V - die Besucher (Staffel 3)

GeschichteSci-Fi, Übernatürlich / P12 Slash
Anna Erica Evans Jack Laundry Kyle Hobbes
18.07.2013
22.09.2013
9
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18.07.2013 1.180
 
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Hrrr, nach langem wieder ein neues Kapitel.
Tut mir leid, dass ich so nachlässig mit der Geschichte bin, aber zu Schulanfang gab es viel zu tun und so. Naja, ich versuche jetzt wieder etwas aktiver zu werden c;
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Die Musik spielte, Leute lachten, tanzten und das Wetter spielte auch mit.
Anna sah in die tiefblauen Augen des Mannes, den sie nicht kannte - weder seinen Namen, noch wer er eigentlich war. Doch das störte sie nicht, im Gegenteil. Diese Augen, die Spiegel zu seiner Seele - so tiefgründig und geheimnisvoll. Die Königin seufzte innerlich, als der Tanz mit dem Fremden endete. Seine Hand entglitt ihrer, in der nächsten Sekunde nickte er ihr zu und war in der tanzenden Menge verschwunden.
Anna streckte die Hand aus, ohne nach unten zu ihrer Stieftochter zu sehen.
,, Amy, es ist Zeit zu gehen..."
Doch als niemand nach dieser griff, merkte sie dass etwas nicht stimmte.
,,...Amy? Amy!"
Die Panik in ihr wuchs. Wo war das Kind? Hatte sie jemand entführt? Schnell suchte sie nach einer Methode sie ausfindig zu machen. Wegen der lauten Musik würde sie niemand hören, geschweige denn überhaupt wahrnehmen.
Die Bühne!
Das war ihre Chance. Mit klopfendem Herzen kletterte sie zu der gerade spielenden Band, welche Anna aber gekonnt ignorierte. Sie drängte den Sänger vom Mikrofon und nahm es selbst an sich.
,, Entschuldigung, aber hat irgendjemand meine Amy gesehen?"
Die Leute sahen sich um und murmelten umher, doch niemand schien das Kind zu sehen.
,, Wo ist sie?"
Anna's Herz klopfte vor Panik. Die Tatsache, dass sie vor hunderten von Menschen redete, machte das ganze nicht wirklich ertraglicher.


