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Black Jumper

von White Cat
GeschichteAbenteuer, Angst / P12 / Gen
Griffin Roland
23.07.2013
15.04.2014
10
6.638
 
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23.07.2013 861
 
„Jason du musst mal wieder für uns einspringen. Es geht um einen Jumper auf Hawaii. Der lässt es sich da besonders gut gehen.“, sagte Roland zu mir während ich auf meinem Bett saß.
„ich dachte mir du  könntest-“
„Nein“
„Was hast du gesagt?“
„Nein“
Roland sog scharf die Luft ein.
Er machte einen  riesigen  Schritt auf mich zu. Er hob die Hand, als ob er mich schlagen wollte. Unwillkürlich wich ich zurück.
Mit erstarrtem Blick sah ich zu ihm auf. Wollte er wirklich?
Nein. Das würde er sich doch nicht tun...oder doch?  
Ich rückte von ihm ab. Roland sah das und senkte seine Hand wieder. Es wirkte als wolle er sich entschuldigen, doch dann schüttelte er leicht den Kopf und fragte mit nur mühsam beherrschter Stimme, die jedoch vollkommen emotionslos klang
„Wieso nicht, Jason?“ Ich schluckte schwer.
Diesen Roland kannte ich nicht. Er war unberechenbar.
Jetzt bloß nichts falsches sagen! , dachte ich.
Nachdem ich mir die Lippen befeuchtet hatte, wandte ich mich wieder dem Mann zu den ich jahrelang als so etwas wie meinen Vater angesehen hatte.
„Immer muss ich irgendwohin und andere Jumper in den Tod führen. Ich weiß nicht was das soll. Ich habe langsam das Gefühl das ihr mich nur dafür braucht, und ich euch sonst komplett egal bin. Ich habe das Gefühl als wäre ich ersetzbar für euch. Als könntet ihr mich einfach umbringen wenn ich nicht mehr das mache was ihr wollt.“
Roland erstarrte.  Er ließ sich meine Worte durch den Kopf gehen und  sah mich dann kalt an.
„Also hast du das Gefühl uns nicht vertrauen zu können?“
Ich schluckte schwer und musste mich fast überwinden um zu antworten.
„Ja“ meine Stimme war ein Krächzen, so als hätte ich sie tagelang nicht benutzt. Roland lächelte. Es war ein furchterregendes Lächeln.
„Dann komm mit Jason. Ich muss dir etwas zeigen.“ und mit diesen Worten drehte sich Roland um und ging aus meinem Zimmer.

Mehrere Wochen später


Ich lehnte meinen Kopf gegen  die kalte Steinmauer hinter mir. Ein Lächeln huschte mir übers Gesicht.
Wie naiv ich doch gewesen bin. Roland einfach hinterher zu laufen.
Fast schon wie ein vertrauensseliger Hund.
Im Nachhinein betrachtet, war es offensichtlich gewesen das Roland nichts gutes vorhatte, aber ich war ihm ja hinterher gelaufen. Ich hatte ihm vertraut.
Ich wäre niemals auf die Idee gekommen das Roland etwas böses im Schilde führte.
Obwohl alle Anzeichen dafür sprachen.
Natürlich war ich ersetzbar gewesen. Natürlich. Ich war doch nur irgendein Jumper. Na ja. Da hatte ich jetzt nicht ganz recht. Ich war speziell ausgebildet worden um andere wie mich umzubringen.
Andere Schänder die das Werk Gottes besudelten.
Ich glaube in Wahrheit. War es Roland schnuppe was Gott dachte, und was er eigentlich wollte. Ihm war es egal das Leute mehr Macht hatten als Gott.
Das einzige was er nicht ausstehen konnte, waren Leute die mächtiger waren als er selbst.
Er konnte es nicht ausstehen wenn es auch nur eine Person auf der Welt gab die die macht hatte die er nicht hatte. Zu Jumpen. Das Alles hatte ich mir in den letzten Wochen zusammengereimt. Wenn man Zeit hatte, dann dachte man halt nach. Und ich hatte wirklich sehr viel Zeit.
Wie Roland gesagt hatte.


Flashback


Ich folgte Roland einen Gang entlang. Mehrere Treppen hinunter und durch ein paar Stahltüren. Ich fühlte mich plötzlich schwerer als sonst. Verwirrt sah ich mich um. Die Türen hatten sich hinter uns geschlossen.
Roland drehte sich kurz zu mir um und unsere Blicke trafen sich. Er grinste mich an. Es sah gemein aus.
Ich schluckte mehrmals und folgte Roland dann weiter durch die Gänge. Ich konnte im Notfall ja immer noch weg jumpen.
Und doch hatte ich das Gefühl als stimme etwas nicht.
Ich wurde immer nervöser und sah mich hektisch um. Ich hatte gar nicht bemerkt das wir angehalten waren, als Roland mir eine Tür zeigte und sagte
„Das ist dein neues Zimmer Jason! Fühl dich wohl!“
Ich starrte in den Raum zu dem er gerade eine Tür geöffnet hatte. Es war eine Zelle.
Ich stolperte rückwärts und wollte hier einfach nur weg. Ich versuchte zu jumpen, doch meie Körper war so schwer. Zu schwer.
Ich schaffte es nicht. Der Schweiß lief in Strömen an mir herab, und ich zitterte. Erneut versuchte ich es.
Doch ich konnte es nicht mehr.


Roland sah mir amüsiert zu. So ein Sadist.
„Stell dich doch nicht so an Jason! Gefällt dir das Zimmer etwa nicht?“ Roland tat so als wäre er erschrocken. „Gefällt dir die Einrichtung nicht?“ Ich blickte erneut in das Zimmer in dem nur eine Pritsche war.
Dann sah ich in Rolands glückliches Gesicht. Und dann spuckte ich ihn an.
Rolands Gesicht verwandelte sich in kürze zu einer wütenden Grimasse. Rasend vor Zorn packte er mich um die Mitte und warf mich in die Zelle. Dann schlug er die Tür zu. Ich hörte Roland noch laut und wütend brüllen „Jetzt hast du viel Zeit zum Nachdenken Jason! Denk darüber nach was du falsch gemacht hast und wie du es wieder gut machen kannst! Sei ein braver Junge!“
Dann entfernten sich Schritte. Eine Tür schlug zu.
Und ich war alleine.


Flashback Ende
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