V - die Besucher (Staffel 3)

GeschichteSci-Fi, Übernatürlich / P12 Slash
Anna Erica Evans Jack Laundry Kyle Hobbes
18.07.2013
22.09.2013
9
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18.07.2013 916
 
Der Regen prasselte unaufhörlich auf den harten Beton von New York's Straßen. Das kalte Wetter tat sowohl den Pflanzen als auch den Menschen gut, die sich nun nach der Sommerhitze etwas erholen konnten. Die Sonne hatte sich nun schon den ganzen Tag hinter der dicken Wolkendecke versteckt, und es sah nicht so aus, als würde sich der Sturm heute noch beruhigen. Hier und da erzuckte auch ein Blitz am Himmel, und doch liefen einige Kinder nach draußen und sprangen in jede Pfütze die sie sahen, während die Eltern sie immer wieder deswegen ermahnten.

Chad Decker zitterte am ganzen Körper. Der Regen hatte seinen Anzug komplett durchnässt und seine Frisur ruiniert, doch dies waren gerade seine kleinsten Sorgen. Er unterdrückte das Klappern der Zähne, um seine Angst zu verstecken. Sie sollten nicht sehen, dass er sich vor dem fürchtete, was nun kam.
Mit zwei Besuchern im Rücken stieg er in ein Shuttle und setzte sich auf einen weißen, bequemen Sitz.
Verdammt Decker, lass dir was einfallen!
Doch bevor er handeln konnte, starteten die Düsenmotoren und das Shuttle hob ab.
Die Häuser und Menschen unter ihm wurden immer kleiner und kleiner. Er hatte keine Wahl, jetzt würde jeder Fluchtversuch zwecklos sein. Anna wusste von seiner Arbeit für die fünfte Kolone.
In Gedanken schrieb Chad schon sein Testament, dann schloss er die Augen und bereitete sich auf das vor, was nun folgen würde.



Kyle Hobbes öffnete nur langsam die Augen. Sein Blick schweifte durch den kleinen Raum, den er zum Schlafen bekommen hatte:
Eigentlich sah er aus wie eine Gefängniszelle. Wand und Boden bestanden aus harten Metallplatten, nur ein kleiner Teppich lag in der Mitte des Zimmers. Das Einzelbett auf dem der Söldner lag, war zwar sehr klein, doch wenigstens bequem. Groß war der Raum aber auf keinen Fall.
Hobbes fasste sich auf seine rechte Wange. Sie tat immer noch weh, und er konnte sie pochen spüren. Dann fiel ihm ein, was gestern passiert war.

Verräter! Ich sollte dich töten! Du mieser Bastard wie konntest du nur?!
Nachdem Erica ihn noch weiter beschimpft und gedemütigt hatte, wollte Lars Tremont eingreifen, doch die Agentin hatte bereits ausgeholt und Kyle einen Hieb auf die Backe geschenkt. Sie musste von Tremont und ihrem ehemaligen Parter des FBI zurückgehalten werden, bis sie schließlich in Tränen ausgebrochen war. In all der Zeit hatte Hobbes es über sich ergehen lassen, denn er hatte es nur verdient.
Lars hatte sich entschuldigt und ihm Unterkunft angeboten, doch der Söldner hatte den misstrauischen Blick in seinen Augen bemerkt.
Einer der meistgesuchten Amerikas.
Schließlich war er auf das Angebot eingegangen und sich um halb sechs abends schlafen gelegt.



Hobbes' warf zwei Tabletten in ein Glas kaltes Wasser und trank sie in einem Schluck. Es würde die Schmerzen für ein paar Stunden lindern. Dann griff er nach seinem Revolver und ging in Richtung Besprechungsraum.

Die Stahltüre öffnete sich, dann betrat er das Zimmer. Alle saßen dort: Lars Tremont, Louis Everett, Erica Evans, Jack Landry, zehn andere Personen, die er nicht kannte, sogar auch Sid Miller, welchen er mit einem Kopfnicken begrüßte.
Kyle setzte sich dazu, woraufhin er eisige Blicke von Erica einfing. Sie saß so weit möglich von ihm entfernt, am anderen Ende des ovalen Eichenholztisches. Ihre Augenringe verrieten, dass sie nicht viel geschlafen hatte. Die Beiden starrten sich gegenseitig emotionslos in die Augen, bis Lars sich räusperte und das Wort ergriff:
,, Mitglieder von Projekt Aries! Ich habe Dinge von allerhöchster Wichtigkeit zu verkünden, also bitte ich um volle Aufmerksamkeit.
Wir beginnen mit dem Thema Beseelung."
Tremont sah zu Jack hinüber, welcher einmal nickte.
,, Mister Jack Landry, ehemaliger Priester der christlichen Kirche wurde auch von den Besuchern beseelt. Wir haben nachgeforscht, und herausgefunden, dass seine Erinnerungen komplett umgepolt wurden. Sprich, er erträgt den Gedanken nicht, gegen Anna zu kämpfen. Jedes mal, wenn wir ihm die Wahrheit sagen wollen, setzt Bewusstlosigkeit sowie leichte Amnesie ein. Er vergisst jegliche Information, die Anna schaden könnte.
Sie hat ihn und die gesamte Menschheit in der Hand. Weswegen Mister Landry nicht an zukünftigen Missionen teilnehmen wird."
Der Chef von Projekt Aries machte eine kurze Pause, sodass alle mitkamen. Er räsuperte sich nocheinmal, dann sprach er weiter.
,, Einige Abtrünnige Besucher erzählten uns, dass wir das ganze nur mit Gegenbeseelung rückgänig machen könnten. Wir bräuchten also einen fähigen Besucher."
Erica ergriff das Wort.
,, Joshua hat mir erzählt, dass es nur zwei mögliche Kandidaten hierfür geben würde. Anna, oder ihre Stieftochter, Amy."

Louis hob die Hand, als wäre er in der Schule und fing an zu reden:
,, Ja, und hier kommt mein Plan in's Spiel. Nächste Woche wird es ein kleines Musikfest in New Orleans geben, zudem Anna und Amy eingeladen sind. Es werden dort ziemlich viele Menschen sein, da fällt ein kleines Besucherkind weniger nicht auf."
Einige Mitarbeiter stimmten zu, dann ergriff Tremont wieder das Wort:
,, Nach Orleans werden Mister Hobbes als Scharfschütze, falls etwas passiert, Mister Everett, welcher die Besucherin entführen wird und Agent Evans, als rechte Hand von Louis fliegen. Sidney und Jack bleiben hier, die anderen gehen bitte ihrer Arbeit nach. Wir treffen uns in zwei Wochen nocheinmal hier und sehen dann weiter.
Die Personen standen auf, bis auf Erica und Hobbes. Er wusste was sie gerade dachte:
Lieber würde ich sterben, als mit dir irgendetwas zu unternehmen.
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Jep, ich habe nichts besseres zu tun als um fünf nach halb zwei in der Früh Kapitel zu schreiben xD
ich hoffe euch gefällt es, auch wenn es diesmal etwas kürzer ausfiel. Schreibblockade ftw q-q
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