True Light

von Greafy
GeschichteDrama, Humor / P12
Charlie Bucket Dr. Wilbur Wonka Mr. Bucket Mrs. Bucket Oompa-Loompa Willy Wonka
05.07.2013
05.07.2013
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Hallo meine erste Charlie und die Schokofabrik-FF. Hach ich bin schon ganz aufgeregt :D

Die Charaktere gehören nicht mir, sie gehören Roald Dahl und sollen in der Verkörperung von Tim Burtons Film dargestellt/ vorgestellt werden.
Geld verdiene ich hiermit keines- schade eigentlich XD

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Kapitel 1


Charlie blickte Dr. Wonka tief in die Augen, als dieser in seinem Mund rumwerkelte. Er und Mr. Wonka waren nun schon ältliche Male bei Willys Vater zu Besuch bewesen und dennoch schienen die beiden immer noch etwas auf Distanz zu sein. Für den jungen Erbe allerdings war das völlig unverständlich. In seinen Augen war Dr. Wonka ein netter älterer Herr, der sein Handwerk als Zahnarzt verstand.
“Charlie du hast wirklich sehr schöne Zähne. Sicher putzt du sie auch fleißig.” Der Junge nickte kurz, reden konnte er ja schlecht im Moment. “Man sieht richtig, dass sich das bezahlt gemacht hat, mein Lieber. Hach, wenn doch alle Kinder nur so brav und artig wären wie du.”
Der inzwischen Zehnjährige freute sich über das lob und lächelte ihm, so gut es eben ging, mit weit offenem Mund entgegen.
“Warte ich mache nur noch schnell hier und da ein bisschen Schmutz weg. Und dann bist du auch schon fertig.” Das kleine summende Gerät, was der Doktor von der Seite ergriff, machte sich über Charlies Zähne her und säuberten sie blitzblank.
Willy Wonka saß in der Bilderecke des Zimmers an einem kleinen Tisch. Offenbar war er tief in Gedanken versunken, denn die Bilder, die sich die Leute hier eigentlich angucken sollten, beachtetet er gar nicht. Stattdessen stützte er sich schwer auf dem Tisch ab und hielt sich mit der zur Faust geballten Hand die Stirn. Ein leises Wimmern drang über seine Lippen, doch durch den Lärm des Gerätes nahm ihn keiner wahr. Es war doch zum verrückt werden. Was war das bloß? Es wurde von Mal zu Mal schlimmer. Eigentlich sollte es ihm gut gehen, doch aus irgendeinem unerfindlichem Grund, trieben ihn diese Kopfschmerzen, die ihn schon seit Tagen hin und wieder plagten, in den Wahnsinn. Vor dem Jungen und seiner Familie wollte er es eigentlich verbergen, um sie nicht zu beunruhigen. Deshalb war er eigentlich froh im Moment bei seinem Vater, Wilbur Wonka zu sein. So war er wenigstens weit von den ganzen Leuten, die ihn in dieser Verfassung hätten sehen können.

Charlie war der Erste von den Beiden der das inzwischen angewachsene Stöhnen von der anderen Seite des Zimmers hörte. Glaubte jedoch, durch das laute Geräusch des Reinigers es sich nur eingebildet zu haben. Woher sollte denn auch auf einmal ein solches Geräusch herkommen? Aber auch Dr. Wonka schien etwas gehört zu haben, denn er sah den Jungen irgendwie komisch an, gerade so als wäre der gequälte Laut von ihm gekommen. Wehgetan haben konnte er ihn aber nicht, das war ausgeschlossen. Das musste wohl Einbildung gewesen sein.

