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Damon & Bonnie - Nicht vergessen

Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bonnie McCollough Damon Salvatore
17.07.2013
31.07.2013
9
12.825
 
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17.07.2013 1.335
 
Bonnie rollte sich aus dem Bett. Nicht schon wieder, dachte sie und hielt sich den Kopf. Wieso musste sie sich selbst nur immer bis zu Grenze treiben? Sie griff nach ihrem Handy – „3 entgangene Anrufe“, las sie laut vor. „Von… Meredith Sulez.“ Sie seufzte. Bonnie hatte Meredith versetzt. Und Meredith hasste es, versetzt zu werden.
Sofort rief Bonnie zurück, aber niemand nahm ab. Also schmiss sie ihr Handy auf ihr Bett und marschierte ins Bad. Sie zog ihre Kleidung aus und verschwand unter der Dusche. Wie war sie eigentlich nach Hause gekommen? Sie konnte sich nicht erinnern. Aber sie hatte sich ihre Schuhe und Jacke ausgezogen. Sogar ihre Ohrringe und die Kette waren abgelegt worden.
Damon?, fragte sie sich und seufzte. Bestimmt. Wer sonst würde sich so um sie kümmern und dann verschwinden, ohne was zu sagen? Das war halt so seine Masche. Wut durchfuhr sie. Damon, dieses Arschloch! Sie holte mit der Faust aus und schlug gegen die Wand. Schmerz durchzuckte sie, was ihre Wut etwas bremste.
Nach einer Viertelstunde war sie fertig und kam aus der Dusche. Sie griff nach ihrem Handtuch und trocknete sich ab. Dann rollte sie ihre Haare in das Tuch und zog sich ihren Bademantel über. Sie schlüpfte in ihre Hausschuhe und schleppte sich zurück in ihr Schafzimmer. Ihr Handy lag noch immer auf dem Bett, unberührt, niemand hatte auch nur eine SMS geschickt, vom Anrufen mal ganz abgesehen. „Meredith“, murmelte sie und seufzte.
Bonnie ging ins Wohnzimmer und schaltete ihren Fernseher an. „Dokumentation… Dokumentation…“, sagte sie nach jedem Knopfdruck. Läuft denn heute nichts Anständiges im Fernsehen?
Nach 5 weiteren Kanälen mit schlechten Sendungen schaltet sie den Fernseher wieder aus. Sie schlenderte in die Küche und öffnete den Kühlschrank. Nichts zu essen, dachte sie und schlug den Kühlschrank wieder zu. Dann geh ich mal einkaufen.

