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Sommer

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Bernie Kuhnt Conny Niedrig
05.07.2013
05.07.2013
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Von mir – für euch! ;)

Viel Spaß!

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In zwei Tagen wäre sie endlich im Urlaub. In ihrem wohlverdienten Urlaub. Eine Woche lang Sommer, Sonne, Strand in einem wunderschönen Wellnesshotel in Spanien. Direkt am Strand. Sie freute sich so sehr. Conny und ihre Freundin hatten schon so lange, überlegt zusammen wegzufahren und jetzt hatten sie es endlich geschafft! Da heute schon Donnerstag war und ihr Flieger am Samstagabend ging, hatte sie sich Freitag  freigenommen um in aller Ruhe zu packen und sich auf diese zwei angenehmen Wochen vorzubereiten. Sie seufzte wohlig bei dem Gedanken daran.



Mit geschlossenen Augen und in ihrem Bürostuhl zurückgelehnt, fand Bernie seine Kollegin in ihrem gemeinsamen Büro vor. Er musste lächeln, als er sie so sah. Sie träumte gerade von einem herrlichen, weißen Sandstrand, 30°C im Schatten und einem Wohlfühlprogramm im Hotel. Schon seit zwei Wochen redete sie von nichts anderem mehr. So kannte er seine Kollegin eigentlich gar nicht. Aber er freute sich sehr für sie. Eine kleine Auszeit tat ihr sicherlich gut, sie hatten in letzter Zeit viel gearbeitet und ihre familiäre Situation tat ihr nötigstes. Ihre Tochter war ausgezogen und die Anspannung zwischen ihr und Florian war nicht besser geworden. Er war ausgezogen und die Scheidung lag vor. Es war also wirklich an der Zeit für eine kleine Pause. Dennoch würde er sie sehr vermissen. Eine Woche ohne seine beste Freundin, kaum vorstellbar. Er erinnerte sich daran zurück, als sie für ein paar Tage mit einer Freundin in ein Wellnesshotel ging und sie diese schreckliche Vertretung bekamen. Ein Schauer lief ihm über den Rücken. Er hatte sie angefleht, sie möge doch zurückkommen. Alles würde er für sie tun. Das würde er wirklich. Für sie würde er alles tun. Was vielleicht auch daran lag, dass er ihre Vertretung loswerden wollte, aber nicht nur. Conny fehlte ihm wirklich. Ihre pure Anwesenheit machte ihn glücklich. Ihr Lächeln zauberte ihm ebenfalls eines ins Gesicht. Ihre grünen Augen, wie sie ihn manchmal tadelnd oder gar säuerlich ansahen, dann aber wieder voller Zärtlichkeit und Sanftmut zu ihm blickten.

Und tatsächlich, hatte sie die Sachen gepackt, hatte ihren Kurztrip abgebrochen um zurückzukommen. Er musste schmunzeln, als er zurück blickte.

Leise, um sie nicht aus ihren Tagträumen zu holen, setzte er sich auf seinen Stuhl und blickte zu Conny. Wie entspannt und glücklich ihre Gesichtszüge doch waren, wenn sie schlief.

Eine Weile sah er ihr einfach zu, wie sie selig träumte. Bernie konnte sich nicht erklären, woher dieser plötzliche Drang, sie anzusehen kam. Aber er konnte und wollte seinen Blick nicht von ihr wenden. Wollte immer bei ihr sein.

Durch das Klingeln des Telefons, wurden beide aus ihren Träumereien geweckt. Conny schreckte aus ihrem leichten Schlaf hoch und starrte zuerst zu Bernie dann zu ihrem läutenden Telefon. Bevor sie sich an Bernie wandte meldete sie sich am Telefon. hatte sie etwa bemerkt, dass er sie beim Schlafen beobachtet hat? Er hoffte nicht.

Das wäre extrem peinlich. Er konzentrierte sich nun auf Connys Mimik. Gerade eben noch hatte sie den Anrufer freudig begrüßt, woraus er schloss dass es sich um Connys Urlaubsbegleitung handeln musste. Nun aber, war ihr Gesichtsausdruck traurig und betrübt. Als sie das Telefonat beendet hatte. Ließ sie den Hörer langsam sinken, eine kleine Träne stahl sich aus ihren Augen. Er konnte schon ahnen was passiert war. Dennoch stand er besorgt auf und ging um ihre Schreibtische zu ihr.

„Hey, was ist denn los?“, fragte er und legte eine Hand tröstend auf ihre Schulter. Conny wischte sich die Träne aus dem Gesicht und sah ihn an.

„Scheiße.“, war das Einzige was sie sagte. Sie zuckte sauer mit den Schultern und verschränkte die Arme vor der Brust.

Bernie merkte, dass er jetzt mit dem was er sagte, sehr vorsichtig sein musste.

„Ist etwas mit deinem Urlaub?“, fragte er leise, eigentlich wusste er es schon, aber er hoffte trotzdem das der Anrufer nicht ihre Freundin war um ihr zu sagen, dass sie nicht fliegen konnten. Doch er lag mit seiner Vermutung richtig.

