How I Met Xena

GeschichteAllgemein / P12 Slash
Gabrielle Xena
06.07.2013
06.01.2014
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06.07.2013 1.030
 
Hey ich dachte mir ich schreib mal ne kleine Xena FF ;)
Ich hoffe euch gefällts <3






Ich hatte schon viel von ihr gehört.
Einige nannten sie Zerstörerin vieler Völker, andere Mörderin.
Für mich war sie bekannt als „Xena, die Kriegerprinzessin“, die vor nichts und niemandem zurückschreckte.
Die ersten Geschichten von ihren Plünderungen und Ausbeutungen hörte ich von ihr als ich 17 war.
„Sie ist ein furchtbarer Mensch, der andere im schlimmsten Fall aus Langeweile tötete“, sagte meine Mutter immer wieder zu mir und meiner jüngeren Schwester.
Wir beide waren schockiert.
Lila fragte entsetzt: „Mutter, welcher Mensch ist so grausam, dass er das Leben nicht schätzt und jenes einfach zerstört?“
Auf diese Frage antwortete Mutter barsch: „Sie!“
Ich starrte sie mit aufgerissenen Augen an und brachte kein Wort heraus.
Ich hatte noch nie an einem Abend so schlecht geschlafen wie an diesem.

Noch damals hätte ich mir niemals träumen lassen, dass ich jemals etwas mit dieser Frau zu tun haben würde, bis zu dem Tag an dem sie mein Dorf überfallen ließ.
Es waren schreckliche Bilder.
Ein paar Mädchen aus meinem Dorf und ich pflückten auf dem Hügel vor den Mauern Blaubeeren.
Von weitem hörte ich Pferdehufen auf den Boden trampeln und blickte voller Schrecken auf.
Ein riesiges Heer kam auf unser Dorf zugeritten und ganz an der Spitze vermutete ich die Kriegerprinzessin.
Niemand sonst konnte ein so großes Heer leiten außer sie.
Mir war der Schrecken ins Gesicht geschrieben und jetzt hatten auch die anderen Mädchen die Soldaten bemerkt.
So schnell wir konnten liefen wir zurück hinter die Mauern um unsere Krieger zu alarmieren, doch es war zu spät.
Xenas Soldaten waren schon vor den Mauern und drangen ohne große Mühe in unser Dorf ein.
Voller Elan stieg sie von ihrem Pferd und ging in unsere Mitte, die Hand an einer runden Waffe, die sie anscheinend immer zum Zug bereit hatte.
Alles war leise, bis sie das Wort erhob.
„Ihr Einwohner von Poteideia. Ich habe nicht vor euer Dorf zu zerstören, es sei denn ihr gebt mir einen Grund dazu. Ich habe auch nicht die Absicht jemanden zu töten, es sei denn er verdient es. Das einzige was ich von euch verlange sind einige Jungfrauen, die mir bedingungslos dienen. Wenn ihr euch wehrt oder meine Anforderungen nicht erfüllt, werdet ihr bestraft“, sagte sie mit kühler Stimme.
Mir lief es kalt den Rücken hinunter.
Hatte ich mich gerade verhört oder wollte Xena wirklich Jungfrauen aus unserem Dorf als Sklaven?
Mir hatte es die Sprache verschlagen und ich musste kurz stark Luft holen.
Xenas Kopf drehte sich mit einem mal sofort zu mir und sie sah mich mit ihren stahlblauen Augen durch dringlich an.
Oh nein, sie will mich doch nicht etwa als Sklavin haben?
Ich wusste nicht mehr was ich machen sollte.
Mir wurde heiß und kalt als sie ihren Blick nicht von mir abwandte.
Ich befürchtete das schlimmste und bekam Panik.
„Ich muss mich verstecken“, flüsterte ich ohne es zu merken und erst als ich die Worte realisierte, die ich gerade ausgesprochen hatte setzte mein Fluchtreflex ein.
Ich rannte davon, so schnell ich nur konnte.
„Gabrielle nicht!!!“, hörte ich meine Mutter verzweifelt schreien.
Schließlich hatte ich mich in der letzten Ecke unseres Speichers versteckt, in der Hoffnung Xena würde mich nicht finden.

Xenas Männer wollten schon ausrücken um mich zurück zu holen, doch sie hielt sie zurück.
„Überlasst sie mir.“
„Nein nicht Gabrielle!“, schrie meine Mutter unter Tränen, doch einige von Xenas Soldaten hielten sie fest.
Xena ging in die Richtung in die ich gelaufen war und hatte schon so eine Vorahnung wo ich mich verstecken könnte.
Sie betrat den großen Speicher und lauschte anscheinend meinem Atem.
Ich hielt die Luft an um keine Geräusche zu verursachen, doch lange hielt das nicht an.
Schweißperlen lagen mir auf der Stirn und ich musste aufpassen, dass ich nicht zu weinen begann.
Sie war nur mehr wenige Schritte von mir entfernt.
Natürlich wäre es für die große Kriegerin einfacher für sie gewesen mich zu finden, wenn es im Speicher Licht gäbe.
Einige Sekunden später entkam meiner Kehle ein leises Schluchzen und Xena hatte mich hinter ein paar Säcken Reis entdeckt.
Langsam ging sie auf mich zu.
Ich wagte es nicht ihr in die Augen zu sehen, doch als sie mir eine Hand hin hielt, blickte ich überrascht auf.
„Komm schon.“, sagte sie einfach.
Das war alles was sie sagte?
Im Moment war sie nicht das Monster für das sie meine Mutter hielt.
„Na los.“
Ich ergriff ihre Hand und zog mich an ihr hoch.
Sie wischte mir die Tränen weg, die ohne dass ich sie bemerkte über meine Wangen rollten.
Wir gingen aus dem Speicher und Xena brachte mich zu meiner Familie auf den Hauptplatz unseres Dorfes.
Dann sprach sie wieder: „Bringt alle Jungfrauen Sonnenaufgang hier her. Ich werde entscheiden welche wir mitnehmen. Jene die versuchen die Mädchen vor uns zu verstecken oder sich uns in den Weg stellen bezahlen mit dem Tod.“, sagte sie streng.
Mit erhobenem Haupt zog sie mit ihrem Heer von Dannen und warf mir einen letzten Blick zu.
Ihr Blick hatte etwas verführerisches an sich, als wollte sie einen damit in ihren Bann ziehen und ich muss sagen, dass sie es fast geschafft hätte.

Nachdem die Krieger abgezogen waren herrschte in unserem Dorf der blanke Wahnsinn.
Die Jungfrauen weinten, Mütter weinten um ihre Mädchen und Väter gaben sich gegenseitig die Schuld, dass sie das Dorf beschützen hätten sollen.
Lila weinte in Mutters Armen, während ich noch immer gebannt auf die eingestürzte Mauer starrte.
Auf einmal packte mich Mutter am Arm und fragte aufgelöst: „Gabrielle, hat sie dir was angetan? Hat sie etwas gesagt? Will sie dich etwa mitnehmen?“
„Nein Mutter, sie war nicht barsch zu mir. Xena hat mich auch nicht geschlagen oder beschimpft. Sie hat mir nur aufgeholfen, mir die Tränen aus dem Gesicht gewischt und mich zu euch gebracht.“, sagte ich ohne Mutter anzusehen.
Auch Lila wischte sich die Tränen weg und sagte zu Vater gewandt: „Bitte Vater versprich mir, dass alles wieder gut wird.“
Dann nahmen uns Mutter und Vater in den Arm und sagten zu mir und meiner Schwester, wir sollen uns ausschlafen, morgen werde ein anstrengender Tag.





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