Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The Life of a Student can be sweet

von Hanasaki
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / Gen
01.07.2013
08.03.2014
45
130.119
1
Alle Kapitel
144 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.07.2013 1.781
 
Ich sitze am Esstisch im Wohnzimmer und starre aus dem Fenster raus. Meinen Kopf hab ich auf meine Hände gestützt. Nachdenklich blickte ich weiter raus. Feliciano und Ludwig kenne ich jetzt. Die beiden waren zwar etwas überrascht, als ich erklärt habe, dass ich schon am besten heute einziehen möchte, waren aber einverstanden. Zwar muss ich auf der Couch schlafen heute, aber das ist nur halb so schlimm. Wie wohl die anderen sechs sein werden? Ob auch Mädchen darunter sein werden? Das alles schwirrt mir durch den Kopf. Ich hab mit meinen Eltern telefoniert und sie waren ziemlich überrascht. War ich echt so unglaublich unfähig, dass mir meine Eltern nichts zutrauen? Ich schüttle der Kopf. NEIN! Ich habe ihnen so das Gegenteil bewiesen! Morgen und Übermorgen werde ich den Rest meiner Sachen abholen.
Meine Koffer habe ich bereits von meiner Freundin abgeholt. Feliciano war so freundlich und hatte mich gefahren- auch wenn Ludwig leichte Schnappatmungen bekam, als Feliciano nach den Autoschlüssel gefragt hatte. Bei dem Gedanken an dieses Gesicht muss ich lachen. Aber okay der Fahrstill des Italieners ist jetzt nicht unbedingt das, was wir auf Deutschen Straßen als sicher einschätzen.

„[Name] kannst du mal kurz kommen?“, klingt es wieder an mein Ohr. Ich spring auf und gehe in die Küche, wo der Italiener und der Deutsche zusammen am Herd stehen. Die Küche ist auf Hochglanz poliert. Hab ich erwähnt, dass ALLES im Haus ist super ordentlich. Das macht wirklich einen guten Eindruck. Wie mir Feliciano aber gesagt hatte, liegt das an Ludwig. Der kann Dreck überhaupt nicht leiden.
„Bella kannst du den Tisch decken?“, fragt mich der Italiener und zeige auf das Geschirr und Besteck, was schon bereit liegt. Ich nickte freundlich und schenke ihm ein Lächeln.

Auf den Tisch stell ich das Geschirr ab und merke erst jetzt das es vier Teller sind…nur vier Teller?! Etwas verwirrt darüber stell ich es alles ordentlich hin wie ich es von zu Hause gewöhnt bin und gehe zurück in die Küche.
„Du Feliciano. Das waren nur vier Teller. Oder es sind vier Teller. Argh! Warum verwirren mich jetzt die Teller?!“, sag ich und wische mir kurz meinen [Haarfarbe] Pony hoch so das er mir kurz darauf wieder ins Gesicht fällt.
„Nein das stimmt schon so. Kiku müsste gleich kommen. Die anderen sind noch bis morgen unterwegs.“, erklärte mir Ludwig dann und übergibt mir ein Topf mit Nudeln, den ich augenscheinlich auf den Tisch stellen soll.

Ich gehe wieder zurück in der Wohnzimmer stoppe jedoch als ich mitbekomme, dass sich die Tür öffnet. Eintritt ein junger Mann mit asiatischen Zügen. Er hat etwas längere Haare, die einen Bob andeuten. Seine Augen sind braun, echt total schön, und er scheint nicht viel größer als ich zu sein.
„Ich bin wieder zurück!“, ruft er durch den Flur. Mich hat er scheinbar noch nicht wahrgenommen. Viel mehr ist er damit beschäftig seine Jacke ordentlich aufzuhängen und seine Schuhe weg zustellen. Doch dann scheint er mich doch wahr zu nehme und lächelt mich freundlich an.
„Hallo Kiku! Du kommst gerade richtig!“, verkündet Feliciano froh und kommt dann mit einen Topf Soße aus der Küche. Kiku geht erstmal an mir vorbei.
„Na los komm. Die Nudeln kommen nicht von alleine ins Wohnzimmer.“, sagt Ludwig und geht an mir vorbei. Ich schüttel wieder einmal meinen Kopf. Nein das kann nicht sein und verschiebe den Gedanken den ich gerade im Kopf hatte ganz weit weg.

