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Fractured Memories

GeschichteMystery, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Akise Aru Hinata Kasugano Tsubaki Minene Uryuu Yukiteru Amano Yuno Gasai
04.07.2013
12.07.2015
7
14.309
 
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Dieses Kapitel
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04.07.2013 2.032
 
Hallo ihr Lieben!
Fuck, yes! Ich hab es geschafft, das erste Kapitel zu meiner kleinen und hoffentlich feinen Mirai-Nikki-FF zu schreiben! Es ist komplett anders geworden als gedacht o.o
Aber ich hoffe es gefällt euch. Reviews sind immer toll! :3

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Fractured Memories


Kapitel 1: Sea of Shards and Blood


Ich reiße die Augen auf. Alles ist schwarz. Mein Schädel brummt. Es ist viel zu laut darin! Ich sehe immer noch nichts. Ich höre nichts. Ich fühle nichts. Ein Loch in meinem Gedächtnis. Etwas fehlt! Etwas Wichtiges! Plötzliche Stille. Ein kleiner Lichtschimmer. Ich sehe ein verschwommenes Bild. Ich will es greifen!

Ich schrecke in meinem Bett hoch, bin schweißgebadet. Was war das?! Ich lasse mich langsam wieder zurückfallen und denke über diesen merkwürdigen Traum nach. Irgendetwas an diesem Bild schien mir… vertraut und realistisch. Und das Gefühl von einem Loch in meinem Gedächtnis ist immer noch nicht verschwunden. Ich drehe mich zur Seite und greife nach meinem Handy. Mein erster Blick fällt auf das Datum. Ein Schock! 21. April? Das kann unmöglich sein! An diesem Tag war doch… ja, was war da nochmal? Ich… erinnere mich nicht mehr! Schnell durchsuche ich mein ausführliches Tagebuch, das ich schon seit meiner Kindheit führe. Und als wenn dieser eine Schock nicht schon genug wäre, mein Tagebuch ist… anders. Es ist immer noch genauso ausführlich, nur ich habe diese Dinge nie erlebt! Irgendetwas stimmt nicht. Irgendetwas stimmt ganz und gar nicht! Ich finde besagten 21. April vom letzten Jahr. Aufgestanden… Schule… Freizeitpark… erster Kuss mit Yuno, Abendes– Moment! Das ist doch unmöglich, Yuno ist doch… Ich spüre nur noch einen dumpfen Schlag auf meinen Hinterkopf und höre ein leises Klirren. Etwas Warmes tropft meinen Kopf runter. Mir wird schwarz vor Augen. Dann… ein Gedankenfetzen!

Es war der 21. April 2006 in der Sakurami-Schule, 10. Klasse. Ich – Yukitero Amano, ein introvertierter und soziophobischer 16-Jähriger – saß wie jede Pause an meinem Pult, aß aus meiner Bentou-Box und tippte nebenbei meine Beobachtungen in mein Tagebuch. 12:36 Risami-kun bekommt einen Ball an den Kopf, alle lachen; 12:38 Risami-kun wirft aus Rache einen Ball an Yuuto-kun; 12:43 Yuno-chan kommt lächelnd auf mich zu: endlich!… „Ohayo, Yukkii-chan!“, sagte eine fröhlich lächelnde Yuno und gab mir einen Kuss auf die Wange.

