Die Unfassbaren - Now you see me AGAIN

GeschichteRomanze, Fantasy / P18 Slash
Henley Reeves J. Daniel Atlas Jack Wilder Merritt McKinney
15.07.2013
14.03.2014
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23.694
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15.07.2013 1.703
 
Maxs Sicht:

Ich  war damals Zwölf, als die Vier Reiter Amerika in Erstaunen versetzten. Ich habe ihre große Show im fivepoints im Fernsehen gesehen und eine Gänsehaut hatte das Spektakel begleitet.
Schon vor diesem Tag interessierte ich mich für Magie, denn ich hatte relative früh bemerkt das Feuer, eine große Faszination auf mich ausübte. Ich begann mit kleinen Tricks, wie zum Beispiel, ein  Kerze mit der Kraft meiner Gedanken entzünden, die Flamme einer Kerze stehlen und auf meiner Hand tanzen lassen, doch mit der Zeit wurde ich besser, die Tricks wurden schwerer und aus der Kerzenflamme auf der Hand wurde bald eine große Feuerkugel, die ich aus einem Lagerfeuer oder Kamin riss, je nach dem was sich gerade anbot. Ich ließ Feuer wie aus dem nichts in meinen Handflächen entstehen, jonglierte damit oder erschreckte einfach meine Zuschauer in dem ich es einfach durch ein Finger schnippen wieder erlöschen lies.
Doch seit ich Zwölf bin wusste ich eins. Ich wollte irgendwann ein Reiter werden!

Fünf Jahre später

„Ich hab hier 56 verschiedene Karten, auf jeder Karte steht ein anderes Wort. Such dir eine Karte aus, präge dir das Wort genau ein und zeig es wenn du willst gerne den anderen Zuschauern!“ Ich wandte meinen Blick ab, während die junge Frau sich die Karten durch lass, sich eine heraus pickte und sie der Menge zeigte, ehe sie sie wieder zurück in den Stapel schob.
Ich hob den Blick und lächelte sie aufmunternd an: „So meine Liebe, du hast dir ein Wort gemerkt? Denk jetzt ganz fest an dieses Wort und wenn ich jetzt sage, wirfst du die Karten in die Luft ok?“
Sie lächelte gespannt und ihre Stimme zitterte vor Nervosität, während sie ein leises ok murmelte.
Ich schenkte ihr mein schönstes Lächeln: „Ok dann, eins, zwei, drei! Jetzt schmeiß die Karten in die Luft!“
Ich beobachtet wie sich 56 Karten in die Luft erhoben, ich hörte das erstaunte auf keuchen der Menge, als mit einem Finger schnippen 55 Karten in Flammen auf gingen und eine einzelne Karte langsam, mit dem Wort nach unten, vor die Füße meiner bezaubernden Freiwilligen schwebte.
„Heb die Karte bitte auf aber so das ich das Wort nicht sehe! Und sag mir ob es das Wort ist, das du dir gerade gemerkt hast“ Ich hörte wie die Menge den Atme anhielt, während sich die Frau langsam hinab beugte und die Karte auf hob und das Wort studierte.
Sie hob den Blick und sah mich mitleidig an: „Das ist nicht mein Wort!“ ihre Stimme klang enttäuscht und von den Zuschauern war Gelächter zu hören.
Ich lächelte nur wissend, ließ meine Hand langsam über das Papier streifen. Die Frau schrie kurz auf, als das Papier unter meiner Hand zu glühen begann und sich die obere Schicht der Karte in Asche verwandelte: „Und wie ist es jetzt?“
Die Enttäuschung in ihren Augen wandelte sich in pures Erstauen, als ihr Wort plötzlich vor sich sah: „Oh mein Gott, das ist es das ist mein Wort!“ Sie hob den Zettel dem Publikum entgegen und diejenigen, die es lesen konnten, bestätigten es.
Applaus macht sich breit und ich verneigte mich leicht, doch der Trick war noch nicht zu ende.
„Vielen Dank! Doch noch weiß ich nicht welches Wort sie sich gemerkt haben, doch ich bin sehr verbunden mit dem Element Feuer. Denn Feuer ist das einzige der Vier Elemente, das lebt! Es frisst, es Atmet und wächst, es spendet Leben und Wärme, doch wenn man es nicht kontrollieren kann, kann es auch gewaltigen Schaden anrichten! Also wollen wir doch mal sehen ob das Feuer mir ihr Wort verrät!“
Ich zückte ein kleines silbernes Feuerzeug und ging zu einer Fackel, die kalt und leblos, am Rand meiner provisorischen  Bühne stand.
Ich ließ die Flamme des Feuerzeugs aufleuchten, und entzünde relativ unspektakulär die Fackel.
Blitzschnell ließ ich nun meine Hand durch die große Flamme der Fackel schnellen und hielt im nächsten Moment einen angenehm warmen Ball aus Feuer in meiner Hand. Von den Zuschauern waren vereinzelte Ahs und Ohs zu hören.
Ich machte mir nichts daraus, ich wirbelte herum und schleuderte den Feuerball gegen die kahle Backsteinmauer hinter mir.
Ich hörte das raunen der Menge, als die Flammen nicht erloschen, sondern sich in Atme beraubenden Tempo ausbreiteten und im nu die ganze Mauer bedeckte.
Ich wartete einen Augenblick ehe ich theatralisch, kurz mit meiner Hand wedelte und die Flammen wie auf Kommando erstarben.
Die Mauer war schwarz vom Ruß, lediglich an zwei Stellen war das rot der Backsteine noch zu erkenne und diese Stellen bildeten die Worte: „New York! Kann es sein das das Wort auf ihrer Karte New York ist?“
Die Frau nickte Stumm und die Zuschauer brachen in tosenden Beifall aus.
Ich verneigte mich und dankte ihnen Vielmals.

