V - die Besucher (Staffel 3)

GeschichteSci-Fi, Übernatürlich / P12 Slash
Anna Erica Evans Jack Laundry Kyle Hobbes
18.07.2013
22.09.2013
9
7.666
 
Alle Kapitel
21 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
18.07.2013 1.104
 
Wooo neues Kapitel mit neuen von mir ausgedachten und Johnny Depp überhaupt nicht ähnelndem Charakter ;D


Kyle Patrick Hobbes berührte den Abzug seines Präzisionsgewehres, eine Remington 700. Sein rechtes Auge fixierte mithilfe des Zielfernrohrs den Kopf seines Opfers.
Noch durfte er nicht abdrücken.
Sein Ziel befand sich mitten auf einer Baustelle, gleich neben einem Park, in dem sich Hobbes versteckte. Die Person die er beobachtete, ein Mann mittleren Alters mit braunen Haaren und Dreitage-Bart, trug einen Schwarzen Koffer mit sich herum. Dieser war sein Ziel, er durfte ihn ja nicht aus den Augen verlieren.
Das Gebüsch um den Scharfschützen herum versteckte ihn gut, so musste man sich sehr anstrengen, um ihn zu erkennen. Einzig und allein die Mündung des Gewehres schaute beinahe unschuldig aus dem Dickicht.
Der Mann auf der Baustelle schien auf etwas oder jemanden zu warten. Vermutlich auf seine Kontaktperson. Wenn Kyle nur etwas Gedult haben würde, könnte er gleich den zweiten erledigen. Es war zwar nicht unbedingt nötig, doch sein Auftraggeber hatte ihm einen kleinen Bonus dafür versprochen. Er war es gewohnt, Menschen sterben zu sehen.
Dann kam ihm die Erinnerung an die Explosion des Gebäudes, in dem Joe sich befunden hatte, Erica's Schreie, als er sich umbemerkt umgedreht hatte und in die Menschenmenge untergetaucht war.
Hobbes schluckte einmal und verdrängte das Szenario. Er starrte weiter in sein Zielfernrohr, bis der Auftraggeber gekommen war. Er sah, wie sich die Beiden kurz zunickten, und ein paar Worte wechselten. Dann, als der Dreitage-Bart-Mann im Begriff war den Koffer seinem Partner zu übergeben, drückte Hobbes den Abzug ab.
Die Kugel verließ mithilfe einer schallgedämpften Explosion den Lauf, bahnte sich trotz Gegenwind einen Weg aus dem Park und steuerte auf die Baustelle zu. Im Bruchteil einer Sekunde drang das Stück Metall in den Frontallappen des Zieles ein und durchschnitt tausende von Nerven - und Blutbahnen, bis es etwa in der Mitte des Schädels zum stehen kam. Die Person hatte nicht einmal mehr Zeit zum schreien, so groß der Schmerz auch gewesen sein mag. Sofort gaben seine Beine nach, dann gab ihm die Schwerkraft den Rest. Der Koffer fiel neben ihm auf den harten Beton.
Hobbes wechselte schnell seine Schussrichtung, bis das Kreuz in seinem Zielfernrohr auf den Kopf der anderen Person zeigte, im gleichen Moment wechselte er die leere Patrone gegen eine neue Kugel aus. Er wollte Abdrücken, doch das neue Opfer machte rasch eine Rolle hinter eine aufgestapelte Betonröhre.
Verdammt, ist der schnell.
Der Flüchtling durfte auf gar keinen Fall entkommen, sonst wäre seine Mission gescheitert, und obendrein hätten die USA noch einen Grund, ihn lebenslänglich einzusperren.
Kyle wartete, doch natürlich war sein Gegner nicht so dumm sich zu zeigen. Stattdessen wurde etwas über die Betonröhre geworfen und landete etwa zwei Meter entfernt von Hobbes. Eine Sekunde später piepste das Ding einmal und explodierte mit einem lauten Knall.
Jetzt wird's interessant.
Nebel lag zwischen der Baustelle und dem Park, jetzt konnte das Opfer entweder unbemerkt fliehen, oder seinem Gegner die Kehle zerschneiden. Hobbes' Sinne und Erfahrung meldeten sich, sodass er sich apprupt umdrehte, als er eine Hand auf seiner Schulter ihn zu packen versuchte. Er sah die Person nur spärlich durch den Nebel, weshalb es schwer war, seine Bewegungen vorauszuahnen.
Notiz an mich: Rauchbomben sind praktischer, als ich dachte.
Der Scharfschütze verließ das Gebüsch und steuerte durch die Rauchschwaden auf die Baustelle zu.
Er hatte gerade noch Zeit sich zu verteidigen, als in der nächsten Sekunde etwas scharfes seine Hand - Vermutlich ein Hand - oder Taschenmesser - zerschnitt und eine tiefe Wunde an seinem Handrücken hinterließ. Er stolperte ein paar Schritte zurück, bis er einen Gewehrlauf auf an seinem Hinterkopf spürte. Apprupt hörte er auf sich zu verteidigen und hielt die Hände hoch. Dieser Mann war kein normaler Passant.
_____________________________

