How I Met Xena

GeschichteAllgemein / P12 Slash
Gabrielle Xena
06.07.2013
06.01.2014
7
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06.07.2013 1.709
 
Hey meine Xenites :)
Ich hab hier für euch mal ein längeres Kapitel geschrieben, aber ich hoffe es gefällt euch :*






Es war gerade mal 5 Uhr morgens als ich aufwachte.
Na toll, bei 3 ½ Stunden Schlaf sieht wirklich niemand gut aus.
Wenigstens hatte Lila durchgeschlafen, was ich von mir nicht sagen konnte.
Meine Schwester schlief noch und ich hatte noch mindestens 1 Stunde Zeit, bis wir uns am Hauptplatz von Poteideia versammeln mussten.
Ich saß schon einige Minuten regungslos in meinem Bett und starrte aus dem Fenster und beobachtete den Himmel, wie er immer etwas heller wurde.
Erst ein paar Momente später bemerkte ich, dass Mutter in unserem Zimmer stand.
Sie sah traurig und verängstigt aus.
Ich im Gegensatz war von außen hin sehr gelassen, warum wusste ich auch nicht.
Immerhin stand das Risiko hoch, dass ich Sklavin werden könnte, da es nicht sehr viele Jungfräuliche Mädchen in unserem Dorf gab.
Poteideia war nicht wirklich groß und die meisten Mädchen waren bereits verheiratet.
Wie auch immer.
Ich war schon wieder in meinen Gedanken versunken, als die Stimme von Mutter an mein Ohr gelangte.
„Gabrielle, weck doch bitte deine Schwester auf, badet euch und kleidet euch ein. Auf dem Tisch steht etwas Brot und Käse, kommt nach dem Frühstück bitte vor das Haus, damit wir gemeinsam zum Hauptplatz gehen.“, sagte sie monoton und ging.
Die ganze Sache muss ihr sehr zusetzen.
Wenn ich mich nicht irrte war ihre Stimme sehr brüchig und in Tränen erstickt.
Es tat mir weh sie so leiden zu sehen.

Nach einigen langen Atemzügen machte ich mich daran Lila aufzuwecken.
Ich rüttelte sie leicht an der Schulter, doch von ihr kam nur ein verächtliches Grunzen.
Wenn es um das Schlafen geht versteht Lila wirklich keinen Spaß, aber heute muss sie aufwachen, sonst bekommen wir beide Ärger.
„Komm schon Lila, wir müssen aufstehen. Du weißt doch was für ein Tag heute ist.“, flüsterte ich.
2 Sekunden später schienen meine Worte doch an ihr Ohre gelangt zu sein, denn sie riss erschrocken die Augen auf.
„Gabrielle, sag mir bitte, dass der gestrige Tag nur ein schlimmer Traum von mir war.“, flehte sie fast.
Ich konnte ihr nicht in die Augen sehen und stand ohne etwas zu sagen auf.
„Mutter sagt wir sollen uns waschen, anziehen und essen gehen. Wir treffen uns dann vor dem Haus.“
Ich war von mir selbst erschrocken, als die Worte mit dem gleichen Tonfall wie Mutters aus meinem Mund gekommen waren.
Trotzdem drehte ich mich um und sagte zu meiner kleinen Schwester bevor ich aus dem Zimmer ging noch: „Es wird alles gut, ich versprech es dir.“
Dann verließ ich unser Zimmer.