Willy hingegen fiel das Atmen immer schwerer. Keuchend saß er da und flehte innerlich, dass die anderen nichts von alle dem mitbekamen. Es sollte endlich aufhören. Doch stattdessen wurde es von Moment zu Moment schlimmer. “Lange halt ich das nicht mehr aus. Aber Dad soll nichts von alle dem…”, weiter denken konnte er nicht, weil seine Gedanken in einem lauten Stöhnen untergingen.
In ihm tobte inzwischen ein Kampf. Nahezu als würde zwei Persönlichkeiten in seinem Körper um die Kontrolle seiner Selbst kämpfen. Die eine Seite sagte, lass dir von deinem Vater als Arzt helfen. Die andere Seite, die erwachsene Seite in ihm, mahnte ihn er solle sich zusammenreißen. Doch das ging inzwischen nicht mehr, da es inzwischen so weit war, dass er kaum noch klar denken konnte.
“Dad?”, mehr als ein leises Flehen brachte er nicht heraus. Dies reichte aber aus, um die Aufmerksamkeit seines Vater zu bekommen, der nun seinen angeschlagenen Sohn, der sich immer noch den Kopf hielt, am Tisch sitzen erblickte. Augenblicklich wurde ihm klar, dass er sich das vorhin nicht eingebildet hatte und eilte zu ihm rüber.
Mit fiebrig glänzendem Blick verfolgte Willy seinen Vater. Seine Sicht war verschwommen. Mehr als einen wagen Umriss konnte er nicht erkennen.
Er zuckte heftig zusammen als Dr. Wonka fürsorglich einen Arm um ich legte und ihm zusprach: “Willy, mein Junge. Was ist mit dir? Du siehst ja gar nicht gut aus.”
“Dad… es tut so weh. Mein Kopf… er fühlt sich so an, als würde er zerspringen.” Es war nicht mehr als ein Hauch von Flüstern, aber sein Vater schien ihn mehr als gut verstanden zu haben.
Dr. Wonka fühlte ihm die Stirn, ob er Fieber habe. Dem war aber nicht so. Sein Puls hingegen raste förmlich.
“Willy, hattest oder hast du denn eine Erkältung?”
Die Antwort war ein schwaches Kopfschütteln, was äußerst unangenehm ausfiel.
“Leidest du öfters an Migräne, mein Sohn?”
Wieder bekam er die gleiche schwache Antwort.
“Komm, leg dich erstmal auf einen Behandlungsstuhl, dann kann ich dich besser…” Den Rest des Satzes nahm der junge Chocolatier kaum noch wahr. Er kniff die Augen zusammen. Schwankend stützte ihn sein Vater und führte ihn zu dem Stuhl auf dem eben noch Charlie gesessen hatte, der aufgesprungen war, um seinem Freund zu helfen.
Mit schmerzverzehrter Mine und halbgeschlossenen Augen versuchte er sich zu entspannen. Was war nur los mit ihm? Er war doch immer gesund gewesen und hatte nur ganz selten mal kleinere Kopfschmerzen gehabt, wenn er mal überarbeitet gewesen war. Aber ansonsten ging es ihm immer blendend.
Behutsam begann sein Vater seinen Kopf abzutasten und vereinzelte Stellen zu massieren. Angeblich sollte dies seine Beschwerden lindern.
Charlie schaute dem ganzen Geschehen zu und wusste nicht so ganz was er dazu sagen sollte. Was war nur auf einmal los mit seinem Vorbild? Als sie hier ankamen, schien es ihm doch noch gut zu gehen, oder? Naja, wenn Charlie so zurück dachte, schien Mr. Wonka in den letzten paar Tagen wirklich etwas geistesabwesend gewesen zu sein. Einmal waren sie zusammen im Erfindungsraum und wollten die neuen Sahne-Weichcreme- Pasteten herstellen, als er sie fast hätte anbrennen lassen, da er offensichtlich geistigabwesend gewesen war. Wäre Charlie nicht gleich zur Stelle gewesen und hätte die gerade zu kokeln begonnenen Stücken gelöscht… wer weiß was alles hätte passieren können. Hinzu kam dass Mr. Wonka in den letzten Tagen sich allgemein kaum ihm und seiner Familie blicken ließ und außergewöhnlich lange schlief. Zumindest dachte er immer, dass Mr. Wonka das tat denn immer wenn er an seine Suite klopfte, waren die Rollos unten und immer wenn Mr. Wonka die Tür öffnete, schien er blasser zu sein als er so schon war. Im Laufe des Tages legte sich das dann immer, also hatte Charlie es einfach so hingenommen. Sogar die Familie des jungen Erben hatte sich schon sorgen um den exzentrischen Chocolatier gemacht.
Je wurde er durch ein leises Keuchen wieder in die Gegenwart zurückgerissen. Dr. Wonka hatte seinen Kopf abgetastet und als er bei den oberen Kieferknochen ankam, verzog sein Sohn fürchterlich das Gesicht.
“Aha, da haben wir ja schon die Ursache”, erklärte er und drückte noch mal drauf. Ein Wimmern war die Antwort darauf.
“Deine Achter wachsen. In letzter Sekunde, wie ich hinzufügen möchte.”
“Bitte?”
“Deine Weisheitszähne wachsen. Das verursacht deine Schmerzen.” Mit dieser Aussage hätte er lieber warten sollen, bis es seinem Sohn etwas besser ging, dieser hatte nämlich zuweilen das Gefühl gleich ohnmächtig zu werden, bei der Aussage seines Vaters. Das konnte doch nicht sein. Er war Anfang vierzig, wie konnten da noch Zähne wachsen?
Sein Vater schien den Gedanken in seinen tiefblauen Augen abgelesen zu haben und hatte auch die passende Antwort parat: “Die wachsen in etwa bis zum 41. Lebensjahr, oder lassen es ganz bleiben. Wir müssen herausfinden, ob sie bei dir Platz haben. Dazu müsste ich deinen Kiefer röntgen. Meinst du, du kannst aufstehen?”
“Bitte, gib mir erstmal ein Glas Wasser und drei Paracetamol.”