Damon saß in Form einer Krähe vor Bonnies Küchenfenster. Da stand sie in ihrem Bademantel und stöberte im Kühlschrank herum. Sie schien nichts zu finden, denn sie machte kehrt und ging wieder ins Wohnzimmer. Er sah ihr nach und sprang dann von der Fensterbank. Bevor er auf dem Boden aufschlug verwandelte er sich zurück in einen Vampir und landete leichtfüßig auf dem Rasen. Dort stand er für eine halbe Stunde, bis die Eingangstür des Hauses aufgemacht wurde und Bonnie hinaustrat. Ihre roten Locken waren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, sie trug ein himmelblaues Top und eine schwarze Hotpants. Dazu blaue Vans und eine schwarze Tasche hing über ihrer Schulter. Damon war in wenigen Sekunden neben ihr und lächelte auf sie herab.
Sie wich etwas zurück und sah ihn mit großen braunen Augen an. „Wo kommst du denn her?“, fragte sie verwirrt und auch etwas erschrocken.
Er lachte kurz und zuckte dann mit den Schultern. „Aus Italien, wenn du’s genau wissen möchtest“, erklärte er und grinste.
„Florenz“, antwortete sie und begann wieder zu gehen. „Wenn ich es genau wissen wollte, müsstest du sagen, du kommst aus Florenz. Daher kommst du doch?“ Sie sah ihn fragend und auch herausfordernd an.
Damon ging neben ihr her. „Da hast du Recht.“ Er versuchte zu verstecken, wie beeindruckt er war. Er wusste nicht, dass sie wusste, welche seine Heimatstadt war. „Du jedoch bist hier geboren, im schönen Fells Church“, sagte er und sah sich um.
Sie nickte. „So ist es.“
Beide gingen still nebeneinander her, als Damon etwas einfiel. „Wo gehst du eigentlich hin, kleines Rotkäppchen?“
Sie warf ihm einen wütenden Blick zu. „Damon, hör auf mich so zu nennen!
„Wieso?“, fragte er, nun auch etwas genervt. Er hatte sie andauernd so genannt, wieso jetzt aufhören. „Was hat sich in all den Jahren so geändert, kleine Hexe? Warum sollte ich mein Verhalten die gegenüber verändern?“
Sie blieb stehen. „Weil ich mich verändert habe! Ist dir das nicht aufgefallen?! Ich bin kaputt, Damon!“
Er sah sie lange an. „Du bist nicht kaputt. Ich war kaputt – ich bin noch immer kaputt. Du nicht. Du bist, wie du immer warst. Bonnie McCullough. Das kleine Vögelchen.“ Es war ihm egal, dass er nun mit seinen Spitznamen für sie herausbrach. Wie konnte sie denken, sie wäre kaputt?
Ihr Blick war auf den Boden gerichtet. „Bin ich das? Glaubst du das wirklich?“
„Das weiß ich“, antwortete er und sie sah ihn an. Er konnte in ihren Augen lesen, dass sie ihm glaubte, auch, wenn sie an sich selbst zweifelte, so wusste sie, dass Damon keineswegs an ihr zweifeln würde.
Sie nickte und ging dann weiter, an ihm vorbei. „Okay.“
Er holte schnell auf und sie gingen wieder nebeneinander her. Zwischen ihnen herrschte eine peinliche Stille, wie Damon erkannte. Einige Minuten später brach Bonnie die Stille indem sie sagte: „Entschuldigung.“
Damon sah sie verwirrt an. „Wie bitte?“
Sie schüttelte den Kopf und sah zu Boden, während sie einen Schritt vor den anderen  machte. „Wegen gestern. Du hast mich doch bestimmt nach Hause gebracht, oder?“
Er schaute nach oben in den Himmel. „Ganz recht. Du solltest wirklich was gegen diese Alkoholsucht machen“, sagte er und grinste. „Besonders bei deinem Beruf.“
Seufzend ließ sie den Kopf noch weiter baumeln. „Ab nächster Woche muss ich dann auch schon wieder arbeiten… Und dann darf ich wirklich nichts trinken.“
Er zuckte die Schultern. „Kinder können Erwachsene gut durchschauen, weißt du?“
Sie warf ihm einen genervten Blick zu. „Natürlich weiß ich das.“
„Willst du selbst auch Kinder?“, fragte er aus reiner Neugierde. Ihrem Blick nach, war die Frage wohl tabu für sie, also fügte er hinzu: „Du musst mir nicht antworten.“
Sie schüttelte den Kopf. „Ich hätte gern Kinder“, sagte sie und verzog das Gesicht. „Das wird aber wohl nicht möglich sein.“
Damon nickte, obwohl er nicht ganz verstand, was sie meinte. Sie gingen weiter.
Nach einigen Minuten kamen sie am Laden an und gingen hinein. Damon half Bonnie beim Produkte vergleichen – das hörte sich langweilig an, aber mit seinem kleinen Rotkäppchen machte es ihm irgendwie Freude.
„Danke, Damon“, sagte Bonnie, als die beiden vor ihrer Tür standen. „Möchtest du vielleicht noch reinkommen?“
Er dachte darüber nach, doch er beschloss, dass es keine so gute Idee war, also schüttelte er den Kopf. „Bedaure, kleines Vögelchen“, sagte er und lächelte sie warm an. „Ich möchte noch etwas erledigen.“
Sie sah ihn lange mit schiefgelegtem Kopf an, dann zuckte sie die Schultern und nahm ihm die Tüten mit Lebensmitteln ab. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Na gut, aber wir sehen uns noch.“
Er nickte. „Natürlich, Rotkäppchen.“
Sie schloss die Tür und Damon verschwand. Er hatte nichts mehr zu tun, aber er wusste, dass Bonnie – so sehr er auch bei ihr sein wollte – Abstand von ihm halten sollte. Denn er wusste, wenn er sie das nächste Mal verlassen müsste, würde es ihr das Herz brechen.

Bonnie räumte summend ihre Lebensmittel in die Regale und den Kühlschrank, als ihr Handy zu klingeln begann. Sie lief in ihr Zimmer und nahm es in die Hände. Schnell nahm sie ab und hielt sich das Handy ans Ohr. „Meredith!“, rief sie mit einem Grinsen auf dem Gesicht.
„Ich hoffe, du bist nüchtern“, war Meredith‘ Antwort.
„Natürlich bin ich nüchtern“, sagte Bonnie und rollte die Augen. „Hey, tut mir Leid, dass ich dich gestern versetzt hab, ich war noch aus -“
„Alleine?“ Meredith‘ Stimme klang zweifelnd.
„Ja, alleine. Ich kann auch alleine Spaß haben.“
Meredith seufzte. „Wie auch immer. Ist schon okay, Bon. Hör mal, ich wollte mit der sprechen, wegen Damon…“
Oh-oh, dachte Bonnie und biss auf ihre Lippe. „Ja?“
„Ich finde es nicht gut, dass du Zeit mit ihm verbringst.“
Bonnie setzte sich auf ihr Bett. „Wie meinst du das?“
„Bonnie, ich weiß wie es dir geht, ich kenne deine Probleme, ich kenne dich. Du bist gerade in einem Dilemma, du klammerst dich an Damon, weil… Naja, du weißt schon. Aber du kennst ihn. Er wird wieder verschwinden wollen. Und du weißt genauso gut wie ich, dass dir das das Herz brechen wird.“ Sie machte eine kleine Pause um auf Bonnies Antwort zu warten, doch sie sagte nichts. „Du weißt, dass du diesen Schmerz nicht überleben würdest.“
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