How I Met Xena

GeschichteAllgemein / P12 Slash
Gabrielle Xena
06.07.2013
06.01.2014
7
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06.07.2013 1.257
 
Hey meine Lieben :)
Ich weiß ich habe schon eine Weile nicht mehr geschrieben.
Hoffe euch gefällts <3





Als ich aufwachte war alles um mich herum dunkel.
Was war denn nur passiert?
Ach ja, ich opferte mich für meine Schwester und nun bin ich Xenas Sklave.
Ich hoffe Mutter und Vater tragen mir nichts nach und ich hoffe Lila macht sich nicht zu große Vorwürfe.
Es würde mir das Herz brechen, wenn sie im Glauben bliebe, es wäre ihre Schuld, dass ich von meiner Familie getrennt wurde.
Nein, so ist es nicht!
Wie Xena schon sagte.
„Ich bin hier, weil ich hier sein will“.
Hoffentlich werden mir diese Worte keine zu schwere Last.

Mein Kopf hämmerte und ich sah noch immer nur schwarz vor den Augen.
Hatten mich Xenas Männer niedergeschlagen und die Augen zugebunden?
Ja, vermutlich schon.
Das würde zumindest die Kopfschmerzen und meinen Ausblick erklären.
Ich lag auf meiner Seite, welche schon sehr schmerzte und wollte den Kopf anheben, doch es gelang mir nicht.
Auch meine Hände und Füße konnte ich nicht bewegen, da ich gefesselt war.
Meine Haut brannte an den Knöcheln, an denen sie mich anbanden und ich hoffte, dass ich noch nicht blutete.
Ein leises Stöhnen entkam meiner Kehle.
Wenig später vernahm ich schnelle Schritte, die auf mich zu kamen.
Grob wurde ich gepackt und aufrecht hingesetzt.
Dann riss man mir die Augenbinde runter, dass ich nun erkennen konnte, wo ich war.
Es war eine alte holzige Hütte in einem Dorf, dass Xena und ihre Männer vernichtet hatten.
Die Hütte war düster und modrig, nur ein kleiner Schein Licht fiel durch die Fugen im Holz.
Meine Augen gewöhnten sich allmählich an das Licht und ich erkannte zwei von Xenas Soldaten, die nun vor mir standen und mich hämisch angrinsten.
„Na wenn das nicht die neue Sklavin ist.“, sagte der bärtige Krieger spöttisch.
„Ein ganz ein zartes Täubchen hat sich die Herrscherin nun ausgesucht.“, meinte auch der Andere im gleichen Tonfall.
Ich sah beide verächtlich an und pustete mir ein paar Haare aus dem Gesicht.
„Möchtest du nicht etwas Spaß mit uns haben?“, sagte der Erste und trat einen Schritt auf mich zu.
Schockiert riss ich die Augen auf als ich merkte, was der Typ vorhatte und fing an wie wild herum zu zappeln und zu schreien.
Der viel größere Mann hielt mir sofort den Mund zu und zog mich fest an den Haaren zurück, damit ich ihm in die Augen schauen musste.
„Hör zu Mädchen, du wirst genau das tun, was wir dir sagen, oder du wirst es bitter bereuen verstanden?“, sagte er aggressiv, ließ von mir ab und gab mir stattdessen eine saftige Ohrfeige.
Der feste Schlag ließ mich am Boden aufschlagen und ich rang wie wild nach Luft.
Vom Augenwinkel aus sah ich, dass die zwei Männer mich von oben lachend ansahen.
Meine rechte Gesichtshälfte brannte und ich bemerkte, dass ich so fest am Boden auf geknallt war, dass das Blut aus meiner linken Schläfe sickerte.
Ich gab ein leises Keuchen von mir und bereute es sofort.
Der bärtige Krieger bückte sich sofort zu mir nach unten: „Willst du noch mehr prügel, oder reicht dir das fürs erste?“
Den Spott in seiner Stimme konnte man deutlich hören, doch ich konnte nicht antworten, musste ich auch nicht, denn plötzlich vernahm ich eine sanfte vertraute Stimme.
„Zieh sofort von ihr ab Darlor, du auch Atrius. Ich habe euch befohlen auf sie aufzupassen und nicht sie hinzurichten!“, sagte sie mit strengem Ton.
Xena stand mit verschränkten Armen an der Holztür und blickte die beiden verächtlich an.
„Aber Xena….ich, wir…sie hat….“, stotterte Darlor kleinlich.
Mit der Kriegerprinzessin ist es eindeutig nicht zu scherzen.