Als ich zuhause in meinem Zimmer war, spürte ich plötzlich etwas in meiner hinteren Hosentasche.
Eine Karte, eine alte Tarotkarte.
Der Schamane!
Meine Hände zitterten, als ich die Karte umdrehte, 22. Juli, Seattle, 32/ 5.
Ich starrte gebannt auf die Karte, ich war soeben berufen worden!


Kerstins Sicht:

New Orleans. Hier traten die vier Reiter auf und ich durfte live mit dabei sein. Ich war so aufgeregt. Ich saß zusammen mit meiner Mutter im oberen Rang in der ersten Reihe. Sie freute sich schon genauso wie ich die vier zu sehen, jedoch aus einem anderen Grund. Meine Mutter ist beim FBI und sie kann es gar nicht erwarten die vier Reiter endlich zu erwischen und verhaften zu lassen. Sie hat nichts mit Magie am Hut und glaubt auch nicht daran. Nicht so wie ich. Ich bin ein riesen Merritt McKinney-Fan. Er ist mein Vorbild, denn ich habe dieselben Fähigkeiten. Nur weiß das niemand. Ich bin wie er an Mentalist, zumindest bin ich auf dem Weg dahin. Telepathie hatte ich schon drauf, jedoch war ich darin noch nicht wirklich gut. Aber hey. Ich bin zwölf. Was erwartet ihr von mir. Ich bin mir jedenfalls sicher, in einigen Jahren, werde ich auch ein Reiter sein!
Es geschah auf einer Geburtstagsparty meiner Mutter. Nur ein paar Wochen, nach dem Verschwinden der vier Reiter. Mit dem Rücken zur Tür stand ich in meinem Zimmer und beobachtete durchs Fenster die Leute die in unserem Garten alles aufbauten. Ich hörte noch wie meine Mutter reinkommt. „Hier gehört es auch mal wieder aufgeräumt“, hörte ich sie sagen. Ohne mich umzudrehen antwortete ich ihr. „Das habe ich morgen vor“. Meine Mutter schnappte leise nach Luft. Verwirrt drehte ich mich um und sah sie an. Erst jetzt merkte ich, dass auch mein Vater hier war. „Was ist los?“, fragte ich sie. „W-Wie… ich hab, dass mit dem aufräumen doch nur gedacht. Oder nicht Schatz?“ Aufgebracht sah sie zu meinem Vater. „Ich hab dich nichts reden hören“, sagte er ebenfalls und sah zu mir.

