How I Met Xena

GeschichteAllgemein / P12 Slash
Gabrielle Xena
06.07.2013
06.01.2014
7
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06.07.2013 951
 
Hey :)
Ich hab jetzt mal schon das nächste Kapitel geschrieben, dass ihr nicht zu lange warten müsst, denn nächste Woche bin ich Urlaub.
Wie auch immer. Viel Spaß damit ;D







My overnight tour




Mitten in der Nacht wachte ich schweißgebadet auf.
Hoffentlich hatte ich im Schlaf nicht geschrien.
Ich blickte um mich und konnte zu meiner Erleichterung feststellen, dass alle anderen noch schliefen.
Nach ein paar Momenten beruhigte sich mein Atem wieder und ich dachte an meinen fürchterlichen Traum.
Es war schrecklich.
Xenas Heer setzte mein Dorf in Brand.
Meine Familie verbrannte vor meinen Augen und ich wurde von ihr entführt.
In einer dreckigen, staubigen Höhle ließ die Kriegerin mich mit ein paar ihrer Soldaten alleine.
Von denen wurde ich brutal missbraucht.
Nach diesem fürchterlichen Ereignis wachte  ich auf.
Eine einzelne Träne rollte mir über die Wange.
Ich blickte kurz aus dem Fenster.
Der Mond stand schon sehr hoch, also dürfte es schon um die Mitternacht gewesen sein.
Ein paar Minuten blieb ich noch so sitzen um die Geschehnisse meines Traums zu verarbeiten.
Plötzlich bemerkte ich den Drang in meiner Blase.
Na toll, Natalia hatte mir nicht gezeigt wo die Toiletten sind.
Ich konnte sie aber auch schlecht aufwecken, dann wachen alle anderen auch auf.
Ist ja egal.
Es wird wohl nicht so schwer sein in diesen Gemäuern eine Toilette zu finden.
Also stieg ich so leise es nur ging aus dem Bett und schlich zur Tür hinaus.
Jetzt bloß keinen Wachen begegnen.
An den Mauern hingen alle paar Meter Fackeln.
Am besten ging ich zuerst in die große Halle, da das das Zentrum des ganzen Palastes sein musste.
Von dort aus wird sich doch sicher eine Toilette auffinden lassen.
Hätte ich zumindest gedacht, wenn ich die große Halle wenigstens gefunden hätte.
Verwirrt lief ich in den Gängen umher.
Ich hatte wirklich keine Ahnung mehr wo ich war.
Die Gänge müssen aber auch alle gleich aussehen.
Wenn ich nicht so verzweifelt gewesen wäre, hätte ich vor Wut mit voller Wucht gegen die Wand getreten.

Ich hatte überhaupt kein Zeitgefühl mehr.
Die Flure schienen immer die Selben zu sein und ich rannte schon sehr lange in diesem Schloss ahnungslos umher.
Endlich hatte ich eine mit goldversehene Tür gefunden.
„Der große Saal, na wer sagts denn?“, kam es erleichtert über meine Lippen.
Gerade als ich die Tür öffnen wollte schrie mir eine Stimme entgegen.
„Geh da nicht rein!“
Natalia rannte mir entgegen.
„Spinnst du?! Wenn du da jetzt rein gehst wirst du geköpft!“, schrie sie mich verzweifelt an.
„Was denkst du eigentlich wie viele Schwierigkeiten wir bekommen, schon allein wenn uns jemand hier sieht?“
Sie holte tief Luft.
Nun verstand ich gar nichts mehr.
„I…Ich wollte doch nur in die Halle gehen. Ich m…musste mal.“, sagte ich völlig perplex.
„Ach Gabrielle, wenn du etwas brauchst, dann weck mich doch bitte auf.“
„Tut mir leid.“
„Du hast ja keine Ahnung, was für ein Glück du gerade hattest, dass ich hier aufgetaucht bin. Ich habe schon den ganzen Palast nach dir abgesucht, als ich bemerkt hatte, dass du weg bist.“
Natalia packte mich an der Hand und ging mit mir ein Stück.
„So hier kannst du auf die Toilette gehen.“, sagte sie und deutete auf eine kleine Kammer.
Als ich fertig war musste ich die ältere Sklavin einfach fragen.
„Was ist denn hinter der einen Tür gewesen?“
„Das war Xenas Schlafgemach.“, kam es von ihr, wie wir wieder in unsere Schlafkammer gingen.
„Du meinst ich hätte….“
Ich schlug mir an die Stirn.
Wie konnte man nur so blöd sein?
Natalia musste kurz auflachen.
„Wäre nur halb so schlimm gewesen, wenn du sie alleine gestört hättest.“, die Sklavin grinste in sich hinein bei dem Gedanken, dass ich Xena beim Schäferstündchen störte.
Ungläubig riss ich den Mund auf.
Ich wusste erst gar nicht welcher Teufel mich in diesem Moment ritt, aber dennoch zog ich Natalia mit einem Ruck an ihrem Arm zurück.
„Xena hat männlichen Besuch?“
Aus irgendeinem Grund zog sich bei diesen Worten mein Magen zusammen und ich bekam ein ungutes Gefühl.
Anscheinend bemerkte die ältere Frau vor mir, dass mich diese Erkenntnis etwas mitnahm und diese blickte mich schief an.
„Ja, heute ist doch Freitag. Jeden Freitag bekommt die Herrin männlichen Besuch. Wir wissen zwar nicht wer dieser Mann ist, aber man sagt, dass sie ihm versprochen wurde.“, sagte sie.
Meine Kinnlade klappte schon wieder nach unten.
„Was? Von wem wurde sie versprochen?“, fragte ich etwas zu laut und schüttelte Natalia an den Schultern.
„Schtt! Jetzt beruhige dich mal. Von ihrem Vater Atrius, aber warum stört dich das so?“
Die Sklavin sah mich erstaunt an.
Ich ließ sie wieder los.
„Ich, nein, es stört mich nicht, aber ich wusste gar nicht, dass Xena noch immer unter der Fuchtel ihres Vaters sitzt.“, verteidigte ich mich.
„Ich war zuerst auch überrascht.“, sagte sie monoton.
Danach gingen wir schweigend weiter, bis wir wieder vor der Schlafzimmertür der Sklavinnen waren.
„Natalia?“
„Ja, Gabrielle?“
Eine kurze Pause.
„Es tut mir leid, dass du wegen mir fast so viel Ärger bekommen hättest.“
Ich senkte vor Scham den Kopf, doch Natalia sah mich mit einem mütterlichen Blick an und umarmte mich schließlich.
„Ist schon gut, aber du musst aufpassen. Ich will nicht, dass sie dich verletzt.“, sagte die Sklavin.
Ich verstand nicht wieso sie das immer wieder sagte, doch gerade als ich sie fragen wollte öffnete sie die Tür.
Vielleicht war morgen ein besserer Moment um sie zu fragen, also beließ ich es dabei und folgte ihr stumm in das Zimmer.
„Gehen wir schlafen. Morgen wird ein anstrengender Tag und wir haben sowieso nur mehr ein paar Stunden zu schlafen.“, sagte Natalia während sie in ihr Bett stieg.
„Ja, du hast recht. Gute Nacht Natalia.“
„Schlaf gut.“



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