Nach einer halben Stunde hatten sie dann die Gewissheit. Die Achter drückten zwar leicht gegen die Siebener aber mit der Zeit würden sie sich aufrichten und das verursachte die Beschwerden.
“Manche Menschen sind dafür anfälliger und manche weniger, mein Sohn. Das ist so. … Und du scheinst eben dazuzugehören. Lass dem ganzen etwas Zeit, dann legt sich das ganze wieder. Und du solltest mindestens einmal die Woche hier vorbeischauen zu Kontrolle, für den Fall dass sich etwas ändert.”
Charlie konnte das schockierte Gesicht seines Mentors nur zu gut erkennen. Was sollte denn so schlimm daran sein, einmal die Woche seinen Vater zu besuchen, gerade weil er ihm doch nur helfen wollte. Aber er sah auch noch etwas anderes in seinem Gesichtsausdruck, etwas was Charlie gar nicht bei ihm kannte. Konnte es ein Hauch von Angst sein? Nein, das konnte nicht sein. Wieso auch? Sein Vater hatte ihm doch nie was getan.
Schwach erhob Willy die Stimme: “Muss das sein, Dad? Ich habe doch…”
“Keine Widerrede mein Junge, das ist eine ärztliche Anordnung! Du wirst einmal wöchentlich dich hier blicken lassen. Was meinst du was du für Schmerzen haben wirst, wenn sich das alles entzünden würde? Nein, nein, soweit will ich es gar nicht kommen lassen.”
Charlie beobachtete den jungen Mann, wie er resigniert mit geschlossenen Augen nickte und somit einwilligte. Kaum hörbar, vernahm er das raue “Okay, Dad” und Mr. Wonka erhob sich vom Stuhl, und ließ Charlie wieder hin, seine Reinigung fertig machen.
Dies war schnell erledigt und der junge Erbe freute sich schon darauf endlich nach Hause zu kommen.
“Ach und Willy, mein Junge- noch etwas. Achter wachsen stoßweise. Sollte es dir länger als so… sagen wir mal… drei bis vier Stunden schlecht gehen. Kommst du bitte sofort zu mir. Ich versuche dich dann irgendwo zwischen zu schieben.”
Charlie war gerührt von der Fürsorge von Dr. Wonka zu seinem Sohn, doch dieser schien das anders zu sehen. So wie Charlie die Sache einschätzte, wollte dieser hier nur noch so schnell wie möglich raus. Naja, vermutlich wollte er endlich an die frische Luft. Verständlich. Er sah immer noch recht blass um die Nase herum aus.
“Okay, Dad. Komm Charlie, lass uns gehen.”
Sie zogen ihre Mäntel an, da bereits wieder tiefster Winter herrschte und machten sich auf den Weg zum gläsernen Fahrstuhl, der draußen parkte.
An der frischen Luft schien es Mr. Wonka tatsächlich wieder etwas besser zu gehen und vermutlich lag es auch daran, dass er von seinem Vater wegkam, dachte sich Charlie so vor sich hin, als er das erwartete KLONK hörte. War ja klar, dass er mal wieder dagegen gelaufen war. Ein leichtes Lächeln konnte er sich dennoch nicht verkneifen, auch wenn es ja eigentlich nicht witzig war. Aber in Mr. Wonkas Fall schon, da er immer wieder so schusselig war und erneut dagegen lief.
