Drei die dieselbe lieben

von Drakorn
GeschichteDrama, Mystery / P16
03.07.2013
31.12.2013
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2
Dieses Kapitel
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So, und damit herzlich willkommen zu meiner kleinen (oder doch lieber großen) Fanfiktion. Ich hoffe wirklich dass sie euch gefallen wird. Die Idee kam mir schon vor einiger Zeit doch jetzt will ich sie niederschreiben. Viel Spaß!

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Am frühen Morgen

Es war ein wunderschöner Wintermorgen im kleinen Transsilvanischen Dorf. Trotz der Wolken war es angenehm hell. Der Schnee bedeckte die Berglandschaft wie eine weiße Decke. Im Dorf selbst herrschte an diesem Tag buntes Treiben. Die Menschen kauften und verkauften am Marktplatz, Kinder spielten in den Straßen oder veranstalteten Schneeballschlachten außerhalb des Dorfes. Es war einfach ein wundervoller Tag.
Im Wirtshaus der Chagals herrschte ebenfalls heftiges Treiben. Leute gingen dort ein und aus, tranken hin und wieder ein Glass Bier oder Wein und plauderten miteinander. Die Magd Magda hatte alle Hände voll zu tun weil die Leute neben dem Durst such großen Hunger hatten, zum Beispiel die Männer die als Holzfäller oder Schlittenfahrer ihren Lebensunterhalt verdienten. Yoine Chagal, der Besitzer des Wirtshauses unterhielt die Menge gerade mit einer von ihm selbst entworfenen Geigenmelodie bei der einige ein Lied einstimmten. Seine Frau Rebecca war derweilen mit dem Kochen beschäftigt, auch sie hatte alle Hände voll zu tun.
Doch fast alle Dorfbewohner achteten meistens auf das junge Mädchen das ebenfalls zwischen den Tischen hin-und-her eilte. Sarah war schon immer eine makellose Schönheit gewesen. Sie hatte feuerrotes Haar das ihr bis über die Schultern ging und das sie immer wieder gerne zu schönen Locken formte, eine dazu passende blasse Haut, die aber nicht ungesund wirkte, im Gegenteil, sie war sogar passend. Ihre tiefblauen Augen strahlten immer nur so vor Tatendrang. Auch war sie von sehr schlanker Statur was ihr die Bewegungen eines Rehs verlieh. Wenn es gerade mal voll im Gasthaus war, was im Winter fast immer der Fall war, half sie gerne mal hier, mal da aus. Sie tat es gern, schließlich war es ihre Familie und mit den Dorfbewohnern kam sie ganz gut zurecht.
"Sarah, Liebling! Kannst du mal kurz kommen?" rief ihre Mutter aus der Küche.
"Sofort Mama! Entschuldigen sie mich bitte mein Herr," sagte sie zu dem Holzfäller dem sie gerade ein Bier gebracht hatte und eilte schnell in die Küche.
"Was gibt's?" fragte sie fröhlich. Ihre Mutter stand mit verschwitztem Gesicht vor dem gigantischen Herd und war gerade dabei unzählige Gerichte zuzubereiten. Als sie Sarah sah lächelte sie.
"Wie du immer nur Zeit findest," sagte sie.
"Tja, so bin ich eben."
"Was haben wir nur für ein Glück mit dir, mein Kind. Ich wollte dich um einen kleinen Gefallen bitten."
"Natürlich Mama, nur heraus damit," sagte Sarah vergnügt.
"Wie du immer nur so vor Tatendrang strotzt. Das hast du von mir! Du siehst ja wie aktiv ich jeden Tag bin," lachte sie. Dann fuhr sie fort; "Liebling, ich wollte dich um etwas bitten. Mir gehen langsam die Kräuter für die Suppen aus. Ich wollte dich fragen ob du ganz schnell einen kleinen Abstecher zum Marktplatz machen könntest um welche zu holen?"
"Aber natürlich Mama! Du weisst doch dass ich das gern mache," sagte Sarah.
"Vielen Dank mein Engel," sagte ihre Mutter, dann nannte sie ihr die gewünschten Kräuter. Sarah machte sich sofort auf dem Weg in ihr Zimmer. Dort zog sie ihren grauen Wintermantel sowie ein paar brauner Winterstiefel an und ging dann zurück hinunter.
"Wo gehst du hin?" fragte Magda als sie kurz davor war das Haus zu verlassen.
"Ich hole ein paar Kräuter vom Marktplatz," sagte Sarah.
"Oh, na gut. Aber lass mich hier bitte nicht zu lange alleine."
"Keine Sorge Magda, ich bin im null-komma nichts wieder da," sagte Sarah lachend und trat aus dem Wirtshaus. Sofort schlug ihr die frische kalte Bergluft entgegen. Sarah atmete tief durch. Das tat gut. Mal weg von der heißen und stickigen Luft des Wirtshauses zu kommen war wahrlich ein Segen. Sie genoss jede Sekunde in der sie draußen war. Dann ging sie los zum Marktplatz. Er war nicht besonders weit entfernt da das Dorf ziemlich klein war. Es war kein einfaches Leben was sie hier führten aber dafür hielten alle zusammen.