Wie immer war ich die letzte die fertig war und wir waren sowieso schon spät dran.
Meine Eltern drängten schon, als sie mit Lila vor dem Haus auf mich warteten.
Ich stolperte tollpatschig aus der Tür und kam vor meinem Vater zum stehen.
„Kommt Mädchen und betet zu Hestia, dass sie unsere Familie nicht trennen mag.“, kam es von meinem Vater und wir marschierten Richtung Hauptplatz.
Die gesamte Bevölkerung unseres Dorfes war anwesend um zu sehen, wen Xena wohl auswählen ließ.
Es hatte den Anschein als wären wir die letzten.
Noch gerade rechtzeitig, denn der jüngste Sohn der Familie Pandrios schrie durch die Menge, dass Xena und ein Trupp ihrer Männer bereits auf dem Weg waren.
Vater nahm meine und Lilas Hand in seine.
Dass hatte er noch nie gemacht.
Ich sah im in die Augen und konnte nicht glauben Was ich dort sah.
Eine einzelne Träne kullerte ihm über die Wange.
Ich strich sie ihm weg und umarmte ihn daraufhin.
„Möge es so kommen, wie es das Schicksal will.“, sagte ich mit ernster Stimme und richtete meine Augen wieder auf die Mauer, in die Xenas Krieger am Vortag eindrangen.
Es war Totenstille.
Niemand wagte etwas zu sagen, als ob man auf den Tod warten würde.
Und dann war es endlich so weit.
Darauf warten was geschehen würde war mit Abstand die größere Folter als zu wissen was Geschieht.
Ich war wie in Trance, als Xena aus der Staubwolke, die ihre Pferde verursachten aus dem Loch in der Mauer zum Vorschein kam.
Mit ernster Miene und gefolgt von mindestens 10 Soldaten marschierte sie mit hoch erhobenem Haupt auf den Platz den wir für sie geräumt hatten.
Lila schaute zu Boden.
Sie hasste Xena wirklich und wollte sie auch gar nicht erst sehen.
Ich im Gegensatz konnte meinen Blick nicht von ihr abwenden.
Diese Frau hatte eine Ausstrahlung von Selbstbewusstsein und Leidenschaft, die mich einfach fesselte.
Auch wenn sie Menschen tötet und immer barsch zu allen zu sein scheint, bin ich der festen Meinung, dass sie nicht Abgrundtiefböse ist.
Jeder Mensch, sogar sie, hat bestimmt einen guten Kern.
Xena stellte sich fest mit beiden Beinen auf den gepflasterten Boden und ließ ihren Blick über unser Volk schweifen.
Für einen Moment Blickte sie mir in die Augen und ich Zuckte zusammen.
Ich wusste nicht wieso, aber es reizte mich sehr in ihrer Nähe zu sein ohne etwas von ihr zu wissen.
Ich wollte in ihren Kopf blicke, wissen was hinter dieser Fassade steckt und auch wenn das jetzt etwas komisch klingt, ich wollte sie berühren, ihre samtig weiche Haut spüren, wie sie in der Sonne schimmert, ihre schwarzen Haare über meine Finger gleiten lassen und mit meinen Händen über ihre Wangen streichen.
Xena hatte schon vor einigen Sekunden zu sprechen begonnen, was ich erst später realisierte.
Nun deutete sie mit einer einfachen Handbewegung, dass wir Jungfrauen uns in einer Reihe aufstellen sollten.
Gesagt, getan.
Mein Vater ließ mich wiederwillig los und ich zog Lila mit mir, die noch immer wie gebannt auf den Boden starrte.
Wir waren nur sieben Mädchen und Xena hatte uns vorher mitgeteilt, dass sie drei von uns mitnehmen will.
Die Chancen von uns standen nicht gut und trotz allem waren auf meinem Gesicht keinerlei Emotionen zu sehen.
Xena ging einige Male vor uns umher und begutachtete uns.
Ihre Wahl schien ihr nicht leicht zu fallen, da sie ihre Lippen stark zusammen presste.
Sie sah uns durch dringlich an, bewegte sich dann aber doch weg von uns.
„Ich habe meine Wahl getroffen!“, sagte sie laut hörbar in die Menschenmenge.
Ich sah vom Augenwinkel aus, dass einige Mütter zusammen zuckten und ich bemerkte auch, dass Tränen flossen.
Dieser Druck war für viele Menschen eindeutig zu viel.
Wer gibt schon gerne sein Kind her?
Meine Augen huschten wieder zu Xena.
Lila neben mir fing an zu zittern und ich nahm ihre Hand und drückte sie leicht.
