120 X

von Nenaisu
GeschichteAllgemein / P18
14.07.2013
26.10.2014
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14.07.2013 510
 
31. Candy – Süßigkeiten (FC)


Erik betrat das Esszimmer, in dem alle bereits an dem großen Tisch in der Mitte versammelt waren. Allerdings war dieser noch nicht für das Abendessen gedeckt, was ihn ein klein wenig verwunderte, da Charles das normalerweise sofort machte oder zumindest eines der Kinder dazu anwies. Aber heute war der Grund ihrer Versammlung wohl ein anderer, denn als er an den Tisch herantrat, konnte er einige Dinge auf diesem erkennen. Aber vor allem konnte er die Komponenten fühlen. Fragend sah er Charles an.

Der lächelte und vollführte eine ausholende Geste, die die verschiedenen Teile auf dem Tisch umfasste. „Setz es zusammen,“ forderte er ihn dann auf.
Erik runzelte die Stirn und warf einen genaueren Blick auf die ausgebreiteten Metallstücke. Schließlich erkannte er ein Spielzeugset, von dem vage zu erkennen war, dass zusammengesetzt wohl ein Roboter entstehen würde.
Er zog eine Augenbraue hoch, dennoch war er einverstanden. „Okay.“
Es war sicherlich eine gute Übung für seine Feinmotorik seine Kraft betreffend.

Ohne die einzelnen Teile zu berühren hob er sie an und versuchte zu erkennen, wie sie jeweils zusammengefügt werden mussten. Die nächsten Minuten war er damit beschäftigt, die Bauteile in die korrekte Position zu bringen und sie zusammenzuschrauben, während er versuchte, die Blicke, die auf ihm ruhten und ihm genau zusahen, zu ignorieren.
Irgendwann gegen Ende fiel ihm auf, dass noch weitere Schrauben auf dem Tisch lagen, die er aber nicht spüren konnte, obwohl sie eindeutig aus Metall waren. Erneut runzelte er die Stirn, während er die Hand ausstreckte und konzentriert versuchte, auch diese zu bewegen.
Was ihm allerdings auch nach mehreren Versuchen nicht gelang.

„Was ist?“ erkundigte Charles sich unschuldig und Erik fiel auf, dass die anderen versuchten, ein Lachen zu unterdrücken. Seine Stirn furchte sich noch mehr, als Charles nach einer der Schrauben griff und sie sich plötzlich in den Mund steckte.
„Charles!“ rief er warnend, schließlich wollte er nicht, dass der andere sich die Zähne daran kaputt biss, doch Charles Zähne hatten die Schraube bereits ohne weiteres zerteilt.
„Auch mal?“ Charles hielt ihm eine der anderen Schrauben hin und er nahm sie zögernd entgegen.

Das erste, was ihm auffiel, war, dass sie weicher war, als sie eigentlich sein sollte. Derweil hatte Charles sich auch das zweite Teil seiner Schraube in den Mund gesteckt und kaute darauf herum. Noch immer zögernd tat er es ihm gleich und in seinem Mund gab es eine Explosion von Süße. „Süßigkeiten!“ stieß er überrascht aus und erntete nur Lachen der anderen Mutanten. Sie hatten ihn definitiv hereingelegt – allen voran Charles.
Erik warf diesem einen gespielt finsteren Blick zu.

Der grinste breit. „Genial, oder? Hank hat ein wenig damit experimentiert, damit sie echt aussehen.“ Dann wandte er sich an die Jugendlichen. „Das war eine Lektion darin, dass man nicht immer seinen Augen trauen kann, wohl aber seiner Mutation.“ Er drehte sich wieder Erik zu. „Nicht wahr, du hast die Schrauben nicht gespürt, sie aber dennoch für echt gehalten?“

„Ja,“ knirschte Erik und wusste nicht, ob er sich ärgern oder über sich selbst lachen sollte.
Schließlich entschied er sich für letzteres.
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