5 Jahre später

„Wenn ich mit den Fingern schnipse, werden sie wach und denken der Mann neben Ihnen wäre ein berühmter Schauspieler. Sie werden über ihn herfallen wie ein Groupie.“, flüsterte ich ihr ins Ohr. Ich ging einen Schritt zurück und schnipste. Sofort wachte die Frau auf und sah sie verwirrt um. Als sie den Mann neben ihr sah, fing sie an zu schreien. „Oh mein Gott! Sie sind Jonathan Miller! Ich bin ein riesen Fan von Ihnen“. Sie fiel ihm regelrecht in die Arme und ließ ihn auch nicht mehr los. Er flehte mich regelrecht um Hilfe an. Ein Schild hinter mir wies auf mein Können hin und deswegen musste er bemerkt haben, dass ich sie in Hypnose versetzt habe. „Gegen eine kleine Gegenleistung könnte ich mir vorstellen, Ihnen zu helfen. Wie wärs mit fünfzig Mäusen?“ Ich lächelte den Mann süß an. Dieser fing an zu fluchen und fischte seinen Geldbeutel aus der Tasche. „Ziehen Sie so etwas immer ab?“ Er gab mir den Geldschein. Lächelnd nahm ich ihn entgegen und sah wieder zur Frau. „Wenn ich mit den Fingern schnipse können Sie sich an nichts mehr erinnern“. Ich zog sie von dem Man weg und schnipste, ehe sie wieder über ihn herfallen konnte. Die Frau schreckte auf und sah sich verwirrt um. „Was… wo bin ich?“ Als sie mich erblickte, erinnerte sie sich scheinbar wieder. „Und? Hat es funktioniert?“ „Oh ja. Und wie. Sie haben mir ein bisschen von ihrem Leben erzählt“, log ich. Mein Blick fiel auf den Mann. Er stand immer noch hier. Vermutlich um mich zur Rede zu stellen. „Wie sie alles verloren haben, weil ein Mann in ihr Haus eingebrochen ist und die ganzen wertvollen Sachen hat mitgehen lassen. Er wurde nie geschnappt. Obwohl sie eine gute Täterbeschreibung ablieferten. Fast 1,90 groß, schwarze längere Haare, die er jetzt vermutlich kurz trägt und schon leicht ergraut sind“, begann ich aufzuzählen. Der Mann zuckte zusammen. Ich wandte meinen Blick von ihm ab und lächelte die Frau an. „Ihr neuer Mann hat Ihnen geholfen. Das freut mich für sie“, sagte ich lächelnd. Wir unterhielten uns noch kurz. Dann verschwand sie, ohne bemerkt zu haben,dass ich ihr das Geld von dem Mann und die Kosten für die Hypnose zugesteckt hatte.
„Ich möchte mein Geld zurück“, hörte ich den Mann da schon sagen. „Oder ich gehe zur Polizei“, setzte er noch unnötigerweise hintendran. „Denken Sie, dass Sie mir drohen können?“, wieder lächelte ich ihn zuckersüß an. „Vergessen Sie es nicht. Ich kann ihre Gedanken kontrollieren. Und wenn Sie noch einmal Schuld daran sind, dass eine Person fast obdachlos wird, dann werden Sie sich selbst der Polizei stellen und alles andere ebenfalls gestehen“. Während ich das gesagt hatte, hatte ich ihm tief in die Augen geschaut. Langsam wandte ich mich von ihm ab, fühlte nochmal nach dem heute verdienten Geld in meiner Tasche und ging nach Hause. Es war keine große Wohnung. Mehr konnte ich mir einfach mit dem Geld nicht leisten. Kurz nachdem meine Eltern rausgefunden hatten, dass ich telepathisch veranlagt war, hatten sie mich rausgeworfen. Seitdem verdiene ich mein Geld mit Hypnose und Telepathie. Und ich wurde immer besser. Ich sperrte auf und betrat die Wohnung. Ich griff in meine Tasche und legte den Inhalt auf den Tisch. Als ich merkte, dass nicht nur mein Geld darin war, stutze ich. Zusammen mit dem Geld lag eine alte Tarotkarte auf dem Tisch.
Die Gerechtigkeit.
Langsam drehte ich die Karte um.
22. Juli, Seattle, 32/5
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