Rache

von samphira
GeschichteAngst, Horror / P18
OC (Own Character) Pitch
18.07.2013
26.05.2020
34
35.527
7
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18.07.2013 1.017
 
Da ich im Augenblick ein wenig viel mit Pitch Black zu tun habe, ist das hier entstanden.
Ich kriege langsam richtig Angst vor mir selbst. Meine Vergangenheit hat einige sehr dunkle Kapitel.
Ich habe euch aber auf jeden Fall gewarnt! Also will ich kein Wort in diese Richtung hören.
Dankeschön!
Es kommen einige Anspielungen auf Geschichten vor. Und natürlich ein rachsüchtiger Pitch!



Mit schrecklichen Kopfschmerzen wacht der Mann auf.
Verwundert blicken sich seine goldenen Augen um.
Ein einfach, fast schon spartanisch eingerichtetes Zimmer in verschiedenen Grautönen.
Pitch Black richtet sich auf.
Seine Erinnerung reicht nur noch bis zum Abend zurück.
Dort stand dann plötzlich eine dunkle Gestalt vor ihm.
Der Rest liegt, im wahrsten Sinne des Wortes, im Dunkeln.
Erst jetzt bemerkt der Alptraumkönig, dass er auf einem breiten Doppelbett liegt.
Plötzlich registrieren seine Ohren außerdem eine gedämpfte Stimme.
Misstrauisch steht der Mann auf und folgt dieser.

Sein Weg führt durch einen schmalen Flur, von dem verschiedene, geschlossene Türen abführen. Die goldenen Augen verengen sich ein Stück, da eine ihm bekannte Gestalt auffällt.
Diese rüttelt immer wieder an einer Tür, welche wahrscheinlich die Haustür dieser Wohnung ist. Von ihr kommt die Stimme, welche äußerst kreative Verwünschungen ausstößt.
Mit einem entnervten Seufzer lässt die Person von der Tür ab und dreht sich um.
Augenblicklich erstarrt die junge Frau, was Pitch ein gemeines Grinsen auf das Gesicht zaubert.

„Ich hätte nicht erwartet, dir erneut so schnell zu begegnen, kleine Samphira“, meint der Alptraumkönig mit gefährlich leiser Stimme.
Ein nervöses Kichern kommt von der Angesprochenen, welche zur Wand zurückweicht.
„Auf dem Zettel stand zwar, ich sollte tunlichst das Schlafzimmer meiden, aber das du hier bist, hätte ich nicht wirklich erwartet.“
Die Sprecherin lächelt schief.

Sein Lächeln, welches er erwidert, ist einfach nur böse:“ Jetzt kannst du nicht mehr entkommen.“ „Das ist genau das Problem“, unterbricht Samphira kleinlaut den Mann augenblicklich,“ wir sind hier zusammen eingesperrt.“

„Sehr gut erkannt, du verrücktes Miststück“, erklingt plötzlich eine metallene Stimme von der Haustür her,“ eigentlich hatte ich nur vorgehabt, dich gefangen zu setzen, aber dann kam mir noch ein gemeinerer Gedanke. Dich mit einem von denen, die du immer verärgerst, zusammen zu sperren.“
Kurz streift der Blick der Frau Pitch, welcher interessiert lauscht.
„Wollen wir sehen, wie du dich so schlägst. Vielleicht überlebst du das ja auch nicht.“
„Ich spiele nicht so gerne ´Saw´ nach! Danke der Nachfrage!“
„Wer sagt denn, dass ich dich quälen werde? Das überlasse ich allein dem Alptraumkönig Pitch Black. Mir reicht es nämlich schon, dich eingesperrt zu wissen.“
Der Angesprochene fragt etwas verwundert nach: „Wer bist du, dass du die kleine Samphira so hasst?“
„Ein Dämon, welcher sich mit ihr angefreundet hat. Und dann hat sie mich einfach so fallen gelassen. Als Rache seid ihr beiden jetzt in dieser Wohnung. Keine Ahnung, für wie lange. Vielleicht ein, zwei Tage, ein paar Wochen oder einige Monate. Habe viel Spaß bei deiner Rache, Pitch Black!“

