Der Schüleraustausch

von Last Hope
GeschichteRomanze, Fantasy / P12
Angeline Fowl Artemis Fowl Artemis Fowl Senior Butler Holly Short Juliet Butler
25.07.2013
09.08.2014
7
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Artemis Fowl spielte gerade mit seinen Brüdern Beckett und Myles Schach. Wohl besser gesagt: Artemis und Myles spielten Schach und Beckett bemalte die rausgeworfenen Figuren mit Wachsmalstiften.  Myles wurde immer frustrierter weil er es einfach nicht schaffte seinen großen Bruder zu schlagen. Gerade als Artemis Myles zum dutzenden Mal Schach Matt gesetzt hatte, kam ihre Mutter vom Einkaufen zurück. Sie rief ein flüchtiges „Hallo“ und verschwand dann in der Küche, wo Juliet schon auf sie wartete. Artemis erhob sich und wollte das Schachbrett wegräumen, als Myles aufsprang und rief: „Nochmal Artemis ich möchte eine Revanche!“ Artemis musterte Myles mit zusammengekniffenen Augen. „Wir haben jetzt schon mindestens 30 Runden gespielt. Ich muss nach oben in mein Labor. Wir können morgen nochmal mit unseren bunten Schachfiguren spielen“, sagte er und bedachte Beckett dabei mit einem vorwurfsvollen Blick. Der grinste in liebevoll an, rutschte  vom Stuhl und machte sich auf den Weg zu Butler der ihm jeden Abend einen neuen Kampftrick beibrachte.  Auch Artemis ging aus dem Wohnzimmer, die Treppe hoch in sein Labor.
Er bastelte gerade an seinem Handy herum als seine Mutter zum Essen rief. Artemis war so beschäftigt gewesen das er gar nicht bemerkt hatte wie hungrig er war. Alle waren schon am Tisch und warteten, wie immer, nur auf Artemis. Er ließ sich auf den Stuhl neben seiner Mutter sinken. Heute gab es Barsch zum Essen. Während des Essens erzählte sein Vater was er heute gemacht hatte. Angeline Fowl warf ihrem Mann einen vielsagenden Blick zu. Da räusperte Artemis Senior  sich und wand sich seinem Sohn zu. „Artemis wir haben eine Überraschung für dich. Deine Mutter und ich fanden du solltest dich mal wieder mit anderen Menschen abgeben und haben dich deshalb für den Schüleraustausch angemeldet. Ein Schüler aus Deutschland wird in den Sommerferien für zwei Wochen hier her kommen und bei uns leben bevor er wieder zurück nach Deutschland geht. Ist das nicht wundervoll?“ Artemis Hand erstarrte auf halben Weg zum Mund. „Wie bitte?“, krächzte er, was nur sehr selten vorkam. Seine Eltern strahlten ihn an. Oh nein! Zwei Wochen mit einem Austauschschüler der nicht einmal unsere Sprache beherrscht! Artemis versuchte ein Lächeln. „Das ist ja… toll.“ „ Ja das fanden wir auch. Du kannst dich endlich Mal wieder mit einem Jungen in deinem Alter unterhalten“, sagte sein Vater.  „Seid ihr sicher das ihr auf dem Anmeldeformular auch angekreuzt habt das ein Junge zu uns kommt?“, fragte er vorsichtig. Angeline wirkte verwirrt. „Das musste man machen? Ich dachte es wäre selbstverständlich das ein Junge zu uns kommt.“   Innerlich stöhnte Artemis laut auf, die Sommerferien würden übermorgen beginnen und höchstwahrscheinlich die schlimmsten seines Lebens werden. Ein Junge der nur Gameboy spielte oder eine Modetussi, was hatten sich eine Eltern nur dabei gedacht? Sie hatten es ja nur gut gemeint…

Aufgeregt packte Skye ihren Koffer. In welche Gastfamilie sie wohl kommen würde? Sie hoffte in eine sehr nette mit einem Mädchen in ihrem Alter. Es wäre wirklich richtig cool eine Freundin in Irland zu haben. Sie summte leise vor sich hin als sie ihre Kulturtasche einpackte. So, alles gepackt. Irland ich komme! Sie stellte den Koffer vor die Tür damit sie ihn morgen auch ja nicht vergas und sprang dann ins Bett. Sie konnte vor Aufregung eine ganze Weile lang nicht einschlafen.

