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[Revenge] Intrigen in den Hamptons

von Hofer
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / Gen
Charlotte Grayson Conrad Grayson Daniel Grayson Emily Thorne / Amanda Clarke Nolan Ross Victoria Grayson
16.07.2013
21.03.2014
9
6.498
 
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16.07.2013 777
 
Nolan wachte auf. Er hatte nicht sonderlich gut geschlafen. Das Bett im Gästezimmer war einfach viel zu hart. Eigentlich hätte Nolan ein Meeting mit den führenden Personen seiner Firma gehabt, doch das hatte er aufgrund von Millers angekündigtem Besuch abgesagt.

Die Zeit verging doch Emilys Halbbruder tauchte einfach nicht auf. Nolan werkelte währenddessen an seinem Computer. Er hätte sich den Besuch zwar erhofft, es wäre ihm aber auch egal, wenn Miller nicht kommen würde. Er loggte sich in eine der Kameras in Grayson Manor, die Emily vor Ewigkeiten dort angebracht hatte, ein.

„Miss Davenport, ich hoffe Sie können mir helfen…“ Nolan wurde hellhörig, während Conrad dies sagte.
„Daniel schnüffelt meines Erachtens zu viel in den Firmenfinanzen herum, es würde Ihnen ein großer Scheck winken, wenn Sie Daniel für die nächste Zeit ein wenig ablenken. Sie verstehen was ich meine?“ Conrad hatte diesen fragenden und gleichzeitig machtausstrahlenden Blick.
Er versuchte immer wieder die Beziehung zwischen Ashley und Daniel auszunutzen. Zu seinem Glück war Ashley das Geld wichtiger als die Liebe.
„Ich werde mich bemühen, Mr. Grayson. Gegen Tennis wird Daniel doch nichts einzuwenden haben, oder?“
„Ich denke nicht.“
Conrads Handy läutete. Er sah auf das Display.
„Sie entschuldigen mich, Miss Davenport, ich würde gerne allein sein.“
Ashley nickte, ging hinaus und verschloss die Tür hinter sich.
„Hallo Allan! Konntest du den Richter antreffen?

Oh, eine Richterin?

Das macht die Sache nicht unbedingt einfacher. Hat sie das ‚Angebot‘ angenommen?

WAS? Und du hast es ihr deutlich genug zu verstehen gegeben?

Dann können wir wohl nichts tun.

Trotzdem danke Allan. Auf deine Loyalität ist immer zu zählen. Richte Becca und den Jungs einen schönen Gruß aus.

Werde ich machen. Man sieht sich!“
Conrad legte auf.
Er tippte eine Nummer in sein Handy und hielt es wieder an sein Ohr.

Nolans Handy klingelte. Er hatte es sich denken können.
„Hallo Mr. Ross!“
„Conrad, schön von dir zu hören.“ Nolan fand es amüsant, dass er Conrad beim Telefonieren beobachten konnte.
„Es geht um Miss Thorne. Wir können wohl nichts für sie tun. Die Richterin ist sehr konservativ und scheint unser ‚Angebot‘ nicht annehmen zu wollen.“
„Das ist äußerst bedauerlich.“ Es war wirklich bedauerlich.  Emily hatte nun kaum noch eine Chance unbeschadet davon zu kommen. Nolan wollte das Beste für Emily. Doch sie war selber schuld. Sie war nicht aufmerksam genug, hatte Treadwells Haus nicht sorgfältig genug gecheckt. Nolan hätte sich garantiert in Treadwells Kameras hacken können, doch Emily war zu stur dafür. Sie wollte es selbst erledigen und ist gescheitert. Das kann bei einem so kaltherzigen Racheplan durchaus passieren.
„Ein Freund im Justizministerium hat alles versucht, doch die Richterin ist nicht klein zu kriegen.“
„Mach dir keine Vorwürfe, Conrad, du hast dein bestes versucht!“
„In Ordnung. Wollen Sie nicht mal zum Abendessen vorbeikommen? Wir könnten über Ihre Situation als Investor von Grayson Global sprechen.“
„Ja, warum eigentlich nicht. Wie viel Uhr?“
Conrad sah auf seine Uhr und zögerte ein wenig.
„Seien Sie gegen 18:00 Uhr bei uns.“
„18:00 Uhr. Ist eingeplant.“
„Wir sehen uns dann. Schönen Tag noch.“
„Gleichfalls.“
Conrad legte wieder als Erster auf.
Ein Abendessen bei den Graysons? Das könnte ungemütlich werden.

Nolan loggte sich aus. Miller schien nicht mehr zu kommen. Es war bereits punkt Mittag. Das machte Miller nicht gerade vertrauenswürdiger. Nolan fand das Gespräch gestern sowieso merkwürdig. Nie im Leben hätte er David noch eine Affäre zugetraut.  Konnte er Miller trauen? Nolan musste unbedingt mit Emily sprechen. Doch das war erst in einer guten Woche wieder möglich.

„Daniel, willst du nicht mal von deinem Laptop weg und etwas mit mir unternehmen?“ Ashley versuchte ihr bestmögliches um Daniel von seiner Arbeit abzulenken. Ihr enges Top und der Rock trugen deutlich dazu bei.
„Später. Ich muss Unregelmäßigkeiten in den Finanzausgängen prüfen.“
„Ist das denn wichtiger, als mit deiner Freundin Zeit zu verbringen? Victoria hat mir endlich mal wieder einen freien Tag gewährt. Den möchte ich mit dir verbringen.“
„Du hast eigentlich Recht. Ich denke, ich kann das auch noch später prüfen.“
„Sehr gut. In einer halben Stunde am Tennisplatz.“
„Ich werde da sein.“

Ashley ging voraus. Er brauchte wirklich mal Abstand. In ein paar Jahren würde ihm der gesamte Schuppen sowieso gehören. Es war eigentlich egal. Das Geld verschwand sicher im Auftrag seines Vaters, also musste auch dieser mit Konsequenzen rechnen. Nicht er, sein Sohn und Nachfolger. Seine Zeit sollte er öfters mit Ashley verbringen – zumindest nahm sich Daniel das vor. Er schaltete seinen Laptop aus und machte sich auf den Weg zum Tennisplatz.

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Diesmal ein eher unspektakuläres Kapitel. Reviews sind deutlich erwünscht und werde ich mir auch zu Herzen nehmen.
Vielleicht kommentiert ihr mal, ob ihr Mike Miller, dem angeblichen Halbbruder von Emily, trauen würdert.
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