„Christine hat angerufen, ihre Tochter möchte heiraten und eigentlich war der Termin in zwei Wochen, aber aus irgendwelchen Gründen, die mich ehrlich gesagt nicht im Geringsten interessieren, musste man sie verschieben und jetzt heiraten sie zwei Tage bevor wir eigentlich wieder zurückgekommen wären. Es tut ihr unendlich leid, bla, bla, bla… Ich mein natürlich ich kann’s ja irgendwie verstehen ich würde auch auf die Hochzeit meiner Tochter wollen, aber ich habe mich so auf den Urlaub gefreut, wir wollten das schon so lange machen und jetzt wo wir mit einem Bein schon fast am Flughafen stehen, müssen wir alles abblasen.“, sprudelte es nur so aus ihr raus. Als Conny geendet hatte zuckte sie nur wieder hilflos mit den Schultern, sah Bernie traurig an und seufzte.

„Das tut mir echt leid für dich Conny!“, sagte Bernie ehrlich. Es tat ihm wirklich leid. Auch wenn der Satz sehr abgedroschen klang, aber etwas anderem fiel ihm gerade nicht ein.

Aber es machte ihn so traurig sie so zu sehen. So gefreut hatte sie sich auf diesen Urlaub und jetzt musste sie alles absagen, dass hatte sie nicht verdient!

Es musste doch eine andere Lösung geben. Vielleicht konnte sie jemanden anderen mitnehmen..

„Hast du sonst keinen der eventuell mitkommen würde?“, fragte er sie. Conny sah ihn mit großen Augen an. Doch ihr Gesichtsausdruck wurde gleich wieder düster.

„Wer denn? Und selbst wenn.. wer würde so kurzfristig denn mitfliegen..“, sagte sie leise.

Bernie wusste nicht was er darauf antworten sollte. Er würde sofort mitfliegen, aber das konnte er ja nicht einfach so vorschlagen, er würde sich nicht aufdrängen. Außerdem, was sollte sie denn von ihm halten.

„Ich werde dann wohl mal den Flug stornieren!“, sagte sie mit einem bitteren Unterton und griff nach dem Telefon.

„Nein Conny warte!“, rief Bernie und legte seine Hand auf ihre. Sie ließ den Telefonhörer sinken und sah in fragend an.

Er holte tief Luft und überwand seine Angst. Immerhin waren sie beste Freunde, warum also nicht gemeinsam in den Urlaub fahren, es wäre eine normales, freundschaftliches Angebot.

„Ich würde mitfliegen!“, sagte er lächelnd und bemühte sich um einen lockeren und gelassenen Ton. Als er das gesagt hatte veränderte sich ihre Gesichtsausdruck sie sah ihn unsicher und ein wenig forschend an.

„Soll das ein Witz sein?“, fragte sie ihn. Und schon bereute Bernie Conny  gefragt zu haben.

„Ähm.. also-“, stotterte er und wippte ein wenig beschämt  und unsicher auf den Füßen vor und zurück.

„Du würdest wirklich mitfahren?“, fragte sie. Bernie sah sie an. Ein Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht auf. Es war also doch eine gute Entscheidung gewesen sie zu fragen.

„Natürlich, um meiner besten Freundin einen wundervollen Urlaub zu garantieren würde ich doch alles tun!“, zwinkerte er ihr zu. Doch es war ihm viel ernster als er es zugeben würde.

„Oh Bernie du bist der Beste!“, rief sie sprang von ihrem Stuhl auf und umarmte ihn stürmisch und glücklich. Überschwänglich schlang sie ihre Arme um seinen Hals, so dass Bernie ein paar Schritte zurück machen musste damit sie nicht beide umfielen. Ebenso glücklich schloss er sie in seine Arme und drückte sie fest an sich. Roch ihren Duft und spürte die Wärme die von ihrem schlanken Körper ausging.

Als sie sich aus der Umarmung lösten strahlte Conny vor Glück. Doch dann wurde ihr Gesichtsausdruck wieder ernst.

„Bernie, ich verlass mich auf dich und darauf, dass du es schaffst bis Samstag alles gepackt zu haben!“, sagte sie streng und sah ihn ebenso an. Doch dann überkam sie wieder das Glücksgefühl und sie musste lachen.

„Ich verspreche es dir!“, sagte er und hob zum Spaß seine linke Hand und legte die Rechte an sein Herz, während er ebenfalls lachte.

Zufrieden ließ sich Conny wieder in ihren Bürostuhl fallen und lächelte Bernie glücklich an.

„Das wird unser erster gemeinsamer Urlaub!“, meinte sie spielerisch romantisch und verdrehte verzückt die Augen. Bernie schmunzelte.

„Stimmt und das nach zehn Jahren Ehe!“, scherzte er. Doch er freute sich, eine Woche nur mit ihr zu verbringen, es klang wie ein Traum.

„Stimmt!“, meinte sie nur. Sie fuhr mit Bernie in den Urlaub. Sie konnte es noch gar nicht richtig fassen. Es war schon immer eine tiefe Freundschaft gewesen zwischen ihnen. Anfangs hatten sie zwar eine Weile gebraucht um miteinander warm zu werden, aber seit diesem Zeitpunkt konnte sie nichts und niemand mehr trennen. Sie waren gewissermaßen wirklich wie ein Paar. Niemand verstand sie besser als Bernie, keiner konnte sie besser Trösten und er war immer da wenn sie ihn brauchte. Egal was war sie konnte sich immer auf ihn verlassen und diese Situation, zeigte dies mal wieder besonders.

