war sie doch schon ein paar mal hier gewesen,zuletzt als Markus ihre Hilfe brauchte.
Eine Bewegung an der Tür erregte Hades Aufmerksamkeit,“Hast du keine besseren Wachen?“ fragte Xena und warf die beiden Helme in ihren Händen verächtlich in eine Ecke. „Xena“ sagte Hades „sind dir die Elysischen Felder zu langweilig, möchtest du doch lieber in den Tartaros oder warum bist du hier?“
Xena lächelte:„Nein Hades,ich bin hier weil ich etwas erledigen muss und dazu brauch ich deine Hilfe. Ich muss zu Gabrielle,sie braucht mich.“ Kam sie ohne umschweife zur Sache. Hades schaute sie mit einem amüsierten Blick an. „Xena,du weißt das ich das nicht kann...“er wollte noch etwas sagen aber Xena unterbrach ihn:„Hades ich weiß das du die Macht dazu hast.“ Ungeduld klang aus ihrer Stimme. „Gabrielle braucht meine Hilfe und ich werde auch zurückkommen.“ „Ah“ meinte Hades nur „und was ist mit den Seelen die durch dich gerächt wurden?“ „Auch wenn ich eine kurze Zeit nicht tot bin,glaube ich nicht das Götter das mitbekommen und du bist ja auch noch da.“ Hades grinste. Er mochte Xena,ihre beharrlichkeit beeindruckte ihn immer wieder. Trotzdem fragte er „Wie willst du ihr helfen?“ Sie antwortete leise: „Das weiß ich noch nicht. Wenn sie mich sieht wird das ein ziemlicher Schock für sie sein.“ Hades nickte verständnisvoll: „Weißt du denn wo sie ist?“ „Ja am See, Aphrodite ist bei ihr.“ „Gut.“ meinte Hades „dann solltest du vielleicht meinen Helm der Unsichtbarkeit mitnehmen.“ Er reichte Xena den Helm und sie schaute ihn dankbar an. „Du hast ein großes Opfer gebracht,du hast deine Liebe aufgegeben für 40000 Japaner, ich wünsche dir Glück für das was du jetzt tust.“ Xena nickte: „Danke Hades.“ „Komm wieder wenn du fertig bist.“ Sie blickte ihn ungläubig an, Hades grinste und mit einer Handbewegung schickte er sie fort.
Xena's Blickfeld verschwamm, Hades Helm fest an sich gepresst ließ sie sich in den Strudel fallen. Kurze Zeit später fand sie sich an einem See wieder. Genau an der Stelle, hatte Gabrielle damals auf sie gewartet als sie Markus zu Hades zurückbrachte. Kurz überfiel sie die Erinnerung wie sie ihm, vor Hades Augen, ihr Schwert in sein Herz stieß um ihn Hades zurückzugeben. Sie schüttelte sich bei der Erinnerung und konzentrierte sich auf Gabrielle. Über ihre Rückkehr würde sie sich später Gedanken machen. Sie setzte den Helm auf und lief los. Die Stelle wo sie Gabrielle vermutete war ein ganzes Stück um den See herum.
Review schreiben