V - die Besucher (Staffel 3)

GeschichteSci-Fi, Übernatürlich / P12 Slash
Anna Erica Evans Jack Laundry Kyle Hobbes
18.07.2013
22.09.2013
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Ihr fühlt nichts, außer Frieden.
Meinen Frieden.
Fühlt meine Liebe.
Bei mir kann euch nichts passieren.
Bei mir seid ihr sicher.
Nur Frieden. Sonst nichts.


Das Licht erhellte ganz New York City, alle Augen waren auf das Mutterschiff gerichtet, dessen helle Lichtstrahlen denen eines Leuchtturms glichen. Jeder einzelne Einwohner dieser riesigen Metropole starrte nur auf das Besuchershuttle.
Bis auf Agent Erica Evans.
Sie stand neben Jack, ihre Arme fest um seinen Körper umschlungen und wagte nicht nach oben zu sehen, bis die Stimme und das gleißende Licht verschwunden waren.

,, Jack...Jack sieh mich an."
Erica nahm sein Gesicht in ihre Hände, versuchte Augenkontakt herzustellen, doch der Priester blickte starr zum Himmel hinauf ohne ein Wort zu sagen.
Sie wurde langsam panisch, als er nach ein paar Minuten noch immer nicht reagierte. Die Verzweiflung in ihr gewann beinahe die Oberhand. Am liebsten wäre sie einfach ganz weit weggelaufen, dahin, wo die Echsen sie nicht finden konnten. Doch Erica konnte nirgendwo hin. Ihre weichen Knie ließen es einfach nicht zu. Außerdem wüsste sie nicht wohin sie rennen sollte, die Besucher hatten jede Stadt und jeden Winkel dieser kaputten Welt beinahe erobert.

Nach ein paar Stunden waren alle Menschen wieder die alten, abgesehen davon, dass sie Anna und ihrem Schiff von der Erde aus zujubelten. Jack wurde schnellstens in das Aries - Hauptquartier gebracht.
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Der Scotch rauschte ihren Rachen herunter und hinterlies ein leichtes brennen im Hals. Wieder und wieder schenkte sie nach, bis sie sich ein bisschen aufgeheitert fühlte.
Ericas Leben war nur noch ein einziges Chaos. Tyler war unauffindbar, Joe war tot, die fünfte Kolonne war zerfallen, von Hobbes fehlte jede spur und Jack sowie jeder andere Mensch auf diesem verdammten Planeten wurde soeben beseelt.
Alles war umsonst gewesen. Nun vertraute jeder Anna. Sie zog nun die Fäden. Niemand würde ihr wiedersprechen.
Die Agentin vom FBI hatte sich in ihre eigenen vier Wände zurückgezogen und nun lag sie alleine in ihrem Bett, stellte das Gläschen Scotch auf den Nachttisch, mit dem Ziel wenigstens für ein oder zwei Stunden zu schlafen.
Oder für zehn Stunden. Oder am Besten, einfach nie wieder aufwachen.

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Für Kyle Hobbes hatte es jahrelang nur eine Lebenseinstellung gegeben.
Informationen bekommen, Ziel töten, Geld einstecken.
So war er es gewohnt. Wenn man Söldner war, musste man jeden noch so kleinen Funken von Mitgefühl einsperren, verdrängen und innerlich auslöschen. Zeigte man Gnade, hatte man keine Chance in diesem Job.
Töten oder selbst getötet werden.Und all die Jahre hatte er es geschafft jeden Auftrag erfolgreich auszuführen. Egal wie, seine Ziele fanden immer den Tod. Er hatte es immer geschafft mit allem fertig zu werden.
Bis heute.
Hobbes hatte sie enttäuscht. Er war vor seinen Prioritäten geflohen, hatte Erica Evans im Stich gelassen, und das als sie ihn am wahrscheinlich meisten gebrauchen konnte.
Was hätte ich tun sollen?
Er hatte sich diese Frage immer und immer wieder gestellt. Er trug Schuld an Joe Evan's tod. Hobbes konnte mit dieser Last nicht mehr vor ihre Augen treten. Er hatte es nur verdient, so weit möglich von ihr wegzubleiben.
Und sie weiß es nicht einmal.

Der Söldner hatte sich in sein geheimes Versteck verschanzt. Als Soldat hatte man immer einen "Notfallstützpunkt" wo man sich ungestört zurückziehen konnte. Er lag etwas weiter südlich von New Orleans, in einem großen Wald. Dort stand seine Hütte mit einem begehbaren Bunker, der unter die Erde führte. Als er bemerkt hatte, dass Licht vom Himmel fiel und Anna's Stimme zu hören war, war er schnell in seinen Bunker geflohen.
Und da saß er nun vor einem Metallschreibtisch, den Kopf in die Hände gestützt, enttäuscht über sich selbst.
Ich bin ein verdammtes Arschloch.
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