Ja, seit geraumer Zeit gab es neben meiner Mutter noch eine andere Person in meinem Leben und das war Yuno. Ich hatte mich nie für meine Mitschüler interessiert, weil ich Angst hatte, ausgelacht zu werden, weil ich überall und immer Tagebuch schreibe und mich gerne in eine Traumwelt flüchte, aber eines Tages, als ich einkaufen war, begegnete ich Yuno. Im Nachhinein könnte man sagen, dass es Schicksal war. Wir redeten noch einige Zeit und ich wäre beinahe wieder zu spät zu Hause angekommen. Seitdem trafen wir uns noch einige Male außerhalb der Schule und ich hatte in den Pausen auch jemanden zum Reden. Für die anderen rutschten wir nun noch mehr an den Rand der Gesellschaft: „der Außenseiter und die Streber-Tussi“ nannten sie uns. Yuno war aber keine Streberin. Sie hatte gar nicht so gute Noten, wie immer alle dachten… sie ging nur nach der Schule meistens direkt nach Hause, weil sie – ähnlich wie ich – große Menschenmengen nicht leiden kann und Angst vor ihnen hat; die gewonnene Zeit nutzt sie dann natürlich zum Lernen. Ich gebe zu, anfangs hatte ich etwas Angst vor ihr, weil ich nicht so stark auffallen wollte und deshalb ihre Absichten, sich mit mir abzugeben, nicht verstehen konnte. Das könnte einerseits daran liegen, dass ich Angst hatte ihr peinlich oder nicht der gewünschte Gesprächspartner zu sein, oder aber auch daran, dass es mir schon sehr imponierte und gefiel, dass so ein hübsches Mädchen wie Yuno-chan sich mit mir in der Öffentlichkeit zeigte und wir so doch etwas mehr Aufmerksamkeit als sonst erhielten.
Yuno und ich trafen uns, seit wir uns das erste Mal im Einkaufscenter sahen, immer öfter.
Zum Beispiel das eine Mal, als wir im Eiscafé saßen, wir unterhielten uns über, ja, eigentlich über alles Mögliche, mancherorts würde man sagen „über Gott und die Welt“, aber, ich bin da realistisch, es gibt ja keinen Gott oder Götter… höchstens in meiner Phantasie. Ich erfuhr, dass ihre Eltern recht streng seien, aber als ich dann eines Tages bei ihr einen Überraschungsbesuch machte, waren sie beide recht höflich und zuvorkommend und erlaubten Yuno sogar, dass sie mit mir noch etwas draußen im Park den Abend zu verbringen. Das war ein sehr schöner Abend… wir saßen gemeinsam auf einer Bank am Teich und haben den Sonnenuntergang beobachtet. Aber das Schönste neben der Tatsache, einen wundervollen Abend mit dem süßesten Mädchen zu verbringen, das ich kenne, war, dass uns niemand weiter störte oder beobachtete, dass wir einfach nur zu zweit in diesem kleinen grünen Fleckchen Land waren, als Königin und König über dieses Land wachten, glücklich vereint bis in alle Ewigkeit.
Ä-Äh, j-ja… man… man könnte schon sagen, dass ich etwas für Yuno empfinde. A-Aber ich schweife vom Thema ab!