Doch, da war noch etwas anderes. Sie freute sich richtig auf den Urlaub mit ihm. Mehr als Freude sogar, doch sie konnte nicht definieren, was genau sie fühlte. Aber Conny beschloss, es einfach auf sie zukommen zu lassen. Bernie war ein toller Mann und witzig und charmant dazu, der Urlaub konnte also nur ein Erfolg werden. Dass sie keine Probleme damit hatten, 24 Stunden beieinander zu sein, hatte die Zeit gezeigt in der er bei ihr gewohnt hatte, es war eine wundervolle Zeit gewesen. Doch es hatte auch viel verändert, sie waren sich näher als je zuvor. Auch wenn sie es damals ungern zugeben wollte, aber die Gefühle Bernie gegenüber hatten sich verändert, auch wenn sie nicht wusste wie genau. Aber das würde der Urlaub vielleicht zeigen. Aber was auch immer er bringen würde, sie wäre dafür bereit.



In Eile ging er nochmal alles durch ob er auch alles hatte, was er für Spanien brauchen würde. Entschlossen schloss er seinen Koffer. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm dass er Conny in zwanzig Minuten abholen würde, gemeinsam wollten sie zum Flughafen fahren. Ihr Flug ging in circa 2 Stunden. Er hievte seinen Koffer in den Kofferraum, stieg selbst ein und begab sich auf den Weg zu Conny. Je näher er ihrem Haus kam, desto nervöser wurde er. Bernie versuchte sich zu beruhigen, es war doch ‚nur‘ Conny die er jetzt abholen würde. Abholen zu ihrem ersten gemeinsamen Urlaub!

Als er vor ihrem Haus parkte, sah er wie sich gerade die Tür öffnete. Conny stand bezaubernd wie immer in der Türe und lächelte ihn an.

„Pünktlich, pünktlich Herr Kuhnt!“, begrüßte sie ihn mit einem breiten Grinsen.

„Ich wäre sehr dumm, würde ich jetzt deinen Zorn auf mich ziehen!“, meinte er nur und trat nach ihr ins Haus. Im Gang stand schon ihr Koffer.

„Hast du alles?“, fragte er und nahm den Koffer um ihn ins Auto zu bringen, er wunderte sich, dafür das Conny eine Frau war die zwei Wochen lang wegfuhr, war der Koffer erstaunlich normalgewichtig.

„Hm .. ich denke schon und wenn nicht, dann ist es eben so!“, meinte sie nur Schultern zuckend und lachte.

„Na dann meine Liebe, auf zum Flughafen!“, sagte er, verfrachtet den Koffer im Auto und zusammen fuhren sie zum Flughafen.



Nach drei Stunden Flugzeug waren sie endlich am spanischen Flughafen angekommen. Im Flugzeug selbst, waren sie beide schon nach wenigen Minuten eingeschlafen, da beide in der Nacht zuvor kaum geschlafen hatten. Geweckt wurden sie durch die Durchsage, dass alle Passagiere sich anschnallen und für den Landeflug vorbereiten sollten. Mit einem Taxi fuhren sie zum Hotel. Es war ein 4 Sterne Hotel unweit vom Meer entfernt. Die leichte Abenddämmerung setzte schon ein als sie in das Foyer des Hotels traten. Als sie an der Rezeption standen, schlug Conny sich auf einmal die Flache Hand vor die Stirn.

„Mist!“, rief sie und sah Bernie erschrocken an. Der erwiderte ihren Blick.

„Jetzt haben wir ein Problem!“, meinte sie zu Bernie, dieser Verstand aber immer noch lediglich Bahnhof.

„Was ist denn?“, wollte er wissen.

„Naja.. eigentlich war der Urlaub ja für mich und eine Freundin geplant, das heißt, wir haben ein Zimmer mit zwei Betten gebucht!“, sagte sie leise und kaute ein wenig peinlich berührt auf der Unterlippe.

„Ouh.. ähm, aber Conny, dass wir in einem Zimmer schlafen, wäre ja nun auch nicht das erste Mal!“, meinte er dann aufmunternd. Sie wusste sofort worauf er hinauswollte.

„Naja, uns wird ja nichts anderes übrig bleiben!“, meinte sie immer noch unsicher.

„Ist es ein so unangenehmer Gedanke?“, fragte er ein wenig beleidigt und sah sie an.

„Nein! Nein natürlich nicht!“, versicherte sie ihm und sah ihn ehrlich an. Es war kein unangenehmer Gedanke, keineswegs, aber trotzdem wäre es ihr irgendwie lieber gewesen zwei Zimmer zu haben. Aber sie hatte sich vorgenommen, egal was passieren würde, dafür bereit zu sein.

Mit neuem Mut nahmen sie die Karte für ihr Zimmer entgegen und machten sich auf den Weg.

Als sie in ihrem Zimmer ankamen, war das erste was sie sahen, ein riesige Fensterfront mit einem großen Balkon. Ohne ein Wort ließen beide ihren Koffer stehen und gingen auf den Balkon, sie hatten einen traumhaften Blick auf das Meer, hinter dem die Sonne mit einem wundervollen Abendrot versank. Der ganze Himmel war in ein leuchtendes orangegelb getaucht das von roten Spuren durchzogen war. Sanfte Wellen waren auf dem Meer zu sehen, dessen Rauschen sie hören konnten. Immer noch sagte keiner von beiden etwas sie standen einfach reglos nebeneinander und sahen der Sonne hinterher bis sie fast vollends im Meer versunken war und der Himmel mit sanften Sternen überzogen und in eine leichte lilablaue Farbe getaucht war.