Letztlich sitzen wir zu viert nun an dem großen Tisch.
„Die Pasta ist super lecker!“, schwärme ich laut von mir hin. Die Pasta war wirklich fantastisch. So eine gute hab ich noch nie gegessen.
„Veee~Das freut mich Bella.“, Feliciano strahlte förmlich nach diesem Kompliment. Ansonsten ist das Abendessen doch eher ruhig- bis ich es nicht mehr aushalte. Ich habe es einige male gemerkt, dass mich Kiku etwas verwundert anschaute. Klar ich hab mich ja auch nicht vorgestellt. Ich wende mich zu Kiku, der neben mir sitzt. Er schaut zu mir zurück.
„Ich hab mich noch gar nicht vorgestellt! Ich bin [Name] [Nachname] und eure neue Mitbewohnerin.“, gebe ich wie immer freundlich lächelnd von mir Preis. Kiku blickt mich nicht richtig an.
„Es ist mir eine Freude dich kennen zu lernen, [Name]-san. Ich bin Kiku Honda.“, entgegnet er mir kurz darauf. Schon irgendwie schade, dass er mir nicht in die Augen schaut. Dabei sind die braunen von ihm echt hübsch. Aber daran kann ich jetzt wohl nichts ändern. Er scheint etwas schüchtern zu sein aber hoffentlich werden wir schnell Freunde.

Nach dem Abendessen setzte ich mich zu den anderen in das große Wohnzimmer. Hab ich erwähnt, dass es total toll ist?! Die Wände sind ein einem schönen hellen Terrakotta Ton gestrichen. Die große weiße Couch mit den passenden Kissen passte super dazu. Gegenüber der Couch ist ein moderner Wandschrank mit einem großen LCD- Fernseher. Dazu stehen da alle möglichen Spielkonsolen. Na gut das ist jetzt nicht unbedingt meins. Aber neben den Wandschrank, steht noch ein großes Regal mit unzähligen Büchern. Wem die auch gehören, hoffentlich würde ich da auch mal einen Blick Reinwerfen dürfen. Na gut  von hieraus kann ich schlecht erkennen ob es Sachbücher oder Romane und so sind. Feliciano hat sich auf der Couch gelümmelt und schaut gespannt in den Fernseher, während Kiku ganz vertieft in einen Manga ließ. Hab ich erwähnt, dass er nach dem Essen kurz in seinem Zimmer verschwunden war, und als er wieder kam ganz anderes zwar- und jetzt trägt er eine Brille.  Ich kümmere mich nicht weiter darum und arbeite mit meinem Laptop weiter. Zwar hab ich Semesterferien, doch selbst da informiere ich mich immer wieder ob etwas Wichtiges zu meinem Fach rauskommt. Die halbe Ruhe wurde unterbrochen, als Ludwig ins Wohnzimmer kam und der Fernsehr auf stumm stellte.

„[Name] ich habe gerade mit einem Freund telefoniert, der bei der Stadtverwaltung arbeitet. Er würde deine Ummeldung sofort in Arbeit nehmen und all den Kram.“, erklärt er mir. Wieder einmal schieb ich meinen Pony hoch damit er mir gleich wieder ins Gesicht fällt. Stimmt ja! Der Papierkram und das alles. Willkommen im Bürokratenstatt Deutschland. Ich rolle mit den Augen bei dem Gedanken an den ganzen Papierkram. Aber, dass er für mich an so was denkt, find ich ziemlich nett. Feliciano hat wahrscheinlich recht gehabt.
„Danke. Ich werde mich darum kümmern.“, sagte ich und schenke ihm ein warmes Lächeln. Ich bin mir zwar nicht hundertprozentig sicher, aber ich glaube er ist ein wenig rot um die Wangen herum geworden.
„Ja…okay, mach das.“, irgendwie scheint ihm das etwas peinlich zu sein. Ich muss mich echt zusammenreizen, damit ich nicht anfange zu kichern. Mein Kichern wird aber von einem Gähnen abgelöst, welches ich nicht unterdrücken kann.
„Vee~ Bella bist du Müde?“, fragt mich Feliciano. Ich nickte ein wenig. Ich spüre langsam wie meine Augenlieder träge werden.
„Ich glaub, ich werde mich umziehen und dann schlafen legen, wenn das okay ist.“, sag ich und bewege mich in Richtung Badezimmer. Die drei nicken mir zu. Da ich ja im Wohnzimmer erstmal schlafe, ist es ja nur verständlich, dass ich frage ob es für die drei okay sei, sie jetzt aus dem Wohnzimmer so gesehen zu vertreiben.

