How I Met Xena

GeschichteAllgemein / P12 Slash
Gabrielle Xena
06.07.2013
06.01.2014
7
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06.07.2013 1.951
 
Hej meine lieben Leserinnen und Leser
Ja ich weiß ich hab schon lange nicht mehr an dieser Geschichte geschrieben und das tut mir auch leid, aber dafür jetzt ein ziemlich langes Kapitel.
Den 2. Teil gibts auch in kürze. :)







Noch im Halbschlaf hörte ich leise ein paar Stimmen flüstern.
Sie bemühten sich nicht zu laut zu sein.

Langsam, aber noch immer verschlafen öffnete ich die Augen.
Vor mir standen Genia, auch eine der älteren Sklavinnen, und Natalia.
Ich rieb mir den Schlaf aus den Augen und setzte mich allmählich auf.
Die Nacht war sehr chaotisch und ich hatte nicht gut geschlafen.
Meine Träume handelten von riesigen Palästen, Unterdrückung und nackter Haut.
Alles in allem war das keine schlechte Kombination, aber wenn ich daran zurück dachte merkte ich, dass ich in den letzten Tagen nie ein Lächeln über die Lippen gebracht habe.
Dieser Gedanke machte mich traurig.
Ich hatte vor meiner Zeit hier oft Gelacht, von ganzem Herzen sogar.
Als ich meinen Kopf wieder geordnet hatte blickte ich zu den beiden anderen Sklavinnen.
Es waren nur mehr die beiden hier, alle anderen waren schon weg.
Natalia zog sich gerade eine frische Tunika an.
Ich fuhr mit meinen Augen ihren Körper entlang und blieb schließlich bei ihren Schulterblättern hängen.
Mir stockte der Atem.
Die Augen und den Mund weit aufgerissen starrte ich diese Stelle an.
Als ich die Luft scharf ausstieß bemerkten mich die beiden und drehten sich ruckartig um.
„Guten Morgen.“, kam es ihrerseits.
„Natalia, was im Namen der Götter hast du da?!“, krächzte ich noch immer schockiert.
Die ältere Sklavin griff an ihren Rücken und zuckte kurz zusammen.
„W…war Xena das?“, sprach ich mit immer leiser werdender Stimme.
„Ja“, antwortete sie knapp, „Komm beeil dich du solltest die Herrin nicht warten lassen sonst….“
Sie verstummte und sah zu Boden.
„Ich sollte dann mal den Einkauf für die Herrin erledigen.“, sagte nun Genia und verschwand in der Tür.
Ich stand auf, nahm mir eine grüne Tunika aus meinem Fach und zog sie an.
„Sonst was?“, fragte ich nun Natalia mit selbstsicherer Stimme.
Sie sah mich verdutzt an.
„Wie bitte?“
„Ach tu nicht so, du weißt was ich meine. Sag mir doch einfach wie es zu der Verletzung gekommen ist.“
Die sonst so taffe Natalia sah ich nun aus einer völlig neuen Perspektive.
Sie hatte plötzlich irgendetwas Verletzliches an sich.
Obwohl sie älter war als ich zog ich sie zu mir auf das Bett, auf das ich mich setzte.
Ohne zu protestieren folgte sie mir.
„So. Erzähl schon. Es ist also von Xena?“
Ich konnte die Neugierde in meiner Stimme einfach nicht verstecken.
Endlich begann sie zu erzählen.
„Ja die Verletzung ist von Xena. Weißt du, ich wurde schon in diesem Palast geboren, damals war das alles noch das Heer von Xenas Vater. Meine Mutter war auch schon Sklavin und mein Vater starb im Krieg gegen Cäsars Battalion. Ich tat schon seit frühestem Alter immer meine Pflichten und gehorchte stets. Als ich 3 Jahre war kam Atrius schließlich mit einem Baby in den Palast zurück und sagte es wäre seine Tochter und seit sie im Alter von 15 Jahren selbst die Herrschaft übernommen hatte gehorche ich ihr. Ich war schon immer eine von Xenas treuesten Sklavinnen aber dann………………
Einer der Soldaten, den Xena persönlich ausgebildet hatte und ich arbeiteten schon lange Zeit an einem Fluchtplan. Es hätte beinahe geklappt, wir waren schon so gut wie über die Grenze, doch dann merkte sie es. Im ganzen Land schlugen die Alarmglocken. Schließlich wurden wir geschnappt und zurück gebracht. Mein Freund Marios wurde getötet, ich trage als Zeichen der Schande immer die 20 Peitschenhiebe mit mir.“
Natalia verstummte.
„Natalia, das ist eine schreckliche Geschichte!“, schrie ich schon fast und sie hielt mir den Mund zu.
„Weißt du jetzt warum ich nicht will, dass du keinen Fehler machst? Dir soll es nicht so ergehen wie mir. Du hast ja keine Ahnung wie ich mich dafür schäme und mein Rücken wird mich auf ewig daran erinnern.“
„Ja, ich verstehe. Ich gebe mein Bestes.“, sagte ich etwas benommen.
„Es wäre nur halb so schlimm wenn Xena sich dabei nicht selbst ausgetobt hätte. Hast du überhaupt eine Ahnung welche Kraft diese Frau hat?“, fragte mich die Ältere.
Ich blieb stumm.
Einige Momente saßen wir schweigend auf meinem Bett, doch auf einmal sprang sie auf und war schon wieder so quirlig wie sonst auch immer.
„Na los! Wir haben nicht mehr viel Zeit. Ich gehe in die Halle und bereite mit Genia und Saphira das Hauptmahl vor. Dich erwartet die Herrin auf dem Übungsplatz.“, sagte sie schon im Hinausgehen.
Ich lief ihr hinterher.
„Aber Natalia, wo ist denn der Übungsplatz?“, fragte ich nichts ahnend.
„Den Gang runter, dann zweimal links und die große dritte Tür rechts.“, kam es von ihr noch, doch dann verschwand sie schon hinter der Ecke.
Na toll jetzt bin ich alleine…
Ob ich dieses Gelände jemals anfinde bezweifle ich.