Die Kriegerprinzessin ergriff wieder das Wort, als sie näher trat um ihre neuen Sklavinen preis zu geben.
„Diese hier!“, sagte sie und deutete auf die zweite der Reihe.
Ich hörte eine Mutter verzweifelt aufschreien.
Das Mädchen brach in Tränen aus und wurde abgeführt.
Ich kannte sie nicht.
Anscheinend wohnte sie am anderen Ende des Dorfes und hieß Melana.
Es war schrecklich.
Ihre jüngeren Geschwister schrien ihren Namen und weinten um sie.
Der Vater nahm die Mutter in den Arm, diese schien innerlich zusammen zu brechen.
Es war ihr erstes Kind.
Als sich die Menge wieder beruhigt hatte und die Familie des ersten Mädchens nach Hause gebracht wurde fuhr Xena fort.
Sie schlich leichtfüßig vor uns umher.
Dann sagte sie erneut: „Diese!“, und deutete auf das siebte Mädchen der Reihe.
Bei ihr war nur ich erschrocken, da es eine gute Freundin von mir war, Ileandra.
Sie war ein Waisenkind und hatte keine Familie.
Ich schätze deshalb war es ihr egal ob sie nun im Waisenhaus, oder in der Obhut von Xena verachtet wurde.
Die Waisen hatten kein gutes Leben in unserem Dorf, aber wir haben uns trotzdem immer gut verstanden.
Als sie abgeführt wurde warf sie mir noch einen letzten Blick zu.
Ich sah ihr traurig nach und senkte den Kopf.
Ich hatte Xena fast vergessen, doch plötzlich spürte ich, dass jemand sanft meinen Kopf nach oben drückte.
Fassungslos starrte ich ihr in die Eisblauen Augen und hielt den Atem an.
Ihr Blick strahlte Gelassenheit aus, die mir aus irgendeinem Grund gut tat.
Dann nahm sie ihre Hand zurück und zeigte stattdessen plötzlich auf meine Schwester.
„Die da!“
Ich war starr vor Schreck, genauso wie Lila.
„Nein!“, schrie ich sie an und auch Mutter und Vater fingen an lautstark zu protestieren.
Mutter bettelte um meine Schwester mit Tränen in den Augen und Vater hätte die Kriegerin ohne seine Selbstbeherrschung fast auch noch auf das übelste beschimpft.
Xena hob die Hand zum Zeichen, dass alle still sein sollten.
Ihre Soldaten hielten nun unsere Eltern fest, damit sie nicht zu uns konnten.
„Meine Lieben, ich weiß, dass es schwer für euch ist, aber wenn meine Anforderungen nicht erfüllt werden, wird euer Dorf zerstört und ihr bezahlt mit dem Leben.“, sagte sie streng, aber mit einem kühlen Ton in der Stimme.
„Nein Xena, bitte nicht!“, warf ich nun ein und sie sah mir in die Augen.
Lila konnte sich noch immer nicht bewegen und sah starr zu Mutter und Vater, die verzweifelt versuchten sich von den Soldaten zu lösen.
„Was hat ein kleines unwichtiges Gör wie du schon zu sagen?!“, fuhr mich die Kriegerin nun scharf an.
„Ich hab meiner Schwester versprochen, dass du sie nicht bekommst.“, fuhr ich fort.
„Versprich nichts, was du nicht halten kannst.“
„Bitte Xena, dann nimm mich an ihrer Stelle!“, schrie ich meine Wut, Verzweiflung und meine Frust heraus.
Nun war auch Lila wieder bei Bewusstsein.
„Gabrielle tu das nicht!“, bettelte sie mich an, doch es war zu spät.
Xena hatte bereits angebissen.
„Oh Kleines, du hast ja keine Ahnung welchen Fehler du gerade gemacht hast.“, gab sie von sich.
„Nun gut. Du wirst anstelle deiner Schwester mit mir gehen, aber sei dir dessen bewusst, dass du freiwillig bei mir bist.“, sagte sie zuletzt, drehte sich um und ging aus dem, aus dem sie gekommen war.
Zwei ihrer Krieger packten mich an den Armen und zerrten mich voran.
Meine ganze Familie schrie nach mir, ins besondere Lila, deren Gesicht schon ganz rot von Tränen brannte.
Ich warf meiner Familie einen letzten Blick zu und rief ihnen zu: „Ich komme schon klar! Macht euch um mich keine Sorgen. Eines Tages sehen wir uns wieder. Versprochen!“
Nach diesen Worten sah ich sie nicht mehr, denn ich wurde bereits durch das Loch in der Mauer durch gezerrt.






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