„Das war wundervoll!“, sagte Conny gerührt und drehte sich zu Bernie. Mit einem sanften Lächeln.

„Das war es!“, meinte er ebenfalls.

Dann erst gingen sie in ihr Zimmer. Es standen zwei große Betten im halben Meter Abstand nebeneinander. Ein Badezimmer im Zimmer und dieser wundervolle Ausblick. Außerdem stand noch ein kleines Sofa mit Bestelltischchen in dem Zimmer, ausgerichtet zu einer kleinen Kommode auf der ein Fernseher stand.

„Nicht schlecht!“, staunte Bernie und pfiff beeindruckend durch die Zähne.

„Tja, es sollte auch eine schöne Zeit werden!“, meinte Conny einwenig träumersich.

„Sollte? Bist du mit mir etwa nicht zufrieden?“, fragte Bernie.

„Doch du bist der beste Ersatz den man sich wünschen kann!“, antwortete Conny kam zu ihm und drückte ihn einen kleinen Kuss auf die Wange.

„Wenn du möchtest können wir noch etwas Abendessen gehen.“, meinte Bernie zu Conny. Die sich gerade auf das riesige Bett fallen gelassen hat. Diese stützte sich auf ihre Arme und sah Bernie an.

„So? Dafür müsste ich mich noch kurz frisch machen!“, sagte sie und stand auf.

„So ein Schwachsinn, wir gehen doch nur was essen du siehst bezaubernd aus!“, meinte er ehrlicherweise. Er sah wie Conny leicht errötete, es aber mit einer Grimasse herunterspielte.

„Fünf Minuten okay?“, fragte sie und ohne eine Antwort abzuwarten verschwand sie ins Badezimmer. Bernie ließ sich seufzend auf das Bett fallen. Doch auch er zog sich noch schnell frische Sachen an. Tatsächlich schaffte es Conny in 7 Minuten aus dem Badezimmer zu kommen, schickte Bernie jedoch hinaus um sich noch schnell umzuziehen. Dieser verließ Grinsend das Zimmer ohne sich ein ‚Warum denn?‘ verkneifen zu können.

Nach weiteren zwei Minuten kam Conny aus dem Zimmer getreten.

„So jetzt können wir!“, sagte sie und hackte sich bei Bernie unter. Zusammen gingen sie in das Hoteleigene Restaurant.

Während dem Essen sprachen sie nicht viel. Lediglich Blicke wurden immer wieder ausgetauscht. Die Stimmung war von einem sanften Knistern begleitet.

Nach dem Essen betraten die Beiden ihr Zimmer und fielen sofort in die Betten. Inzwischen war es spät geworden und sie wollten nur schlafen.



Es war ein seltsames Gefühl für Conny zu wissen das keinen Schritt entfernt Bernie neben ihr lag, zwar in einem anderen Bett aber dennoch war er so nah, dass sie sich einbildete seinen Duft riechen und seinen Atem spüren zu können. Es war ein so schöner Abend gewesen, wie sie ihn schon lange nicht mehr hatte, das letzte Mal, als Bernie bei ihr gewohnt hatte. Generell, war es immer schön, wenn er bei ihr war. Auch wen sie damals noch verheiratet war, hatte sie sich stark zu ihm hingezogen gefühlt, und dieses Gefühl war heute stärker denn je.  

Von Bernies sanften und ruhigen Atemzügen begleitet, schlief sie ein.



Am Nächsten Morgen wurde sie von einem sanften Kaffeeduft geweckt. Vorsichtig schlug Conny die Augen auf und sah in das vertraute Gesicht von Bernie der mit einer Kaffeetasse vor ihrem Bett kniete. Sie musste unwillkürlich Lächeln. Wie süß von ihm!

Sie richtete sich ein wenig auf. Bernie hielt ihr die Tasse hin und sie nahm sie dankend entgegen. So konnte der Tag doch beginnen!

„Guten Morgen, schon wach?“, fragte sie ihn und nippte an ihrer Tasse.

Bernie setzte sich samt Frühstückstablett auf ihr Bett.

„Schon seit einer halben Stunde circa, aber ich wollte dich nicht wecken, du bist im Urlaub!“, grinste er.

„Wie spät ist es denn schon?“, fragte Conny. Wenn Bernie schon wach war, musst es heißen es war schon spät. Bernie war ein Vollblutlangschläfer.

„Viertel nach elf inzwischen“, schmunzelte er und hob seine Tasse an die Lippen.

„Schon? Dann ist der halbe Tag ja schon wieder vorbei!“, meinte sie ein wenig geschockt. Doch Bernie beruhigte sie.

„Ach was, wir frühstücken jetzt erst mal schön und dann überlegen wir was wir heute machen!“, meinte er. Conny sah ihn etwas beruhigt an. Das war Bernie, nichts planen sondern einfach in den Tag hineinleben.



Nach dem Frühstück ließ sich Conny seufzend in die Kissen hinter ihr fallen.

„Ich kann nicht mehr aufstehen.“, ließ sie verlauten und schloss die Augen.

„Gut, dann bleiben wir eben hier!“, meinte Bernie gleichgültig, räumte das Tablett weg und ließ sich neben Conny auf dem Bett nieder.

„Nein, ich kann doch nicht den ganzen Tag im Hotelzimmer verbringen.“, lachte Conny und drehte ihren Kopf zu Bernies, der so nah an ihrem war. Sie sah direkt in seine Braun-grünen Augen.