Leise Schritte entfernen sich von der Tür.
Das Mädchen zieht eine Grimasse und blickt misstrauisch zu dem Nachdenkenden.
Dieser merkt die Beobachtung und lächelt heimtückisch.
Langsam, genüsslich geht er näher zu Samphira hin.
„Bitte, höre mir zu, Pitch“, setzt sie an, doch wird von seiner dunklen Stimme unterbrochen,“ du scheinst den Mund dieses Mal zu voll genommen zu haben, Kleine. Außerdem, ich erinnere mich sehr gut an mehrere Situationen, in denen du mich lächerlich gemacht hast. Zwar magst du nicht allein gewesen sein, doch mit dir fange ich an.“

„Das gebe ich zu!“, erklärt die Frau panisch,“ jetzt bin ich doch jemanden zu sehr mit meiner Art auf die Füße getreten. Aber wäre es nicht besser, einen Ausweg hier raus zu finden, als dass du dich an mir rächst? Immerhin habe ich dich mehrmals verteidigt, wenn Marion und ich uns gestritten haben.“

„Deine kleine Freundin“, hakt Pitch grinsend nach,“ dein Gewissen, was für eine Weile bei  mir war?“
„Genau die“, antwortet Samphira und schnappt hörbar nach Luft, als eine Hand sich auf die Wand direkt neben ihrem Kopf legt.
Pitch spürt, wie das Herz des Mädchens verängstigt schlägt, als er noch ein Stück näher zu ihr geht.

Zwischen seinem Körper und der Wand hat der schwarze Mann Samphira gefangen genommen. Seine Lippen verziehen sich zu einem fiesen Grinsen, welches noch ein wenig breiter wird, da sie Furcht vor ihm hat.
Besser gesagt vor dem, was er mit ihr tun könnte.
Die blauen Augen hinter der Brille versuchen, ihn nichts von der Angst zu zeigen, jedoch ist diese beinahe greifbar.
Ihre Stimme zittert kaum wahrnehmbar:“ Zum Glück hat dieser Maximillian mich nicht Alucard oder Balthazar ausgeliefert. Die sind nämlich noch weniger begeistert von dem was ich tue, als du. Dessen bin ich sicher.“

Goldene Augen mustern sie nachdenklich.
„Bist du auch bei ihnen eingebrochen?“
„Nein, viel schlimmer! Ich habe mein Fangirlsein bei ihnen eingesetzt, was die beiden beinahe an den Rand des Wahnsinns getrieben hat.“
Samphira macht sich ein Stück kleiner.
„Könntest du bitte ein Stück weggehen? Ich mag es nämlich ganz und gar nicht, so eingeengt zu werden.“
„Nein?“, lacht Pitch hämisch und beugt sich noch ein Stück weiter vor.

Er spürt die aufsteigende Panik des gefangenen Mädchens.
So viel Angst hatte er lange nicht mehr erlebt.
Zwar tut Samphira immer mutig, aber hinter dieser Maske steckt ein kleines, verschrecktes Mädchen.
Bei dieser Schlussfolgerung fängt Pitch an, bösartig zu lachen.

Samphira sieht eine kleine, ziemlich geringe Chance zur Flucht gekommen.
Blitzschnell taucht sie unter den Armen des Mannes hindurch und rennt den Flur entlang.
Sie versucht, die Furcht und Panik verzweifelt zu verdrängen und schnell in einen Raum zu schlüpfen, als sich etwas plötzlich um ihre Handgelenke legt.
Sofort stoppt das Mädchen und fällt nach hinten.
Schmerzhaft landet sie auf dem Hinterkopf, als ihre Arme brutal zurückgezogen werden.
Tränen des Schmerzes schießen in ihre Augen.

Genüsslich grinsend nähert sich Pitch der Frau, welche sich aufgesetzt hat.
Er merkt, wie sie an den schwarzen Sandfesseln fummelt.
„Du wirst nicht noch einmal entkommen, kleine Samphira.“
Seine Stimme ist ein dunkles Flüstern, bei dem das Mädchen eine Gänsehaut bekommt. Grenzenloses Entsetzen liegt in ihren Augen, als Pitch sich zu ihr kniet.
Sein Gesicht ziert ein rachsüchtiges Lächeln.
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