Dieser war außergewöhnlich schnell wieder auf den Beinen und schon waren sie zusammen auf dem Heimflug.
Abwägend musterte er den Älteren, diesem schien es wirklich wieder besser zu gehen und Charlie beschloss ihn das zu fragen, was ihm die ganze Zeit schon auf der Zunge brannte: “Mr. Wonka?”
“Hm?”
“Haben Sie eigentlich noch irgendetwas gegen Ihren Vater?”
“Wieso fragst du mein Junge?” Die künstlich unschuldige Mine war Charlie ja schon gewohnt und wusste was sie zu bedeuten hatte: Mr. Wonka wollte über manche Themen einfach nicht reden, und offenbar war dieses eines davon. Dennoch harkte er nach.
“Weil Sie… na weil Sie, immer so still in seiner Nähe werden und so nachdenklich wirken.”
“Ach Charlie, mein lieber Junge. Wenn man eine große Süßigkeiten- Fabrik hat, muss man oft über verschiedene Dinge nachdenken. Sonst kann man doch nichts Neues erfinden, nicht?” Sein typisches breites Grinsen, verriet Charlie was er schon vermutet hatte. Also beschloss er es dabei zu belassen. Früher oder später würde sich das sicher schon klären.
Fröhlich begann er seine Melodie zu summen und Charlie stimmte mit ein. So wurde die Stimmung zumindest angehoben. Und Willy Wonka freute sich zum ersten Mal… nach einem Besuch bei seinem Vater… einen Freund zu haben mit dem er rumalbern konnte. Er fand es sehr wichtig ab und an die Seele baumeln zu lassen, ganz besonders wenn er mit seiner Vergangenheit konfrontiert wurde. Schade nur, dass er dem Jungen nicht ausdrücken konnte, was er empfand.
Charlie schien aber zu verstehen und stimmte in seine gute Laune mit ein. Er freute sich, dass es ihm wieder besser ging, auch wenn es vermutlich nur vorübergehend sein würde. Aber in den nächsten Tagen, würde er wohl gut auf seinen großen Freund acht geben müssen. Denn dafür waren Freunde ja da, dass sie auf einander aufpassen und aufeinander acht geben. Auch ganz besonders dann, wenn sie eine schwere Zeit durchmachten oder es ihnen nicht gut ging. Und so wie Charlie es im Gefühl hatte, würde er in der nächsten Zeit bei Willy Wonka ziemlich oft zum Einsatz kommen.
Aber Schluss mit all den ganzen schicksalhaften Gedanken: Jetzt sollten sie sich wieder Gedanken um die nächste Süßigkeit machen, die sie heute eigentlich erfinden wollten. Den Superblauen- Gummi- Teddybären mit Himbeerfüllung. Eigentlich wollten sie ihn gestern schon zum Einsatz bringen, aber nach diesem Malheur mit den Pasteten, musste das leider aufgeschoben werden.
Heute Nachmittag hätten sie aber viel Zeit dafür.


Tbc
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Lasst eure Reviews da, ich mag keine Schwarzleser XD *auffress* Wer brav sein Kommentar dalässt bekommt auch ein Stück Kuchen *Bestechungskuchen heraushol und auf den Tisch stell*
LG
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