„Dann, meine Liebe musst du wohl oder übel aufstehen.“, meinte Bernie und grinste sie an.

„Ich kann aber nicht, ich hab noch nie so viel gegessen ich kann nicht aufstehen!“, erwiderte sie und seufzte erneut.

„Tja, dann haben wir noch eine Möglichkeit.“, sagte Bernie. Er stand auf und hob Conny mühelos in seine Arme.

„Ich werde dich wohl heute den ganzen Tag tragen!“, sagte er voller Überzeugung und wollte schon aus dem Zimmer marschieren als Conny ein entsetztes Gesicht machte.

„Bernie, ich war weder im Bad noch bin ich angezogen, wir gehen gar nirgendwo hin!“, meinte sie in ihrem strengsten Ton, den sie in dieser Situation zustande brachte.

„Wie oft soll ich dir das denn noch sagen“, seufzte er.

„Du bist auch so schön!“, erklärte er ihr nochmal, ließ sie aber sanft auf den Boden.

„Vielen Dank für die Blumen, aber ich geh trotzdem mal ins Bad.“, bevor er sehen konnte wie sie wieder errötete huschte sie mit ihren Sachen ins Badezimmer.

Sie wusste gar nicht wie ihr geschah, immer diese Komplimente, Anspielungen und auch das sie gerade in seinem Armen war, es löste ein Gefühl in ihr aus. Und wenn es nicht allzu verrückt klingen würde, würde sie sagen sie hätte sich in ihren besten Freund verliebt. Jedes Mal wenn er sie ansah, fühlte sie es, jedes Mal wenn er sie berührte oder ihr wie eben ein Kompliment machte wurde sie rot. Sie spritzte sich eiskaltes Wasser ins Gesicht um klar denken zu können. Selbst wenn sie sich verliebt hätte, wer sagte denn das Bernie genauso fühlen würde? Sie sah ein dass das ein Schwaches Argument war, er hatte ihr angeboten mit in den Urlaub zu fahren, er hatte ihr Frühstück ans Bett gebracht, er hatte sich neben sie ins Bett gelegt, er hatte sie hochgehoben und an sich gezogen und er hatte sie beim Schlafen im Büro beobachtet, da war sie sich sicher. War er vielleicht auch in sie verliebt? Sie konnte es nicht mit Sicherheit sagen, aber sie würde es herausfinden. Sie hatten eine Woche nur sich und Zeit die sie miteinander verbringen konnten. Keine Kollegen die sich einmischen konnten. Schnell zog sie sich an. ein Trägerloses Kleid aus einem dünnen weißen Stoff, das ihr etwas über die Knie reichte und unten etwas ausfächerte.

Conny trat aus dem Bad zu Bernie in das Zimmer, der auf dem Bett saß und geduldig wartete. Als er sie sah, musste er sich beherrschen um sie nicht anzustarren. Sie sah bezaubernd aus. Er stand auf, ging zu ihr herüber und bot ihr seinem Arm. Sie hackte sich wie am Abend zuvor unter und sie verließen das Hotel.



Sie entschieden sich dazu in die Stadt zu gehen. Nachdem sie sämtliche Geschäfte durchstöbert hatten und über den Markt geschlendert waren, saßen sie in einem kleinen Café direkt am Strand. Dem Stand der Sonne zufolge war es später Nachmittag.

„Es ist richtig schön hier!“, sagte Conny und sah auf das weite Meer hinaus. Bernie hatte sanft einen Arm um ihre Schultern gelegt, sodass Conny ihren Kopf leicht gegen seine Schulter gelehnt hatte.

„Das kannst du laut sagen!“, stimmte er ihr leise zu. Doch auch die schönste Zeit vergeht und bevor sie ins Hotel zurückgingen hatte Bernie noch eine Idee.

„Was hältst du von einem Strandspaziergang?“, fragte er Conny, diese nickte mit glänzenden Augen.

Zusammen liefen sie an dem unendlichen langen Sandstrand dem Abendrot entgegen.

Bernie wusste nicht, ob es richtig war was sie jetzt taten, aber es fühlte sich richtig an. Was konnte romantischer sein, als ein Strandspaziergang im Abendrot? Ohne ein Wort zu sagen, suchte er ihre Hand und fand sie, verflocht seine Finger mit ihren und sie ließ es zu. Leicht drehte sie den Kopf zu Bernies und lächelte ihn an, sanft drückte sie seine Hand.

Dann blieb sie stehen und setzte sich in den Sand zog ihn mit sich.

„Ich habe mich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt!“, meinte sie zu ihm, sie spielte mit seinen Fingern und sah abwechselnd von ihren verflochtenen Händen zu seinem Gesicht.

„Ich auch nicht.“, meinte er sanft. Als er in ihre Augen sah, war dort wieder der Ausdruck von unendlicher Zärtlichkeit zu sehen.

„Weißt du noch, als du letztes Jahr vorübergehend bei mir gewohnt hast?“, fragte sie ihn leise.

„Natürlich wie könnte ich das vergessen? War eine richtig schön Zeit auch wenn es viel Ärger gab..“, lachte Bernie und grinste sie dann leicht an.

„Ja.. das stimmt, aber.. es hat etwas verändert zwischen uns oder?“, fragte Conny, sie sah ihn an und er sah zurück. Egal was er jetzt sagen würde, aber in seinem Blick lag die Wahrheit. Es hatte sich etwas verändert.

