120 X

von Nenaisu
GeschichteAllgemein / P18
14.07.2013
26.10.2014
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14.07.2013 403
 
23. Abandoned – abwenden (X3)

Mystique hatte wirklich alles versucht, um sich aus eigener Kraft zu befreien. Schließlich war sie nicht nur gewandt, was ihre Kräfte und ihren Körper anging, sondern auch gewieft, was ihren Geist betraf. Doch dieses Mal hatten die Menschen sich nicht durch ihre Äußerlichkeiten beeinflussen lassen. Daher war sie ganz froh gewesen, als der LKW plötzlich zu einem abrupten Halt gelangte, der sie bereits erahnen ließ, wer hinter ihrem Geschenk steckte, das in Form eines wertlosen Menschen nun direkt vor den Gittern ihrer Zelle lag. Geschmeidig bewegte sie sich auf ihn zu. Ihr Körper, der nicht an menschliche Strukturen gebunden war, kam ihr nun wieder zugute, als sie dem Mann mit ihren Füßen das Genick brach. Er hätte sie nicht unterschätzen und verhöhnen sollen.

Als kurz darauf Magneto an der Laderampe erschien, lächelte sie ihm triumphierend zu. Nach und nach befreiten sie ihre Leidensgenossen, die ebenfalls mit diesem Transport in ein Hochsicherheitsgefängnis hatten transportiert werden sollen. Mystique nickte anerkennend. Die Fähigkeiten dieser Mutanten konnten sie gut gebrauchen und sie ging jede Wette ein, dass sie sich nur zu gern ihrer Sache anschließen würden, so, wie die minderwertigen Menschen sie in ihrer berechtigten Angst behandelt hatten.

Sie war konzentriert bei der Sache, doch nicht so abgelenkt, als dass ihr das Geräusch hinter ihr entgangen wäre. Rasch drehte sie sich um und entdeckte einen Menschen, den sie offenbar vernachlässigt hatten, der seine Waffe durchlud und sie auf Magneto richtete. Als er abdrückte, trat Mystique instinktiv einen Schritt zur Seite. Sie musste ihren Anführer, ihren Freund, den einzigen, der sie jemals vollkommen verstanden hatte und ihre heimlichen Liebe schützen. Sie spürte, wie die spitze Nadel sich unaufhaltsam in ihr Fleisch grub und das Serum in ihr Gewebe verteilte.

Rasch riss sie die Spritze aus ihrem Körper, doch es war zu spät. Stöhnend sackte sie zu Boden, wandte sich unter Schmerzen, bis sie in einen gewöhnlichen Menschen verwandelt dort lag. Flehend sah sie zu Magneto auf. „Erik...“ Eine Träne lief ihre Wange hinab, während sie krampfhaft ihr neues Äußeres zu ignorieren versuchte, die Tatsache, dass sie nun ein Mensch war. Und sie ahnte bereits, wie Magneto reagieren würde.

„Es tut mir Leid, meine Liebe, aber du bist jetzt keine mehr von uns.“ Seine weiteren Worte hörte sie nicht mehr, wurden von dem Rauschen in ihren Ohren übertönt.
Hilflos musste sie schließlich mit ansehen, wie Erik sich von ihr abwandte und sie einfach zurückließ.
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