How I Met Xena

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Gabrielle Xena
06.07.2013
06.01.2014
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06.07.2013 1.882
 
Hey meine Lieben, tut mir leid, dass ich so lange nicht geschrieben habe.









My first day with Xena 2.0




Es waren ca. 3 Stunden bis wir in Triada ankamen, oder waren es weniger?
Die Zeit verging enorm langsam in diesem dunklen Karren.
Im gesamten Marsch des Heeres bis zu unserem Ziel sah ich öfter zurück zu Xena, wie sie auf ihrem wunderschönen Pferd ritt.
Es war eine schöne Stute, majestätisch mit der weißen Mähne und dem gold-braunen Fell.
Jedes Mal als ich zu ihr zurück blickte sah mir die Kriegerprinzessin scharf in die Augen, als ob sie in mir lesen könnte, wie in einem Buch.
Ich fragte mich schon des Öfteren, ob diese Frau nicht Gedanken lesen kann.
Vor ihr hatte man keine Geheimnisse…...niemand.
Wenn ich unter ihrer Obhut war, musste ich lernen keinen absurden Gedanken an unwichtige Themen verschwenden.
Meine ganze Aufmerksamkeit durfte nur mehr ihr gelten.

5 Minuten vor unserer Ankunft sah ich in der Ferne einen mächtigen Bau in die Höhe ragen.
Das musste Xenas Schloss sein, denn es war groß genug um ihr ganzes Heer unterzubringen und der Anhang des Gebäudes war eine Dach lose Krieger-Ausbildungshalle.
Mit großen Augen begutachtete ich den prunkvollen Palast und bemerkte erst gar nicht, dass der Karren schon längst zum stehen gekommen war und auch alles hinter mir war stehen geblieben.
Schneller als ich überlegen konnte wurde ich schon von einem Krieger grob vom Holz des Karrens und schleifte mich in das Innere des Palastes.
Noch ein Blick hinter mich sagte mir, dass Xena ebenfalls schon in ihrem Schloss sein musste.
Ich sah viele Gänge, viele Räume, aber keinen einzigen Menschen, als ich in die Haupthalle gebracht wurde.
Der kräftige Krieger stieß mich mit voller Wucht in den riesigen Raum und ich blieb auf den Knien sitzen.
Trotzig und mit voller Verachtung sah ich dem Mann nach, doch dieser gab ein höhnisches Lachen von sich und schloss hinter sich die Tür.
Nun war ich allein.
Ich glaubte meine Knie sind aufgeschunden und doch blieb ich sitzen.
Durch die vielen Fenster viel der Schein der Abendsonne.
Erst jetzt viel mein Blick durch den gesamten Raum und ich musste staunen.
Der Boden aus edelstem Marmor und die Säulen mit korinthischem Weiß bekleidet.
Im vordersten Teil des Raumes war ein großes Himmelbett mit roter Seide und daneben Palmenblätter um Luft zu fächern.
Ich konnte schon ahnen, was meine erste Aufgabe als Sklavin sein würde.

Mir kam es wie eine halbe Ewigkeit vor und doch waren es nur ein paar Minuten, in denen ich hier wartete, bis eine Frau zu mir in den Raum trat.
Mit schnellen Schritten kam sie auf mich zu.
„Hallo, du musst die neue Sklavin sein.“, sagte sie etwas leise.
Anscheinend wollte sie auf keinen Fall zu laut sein.
„Mein Name ist Natalia.“
Sie reichte mir die Hand und lächelte.
Natalia war 7 Jahre älter und ziemlich genau gleich groß wie ich, mit schulterlangem schwarzem Haar und großen braunen Augen.
Sie trug ein Gewand aus grüner Seide, das ihr eng am Körper hing.
„Ich heiße Gabrielle.“, antwortete ich ihr.
„Nun gut, Gabrielle. Komm mit. Die Herrin erwartet dich schon.“, sagte sie sichtlich nervös.
Es schien so als wäre sie schon sehr lange bei Xena als Sklavin.
Ich lief der größeren Frau nach, durch einige Räume und lange Gänge, bis wir vor einer vergoldeten Tür zum stehen kamen.
Natalia drehte sich zu mir um, sah mir ernst in die Augen.
„Hör mir gut zu. Wenn du jetzt hinein gehst, wirst du alles machen, was die Herrin verlangt. Verärgere sie nicht, oder wir müssen alle dafür gerade stehen. Ich warte im Saal auf dich.“
Ich verstand nicht ganz was sie mit dem „dafür gerade stehen“ meinte und doch nickte ich.
Natalia war schon sehr erfahren, also musste sie wissen, was Xena verärgerte.
Eher ich mich versah war die ältere Sklavin verschwunden.
Am besten ließ ich die Kriegerin nicht zu lange warten, also betrat ich mit Ehrfurcht den Raum.