„Ja… Ja es hat was verändert Conny.“, antwortete er ernst und zärtlich zugleich. Sie nickte nur, wusste nicht was sie sagen sollte.

„Es hat meine Gefühle für dich verändert, seit dem letzten Abend an dem ich bei dir war, war ich mir sicher, dass ich mich in dich verliebt hatte, aber du warst verheiratet und ich wollte nichts zerstören.“, platzte es aus Bernie jetzt heraus, er konnte nicht mehr er musste es jetzt sagen, wenn nicht jetzt wann dann? Es stimmt gerade einfach alles und er hat das Gefühl, sie fühle genauso.

„Wirklich?“, fragte sie erstaunt und erschrocken zugleich. Solange hatte sich also nichts gemerkt? Wie blind sie doch war, erst unterdrückt sie ihre eigene Gefühle und übersieht die ihres besten Freundes? Sie schämte sich.

„Ja.. in diesem Urlaub habe ich die Chance gesehen dir alles zu sagen, jetzt weißt du es!“

„Ich will auch, dass du etwas weißt!“, begann sie zu sprechen.

„Es hat sich auch bei mir viel verändert, zuerst dachte ich, ich könnte mich nicht in dich verlieben und habe mir eingeredet das ich meinen Mann lieben würde aber irgendwann ging es nicht mehr und jetzt weiß ich es, ich habe mich verliebt, in dich!“, gestand auch nun Conny. Sie sah Bernie an. Sah in seine gütigen Augen. Langsam und vorsichtig legte sie ihm eine Hand an die Wange zog sein Gesicht zu ihrem und legte ihre Lippen auf seine. Zuerst sanft und leicht, doch als sie merkte, dass er ihren Kuss erwiderte, kam sie ihm entgegen drückte ihre Lippen fester auf seine.

Er konnte kaum glauben, was gerade geschah, sie küsste ihn, er küsste sie. Es war ein Gefühl unvergleichbar und unbeschreiblich.

Als sie den Kuss lösten, sahen sie sich lange an. Über Ihnen färbte sich der wolkenfreie Himmel dunkellila und die Sonne warf die letzten Strahlen übers Meer.

Conny und Bernie lagen  inzwischen eng aneinandergeschmiegt am Strand. Doch Langsam begann es frisch zu werden und so machten sie sich auf den Weg zurück ins Hotel.

„Ist dir kalt?“, fragte Bernie leise und zog Conny enger in seine Arme. Ihr Kopf lag auf seiner Schulter und er lehnte seine Wange auf ihre Haare. Drückte sie fest an sich und fuhr mit der Hand sanft an ihrem Arm auf und ab, damit ihr nicht allzu kalt wurde.

„Nein, geht schon danke“, sagte sie schmiegte sich aber mehr in Bernies Arme.

So erreichten sie das Hotel.

Das Abendessen bestellten sie auf das Zimmer, da keiner der beiden noch Lust hatte, rauszugehen. Sie wollten diesen Abend mit einem schönen Glas Wein in ihrem Zimmer ausklingen lassen und ihre Zweisamkeit genießen. Nachdem Conny aus dem Bad gekommen war machten sie es sich bequem.

Auf dem kleinen Sofa, das in ihrem Zimmer stand, lag Conny auf seinem Schoss den Kopf in seine Halsbeuge. Sein Kinn ruhte auf ihrem Kopf. Niemals hätte Conny sich träumen lassen, dass sie jemals mit Bernie auf einem Sofa in einem spanischen Hotelzimmer kuscheln würde. Sie konnte seinem Atem spüren und das sanfte Auf und ab seiner Brust.

Vorsichtig legte Bernie einen Arm um Connys Hüfte und strich sanft darüber.

Conny seufzte wohlig und versuchte sich enger an Bernie zu schmiegen, was schon gar nicht mehr möglich war.

„Müde mein Liebes?“, murmelte er in ihr Haar. Als Antwort bekam er nur ein zustimmendes grummeln. Er schmunzelte ein wenig, stellte sein Glas auf den Tisch neben dem Sofa und schlüpfte unter ihr hervor. Wie auch am Morgen hob er Conny an seine Brust und legte sie vorsichtig ins Bett, fürsorglich zog er die Decke über sie und küsste sie sanft. „Es war ein wundervoller Tag, ich liebe dich!“, flüsterte er ihr ins Ohr. Mühsam öffnete sie leicht die Augen, lächelte sie ihn an. Doch anstatt was zu sagen, schlug sie die Decke auf die Seite und deutete ihm sich zu ihr zu legen. Er folgte ihrer Aufforderung und legte sich neben sie sofort kuschelte sie sich an ihn und Bernie schloss sie in seine Arme. Conny seufzte noch einmal und war dann umgehend eingeschlafen.



Als Conny diesen Morgen die Augen aufschlug, befand sie sich in Bernies Armen, diesmal war er es, der noch schlief. Conny ließ in Gedanken, den letzten Abend noch mal Revue passieren. Dieser Kuss, war etwas so besonderes gewesen, sie konnte jetzt noch Bernies Lippen auf ihren spüren. Dieses angenehme Prickeln das sie hinterlassen hatten. Die alle seine Berührungen hinterließen. Sie sah in sein friedliches Gesicht. Sanft fuhr sie mit ihren schlanken Fingern über seinen stoppeligen drei Tage Bart. Zeichnete seine Lippen nach. Sie vernahm ein leichtes Grummeln von Bernie, aber noch war er nicht wach. Sie ließ ihren Finger sein Kiefer entlang abwärts zu seinem Hals streichen, dann wieder hoch zu seinen Lippen. Vorsichtig und ganz leicht strich sie mit ihren Lippen über seine. Diesmal rührte sie Bernie, er schlug vorsichtig die Augen auf und verzog die Lippen zu einem Lächeln.