Es kam mir vor wie eine halbe Ewigkeit, doch schließlich fand ich die Tür, die mich in den Übungsgarten bringen soll.
Konnte ja nur diese sein, denn sie war viel größer als alle anderen in diesem Gang.
Noch einmal durchatmen und dann öffnete ich mit viel Mühe die Tür.
Sie war eindeutig schwerer als sie aussah.
Ich ging ein Stück in den Garten und die Sonne stach mir in die Augen.
Von weitem hörte ich schon Schwert hiebe und Kampfgeschrei, doch von einem Kampf war nicht viel zu sehen.
Ein paar Meter den Weg entlang gingen ein paar Stufen auf ein hohes Podest.
Als ich dieses hinauf stieg sah ich ein riesiges Kampffeld.
Es war aufgebaut wie ein überdimensionales Schachbrett und in Mitten dieses Feldes war die Kriegerprinzessin.
Sie kämpfte gerade gegen einen ihrer eigenen Soldaten, doch dieser hatte sowieso keine Chance um gegen sie zu gewinnen.
Gerade eben schlug Xena ihm das Schwert aus der Hand, stieß den jungen Mann zu Boden und hielt ihm ihr scharfes Schwert an die Kehle.
Der Mann war komplett verschwitzt unter der eisernen Rüstung und zitterte noch etwas als Xena das Schwert endlich wegnahm.
„Du musst noch viel lernen Sokrates. Ich verlange, dass nur die besten Kämpfer bei der nächsten Schlacht gegen Antonius kämpfen.“, sagte sie und schickte den Krieger weg.
Ich ging zu Xena hinüber und verbeugte mich.
Sie drehte sich zu mir um und betrachtete mich von Kopf bis Fuß.
„Du bist zu spät.“, sagte sie nur, während sie ihren Brustpanzer ablegte.
„Hast du eine Erklärung dafür, oder willst du eine angemessene Bestrafung?“, fragte sie so kühl, als ob es sie gar nicht interessieren würde.
„Ich hab die Tür nicht gefunden. Hier sehen die Gänge doch alle so gleich aus.“, verteidigte ich mich.
Die Kriegerin sah mich durchdringlich an und ich erstarrte.
„Na gut, aber heute hast du nur Glück gehabt klar?“
„Klar.“
Xena setzte sich auf einen Felsen im Schatten eines Baumes, winkte mich zu ihr und zeigte mir, dass ich mich setzen durfte.
Sie schnallte sich ihre Schienbeinschützer ab und begann damit ihr Knöchel zu massieren, dabei sah sie gespannt ihren Soldaten beim Üben zu.
„Soll ich vielleicht?“, fragte ich und deutete auf ihre Knöchel, doch sie schüttelte nur den Kopf.
Einige Minuten sahen wir einfach nur den Kämpfern zu.
„Sie werden immer besser.“, sagte ich ohne es zu merken und Xena sah mich auf einmal interessiert an.
„Findest du?“
„Ja, ich meine….tja….ich kenne mich zwar nicht aus, aber…“, stotterte ich sichtlich nervös, wenn sie mich so ansah.
„Würdest du auch mal gerne mit dem Schwert probieren?“, fragte sie und ich sah wie ihre Augen aufblitzten.
Sie würde jetzt auf gar keinen Fall ein „Nein“ gelten lassen.
„Aber ich kann das doch nicht.“, versuchte ich mich raus zu reden.
„Ach Quatsch! Ich sehe doch, dass du geschickt bist.“, konterte Xena und legte schon wieder ihre ganze Rüstung an.
Mir wurde gleich ganz anders, als ich das große Schwert da auf dem Boden liegen sah.
Und mit so etwas sollte ich kämpfen?
Ich bin froh wenn ich es schon aufheben kann.
„Komm schon, steh auf.“, drängte sie mich.
Widerwillig stand ich also auf und stellte mich der Kriegerprinzessin gegenüber.
Sie hielt ihr Schwert schon bereit und lächelte mich angriffslustig an.
Langsam beugte ich mich zu dem Schwert vor meinen Füßen und musste feststellen, dass es gar nicht so schwer war.
Mit der Zeit würde mir zwar die Hand schmerzen, aber an sonst geht es ziemlich gut.