Hinter der goldenen Tür öffnete sich mir ein wundervolles Bild.
Es war eine Grünanlage im Zentrum des Palastes.
Mit einem riesigen Götterbaum, einem Brunnen, an dem Wasser herunter plätscherte und einer heißen Quelle, dicht unter dem Baum.
Noch in meinen Träumen versunken schweiften meine Augen dem Bach entlang und blieben schließlich an der heißen Quelle hängen.
Xena war bis zu den Schultern in Wasser und hatte die Augen genüsslich geschlossen.
Nach so einem Raubzug war es natürlich immer gut sich in einem Bad zu entspannen, nur was hatte ich damit zu tun?
Langsam und vor allem leise näherte ich mich der Kriegerin, doch ihre Ohren waren zu sensibel.
„Da bist du ja endlich!“, kam es ihrerseits.
„Tut mir leid, dass ich dich warten ließ Herrin.“, sagte ich und senkte den Blick.
Als Xena die Augen aufschlug blitzte mir das Blau entgegen und ich erstarrte kurz.
„Ich sage es dir gleich jetzt, damit du nicht auf dumme Gedanken kommst. Du wirst jeden meiner Befehle ohne zu zögern erfüllen. Wenn du mir wiedersprichst wirst du bestraft und falls du versuchen solltest zu entkommen, kann ich dir schon versprechen, dass daraus nichts wird. Solltest du es trotzdem versuchen wirst du auch bestraft. Wenn du Glück hast zwar nicht mit dem Tod, aber dennoch sehr hart.“, sagte sie kühl, aber streng.
„Du brauchst nur die Regeln befolgen und du wirst ein gutes Leben bei mir haben. Haben wir uns verstanden?“
„Ja, Herrin.“
Ich hatte den Kopf noch immer gesenkt und die Hände hinter meinem Rücken verschlossen.
„Nun wasch mir den Körper und reibe mich mit den parfümierten Ölen ein. Danach kannst du gehen. Natalia wird dir dein Gewand geben und dir zeigen, wo du schläfst.“
Ich tat wie mir befohlen und nahm den Schwamm in die Hand, der an einem Stein neben der Wanne lag.
Mir war ziemlich unwohl bei dem Gedanken Xena nackt zu sehen und sie dann auch noch waschen?
Normalerweise hatte ich nichts gegen nackte Haut, doch dieses Mal ist es etwas anderes.
Auf keinen Fall darf ich sie anstarren, doch wenn ich mich zu sehr abwende könnte sie denken, dass ich mich von ihr abgeneigt fühle, schoss es mir durch den Kopf.
Xena schien zu merken, dass ich zögerte.
„Nur keine Scheu. Du wirst dich daran gewöhnen müssen.“, sagte sie mit lachender Stimme.
Den Göttern sei Danke nahm sie es mit Humor.
Ich atmete hörbar aus und fing an der Kriegerin den Rücken zu waschen.
Sie hatte eine wunderschöne golden-gebräunte, samtige Haut, viel mir sofort auf.
Als ich ausversehen mit dem Zeigefinger ihr Schulterblatt berührte zogen sich ihre Muskeln zusammen.
Anscheinend hatte sie noch nicht mit einer Berührung gerechnet.