Lächelnd sah Sarah ein paar zehnjährige Jungen eine erbitterte Schneeballschlacht austragen. Als sie sie sahen winkten sie ihr zu.
"Sarah! Komm und spiel mit uns!" riefen sie.
"Tut mir leid Jungs, ich habe leider keine Zeit," sagte Sarah.
"Och Mensch. Ihr Erwachsenen habt immer so viel zu tun," sagte einer von ihnen.
"So ist das Leben nun mal," sagte Sarah und ging weiter. Sie war vor wenigen Tagen achtzehn geworden, was war das nur für ein glücklicher Augenblick gewesen. Sie war endlich eine Frau. Aber sie wusste dass sie tief in ihrem Herzen immer etwas kindliches haben würde. Und so sollte es auch bleiben, sie wollte nicht so grau und verbittert enden wie einige alte Menschen die sie kannte. Sie wollte das Leben genießen solange sie es noch konnte. Aber sie würde niemals zulassen dass sie sich zur Langweilerin herablassen würde. Jetzt war sie am Marktplatz angekommen. Zielstrebig lief sie zu Dragans Kräuterstand. Er hatte immer was mann brauchte.
"Guten Morgen Dragan!" rief sie vom Weiten."
"Ah, guten Morgen Sarah," sagte der Mann lächelnd; "Was kann ich heute für dich tun?"
"Ich bräuchte ein paar Kräuter."
"Dann bist du hier genau richtig. würde ich mal sagen!"
"Hier ist alles was ich brauche," sagte Sarah und überreichte ihm die Liste.
"Das haben wir gleich," sagte Dragan und sammelte diverse Kräuter aus seinem Stand auf. Dann legte er sie alle in den Korb den Sarah mitgenommen hatte.
"Wäre das alles?" fragte er dann.
"Ja, das wäre alles," sagte Sarah und zahlte ihn aus.
"Auf Wiedersehen Dragan!" rief sie als sie dabei war weiterzugehen.
"Auf Wiedersehen Sarah!" rief er zurück.
Sarah schlenderte weiter den Marktplatz entlang. Es war überraschend wie viele Stände hier platziert waren. Je weiter sie ging, desto mehr Werbesprüche hörte sie.
"Die besten Stücke vom frisch erlegtem Wild!"
"Kauft und verkauft edle Schmuckstücke!"
"Vergesst nicht täglich frisches Obst und Gemüse zu essen!"
"Die besten Kleidungsstücke in ganz Transsilvanien!" Sarah blieb vor dem Stand stehen. Sie sah sich all die kostbaren Kleidungsstücke an. An einem war sie besonders fasziniert: es handelte sich um ein Paar von roten Stiefeln. Sie schienen perfekt für einen Ball gemacht zu sein. Wie schön sie nur aussahen.
"Sie passen perfekt zu ihren Haaren, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf," sagte der Händler.
"Oh, vielen Dank," sagte Sarah und errötete; "Aber leider habe ich die Summe nicht," sagte sie bedauernd und ging weiter. Es wäre ein so tolles Kleidungsstück gewesen.
Es wurde allmählich Zeit zum Wirtshaus zurückzukehren. Schließlich wollte sie ihre Mutter nicht warten lassen. Sie schlenderte zurück auf den Weg zum Wirtshaus. Den Marktplatz konnte sie sich auch später ansehen. Sie schlug einen anderen Weg ein, den sie als kleine Abkürzung betrachtete. Er führte am Waldweg vorbei wo die Holzfäller mit den Schlitten ein und aus fuhren. Weit war es auf keinen Fall mehr. Bald würde sie wieder im Wirtshaus sein und weiterhelfen wenn es keine Probleme gab. Dann geschah alles sehr schnell.
"VORSICHT!" schrie eine Stimme von oben. Sarah schaute den Weg hinauf und bemerkte entsetzt dass einer der Schlitten die Kontrolle verlor. Die Hunde waren ebenfalls ausgerissen. Offenbar war das Seil nicht stark genug gewesen. Jetzt raste der Schlitten voller Baumstämme direkt auf Sarah zu. Sie schrie entsetzt auf und sprang zur Seite. Hätte sie nur zuerst geschaut wohin sie gesprungen war.
Ein heftiger Schmerz durchfuhr ihren Schädel. Es war als würde er brennen. Dann verschwamm ihre Sicht, und alles wurde schwarz.

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Ähm, ok, bitte bringt mich nicht um dafür dass ich so gnadenlos am Ende war. Aber schließlich brauchte ich den richtigen Grund für den Auftritt von ihr wisst schon wen. Jedenfalls kommt er erst im nächsten Kapitel. Bis zum nächsten Mal!
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