„Bereit Gabrielle?“, fragte sie mich noch bevor sie mit ihrem Kriegsschrei auf mich zu rannte.
„NEIIIIIIN!“, schrie ich, ließ das Schwert fallen und rannte vor ihr weg.
Ich muss ziemlich lächerlich ausgesehen haben, denn Xena hielt inne und sah mir verdutzt nach.
Nach einigen Metern blieb auch ich wieder stehen.
„Gabrielle komm zurück!“, schrie sie.
„Ich will nicht, dass du mich tötest!“, schrie ich genau so laut zurück.
Die Kriegerin schüttelte ihren Kopf.
„Warum um alles in der Welt sollte ich dich denn töten? Jetzt komm her und nimm das Schwert ich will dir doch nur zeigen, wie du dich damit verteidigen kannst.“
Natürlich glaubte ich ihr.
Also lief ich wieder zu ihr und nahm das Schwert von ganz allein in die Hand.
„Ok, du musst mit dem Schwert immer entgegen halten, wenn ich versuche dir damit zu nahe zu kommen und du musst auf meine Körpersprache achten, denn das kann dir sehr nützlich sein. Fertig?“
„Ja.“, sagte ich nun mit fester Stimme und sie holte schon zum ersten Schlag aus.
Es war fast wie ein Reflex und ich hielt stark gegen sie.
Bei den nächsten paar Schwerthieben war es genauso nur etwas härter und es machte wirklich irrsinnigen Spaß.
Nach ein paar Minuten fing auch ich an ein paar Hiebe gegen Xena auszuteilen.
Wir beide schwitzten und lachten.
So lange es nur um Spaß geht kämpfe ich gerne gegen sie.
Doch auf einmal hatte Xena eine Spur höher gestellt und wurde etwas schneller.
Ich ging immer weiter rückwärts um nicht von der Spitze ihrer Lanze getroffen zu werden und merkte erst nicht, dass wir schon fast über den ganzen Platz gegangen waren.
Xena blieb plötzlich einfach stehen, aber ich ging trotzdem weiter zurück.
„Gabrielle, pass auf!“, schrie sie, doch es war schon zu spät.
Einen Schritt hatte ich zu viel nach hinten gemacht und bereute es sofort, denn ich viel 1 ½ Meter von dem Übungsplatz hinunter in irgendein Gebüsch.
Sofort sprang Xena in einem Salto herunter zu mir und zog mich aus dem Gestrüpp.
„Geht es dir gut?“, fragte sie besorgt.
„Ja…………au, nein, ich glaube ich hab mir irgendetwas gezerrt oder so.“, sagte ich mit schmerzverzerrtem Gesicht und musste mich an der starken Kriegerin festhalten.
Meine Haare waren voller Blätter, die Tunika zerrissen und ich hatte mir eine Sehne gezerrt.
Den Göttern sei Dank, dass ich mir nichts gebrochen hatte.
„Komm ich bringe dich rein, da untersuche ich deinen Fuß und danach gibt es sowieso schon etwas zu essen.“
Sie nahm mich am Oberarm und ich bemerkte sofort ein brennen.
Xena ließ mich los und auf ihrer Hand war überall Blut.
Anscheinend bin ich genau auf dem Schwert gelandet, mit dem ich hinunter gestürzt bin.
„Auch das noch.“, flüsterte ich frustriert.
„Halb so schlimm.“, sagte Xena, die sich meine Schnittverletzung noch genau ansah.
„Das muss genäht werden aber nur mit höchstens 7 Stichen.“
„Das nennst du nur halb so schlimm?“, kam es etwas lauter von mir.
„Ja.“, sagte sie nur, nahm mich an der Hand und lief mit mir in den Palast.
Bei Xena sah es so leicht aus, diese Tür zu öffnen.
Es faszinierte mich immer wieder, wie stark sie ist.
Die Kriegerin zog mich im Eiltempo durch die Gänge und wir blieben schließlich vor ihrem Schlafgemach stehen....





So, wie schon gesagt gibts den 2. Teil in kürze.
Über Reviews würde ich mich freuen :)
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