„Schweig! Wenn etwas der gleichen noch einmal vorkommen sollte, wirst du schwer bestraft mein Lieber. Ich hätte mir mehr von meinem obersten Feldherrn erwartet. Über diese Sache werden wir uns noch unterhalten und nun geht!“
Den letzten Satz schrie sie aus sich heraus.
Was sie nur so wütend gemacht hat?
Ich bin doch auch nur ein Sklave.
Nach dieser Szene wünschte ich mir nichts sehnlicher als zu Hause bei meiner Familie zu sein, aber ich durfte nicht so denken.
Ich hatte mir schwer vorgenommen nicht so zu denken.
Als die zwei Soldaten aus der Hütte verschwanden schritt Xena auf mich zu.
Sie nahm mich an den Schultern und zog mich sanft hoch, damit ich wieder saß.
Die Kriegerin begutachtete meine Verletzung an der Schläfe und verschwand kurz in den Nebenraum.
Vermutlich hatte sie so etwas schon geahnt, denn sie kam mit einem feuchten Tuch und etwas Salbe zurück.
Ich sah ihr nach, jeden Schritt den sie machte verfolgte ich bewusst.
Dann kniete sie sich zu mir.
Aus ihrem Dekoltee zog sie plötzlich einen kleinen Dolch hervor.
Ich schreckte zurück, doch als ich bemerkte, was sie vor hatte wurde ich wieder ruhiger.
Xena schnitt mir die Seile von Händen und Füßen.
Erleichtert streckte ich die Füße aus und genoss das Gefühl.
Auf einmal spürte ich wie Finger über die auf gewetzte Haut an meinen Handgelenken strichen.
Ich sah Xena an.
Die Kriegerin war sehr konzentriert bei ihrer Arbeit und ließ sich durch nichts stören.
Sie nahm etwas von der Salbe und cremte meine Knöchel ein.
Danach tupfte sie mit dem feuchten Tuch etwas an der Wunde an meinem Kopf.
Endlich sah sie mir in die Augen.
Dieses kühle Blau, dass sie in den Augen hatte, ließ mich die Schmerzen kurz vergessen.
„Komm steh auf. Wir ziehen weiter nach Triada.“
Xena nahm meine Hände und zog mich nach oben.
Kurz gaben meine Füße nach und ich musste mich an ihr fest halten.
Sie hielt inne.
Ich sah sie erschrocken an, als ich ausversehen über die nackte Haut an ihrem Oberarm strich.
Meine Finger brannten unter der Berührung und ich wusste, dass Xena das wusste.
Langsam beruhigte ich mich wieder, richtete mich auf und klopfte mir den Staub von den Kleidern.
Als ich Xena noch einmal einen flüchtigen Blick zu warf erschauerte ich kurz.
Natürlich bemerkte das die schöne Kriegerin und musste leicht Lächeln.
Wir gingen zusammen aus der Hütte, über das verlassene Dorf zu einem Kutscher, der einen großen Karren als Anhang hatte.
Die größere Frau machte mir mit einer Handbewegung deutlich, dass ich hinein steigen solle.
Ich tat wie mir befohlen und setzte mich in den Karren.
Plötzlich sah ich um mich.
Ich war allein hier.
„Was ist mit den anderen zwei Mädchen passiert?“, fragte ich einfach so heraus.
Xena sah mich finster an.
„Hör zu meine Kleine. Wenn ich unter meinem Heer bin, in meinem Palast, oder sonst neben irgendwelchen gehobenen Persönlichkeiten, hast du nur zu sprechen, wenn du dazu aufgefordert wirst. Verstanden?“, sagte sie mit strengem Ton.
„Ja, tut mir leid, meine Herrin.“, antwortete ich ehrfürchtig und senkte den Kopf.
„Deine Freundinne habe ich an Sklavenhändler in Irakleia verkauft.“, sagte sie während sie mit ein paar Seilen die Holzpflöcke des Karrens zusammen band.
Ich wollte schon wieder etwas sagen, doch dann sah mich Xena mit hochgezogener Augenbraue an und ich erinnerte mich daran, was sie vor knapp zwei Minuten zu mir gesagt hatte.
Also blieb ich stumm.
„Es ist ca. ein Dreistunden-ritt bis nach Triada. Ich reite immer nach diesem Karren hinterher, damit ich solche Aktionen wie vorhin verhindern kann.“
Nachdem sie das gesagt hatte band sie mir wieder die Hände und Füße zusammen, zwar nicht so fest, aber so, dass ich mich noch immer nicht befreien konnte.

Der Kutscher gab seinen Pferden ein Pfeifsignal und wir ritten los.
Xena und ihr halbes Heer hinter mir.
Ich bin schon gespannt, wie dieser Tag ausgehen soll.





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