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Untod

von Amala
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteMystery, Liebesgeschichte / P16 / Gen
20.07.2013
01.08.2013
14
5.273
 
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20.07.2013 436
 
Ich atmete tief ein und sein Geruch strömte in meine Lungen. Dieser schwer süßliche Geruch erfüllte mich und meine Zähne, die sich während unseres Gespräches wieder eingezogen hatten, fuhren jetzt wieder heraus und ich spürte meinen Hunger nun größer denn je. Er betrachtete mich mit einem seltsam verträumten Blick und mein Hunger wurde nur noch größer, als ich diese große pochende Ader an seinem Hals entdeckte. Wie sie da so wunderschön unter seiner Haut das köstliche Blut durch seinen Körper pumpte. Ich leckte mir über die Lippen. „Wie….heißt du?“, presste ich vor, versucht mich bis zu seiner Antwort unter Kontrolle zu halten. „ Ich…Jason.“, antwortete er leise, immer noch starrte er auf meine Zähne. „Okay, das kann jetzt wehtun!“, sagte ich heiser. Seine Augen weiteten sich. Dann schob ich seinen Kopf seitwärts nach hinten bis sein wunderschön blasser Hals frei und ungeschützt dalag. Dann ließ ich meinen Kopf nach unten sinken und meine Nasenspitze berührte seine Haut. Er zuckte kurz, doch dann entspannte er sich wieder. Ich spürte die Ader unter seiner Haut und meine Atmung ging schneller. Meine Zunge fuhr über die Stelle wo darunter seine Halsschlagader das Blut pumpte, pumpte und pumpte…Es roch so gut.
Dann versenkte ich meine Zähne in seinem Hals. Jason schnappte kurz nach Luft und krallte sich an mir fest, doch er schrie nicht. Stattdessen biss er die Zähne zusammen und presste sich an mich. Es war schon irgendwie seltsam, dass ein Junge, den ich gerade einmal bei einem Flug zurück nach England kennen gelernt hatte, mich plötzlich dazu brachte, ihn zu verwandeln. Normalerweise tat ich so was ja nicht. Normalerweise. Aber dieser Junge hatte irgendetwas an sich, ich konnte es von Anfang an spüren. Ich könnte es nicht erklären, selbst mir würden dazu die Worte fehlen, aber es ist irgendetwas, dass jemanden etwas Bestimmtes tun lässt, dass er sonst nicht getan hätte. „Vielleicht wird das dann seine Fähigkeit?“, dachte ich mir.
Sein Blut war köstlich. Ich glaube  ich hatte noch nie so köstliches Blut gekostet. Ich nahm jeden Schluck mit großen Zügen, aber auch mit einer gewissen Vorsicht, ich wollte ja nicht, dass er starb, bevor die Wandlung nicht abgeschlossen war. Bevor ich den letzten Schluck nahm, als Jason schon seine Augen geschlossen hatte, ließ ich von ihm ab. Ich hob meinen Arm und biss in mein Handgelenk und nahm ein paar große Schlucke von meinem eigenen Blut auf. Dann holte ich Jasons Gesicht nah zu meinem heran. Seine Körpertemperatur war schon etwas gesunken und ich spürte kaum noch seinen Puls geschweige denn überhaupt dass er atmete. Ich betete innerlich, dass er noch nicht tot sei.
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