Ich muss sagen ich war von mir selbst überrascht, dass ich mich so gut unter Kontrolle hatte und Xenas Körper nicht zu sehr anstarrte, als ich sie mit dem gut duftenden Öl einrieb.
Natürlich war es zuerst komisch den Körper einer Frau einzucremen, doch Xenas Haut war weich und fühlte sich gut unter den Fingern an.
Ja, ich genoss es und als Xena ihre Augen schloss und die Luft scharf einatmete merkte ich, dass sie das Gefühl erwiederte.
Als sie vollkommen eingecremt war zog sie ihr saphirblaues Seidenkleid an.
Es war mit weißen Bergkristallen geschmückt und passte ihr wie angegossen.
Für gewöhnlich kannte ich sie nur als knallharte Heerführerin, doch dieses Mal sah ich sie mit ganz anderen Augen.
Sie war eine attraktive Frau.
Ich fand sie ja schon vorher schön, aber dieses Bild übertraf alles, als sie ihren Haarknoten aufmachte und ihre Haare auf die Schultern fallen ließ.
Plötzlich sah sie mir in die Augen und unterdrückte ein Lachen, weil sie bemerkte,  dass ich sie von oben bis unten musterte.
„Du kannst gehen, Gabrielle.“
Ich verbeugte mich kurz und verschwand dann in der Tür.
Nachdem ich mich einige Male verlaufen hatte, fand ich schließlich den Hauptsaal, wo mich Natalia schon erwartete.
„Da bist du ja! Es hat länger gedauert als ich dachte. Ich hoffe sie hat dich nicht zu hart dran genommen.“, sagte diese mit einem müden Lächeln.
„Ja, war ganz in Ordnung. Sie war eigentlich ziemlich nett für ihre Verhältnisse.“, kam es von mir und wir fingen beide an zu lachen.
Auf einmal hörten wir laute Schritte und verstummten sofort.
Wenn irgendjemand mitbekam wie wir über die Kriegerprinzessin lachten, könnte es das Letzte sein was wir jemals gemacht hatten.
Als wir am Südtor des Saals zwei große Schatten von Soldaten sahen ergriff ich reflexartig Natalias Hand.
Die Schatten kamen immer näher.
Hoffentlich hatten die zwei Krieger uns nicht gehört.
Glücklicherweise gingen sie gerade aus weiter und wir konnten entspannt ausatmen.
Langsam setzten wir uns in Bewegung und gingen aus dem Westtor, in Richtung Schlafsäle der Sklaven.
„Puh, ich dachte schon wir können uns unsere Strafe schon abholen.“, sagte Natalia noch immer etwas aufgewühlt.
Ich lief hinter ihr her, da sie ein ziemliches Tempo drauf hatte
„Ist es wirklich so schlimm wenn man ein paar Späße macht?“, fragte ich erstaunt.
Mit einem Schlag drehte sich die ältere Sklavin um, packte mich am Kragen und zog mich grob näher zu sich.
„Jetzt hör mir mal zu! Mit der Herrin ist wirklich nicht zu spaßen. Glaub mir ich weiß das. Tu mir, dir selbst und allen anderen einen Gefallen und sag am besten gar nichts wenn du nicht angesprochen wirst. Wenn du etwas sagst, bitte nichts Falsches!“, schrie sie während sie gleichzeitig flüsterte fast schon verzweifelt.
„Ja, ja ich hab schon verstanden!“, sagte ich erschrocken von ihrer Reaktion.
„Gut!“
Sie ließ mich wieder los und strich mir sogar mein verdrecktes Kleid glatt.
„Glaub mir, ich will nicht, dass dir etwas geschieht.“, sagte sie versöhnlich.
Ich gab nur ein Kopfnicken von mir.
Nach ein paar Schritten kamen wir vor einer Holztür zum stehen.
„Gabrielle?“, flüsterte sie.
„Ja?“
„Wenn wir gleich durch diese Tür gehen wirst du viele Sklavinnen sehen. Wir schlafen alle in einem Raum. Es gibt einige Sklavinnen in deinem Alter und einige in meinem Alter. Du wirst bei den jüngeren schlafen und ach ja, wenn du irgendetwas auf dem Herzen hast sagst du es nur mir, klar?“
Natalia sah mir in die Augen.
Jetzt verstand ich.
Die Sklavin war verantwortlich für mich.
Deswegen will sie mich gerade biegen und verhindern, dass ich etwas falsch mache.
„Hey, verstehst du mich?!“
„Ähm, ja tut mir leid.“
Ich schüttelte kurz den Kopf, um auf klare Gedanken zu kommen.
„Gut, dann komm.“, sagte sie und öffnete die Tür.

Im Schlafzimmer der Sklaven war es dunkel.
Auf der linken Seite schliefen die Neulinge und auf der Rechten die erfahrenen Sklavinnen.
Wir wurden sehr freundlich begrüßt und ich stellte fest, dass nur zwei andere in meinem Alter waren.
Juliana und Carolina.
Juliana war eine Römerin mit langen hellbraunen und gelockten Haaren.
Xena nahm sie mit nach einem Einmarsch in Cäsars Reich.
Carolina war eine Gallierin mit kurzen blonden Haaren und blauen Augen.
Sie war schon länger unter Xenas Obhut als Juliana und ich.
Nachdem wir uns ausgetauscht hatten gingen wir schließlich zu Bett, weil es doch schon recht spät war und ich mit Sicherheit sagen konnte, dass es mit dem lange Ausschlafen nun vorbei ist.
Wir löschten die Kerzen und stiegen in unsere Betten.
Noch einen Blick aus dem Fenster zum Mond hinaus und ich schwöre, ich konnte das Gesicht meiner Schwester sehen.
„Gute Nacht Lila.“, hauchte ich.
Dann schloss ich die Augen und schlief ein.




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