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Sicher nach Hause

von minamia
KurzgeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Natalie Teeger Randy Disher
05.08.2013
05.08.2013
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05.08.2013 658
 
Randy konnte es immer noch nicht fassen. Er hatte den Mörder gestellt und abgeführt. Er hatte schon immer an sich gezweifelt, eigentlich schon seit gesamtes Leben und auch wenn er oft so tat, als könne ihm nie jemand das Gefühl geben, unzulänglich zu sein, so tat es doch beinahe jeder. Und insbesondere Monks Assistentinnen, zuerst Sherona, dann Natalie. Sie war hübsch und klug und gebildet, kein Grund also, sich für einen Versager und Ersatzsheriff wie ihn zu interessieren. Er war eine Witzfigur aber zumindest taugte er als Polizist. Sicher würde er nie zu den Besten gehören, aber er war nahe dran, nah genug.

Und diesmal war das Glück auf seiner Seite, sie hatten sich aufgeteilt und George Hamton war ihm direkt in die Arme gelaufen. Und nun lehnte Randy lässig am Einsatzfahrzeug und grinste. Er grinste in den sternenklaren Nachthimmel und genoss die Kühle der Nacht, der Tag war schier unerträglich heiß gewesen.

Randy drehte den Kopf und erspähte Natalie, die wutschnaubend die Arme in die Luft warf und vor Monk flüchtete. Obwohl er sich die meiste Zeit selbst leid tat, er empfand Mitleid für sie, mit Adrian war es nicht leicht und sie musste ihn ständig ertragen. Natalie blieb einige Schritte von ihm entfernt stehen und stöhnte in die Dunkelheit. Normalerweise sollte er Abstand zu ihr halten, schon zu viele Körbe hatte er von ihr kassiert, aber das Adrenalin in seinem Blut und die damit einhergehenden Glücksgefühle ließen ihn übermütig werden.

"Natalie, soll... soll ich Sie vielleicht nach Hause bringen? Leland kann Monk heimbringen."

Natalie drehte den Kopf und blickte Randy mit dem üblichen, entsetzen Gesichtsausdruck an, den er immer dann erntete, wenn er etwas sehr Dummes gesagt hatte. Dann aber klärte sich ihr Blick und sie lachelte beschwichtigend. Es wirkte beinahe ein wenig schüchtern und unverschämt süß.  

"Na klar, wieso nicht? Danke."

Sie wandte sich zu ihrem Boss herum und schrie: "Monk, ich fahre mit Randy nach Hause und rufen sie mich erst wieder an, wenn mein Auto aus der Werkstatt kommt!"

Dann stieg sie ein und schnallte sich an. Randy beeilte sich hinterher zu kommen, er nickte seinem Boss und Monk zu, dann stieg er zügig ein.

Er lächelte sie kurz an und diesmal war es ein 100% ehrliches Lächeln. Er hatte keine Chance bei ihr, die Botschaften der vergangenen drei Jahre waren angekommen. Sie lächelte matt zurück und lehnte sich tief in den Sitz, sicher hatte Monk sie wiedereinmal in den Wahnsinn getrieben. Er fuhr sie stumm durch die Nacht und hielt schließlich vor ihrer Wohnung.

Natalie schlug die Augen auf und betrachte Randy plötzlich so intensiv, dass ihm ein Schauer über den Rücken lief.

"Irgenwas ist doch heute anders an ihnen", sagte sie kopfschüttelnd und lächelte ein wenig.

Er grinste noch ein wenig breiter und zuckte mit den Schultern.

"Das muss an der bezaubernden Begleitung liegen", antwortete er und erschrak über seine eigene Schlagfertigkeit.

"Könnte sein", erwiderte sie belustigt und ehe Randy wusste, wie ihm geschah, hatte sich Natalie zu ihm herüber gebeugt und küsste ihn sanft. Fassungslos genoss er den Moment, er küsste sie tatsächlich!  

Als sie sich wieder zurückzog, lächelte sie schüchtern.

"Entschuldigen sie, ich wollte nur. .."

"Ist schon gut, ich verstehe schon, es war nur der Augenblick, die Wut, das Adrenalin, schon in Ordnung." Randy versuchte die Fassung zu wahren, Natalie konnte nie wirklich Interesse an ihm entwickelt haben, es war in der Hitze des Gefechts passiert, nichts weiter.

Natalie stieg aus, und streckte den Kopf noch einmal zurück durch die Tür.

"Vielleicht, aber sicher nicht nur deswegen. Wollen sie vielleicht noch auf einen Tee mit herein kommem?"

Randy sah sie durchdringend an. Aber sie zwinkerte ihm aufmunternd zu und ging dann mit einem atemberaubend sexy Gang auf ihre Tur zu. Er lächelte erneut, das würde er sich nicht entgehen lassen. Er sprang aus dem Auto und folgte Natalie ins Innere...
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