„So könntest du mich jeden Morgen wecken!“, meinte er leise und drücke ihr einen Kuss auf die Lippen, den sie leidenschaftlich erwiderte.

„Aber dafür müsstest du mich auch jede Nacht ertragen!“, meinte sie neckend und biss ihm spielerisch auf die Unterlippe. Mit den Händen fuhr sie über seine Brust.

„Ich glaube, das würde ich sogar ertragen!“, meinte er grinsend.

„Aber jetzt ist nicht Nacht sondern später Vormittag, meine Liebe und wir wollen doch etwas von unserem Tag haben!“, meinte er, nahm ihre Hände in seine, drückte ihr einen Kuss auf die Stirn und schwang sich aus dem Bett. Bevor Conny protestieren konnte, war er auch schon im Bad verschwunden. Seufzend drehte sie sich auf den Rücken. Sie konnte sich nicht erklären woher der Drang kam mit ihm zu schlafen, denn sie wusste ja noch nicht einmal ob sie jetzt richtig zusammen waren oder wie das ganz jetzt lief, sie genoss den Moment und das beisammen sein mit Bernie. Normalerweise ließ sie sich auch immer Zeit damit, einen Mann kennen zu lernen, aber Bernie kannte sie schon, es war als wären sie schon so lange zusammen.

Widerwillig stand sie dennoch auf zog sich an und ging zu Bernie ins Bad.

Für Heute hatten sie noch keinen Plan, Bernie wollte liebend gerne einen schönen Strandtag verbringen, nachdem sie gestern schon durch die ganze Stadt gezogen sind. Conny hatte dagegen nichts einzuwenden und so lagen sie zusammen am Strand und genossen die Sonne.

Den ganzen Tag über hatten sie nur noch Augen für einander, konnten die Hände nicht voneinander lassen, doch meistens hingen sie sich wortwörtlich an den Lippen. Conny konnte sich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal so verliebt war. Sie hatte das Gefühl, nicht einmal in ihren Ex-Mann jemals so verliebt gewesen zu sein wie in Bernie. So Glücklich war sie mit ihm. So glücklich machte er sie.

„Hast du Lust zu tanzen?“, fragte Bernie und sah zu Conny herunter. Ihr Kopf lag auf seiner Brust eine Hand war mit ihrer Verschränkt die anderer lag auf ihrem Bauch.

„Hier? Am Strand?“, fragte sie ungläubig und sah ihn belustigt an.

„Nein, ich meine Heute Abend, in dem Hotel in dem wir sind ist heute Abend eine kleine Tanzveranstaltung, ich dachte da könnten wir hingehen.“, erklärte Bernie ihr seine Idee.

„Kannst du denn tanzen?“, fragte sie ihn lachend. Bernie sah sie gespielt beleidigt an und wuschelte ihr durch die Haare.

„Natürlich kann ich tanzen!“, bestätigt Bernie. Conny richtete sich auf so, dass sie neben Bernie saß und ihre Beine über seinen lagen.

„Wann fängt das denn an?“, fragte sie neugierig und suchte vergeblich nach einer Uhrzeit immerhin musste sie sich noch fertig machen.

„Um 20.00 Uhr.“, erwiderte er knapp und lächelte sie an.

„Und wie spät ist es jetzt?“, fragte Conny weiter.

„Weiß ich nicht, aber ich schätze so 17 Uhr oder so.“, schätzte Bernie. Er merkte wie Conny schon hektisch die Sachen zusammen suchte. Doch er hielt sie zurück. Zog sie auf seinen Schoss.

„Conny keine Hektik die Zeit reicht doch noch locker und wenn wir nicht pünktlich sind, ist das nicht schlimm wir sind im Urlaub!“, beruhigte Bernie sie und küsste sie sanft. Sofort waren alle Gedanken von Conny zerstreut, jetzt zählte nur noch dieser Kuss. Sanft öffnete Bernie ihre Lippen spielte mit ihrer Zunge.

Als sie sich letztendlich voneinander lösten waren alle Zeitsorgen vergessen. Langsam packten sie ihre Sachen zusammen und liefen gemütlich Arm in Arm zurück zum Hotel.

In ihrem Zimmer angekommen brach Conny, typisch Frau, doch in Panik aus sie durchwühlte ihren Koffer nach etwas, dass sie an diesem Abend anziehen konnte. Bernie jedoch verdrehte nur die Augen.

„Conny, Conny, Conny jetzt zum Tausendsten Mal, egal was du anhast, du siehst immer gut aus. Ob du Jeans und Bluse, ein Abendkleid, ein Kartoffelsack, einen Bikini oder gar nichts anhast, du bist immer wunderschön!“, sagte er, kniete sich neben Conny auf den Boden und küsste sie in den Nacken.