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,, Geht's dir schon besser?"
Erica betrat ein kleines Zimmer, nachdem sie dreimal geklopft und darauf ein 'Herein!' vernommen hatte.
Jack saß auf seinem Bett, die Hände ineinander verschränkt und den Kopf gesenkt.
Als die FBI- Agentin hereinkam, blickte er auf.
,, Ich bin nicht krank, Erica. Nur verwirrt."
Sie schenkte ihm ein müdes Lächeln, dann setze sie sich zu ihm. Ihr fiel auf das sein Bett steinhart war.
,, Wie schläfst du hier eigentlich?"
,, Was meinst du mit schlafen?" , gab er lächelnd zurück - sie kicherte leise.
Project Alice hatte der fünften Kolone ein paar Zimmer zum schlafen angeboten. Erica war zuerst misstrauisch gewesen, doch später war sie auf das Angebot eingegangen, da sie es sicherer für alle fand.
Der Priester räusperte sich, dann wurde er wieder ernst:
,, Wie geht es der Kleinen?"
,, Amy? Sie hatte anfangs etwas Angst, aber nun geht es. Als wir ihr erzählt haben, dass wir auf Joshuas Seite stehen, war sie bereit zu kooperieren."
,, Das ist gut...oder?"
,, Sehr gut sogar."
Jack starrte plötzlich bestürzt nach unten.
,, Tut mir leid, dass ich nicht helfen kann. Ich weiß nicht was ich tun soll, Erica. Egal wie sehr ich versuche Anna zu hassen, für das was sie getan hat...Ich kann es einfach nicht! Sie kontroliert mich, meine Gedanken, was ich fühle... einfach alles! Es ist... als ob ich meine Seele an den Teufel verkauft hätte..."
Erica sah ihren Freund mit einem mitfühlendem Blick an.
,, Schon okay. Wir werden einen Weg finden, die Beseelung zu stoppen. Immerhin haben wir jetzt eine Echsenprinzessin."
Der Mann schenkte ihr ein trauriges Lächeln, dann öffnete er den Mund um etwas zu sagen. Doch jemand klopfte an der Türe und war im nächsten Moment schon in's Zimmer getreten.
Jack spürte, wie sich die neben ihm sitzende Erica verkrampfte. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten zusammen, und zwar so fest, dass sich ihre Knöchel weiß färbten.
Aber die Person kümmerte sich nicht weiter darüber, sondern sah sich in aller Ruhe um.
,, Eine etwas traurige Einrichtung für einen Geistlichen, findest du nicht Jack?"
Er hatte Recht: Die Wände und alles Andere war grau gestrichen worden und es fehlte jegliche Art von Dekoration. Alles was im Zimmer stand, war ein Schreibtisch aus Metall und ein Militärbett.
Bevor der Priester antworten konnte, tat es Erica:
,, Was willst du hier, Hobbes?"
,, Was? Störe ich euch etwa? Soll ich gehen und eine Socke an die Türschnalle hängen?"
Die Frau blickte verärgert in seine Augen und knirschte mit den Zähnen.
,, Warum bist du hergekommen?"
Hobbes trat näher an Erica heran, dann flüsterte er in ihr Ohr:
,, Ich hab da was, das für dich vielleicht interessant sein könnte."
Die Agentin hob eine Augenbraue, dann verzog sie den Mundwinkel.
,, Und wo ist der Haken an der Sache?"
,, Wir reden unter vier Augen, mehr nicht."
Dabei sah Kyle zu Jack, welcher schon dabei war aufzustehen. Als er gegangen war, holte Hobbes etwas aus seiner Jackentasche hervor.
Erica stand der Mund offen.
,, Der Kommunikator... Wie hast du...?"
Der Mundwinkel des Söldners verzog sich zu einem kleinen Lächeln.
,,Kontakte."
Erica schluckte erleichtert. Mit ihr konnte sie sich mit Joshua austauschen, ohne sich mit ihm treffen zu müssen, sodass Anna verdacht auf Verrat schöpfen könnte.
Sie wollte die kleine Kugel gerade an sich nehmen, da schloss Hobbes seine Hand.
,, Ah - ah. Nicht so schnell."
Die Blondine stöhnte kurz auf.
,, Ich wusste es gibt einen Haken."
Doch anstatt spöttisch zurückzureden, schluckte er nervös.
Der lockere Blick in seinen Augen verschwand und hinterlies einen Krater voller Verzweiflung.
,, Hör zu, Erica.
Ich habe dir schon so oft gesagt, dass mir das was ich getan habe leid tut. Ich weiß, es war falsch und feige auf die V's hereinzufallen, und ja ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht."
Die Agentin vermeidete den Augenkontakt zu ihm.
,, Du hättest nein sagen können. Einfach nein."
Noch immer sah sie zur Seite, anstatt in seine Augen.
,, Du hättest weggehen können! Weißt du was?
Mir ist eines klar geworden. Wäre Joe DEINETWEGEN nicht gestorben, wäre Tyler niemals von zu Hause aubgehauen! Er wäre nie gestorben, wenn er nicht gegangen wäre!"
Jetzt sah sie ihm tief in seine Augen, schluchzend, und versuchte ihre Tränen zurückzuhalten.
,,Meine Familie ist deinetwegen tod, Kyle Hobbes."
Mehr brachte sie nicht heraus. Sie wollte sich gerade umdrehen und weggehen, da packte er sie am Handgelenk.
,, Wenn die Besucher dir gesagt hätten, dass Tyler im Mutterschiff gefangen gehalten wird, und sie ihn töten werden wenn du Eli Cohn's Gebäude nicht sprengst, was hättest du an meiner Stelle getan?!"
Erica liefen die Tränen über das Gesicht, als sie ihn ansah und keine Antwort wusste.
Der Söldner schluckte hart und atmete nurnoch durch den Mund ein und wieder aus.
,, Es. Tut. Mir. Leid.
Mehr kann ich nicht tun. Glaub mir, wenn es eine Chance geben würde, deine Familie zurück zu holen..."
Mehr brauchte er nicht sagen, denn sie hatte verstanden.
,, Erica, bitte. Verzeih mir. Wir können so nicht weitermachen! Da draußen wartet eine Armader voller Aliens, die versucht die menschliche Rasse auszulöschen! Wir sollten uns zusammentun, und nicht gegenseitig hassen!
Erwartungsvoll blickte er sie an, und nach einiger Zeit stand ihr Entschluss fest.
,, Ich brauche Zeit zum Nachdenken."
Dann ging sie, ohne ein weiteres Wort, in ihr Zimmer, und blieb dort den ganzen restlichen Tag.
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