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Black Jumper

von White Cat
GeschichteAbenteuer, Angst / P12 / Gen
Griffin Roland
23.07.2013
15.04.2014
10
6.638
 
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23.07.2013 621
 
Ich sah das tote Kind an das vor mir lag. Ich fühlte nichts.
Schon lange nicht mehr. Diese Wesen waren unnatürlich.
Sie verdienten es nicht zu leben. Das sagte zumindest meine Familie. Sie nannten sich die Paladine. Schon oft hatte ich mich gefragt ob ich auch ein unnatürliches Wesen war das es nicht verdiente zu leben.
Schließlich war ich auch ein Jumper. Ich nannte mich nicht gerne so. Aber Roland und die anderen meinten das das etwas anderes sei.
Ich half ihnen. Sie sagten das ich es mir damit verdiente zu leben. Ich glaubte es ihnen...oder wollte ich es ihnen nur glauben?
Egal.
Darüber hatte ich schon oft genug nachgedacht.
Nicht egal!, sagte eine Stimme in meinem Kopf.
Ich zischte leise. Dann drehte ich mich schweigend um. Noch ein Jumper weniger auf der Erde. Getötet hatte ich noch nie einen.
Das erledigte immer Roland für mich. Oder jemand anderes. Ich könnte das nie, und ich fühlte mich ja schon dann schlecht wenn ich ihnen nur half die Jumper zu fangen.
Dieser hier war noch sehr unerfahren.
Seine Jumpscars waren sehr groß, und man konnte ihm sehr leicht folgen. Natürlich er war ja auch noch ein Kind.
Während ich so in Gedanken versunken da stand, nahm mich jemand an der Schulter. Ich drehte mich um und erkannte Roland.
„Jason? Wir müssen noch...“
Er brach verblüfft ab. Dann hob er einen Finger und berührte mich an der Wange.
Er zog ihn zurück und an seinem Finger hing eine Träne. Fragend sah er mich an. Ich drehte mich weg.
„Jason? Was zur Höl-“ mehr konnte ich nicht mehr hören. Ich war schon gejumpt.
Mitten in die Sahara.
Mein Rückzugsort. Hier war niemand und die endlose weite der Wüste benebelte einen. In meinem Kopf schwirrten die Gedanken nur so herum. Ich hatte schon so lange nicht mehr geweint. Was war nur los mit mir?
Ich rieb mir über die Augen und atmete tief ein. Ich musste damit aufhören. Diese Jumper hatten es verdient getötet zu werden! Und wieder kroch dieser Gedanke in meinem Kopf herum...
Haben sie es wirklich verdient? Verdienst du es?....Ja....,ich umklammerte meinen Kopf mit meinen Händen.
Meine Beine knickten weg und ich kniete im Sand.
Ich hasste das so sehr. Aber wenn ich nicht schnell von hier weg kam, dann würde mich diese Wahrheit verschlingen.
Die Wahrheit... Verdammt ich musste hier wirklich weg!
Ich jumpte unsanft in mein Zimmer und landete auf dem Boden. Als ich mich aufrichtete, sah ich Roland vor mir stehen.
Er musterte mich mit einem beunruhigenden Blick. Ich blickte zu Boden.
Roland erhob sich von meinem Bett und ging zum Fenster.
Er stand mit dem Rücken zu mir. Dann begann er zu sprechen.
„Weißt du Jason....als ich dich damals auf der Wache abholte, wollte ich dir ein neues Leben geben. Ich wollte  dir eine neue Chance geben.“
Er hatte Recht...aber wieso eine neue Chance? ,wieder diese Stimme!
Du hast doch nichts falsch gemacht...Du brauchst keine zweite Chance...er hat nicht Recht...
ich stand abrupt auf um dieser Stimme ein Ende zu setzen.
Verwirrt drehte sich Roland um.
„Jason...wir wollten dir doch nur helfen. Wir haben dir geholfen, deshalb wirst du uns auch helfen.“ War da eine Spur von Bosheit in der Stimme?
Nein.
Er war wie ein Vater für mich.
Das bildete ich mir nur ein!
Hör genau hin...kannst du es hören? Die Verachtung? Du kleiner Jumper?
Das trieb mich in den Wahnsinn. Roland schien nichts von meinem inneren Kampf mit zu bekommen.
„Morgen um 6 Uhr bei der Zentrale“, sagte er nur und ging. Nachdem er die Tür geschlossen hatte, sank ich auf dem Bett zusammen.
.
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Kannst du es hören?
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Den Hass?
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Die Verachtung?
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Hörst du es?
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