Das Telefon klingelte, dich Erica war das egal.
Im Moment war ihr alles egal. Tyler war tot. Joe war tot. Somit existierte auch ihre Famile nicht mehr. Eli Cohn, der einzige fähige Anführer der fünften Kolonne - tot.
Und nun sollte sie alles anführen. Alles hatte sich im Laufe von drei Monaten so schnell geändert. Sie konnte sich noch gut an das gemeinsame Frühstück mit Tyler erinnern. Oder an den Tag, an dem sich Joe und sie selbst nicht in die Haare gefallen waren, sondern Tyler zusammen das Kochen beigebracht hatten.
Die Agentin lächelte traurig und drehte sich auf ihrer Wohnzimmer Couch herum, die Arme um sich selbst gelegt. Sie hatte ihren Sohn ganze siebzehn Jahre lang heranwachsen sehen, und nun war er einfach weg, und nichts konnte ihn zurückbringen. Nicht einmal die Besucher, die Maschinen benutzen um gebrochene Gliedmaßen oder Krankheiten zu heilen konnten es. Alles, was sie ihm beigebracht hatte - das Sprechen, das Laufen, sowie die vielen Fragen, die sie ihm beantwortet hatte, und einfach alles andere - es war alles umsonst gewesen.
Das Telefon holte Erica zurück in die Realität. Es klingelte nun schon zum X-ten mal. Sie setzte sich auf - ihre Gliedmaßen waren gerade dabei nachzugeben, als die es doch schaffte - und drückte den Hörer gegen ihr Ohr.
,, Miss Evans, hier ist Lukas Tremont ", meldete sich eine Stimme, ,, wir wissen jetzt, wer das Gebäude in dem Eli Cohn sich befand, gesprengt hat."
__________________________________

Kyle's Kopf drehte sich und seine Hand tat weh.
,, Sie wollen mir also weißmachen, dass sie für eine Organisation arbeiten, die sich gegen die Besucher stellt und ihren Stützpunkt unter der Erde hat?"
Der Mann nickte ernst. Er sah aus, als ob er nicht oft Witze machte.
,, Mein Name ist Louis Everett. Tut mir leid, wegen der Hand."
Der Söldner begutachtete sie: Louis hatte wahrscheinlich eine Arterie getroffen, und nun floss das Blut über seine Hand.
,, Hab schon schlimmeres erlebt ", antwortete er.
Louis, ein schwarzhaariger Mann mit einem Schnauzbart und dicken Brillengläsern lächelte kurz, dann zeigte er Richtung Straße.
,,Mein Auto steht dort. Wenn sie wollen, fahre ich sie dort hin. "
Hobbes kneifte die Augen misstrauisch zusammen.
,, Wer sagt mir, dass sie nicht selbst einer von diesen Echsen sind, und sie mich nicht einfach umbringen wollen?"
Doch Mr. Everett grinste schief und blickte ihm tief in die Augen:
,, Wenn ich das wirklich wäre, hätte ich ihnen auch geraten den Mann zu erschießen. Er war einer von uns. Sie wurden reingelegt."
_______

So das wars. Kapitel zuende, ich hoffe es hat euch gefallen c: Ich habe jetzt endlich eine Lösung für mein Problem a lá "Wie geht es zu Ende und wie sollen dumme Menschen kluge Aliens niederstrecken?"
Die Antwort verrate ich natürlich nicht, aber ich kann euch sagen, das Louis, der neue und Amy, Anna's Stieftochter eine Entscheidende Rolle spielen wird ;)
Review schreiben