Am nächsten Morgen als ihr Wecker klingelte hüpfte sie voller Elan aus dem Bett und zog sich eine kurze Hose und ein Top an. In Irland sollte es schön warm sein. Dann putzte sie sich die Zähne und kämmte ihre braunen Haare die in leichten Wellen auf ihre Schulter vielen.  „Skye? Wenn du nicht bald kommst fahren die ohne dich weg!“ Schnell schnappte sie sich ihren Koffer und hüpfe die Treppe runter, wo ihre Mutter schon auf sie wartete. „Ach mein große ich werde dich vermissen!“ „Ich dich auch Mama! Und lass nicht den Kopf hängen ich bin sicher wenn ich zurück komme dann hast du ein wunderschönes Haus für uns gefunden!“ Skye und ihr Familie hatten Momentan große Schwierigkeiten die Schulden für ihr Haus zu bezahlen und mussten umziehen. Nur ließ sich nirgends eine Wohnung finden. Skye drückte ihre Mutter nochmal und sprang dann vor die Haustür wo der Bus auf sie wartete. Sie hatten ausgemacht, dass diesmal jeder persönlich vom Bus abgeholt wurde. Skye war die letzte und so machten sie sich jetzt auf den Weg zum Flughafen. Während der ganzen Fahrt war sie so aufgeregt, dass sie fast kein Wort herausbekam. Im Flugzeug saß sie neben ihrer besten Freundin Sumitha und ihrem besten Freund Sebastian. Sie alberten herum, spielten Spiele und schauten auch einen Film auf dem Minifernseher der vor ihnen auf dem Sitz hing um sich die Zeit zu vertreiben. Als sie gerade herumfantasierten wie wohl ihre Gastfamilie so war kam die Durchsage das sie in kürze landen würden.
Nach der Landung setzten sie sich in einen Zug der sie zum Bahnhof Dublin Connolly brachte, wo sie von ihren Gastfamilien abgeholt wurden. Aufgeregt stiegen die Schüler auf den Bahnhof und sahen sich nach ihrer Gastfamilie um. Sebastian fand seine als erstes. Sie hatte ein Schild gebastelt wo in großen Buchstaben sein Name drauf stand.  Die Familie wirkte freundlich. Ein Junge in seinem Alter und drei kleine Schwestern. Sumitha stupste Skye von der Seite an und zeigte auf einen rieseigen, nein, einen gigantischen Mann der sich im Hintergrund aufhielt und aussah als würde er jedem das Genick brechen der ihm zu nahe kam. „Ich hoffe ich muss nicht zu dem“, flüsterte sie. Und sie wurde nicht enttäuscht. Ein Mädchen in einem Sommerkleid und kurzen blonden Haaren kam auf sie zu und sprach sie an. Sumithas Problem war das sie nicht gut Englisch sprechen konnte. Skye hatte den Vorteil, dass ihr Vater Engländer ist und sie deshalb zweisprachig aufgewachsen war.  Auch wenn Sumitha in Englisch grottenschlecht war so hatte sie doch verstanden, dass das Mädchen ihre Austauschpartnerin war. Lächelnd gingen die beiden Mädchen ein Stück vom Treiben weg. Langsam fanden sich alle, nur Skye  hatte ihre Gastfamilie noch nicht entdeckt. Was wenn sie vergessen hatten das sie heute kam? Da schob sich der riesige Mann durch die Leute und kam direkt auf sie zu. „Du musst Skye sein“, sagte er mit einer dunklen Stimme. Skye nickte und streckte ihm lächelnd die Hand hin. Er nahm sie und brummte: „Butler“ „Sehr erfreut“, antwortete sie. Skye war sehr warmherzig und gütig weshalb sie eigentlich jeden mochte der ihr über den Weg lief. Sie war sehr optimistisch. Nur bei diesem Mann war sie sich nicht sicher was sie von ihm halten sollte. Butler nahm ihren Koffer und setzte sich in Bewegung. Als sie am Parkplatz ankamen staunte sie nicht schlecht, als sie in eine kleine Limousine einstiegen. „Und sie sind der Vater?“, fragte Skye. Butler lachte leise und antwortete: „Oh nein, ich bin der Leibwächter.“ Skye blinzelte überrascht. Der Leibwächter? Das muss ja eine stink reiche Familie sein! Ihre Vermutung bewahrheitete sich als sie durch ein Tor auf ein riesiges Anwesen fuhren. Für das Haus fand Skye keinen anderen Ausdruck als Schloss. Ihre Kinnlade klappte vor Überraschung herunter. „Willkommen auf Fowl Manor“
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