V - die Besucher (Staffel 3)

GeschichteSci-Fi, Übernatürlich / P12 Slash
Anna Erica Evans Jack Laundry Kyle Hobbes
18.07.2013
22.09.2013
9
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18.07.2013 760
 
Louis Everett bahnte sich einen Weg durch die Menschenmasse, während laute Pop-Musik zu spielen begann. Die Menschen sangen einige Textzeilen von Liedern mit, die er nicht kannte - er hatte wegen seines Jobs nicht viel Zeit sich "die neuesten Hits" anzuhören - und waren in guter Feststimmung. Als er eine ältere Frau entschuldigend zur Seite schob um voranzukommen, erblickte er die Besucher. Anna stand neben Amy und hielt ihre Hand, doch deren beider Konzentration war auf die riesige Bühne des Musikfests gerichtet. Everett vergewisserte sich, ob Erica hinter ihm stand, dann gab er ihr ein Nicken als Zeichen und verschwand erneut in der Menge.

Erica Evans verstand und bewegte sich nun in Richtung Amy. Diese stand mit offenem Mund da und sah mit leuchtenden Augen zum Sänger der gerade spielenden Band empor, doch die zwei waren gut 30 Meter vom Schauspiel entfernt, was Erica einen Vorteil verschaffen würde. Von der Bühne aus würde es niemand mitbekommen, wenn sie nur schnell genug handeln würde.


Kyle Hobbes starrte in das Zielfernrohr seines Sniper-Geschützes und beobachtete alles genau. Louis trat nun vor die Königin und begann mit ihr zu reden. Nach einer Weile war Anna förmlich in das Gespräch vertieft, was komisch wirkte. Über was redeten die zwei, dass diese Frau so großes Interesse an ihm zeigte?
Everett berührte sie nun mit beiden Händen an den Schultern. Kaum merkbar drehte er sie immer weiter nach links, ohne den Mund zuzumachen. Es war, als hätte Louis sie mit einer Art Zauber belegt, denn Anna achtete nurnoch auf den Mann vor ihr, und nicht mehr auf ihr eigenes Kind.

Mister Everett starrte in Anna's Augen. Er stand dem Teufel höchst persöhnlich gegenüber. Dieses gespielte Lächeln ging ihm tierisch auf die Nerven: Bei allem was er sagte, kamen ihre schneeweißen Zähne zum Vorschein, doch in ihren Augen erkannte man die List einer Schlange und die Gnadenlosigkeit eines Raubtieres.
,, Das Saxophon ist ein sehr ausgeprägtes Instrument. Es sieht zwar einfach gestrikt aus, aber darauf zu spielen? Ich habe zwei Jahre dafür gebraucht, alle Griffe auswendig zu lernen!", erläuterte er nun. Das, was er sagte war wahr - er hatte als kleiner Junge mit dem Saxophon spielen angefangen und war von Anfang an begeistert davon gewesen.
Schon wieder kam dieses Grinsen von Anna aus.
,, Sie interessieren sich also für Musik?", fragte sie mit neugierigem Unterton.
,, Ja, das tue ich. Aber...noch mehr interessiere ich mich für Sie."
Nun hatte Louis das erreicht, was er wollte. Anna hatte Amy's Hand losgelassen und starrte tief in seine Augen.
,, Ist das so?"
,, Natürlich. Sie sind wunderschön und haben Köpfchen. Wer hätte nicht gern so eine Traumfrau?"
Die gesamte Menschheit, wenn sie wüsste was du wirklich tust, ging es dem FBI Agent durch den Kopf.
Anstelle seine Wörter wieder herauszuwürgen, schluckte er, nahm ihre Hand und küsste deren Handrücken. Ein unverkennbares Lächeln, wie nur er es konnte, und schon war ihm die Königin verfallen. Louis fragte sich, ob Anna ihre Emotionen wirklich nur vorgaukelte. Sie war eine verdammt gute Schauspielerin.
,,Haben sie Lust auf einen Tanz?"
Sie nickte lächelnd und entfernte sich von ihrem Kind, an das sie nicht mehr gedacht hatte, seit sie in seine Augen gesehen hatte.

Die FBI Agentin brauchte viel Kraft, um den Mund der Kleinen zuzuhalten. Sie wehrte sich mit aller Kraft und schlug wie wild um sich.
,,Lass mich gehen! Geh weg!", schrie Amy, doch Erica hatte alles im Griff. Sie schleppte das Kind zurück zum Wagen, holte ein Stahlseil aus dem Kofferraum hervor und verband ihr damit Hände und Füße. Mit einem Stück Klebeband verschloss sie Amy's Mund, sodass sie nicht schreien konnte. Sie setzte sie in's Auto und rief Louis an. Sie schnaubte in's Telefon, als sie sagte:
,,Okay, ich hab sie. Komm zurück."

Zehn Minuten später kamen Hobbes und Louis zeitgleich am Auto an. Beide setzten sich nach hinten, während Amy mit rotem Gesicht am Beifahrersitz schmollte. Sie begann zu weinen und strampelte wie ein gefangener Fisch im Netz herum.
Das Kind tat Erica leid, aber sie musste sich auf das Fahren konzentrieren.
,, Gute Arbeit.", kommentierte Hobbes während der Fahrt, doch Erica sah ihn mit gekonntem, eiskalten Blick per Rückspiegel in die Augen.
Nun wandt er sich an Louis.
,, Über was hast du mit dem Echsenblag überhaupt gesprochen? Ihre Augen klebten die ganze Zeit an deinen."
Everett hob die Augenbrauen und fuhr sich durch sein langes, schwarzes Haar.
,, Sagen wir einfach, jede Frau lässt sich mit gut gewählten Worten rumkriegen."
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