Leere Augen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P12
John Roxton Marguerite Krux
18.07.2013
16.11.2013
3
1544
 
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Leere Augen

Kapitel 1:

"John ich liebe dich." Diese Worte lösten ein Kribbeln und Glücksgefühl in ihm aus, wie er es vorher noch nie erlebt hatte. Die Welt schien still zu stehen und ein Lächeln, nein ein Strahlen, breitete sich über dem Gesicht des Lords aus. So viele Monate und Jahre hatte er für seine große Liebe gekämpft. Er war ihr immer nah und doch so fern gewesen. Immer wieder hatte sie ihn abgeblockt. Immer wieder hatten sich beide selbst im Weg gestanden. Und dann endlich, an einem verregneten Mittag hatte sie ihm alles gestanden.

Beide hatten den Morgen über gejagt und als sie plötzlich angefangen hatte zu lachen konnte er  nicht anders, als mitzulachen. Irgendetwas war an diesem Tag anders. Und gerade als sie auf den Heimweg waren hatte es angefangen, wie verrückt, zu regnen. Sie hatten sich unter einigen Ästen untergestellt. Doch bekamen sie den Regen kaum mit. Sie standen einfach nur da und sahen sich gegenseitig tief in die Augen. Er zog sein Hemd aus und legte es über ihre Schultern, sodass sie nicht frieren musste. Dabei flüsterte er ihr liebevoll : "Ich bin immer für dich da." ins Ohr, woraufhin sie endlich das sagte, was er so lange hören wollte.

Das ganze war jetzt schon einige Wochen her. Seitdem waren die beiden nicht mehr zu trennen. Den ganzen Tag über waren sie zusammen. Sie gingen gemeinsam auf die Jagd, gemeinsam schwimmen, gemeinsam spazieren. Nachts  hielt er sie in seinen Armen und strich ihr sanft über ihre Wange, bis sie eingeschlafen war. Für beide schien die Uhr stehen geblieben zu sein.  

Auch die anderen Baumhausbewohner waren zufrieden mit der Situtation. Ned und Veronica hatten sich. Und George hatte endlich irgendetwas furchtbar wichtiges erfunden.

Doch dann, etwa 2 Monate, nach dem Geständnis war John irgendwie anders. Er wollte nicht mehr den ganzen Tag Marguerite um sich haben. Wenn sie meinte, sie würde mit auf die Jagd kommen, blockte er ab. Nachts nahm er sie nur selten in den Arm und beim Essen setzte er sich oft weg von ihr.

Sie wusste nicht, was sie machen sollte. Ob sie etwas falsch gemacht hatte? Ob er eine andere liebte? Sie wusste nicht mehr weiter. Alle Versuche ihn auf sich aufmerksam zu machen oder ihm eine Freude zu machen tat er mit einem Augenrollen und einem Später vielleicht ab. Auch die anderen waren ziemlich ratlos.

An jenem Morgen wollte John wieder alleine auf die Jagd gehen. Marguerite beschloss deshalb ihm in einem sicheren Abstand zu folgen, so dass er es nicht merken würde. Sie musste unbedingt wissen, was mit ihm los war.
John hatte gerade einen Saurier anvisiert, als hinter ihm etwas im Gebüsch krachte. Er fuhr herum, der Saurier verschwand und er schoss. Mit einem lauten Schrei lies sich jemand fallen.

Erschrocken sah John nach und fand Marguerite im Gebüsch. Als er festgestellt hatte, dass ihr nichts fehlte fluchte er los: "Verdammt Marguerite. Ich hätte dich erschießen können. Was machst du hier? " Doch schon einen Moment später motzte er los: "Spionierst du mir nach?" "Nein natürlich nicht.",motzte Marguerite zurück. "Und was machst du dann hier?",wollte JOhn wissen. "Ich..ähm- Ich ..ähh wollte." "Also doch." Er wandte sich von ihr und lief weiter auf die Lichtung. Sie folgte ihm und versuchte ihn zu beruhigen.

"John: Bitte warte. " "Marguerite. Was willst du noch? Das war das Letzte." "Aber John hör mir doch zu." In diesem Moment wandte er sich zu ihr um. "Wenn du mir nicht vertraust, dann... " "Was dann?", wollte Marguerite wissen. "Dann verschwinde mir aus den Augen.", meinte John eiskalt und wandte sich um.

Marguerite erschrag und blieb einpaar Schritte zurück. Das war ein Stich ins Herz gewesen. Sie wusste nicht, ob sie ihn anschreien oder losheulen sollte. Doch dann mit einem Mal verschwand er im Boden.

So schnell es ging lief sie zu ihm. Ein Stück Erdreich war eingebrochen und John lag unten. Er war mit dem Kopf auf einen Stein aufgeschlagen und ohnmächtig.

Fortsetzung folgt...
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