Gut 15 Minuten später komm ich aus dem Bad zurück ins Wohnzimmer. Die Couch ist ausgezogen und es liegt Bettzeug bereit. Ich muss lächeln. So nette Mitbewohner hab ich. Dabei hätte ich das doch auch selbst machen können. Am liebsten hätte ich ihnen heute noch danke gesagt, aber leider Siegt die Müdigkeit über mich und ich kuschle mich schnell in die Decke. Morgen will ich ja mein Bett und meinen Schreibtisch abholen!

Am nächsten Morgen werde ich von der Sonne geweckt, die durch die Gardinen durchschimmert. Ein Blick auf mein Handy, was natürlich immer neben mir liegt, verrät mir dass es 8:15 ist. Nicht sonderlich Spät und nicht sonderlich früh. Schnell erhebe ich mich und begebe mich erstmal in die Küche. Ich brauche halt meinen Kaffe früh morgens. Zu meiner Überraschung steht Kiku auch bereits in der Küche. Eine gute Gelegenheit mal mit dem Japaner zu reden! Er scheint mich jetzt auch wahrgenommen zu haben
„Guten Morgen. Tut mir Leid, dass du hier in der Küche stehen musst und dich nicht auf die Couch oder so setzten konntest.“, sag ich und durchsuche die Schränke nach Tassen.
„Guten Morgen [Name]-san. Das braucht es dir nicht. Ich trinke meine Kaffe immer hier früh morgens.“, sagt er, wobei es nach dem „Guten morgen“ immer leiser wurde. Ich blick ihn etwas erwundert an, während ich weiter suche. Es hängen echt viele Schränke hier rum, zur meiner Verteidigung!
„Äh…suchst du etwas?“, fragt mich Kiku und unterbricht die Stille. Ich dreh mich zu ihm um und erkläre, dass ich nach Tassen suche. Kiku läuft einmal um den Freistehenden Herd herum und greift in einen der Schränke auf der anderen Seite der Küche. Dann hält er mir einen Tase hin. Schnell gieß ich mir einen großen Schluck ein und nimm einen Schluck von dem Wachmacher-Getränk.
Die Ruhe wird unterbrochen, als eine Tür plötzlich aufknallt und irgendwer lautstark protestiert.

„Lass misch runter Bloody Frog!“, meckert wer. An der Stimme erkenn ich, dass die Person etwas…na ja okay…sehr betrunken ist.
„Arthur sei leiser. Du weckst sonst noch die anderen, Dude.“, sagt eine andere Stimme um den Betrunken etwas zu beruhigen.
„Mischdischdanischeindubloodyidiot!.Duhastdochkeineahungwiedassisnischzuwissenwelcherligionmanhat!*“, was zum Teufel hat der gerade gesagt?! Der muss ja vollkommen Dicht sein!
„Arthur warum musst du es auch immer übertreiben aru! Francis bring ihn doch lieber in sein Zimmer. Dann kann er seinen Suff ausschlafen aru.“, Okay jetzt ist meine Neugier geweckt. Diese „Aru“ ist ja fast wie Felicianos „Vee“ in jedem 2. Satz.
Ich will aus der Küche gehen, doch Kiku scheint mich aufhalten zu wollen. Leider ohne Erfolg. Ich gehe in den Flur und blicke in die Gesichter von vier weiteren Leuten. Alle blicken mich total verwundert an. Selbst der Betrunkene scheint gerade schlagartig nüchtern geworden zu sein.
„Ahaha…H-hallo“, Wäre ich doch lieber bei Kiku geblieben.

----------------------------
Für die, die Arthurs Suffsprache nicht verstanden haben:
*Misch dich da nicht ein du Bloody Idiot! Du hast doch keine Ahnung, wie das ist, nicht zu wissen welche Religion man hat!

So okay. Das zweite Kapitel war ja doch mehr über die Begegnung mit Kiku. Sorry die anderen sind wohl wieder in den Hintergrund geraten. Na gut aller Anfang ist schwer und Reader-chan wird wohl oder übel noch durch einige merkwürdige Bekanntschaften machen müssen.
Über Tipps und Reviews bin ich wie immer Glücklich! Will mich ja auch verbessern, was schreiben und so angeht. Ach demnächst nehme ich dann auch Wünsche entgegen. Z.b Reader-chan soll einen Tag mit jemanden bestimmten verbringen oder so. Aber bitte so was erst äußern, wenn ich euch frage okay?
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast