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Der Geisteshybrid

von Rattle22
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy / P12 / Gen
13.07.2013
13.07.2013
1
891
 
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13.07.2013 891
 
Ich verlasse die Akademie. Endlich ist es soweit, meine Ausbildung ist abgeschlossen, ich halte mein K-10 Kanistergewehr in meinen Händen. An meinem psionischen Anzug befinden sich der Koordinatengeber für Nuklearschläge, der EMP-Lader, befestigt an meinem Möbiusreaktor, den ich auf meinem Rücken trage.. Der Commander taucht mithilfe des Occulus-Implantates vor meinem rechten Auge auf. „Rekrut, ich übermittle ihnen die Details ihrer erste Mission. Im Nordwesten wurde ein Schwarmcluster gesichtet. Dringen sie zu ihrem Einsatztrupp vor, töten sie die Drohnen und setzten sie eine Nuklearrakete in die Basis, um alles auszulöschen.“
„Verstanden, Commander. Das wird ein Kinderspiel.“

Ich öffne meine Augen. Ich bin von einer grünlichen Flüssigkeit umgeben, die sich schleimig anfühlt. An meinem langen, gepanzerten Körper bilden sich Beulen, er zieht sich seitlich in die Länge. Ich spüre, wie mein Bewusstsein langsamer wird,  kurz aussetzt und dann wieder arbeitet, als mein Körper sich spaltet. Aus den Beulen verlängern sich, die vorderen Enden kurz unter meinem Kiefer werden zu 2 Klauen, ein bisschen tiefer bilden sich Schenkel, die in kräftige, mit Krallen besetzte Pfoten übergehen.
Unterhalb meines Nackens bilden sich Stachel besetzte, über meinem Kopf hängende Gliedmaßen. An meinem Kiefer wachsen Fortsätze, die in Stacheln enden.
Dann zerreißt etwas, die Flüssigkeit läuft aus. Ich stehe in der, der...
„Sonne“ sagt eine Stimme in meinem Kopf. „Du bist geschlüpft, um deiner König zu dienen. Deine Aufgabe wird es sein, den Cluster mit deinem Leben zu verteidigen. Dein Wissen ist unser, und unser Wissen ist deines. Wir sind der Schwarm.“
Wissen durchflutet mich. Ich spüre eine Art Kontrolle über mich, aber keine Zwanghafte. Mehr eine leitende, die mir sagt,was für den Schwarm, für uns, für mich, am besten ist. Und sie sagt mir, dass ich meinen gleichartigen in den Kampf folgen soll. So gehe ich, um zu dienen.

Ich kann mich nicht an den Fußmarsch erinnern, nicht mal verschwommen. Es fühlt sich seltsam und falsch an, wenn ich versuche, mich zu erinnern. Aber ich muss mich konzentrieren, ich habe mein Squad erreicht. Angeführt von einem Kommandant schwärmen wir aus. Der Befehl ist simpel, der Commander hat jedem von uns einen individuellen Auftrag erteilt, also tut jeder das, was ihm gesagt worden ist. Der Kommandant soll einen Absicherungstrupp führen, um Unterstützung der anderen Brutstätten abzufangen. Ein Sergeant soll sich um die Overlords kümmern, um Nachproduktion zu verhindern. Der einzige Rekrut neben mir soll allgemein Ablenken mit verschiedenen Medivac-Drops unter Tarnung und einem gefakten Nuklearschlag.
Ich stoße zu einem Marine-Marodeur Trupp vor, der mir Rückendeckung geben soll. Sobald ich die ersten Angriffe des Rekruten höre, ziehen wir los.

Irgendwie kam ich zu meinem Rudel. Wir sind viele, sehr viele. Da kommt ein Schwarmgedanke: „Feinde auf dem Weg zum Schwarmcluster!“ Wir hetzen los. Der Schleim auf dem Boden bietet mir Halt, ich kann mich sehr schnell bewegen. Da sehe ich sie: zweibeinige Wesen, in Anzügen, doppelt so groß wie ich. „Terraner“ sagt die Stimme. Aber ich kenne keine Furcht. Wir stehen uns einen kurzen Moment größter Anspannung gegenüber, dann rammen sich die „Terraner“ Spritzen in den Arm und greifen an.

Ich sehe mich plötzlich einem großen Schwarm Wesen gegenüber. Ich erinnere mich an die Ausbildung, Zerglinge heißen sie. Dann gebe ich den Befehl: „Stimmpacks und rein!“ Kurz und knackig, wie ich es gelernt habe. Ich selbst aktiviere das Einzeltarnfeld und gehe in die Trance über, die Hauptbestandteil der Ausbildung war: Reine Konzentration, ein Schuss, ein Treffer, ein Zergling weniger.

Mein Blutrausch ist vorbei, und mir wird bewusst, was grade geschieht: Wir haben die Terraner zerfleischt, und trotzdem kippt mein Rudel einer nach dem anderen um. Ich spüre Angst. Und Erkenntnis in Form eines Schwarmgedankens: Ein Ghost. Ich fühle mich schwach, ich habe Angst. Ich kann nichts unternehmen, ich weiß nicht wo er ist. Ich renne und spüre Hoffnung, als ich die Flügel wachsen spüre. „Ich werde es schaffen“, denke ich. Da werden diese Hoffnungen gestärkt: „Neue Teile der Brut kommen, um die Verteidigung des Schwarms zu stärken.“ Ich beeile mich, zu meinem Schwarm zu stoßen.

Ich erwache aus der Trance. Als ich sehe, dass mein Trupp tot ist, spüre ich Verzweiflung. Ich bin der letzte, ich bin als nächstes dran. Dann realisiere ich: mein Tarnfeld ist noch aktiv, obwohl ich meine gesamte Energie in die kinetisch-telepathische Beschleunigung und Lenkung der Kugeln gelegt habe. Unser Commander hat das Upgrade gekauft und unsere Anzüge via Upgradebots, welche Ressourcen aus der Umgebung gefiltert haben. direkt erweitert. Ich lächle und neuer Mut erfasst mich. Das wird ein Spaziergang.
„Overseer gesichtet, Sporenkrabbler auf dem Weg zur Front. Dringt langsam vor, flieht wenn nötig!“
Oder auch nicht.

Ich erreiche den Rest meines Schwarms. Schaben und Hydralisken werden uns in diesem Kampf unterstützen. Es sind Feinde im nördlichen Teil des Schwarmcluster. Die neuen Rudel werden angegriffen! Uns bleibt keine andere Wahl, wir müssen uns in den Tod stürzen, um so viele wie möglich von ihnen mitzunehmen und den Schwarm zu retten. Da sehe ich eine Szene in meinem Kopf, wie Drohnen sich zu Verteidigung morphen. Da kommen sie auch schon: Alle Drohnen der nächsten Brutstätte graben sich ein, verhärten ihre Schale, erzeugen eine Membran und fangen an sich zu entwickeln. Des weiteren krabbeln Sporenkrabbler hinter die Reihen, sie beginnen sich einzugraben. Ein Overseer überwacht uns mit seinen vielen Augen.  Durch ihn sehe ich die Anrückenden, sie sind fast da! Die Krabbler werden nicht fertig sein!
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