Es war der 21. April 2006 in der Sakurami-Schule und… Yuno kam zu mir und begrüßte mich zärtlich. Wir hatten für diesen Tag geplant, dass wir nach der Schule in den Freizeitpark gehen. Nachdem wir es schließlich geschafft hatten, einander besser kennen zu lernen, wollten wir auch die Außenwelt besser kennen lernen und versuchen gegen die Angst, zwischen so vielen Menschen unterwegs zu sein, anzukämpfen. Wir wollten ein ganz normales Leben führen.
Nachdem uns in der Schule mal wieder niemand beachtet hatte, gingen wir Hand in Hand als kleines, glückliches Pärchen in den Freizeitpark, der seit Kurzem geöffnet hatte. Wir machten gerade den ersten Schritt auf das Gelände des Parks, schon trat ein Strahlen so wunderschön, schöner und heller als das des hellsten Sternes am Firmament, in Yunos Augen – dieses unschuldige und freundliche Funkeln tat etwas mit mir, in mir. Ja, es stand wohl fest. Ich liebe Yuno. Mein Blick auf eine der Hauptattraktionen des Parks: ein gigantisches Riesenrad. Dort, wenn wir mit unserer Gondel an der höchsten Stelle ankommen würden, werde ich ihr meine Liebe gestehen!
„Yuno-chan, möchtest du vielleicht mit mir–“, begann ich, als sie mich freudestrahlend unterbrach: „… mit der Geisterbahn fahren? Ja, sehr gerne!“ Ich konnte ihrem Lächeln nicht widerstehen, aber immerhin schaffte ich es cool zu bleiben und so zu tun, als ob es genau das war, was ich sagen wollte! „Und vorher fahren wir mit dem großen Riesenrad!“ Diese Worte hätte ich aus Yunos Mund nun nicht erwartet. Ich war schon ziemlich… geschockt und wusste nicht, wie ich reagieren sollte. „Ich meine… nur wenn du willst…“, säuselte eine ziemlich niedergeschlagene Yuno neben mir. Toll Yukkii, was hast du jetzt wieder angerichtet? „N-Nein, Doch! Das würde ich sogar sehr gerne machen“, sagte ich und fasste wieder neuen Mut, „ich wollte es dir auch gerade vorschlagen… Yuno-chan.“ Sie wurde wieder leicht rot, als ich so ihren Namen sagte; das wurde sie immer wieder noch und das, obwohl wir schon seit einiger Zeit so gut wie ein Paar sind. Es macht mich immer wieder glücklich zu sehen, dass sich in dieser Zeit nichts für uns geändert hatte. Freudentränen rannten ihr über das Gesicht als sie mich glücklich in ihre Arme schloss.

Am Riesenrad angekommen warteten wir geduldig und konnten dann endlich in unsere eigene kleine Gondel steigen. Schon nach kurzer Zeit konnten wir den Freizeitpark überblicken. Ich war so fasziniert von diesem Anblick, dass ich gar nicht merkte, wie Yuno sich an meine Schulter lehnte. Ich legte sanft einen Arm um sie und genoss mit ihr zusammen den wunderschönen Anblick. Wir stiegen immer höher und hinter den künstlichen Klippen der Wildwasserbahn konnte man schon den Hafen von Sakurami-City erkennen, und gleich dahinter das Meer. Es glitzerte im Sonnenlicht und ebenso wie die Weiten des Ozeans glitzerten auch Yunos Augen wieder. Ich liebe dieses Glitzern auch heute noch so sehr wie ich auch sie liebe. Jetzt, dachte ich mir… jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt für die drei magischen Worte! „Yuno…“, begann ich und strich sanft durch ihr rosafarbenes Haar. „Ich… würde dir gerne, hier und jetzt, etwas sehr Wundervolles gestehen.“ Ich spürte, wie meine Augen leicht feucht wurden, als ich in die großen Augen meiner Angebeteten blickte. „Ich liebe dich. Vom ganzen Herzen! Yuno Gasai… ich liebe dich und möchte für immer an deiner Seite bleiben!“ Jetzt war ich es, der vor Freude weinte. Aber Yuno sagte nichts. Plötzlich spürte ich etwas Warmes auf meinem Schoß und… auch etwas Feuchtes auf… meinen Lippen! Ohne, dass ich es ganz mitbekommen habe, hatte sich die ohnehin schon fast auf mir sitzende Yuno auf mich gesetzt und sanft ihre Lippen auf meine gelegt. Ich legte zögerlich beide Arme um sie und erwiderte zärtlich ihren Kuss. In diesem Moment hielt unsere Gondel an der Spitze des Riesenrads. „Ich liebe dich auch, Yukkii-kun…“

