120 X

von Nenaisu
GeschichteAllgemein / P18
14.07.2013
26.10.2014
41
15.251
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14.07.2013 432
 
Ich möchte daran erinnern, dass diese Fanfiction p18 zugeordnet ist und das nicht grundlos. Es geht in diesem Kapitel nicht um Sex, sondern um Gewalt bzw. Folter. Wer solche nicht lesen möchte, sollte auf dieses Kapitel verzichten.


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29. Ferocious     - grausam (FC)


Erik konnte das kalte Holz an seinen nackten Oberkörper gepresst fühlten. Genauso, wie er die Fasern des rauen Seiles, das seine Handgelenke an Ort und Stelle fesselte und die Verschnürung, die seine Knöchel mit den Tischbeinen verband, spürte. Er war nahezu bewegungsunfähig. Sein Blick wurde auf einen zweiten Tisch gezwungen, ein paar Meter zu seiner rechten, auf dem sich mehrere Gegenstände aus Metall befanden. Ein Tränenschleier erschwerte ihm die Sicht.

Und noch etwas konnte er genau fühlen: die scharfe Spitze des Messers, die sich schmerzhaft durch die Haut und das Fleisch auf seinem Rücken bohrte. Der metallene Spreizer, der die tiefen Schnitte offen hielt und das heiße, klebrige Blut, das aus seinen Wunden quoll. Die salzigen Tränen, die seine Wangen benetzten. Er verstand nicht, warum man ihm das antat. Vielleicht wollten sie sehen, ob seine Knochen aus Metall bestanden? Oder aus winzigen Magneten? Oder war es sein Blut, das magnetisch war? Er wusste es nicht.

Nachdem er in Schmidts Büro gewesen war, dieser seine Mutter vor seinen Augen erschossen hatte und es ihm gelungen war, die Münze und auch alle anderen metallenen Gegenstände, die dort waren, zu bewegen, hatte er gedacht, dass das alles war, was Schmidt von ihm verlangen würde. Doch seitdem war es ihm nicht mehr gelungen, die Münze zu bewegen. Er konnte nur vermuten, dass sie erforschen wollten, warum er diese Kräfte besaß und was sie auslöste.

Das, was diese Menschen mit ihm gemacht hatten, um seine Wut auszulösen, war grausam gewesen und er hatte viel erdulden müssen. Schmerz, Qual, Angst, Furcht. All das wog zur Zeit mehr, als die Wut und der Zorn in ihm. Deshalb bewegten sich die Gegenstände in seinem Blickfeld auch nicht einen Millimeter. Sie wussten, dass es Wut und Hass war, den sie mit Schmerz auslösen wollten und dennoch gelang es ihnen meistens nicht, seinen Zorn zu entfachen. Immer wieder dachte er während solcher Torturen an seine Mutter. Allein der Gedanke an sie gab ihm die Kraft, die er benötigte, um das alles zu überstehen, damit seine Seele nicht vollkommen zerbrach. Sie hatte ihn zu Güte erzogen, sie würde sicherlich nicht wollen, dass er sich seinen negativen Gefühlen hingab. Doch manchmal kehrte die Wut auf ihren Tod zurück und die metallenen Gegenstände wurden tornadoartig in die Luft gehoben.

Doch heute war der Schmerz größer, als die Wut.
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