„Ja, aber trotzdem..“, meinte sie. Als Bernie nach 10 Minuten aus der Dusche wieder kam hatte sie gefunden was sie gesucht hatte. Ein blaues Kleid bei dem die Träger im Nacken eine Schleife bildeten. Schnell schnappte sie sich das Kleid und verschwand dann im Badezimmer um sich fertig zu machen. Bernie hingegen ging das Ganze etwas lässiger an. Er schnappte sich ein weißes Hemd und eine dunkle Jeans trocknete seine Haare und wartete wie auch schon am Morgen, auf Conny. Während er wartete hing er seinen Gedanken nach. Er hörte das Rauschen der Dusche und dachte an Conny. Er liebte diese Frau. Er liebte sie so sehr und mehr als alles andere auf dieser Welt und er war so froh, dass sie auch so fühlte. Das diese wunderschöne, intelligente Frau in ihn verliebt war, war das größte Geschenk, dass ihm sein Schicksal machen konnte.

Endlich hörte er den Schlüssel des Badezimmers im Schloss und die Tür öffnete sich.

Diesmal konnte er sich aber kein Pfeifen unterdrücken als Conny heraustrat. Sie war einfach wunderschön. Das Kleid passte sich perfekt an ihren Körper an und unterstich ihre Schlanke Figur.

Conny errötete leicht, als sie Bernies Pfiff hörte.

„Ich sage ja: wunderschön!“, hauchte er ihr ins Ohr und küsste sie auf die leicht geschminkten Lippen.

„Du siehst aber auch nicht schlecht aus sagte sie und zog den Kragen des Hemdes zurecht. Sah ihn noch einmal prüfend an. Dann nahm sie seine Hand.



Mit Bernie zu tanzen, stellte sich, wider Erwarten, als ganz passabel heraus. Aber nach zwei Gläser Wein, musste man auch nicht mehr richtig tanzen können. Meistens standen sie nur zusammen, eng umschlungen und wiegten sanft im Takt der Musik. Es war ein sehr lustiger Abend gewesen. Trotzdem beschlossen die beiden, um zwölf Uhr die Tanzfläche für begabtere und nüchterne Paare freizugeben und begaben sich auf ihr Zimmer. Lachend und Arm in Arm stolperten sie in Ihr Zimmer und schafften es noch die Türe hinter sich zu zustoßen. Dann standen sie mitten im Zimmer. Sahen sich tief in die Augen. Ganz langsam näherten sich ihre Gesichter, kurz und leicht trafen sich ihre Lippen, aber nur um im nächsten Moment zu einem leidenschaftlichen Kuss zu verschmelzen. Bernie fuhr mit den Händen über ihre Schultern, die Arme entlang über ihre Hüfte. Dort blieben sie liegen, während Conny sich an blind daran machte, die Knöpfe von Bernies Hemd zu öffnen. Ungeduldig zerrte sie an dem letzten Knopf und Bernie lachte leise und öffnete ihn selbst. Zog sich das Hemd über die Schulter und flüsterte an ihren Lippen: „Da ist wohl jemand ungeduldig hm?“.

„Ohja!“, war die Antwort sofort presste Conny ihre Lippen auf seine drückte sich fest gegen ihn. Bernie zog an dem Reisverschluss ihres Kleides und öffnete die Schleife in ihrem Nacken, bis es in sanften Wellen zu ihren Füßen lag.  Bernie senkte seine Lippen an ihren Hals küsste sie dort und führte sie zu einem der Betten. Ein leises Stöhnen entwich ihren Lippen als sie mit Bernie auf dem Bett landete und er auf ihr und zwischen ihren Beinen lag. Sie spürte seine Lippen überall sowie seine Hände.

Als die letzten Kleidungsstücke im Zimmer verstreut lagen, sah Conny ihm tief in die Augen.

„Ich liebe dich!“, hauchte sie ihm zu. Statt ihr zu antworten. Küsste er sie zärtlich. Als er schließlich ihre Lippen freigab, wanderte er mit seinen ihren Hals hinab und hinterließ eine heiße Spur sanfter Küsse…



Ein sanftes Kribbeln in ihrem Körper weckte Conny. Sie schlug die Augen auf und musste sofort lächeln. Es war die schönste Nacht ihres Lebens. Bilder der vergangenen Nacht kamen hoch und jagten ihr einen angenehmen Schauer über den Körper. Noch nie hatte sie so etwas erlebt. Sie sah an sich und Bernie herab. Sein Kopf ruhte auf ihrer Brust die Arme um ihren Bauch geklammert und seine Beine mit ihren Verknotet. Die Bettdecke lag halbwegs auf ihnen. Sie musste ein Lachen unterdrücken. Sie versuchte etwas tiefer zu rutschen um mit ihrem Gesicht zu Bernies zu kommen. Sanft strich sie mit ihren Lippen über seine. Bernie reagierte sofort und öffnete die Augen.  

„Ja ich könnte jede Nacht so verbringen und dafür so geweckt werden!“, murmelte er, vorsichtig zog er die Decke unter ihren Körpern hervor und warf sie über sich und Conny, dann legte er einen Arm um sie und zog sie an sich.

„Und übrigens, ich liebe dich auch!“, flüsterte er beiläufig bevor er sie küsste.

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So, ich hoffe es hat auch gefallen.



Anmerkung:-> Das Bernie bei Conny untergekommen ist, stammt aus den Folgen ‚Ein Haus voller Liebe‘  und ‚eine Ehe auf Bestellung‘

-> Das Conny und Bernie schon einmal in einem Zimmer geschlafen haben stammt aus der Folge ‚1000 Mal berührt‘

Auch dieses Mal gilt, alle Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler sind umsonst ;)



Liebe Grüße Nane
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