Ich komme gerade wieder zu mir. Ja, so war das damals. Ich lächle gerade etwas unbeholfen, schätze ich. Yuno ist schon eine tolle junge Frau und ich kann mich glücklich schätzen, sie zu haben. Ich versteh gar nicht, warum ich gerade noch so verwirrt war, dass ich vor genau einem Jahr meinen ersten Kuss mit Yuno hatte… na egal.
Dann betaste ich meinen Hinterkopf… warm und feucht. An meiner Hand klebt Blut… mein Blut! Langsam tropft es runter. Nein, nicht der schöne neue Teppich! Ich sehe schnell herunter, aber das Blut tropfte gar nicht auf den neuen Fußbodenschmuck, sondern auf das gesprungene Glas des Bildes, das über dem Kopfende meines Bettes hängt… besser hing. Das muss es gewesen sein, dass ich gerade an den Kopf bekommen habe! Man kann genau erkennen, wo der Kopf auftrat. Ein dickes, weißes Zentrum der Risse, von dem viele kleine Risse abgehen. Fast so wie ein gigantischer, zweidimensionaler, unförmiger aber dennoch graziler Stern. Und in der Mitte steckt ein kleines, braunes Haar von mir… fast so wie… damals!

Nach dem Riesenrad gingen wir dann wie bereits abgemacht weiter, um mit der Geisterbahn zu fahren. Ich hatte ja schon etwas Schiss davor… ich steh nicht auf dieses ganze Horrorzeug, aber Yuno zuliebe fuhr ich doch mit. Doch… selbst für mich war diese „gruselige“ Geisterbahn ein Witz. Ich zuckte zwar einmal zusammen, als ein Skelett aus einem Sarg direkt auf mich zugeschossen kam, bevor ich bemerkte, wie lächerlich offensichtlich eine Metallstange das Gerippe wieder zurückholte, und einmal, als der Passagier hinter uns auf einmal laut niesen musste. Ich meine… selbst ich, einer der schreckhaftesten Jungen in ganz Sakurami-City, hat keine Angst vor Gummispinnen, in Klopapier gehüllte Roboter, wo noch die Kabel zu sehen sind oder vor einem wirklich Angst einflößenden Graf Dracula mit fehlendem Gebiss. Doch dann kamen wir in den nächsten Raum… ein Spiegelkabinett voller Spinnweben. Die Verzerrungen in den Spiegeln waren eher amüsant als erschreckend, aber ein Spiegel… erschreckte mich wirklich! Er war gesprungen. Vermutlich von einem Stein getroffen. Von der Mitte, ein dickes, weißes Zentrum der Risse, gingen viele kleine Risse ungeordnet ab. Fast so wie ein gigantischer, zweidimensionaler, unförmiger aber dennoch graziler Stern. Und in der Mitte steckte… ein grüner Dartpfeil, den vermutlich einer der früheren Gäste geworfen haben musste.

Ich schlage schnell die Augen auf und zu, immer wieder, um diese Erinnerung zu verdrängen. Warum hatte mich ausgerechnet dieser Spiegel so schockiert? Als ich gerade wieder die Augen öffnen wollte, schoss mir ein Bild durch den Kopf!

Ich sehe… einen Mann. Sein Gesicht ist schlecht zu erkennen; er trägt einen Hut, tief ins Gesicht gezogen… eine Skibrille aus gelbgrünem Glas und einen dunklen Mundschutz, eine dunkle, weite Jacke. Unter dem Hut kommen mittellange rote Haare zum Vorschein, die auf seinen Schultern liegen. In einer Hand hält er ein Messer, in der anderen… sein Handy! Das Display ist gesprungen! Genauso wie mein Bilderrahmenglas und das Spiegelglas im Freizeitpark! In der Mitte… steckt ein grüner Dartpfeil. Trotz der Vermummung ist dem Gesicht des Mannes eines anzusehen: er hat Schmerzen. Schreckliche Schmerzen. Er leidet. Vermutlich gerade Todesqualen!

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So, das war es auch schon. Recht kurz noch, aber aussagekräftig. Ich bin... halbwegs zufrieden xD Aber irgendwie komplett anders als gedacht und komisch und halbwegs zufrieden meint irgendwie gar nicht zufrieden :o
Was sagt ihr denn? :3
Bis zum nächsten Mal!

LG
JustWithoutMe
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